Warum ein Ernährungstagebuch führen?

Warum ein Ernährungstagebuch führen?

Warum wollen ErnährungsberaterInnen und DiätologInnen, dass ein Ernährungstagebuch geführt wird? Ich erzähle ihnen ja ohnehin, was ich esse!?

Tja, das ist so eine Sache. Manchmal vergisst man, was man über den Tag so alles gegessen hat, oder es fällt gar nicht auf, was sich so ansammelt. Manchmal wird auch das eine oder andere „Goody“ verschwiegen ;). Auch die Mengen sind nicht so einfach zu ermitteln. Und schließlich geht es oft auch darum was dazu getrunken wird, oder überhaupt über den Tag verteilt getrunken wird. Oder es geht darum herauszufinden, wovon man Bauchgrummeln, Blähungen und Durchfall bekommt. So ein Ernährungstagebuch ist also eine gute Sache. Der Zeitaufwand hält sich auch in Grenzen. Eine einfache Variante ist es beispielsweise, eine Vorlage von der BeraterIn zu verwenden und in die Handtasche/Hosentasche zu stecken. So kann man ganz schnell jedes Mal wenn man etwas isst, notieren was man da zu sich nimmt. Es gibt aber auch bereits jede Menge Apps, in die man Konsumationen eintragen kann. Wie man es lieber mag. Und irgendwie sollte die BeraterIn es auch sehen können. Gibt es eine Möglichkeit das auszudrucken oder Ähnliches? Darauf sollte man daher achten.

Beispiel: 1 Teller Nudelsuppe, 1 Teller Augsburger mit Fisolengemüse und Erdäpfel, 1 Apfelkuchen, 1 Glas Mineral in der Kantine, um 13 Uhr.

Oder: 4 Marmeladepalatschinken, selbst gemacht, 2 Häferl Kräutertee mit je 1 TL Honig, zu Hause um 19 Uhr.

Darunter kann man sich dann schon was vorstellen. Es soll alles so genau wie möglich beschrieben werden, damit sich die BeraterIn ein Bild vom WAS und von der MENGE machen kann. Die BeraterIn gibt ihnen dazu sicherlich Tipps. Handelsübliche Angaben (50g Gouda, 50g Krakauer, 180g Becher Fruchtjoghurt der Marke xy) oder Haushaltsmengen wie 1 Häferl, 1 Salatschüsserl, 1 Desserteller, 1 großer Schöpfer, … sind dabei meistens in Ordnung. Wenn es möglich ist, etwas abzuwiegen ist das natürlich noch genauer!

Wenn es um Beschwerden im Magen-Darm-Bereich geht, um Unverträglichkeiten, sollte jedenfalls die Uhrzeit bei der Mahlzeit stehen und auch wann und welche Beschwerden danach auftreten. Das Tagebuch sollte etwa 2 Wochen geführt werden, so wird es Routine und man vergisst auch Kleinigkeiten wie den Marsriegel oder das Seiderl Bier oder den Café Latte zwischendurch nicht mehr.

DiätologInnen und ErnährungsberaterInnen analysieren dann dieses Ernährungstagebuch, besprechen es gemeinsam mit Ihnen durch, berechnen wenn nötig die Kalorien. Daraus, und natürlich aus einer ausführlichen Anamnese, werden dann Maßnahmen abgeleitet, die Ihnen helfen ihr Ziel zu erreichen oder Beschwerden zu lindern.

Vielleicht sehen wir uns ja bei mir in der Praxis! 🙂

 

Beispiel
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