Projekt Unbeschwert – Mein Leben mit einem Magenbypass

Projekt Unbeschwert – Mein Leben mit einem Magenbypass

Liebe LeserInnen,

hier darf ich euch mit der folgenden Einleitung ein ganz besonderes Projekt, einen ganz besonderen und persönlichen Bericht vorstellen. Die Geschichte einer Betroffenen – das „Projekt Unbeschwert – Mein Leben mit einem Magenbypass“.

Dies ist ein Bericht aus ganz persönlicher Sicht, aber auch ich werde zum Thema passende Einträge schreiben. Gleich vorweg – all das stellt keine Werbung oder Empfehlung für einen bariatrischen Eingriff dar. Für Fragen/Termine zum Thema stehe ich selbstverständlich zur Verfügung. Ebenso wie meine Kollegin in Korneuburg, Diätologin Raphaela Lebeth – https://www.diaetologie-lebeth.at/ – die das Projekt gemeinsam mit mir betreut.

Aber nun lasse ich Euch/Sie sich selbst ein Bild machen und übergebe die Feder – Los geht es! 🙂

 

Einleitung

Warum ein Blog über Adipositas-OPs?

Lange habe ich mich dagegen gesträubt, ja sogar dagegen ausgesprochen, mich einer Adipositas OP zu unterziehen. Ich wollte es alleine schaffen. Ich hatte bereits einige Male bewiesen, dass ich es kann, das mit dem Abnehmen! Nachdem ich nun aber ganze 21 Jahre meines Lebens damit beschäftigt bin, mich mal mehr, mal weniger mit dem Thema Übergewicht und Adipositas auseinanderzusetzen, unzählige Abnehmversuche hinter mir habe, in Rehakliniken war, meinen Lebensstil versucht habe zu ändern und in Verhaltenstherapien versucht habe die Ursachen des übermäßigen Essens zu finden, musste ich mir irgendwann eingestehen, dass ich es vermutlich doch nicht auf die konservative Art schaffe, dauerhaft abzunehmen. Deshalb habe ich mich (zumindest zu Beginn) schweren Herzens dazu entschlossen, als allerletzten Versuch einen solchen Eingriff bei mir vornehmen zu lassen. Warum schweren Herzens? Mit der Entscheidung für die OP habe ich mir auch gleichzeitig eingestanden, dass ich es eben nicht schaffe und dieses Eingestehen hat mich sehr viel Überwindung gekostet.

Wie jeder Mensch, so ist auch die Geschichte eines/einer jeder/jedes Einzelnen unterschiedlich und einzigartig. Dieser Blog hat nicht zum Ziel, für eine Adipositas OP zu werben. Für wen und wann eine OP gut und sinnvoll ist, das hängt von vielen Faktoren ab und ist äußerst individuell und nicht pauschal zu sagen. Und für manche ist es auch der falsche Weg. Ich möchte in dem Blog über die vielschichtigen Probleme, Risiken, Umstellungen, aber natürlich auch Freunden und Erfolge, die mit der OP verknüpft sind, informieren. Sie bekommen einen Einblick in das Wie/Was/Warum es bei mir zu so einer OP gekommen ist und wie ich mit der neuen Situation umgehe und was mich beschäftigt. Mir ist aufgefallen, dass nicht nur bei vielen Menschen und Ärztinnen und Ärzten, sondern auch bei den Operierten selbst oder solchen, die sich auf eine Adipositas OP vorbereiten, viel Unwissen und Unsicherheit in Bezug auf das Thema herrscht. Dieser Blog soll auch dazu beitragen, dass eine etwas größere Personengruppe mehr über die vielschichtige (individuelle) Thematik Adipositas/Adipositastherapie und hier vor allem dann auch über die Adipositaschirurgie erfährt.

Aber anstatt eines wissenschaftlichen Artikels möchte ich hier teilweise auf ernsthafte, teilweise auf lustige oder ironische Weise von meinem “Projekt Unbeschwert” erzählen. Denn das ist es für mich: Ein Projekt, um in ein in vielerlei Hinsicht unbeschwerteres Leben (so erhoffe ich es mir zumindest) zu gehen. Sowohl im Hinblick auf das (hoffentlich) schrumpfende Gewicht, als auch im Hinblick auf mein gesamtes Leben. Ich erhoffe mir, dass mein Leben unbeschwerter wird und die aktuell vielfältigen Einschränkungen aufgrund des Gewichts weniger werden. Anstelle des Fetts wünsche ich mir in meinem Leben wieder mehr Platz für Freude, Zuversicht und Normalität- Unbeschwertheit eben. Sie sehen, es ist viel Konjunktiv und Hoffnung, eine Garantie für einen Erfolg dieser OP gibt es nicht.

Ich werde sicherlich nicht alles richtig machen und meine Lebensweise nach der OP wird wohl nicht immer so sein, wie es vielleicht von ErnährungsberaterInnen und ÄrztInnen empfohlen wird. Aber wer ist schon perfekt?? Ich gebe jedoch mein Bestes, um zumindest zum größten Teil mein Leben so zu gestalten, wie man es nach einem solchen Eingriff tun sollte (wobei es da auch wieder verschiedene Meinungen und Herangehensweisen gibt, wie eigentlich überall). Diesen “Guidelines” füge ich noch Individualität hinzu und würze es mit Lebensfreude und Experimentierfreudigkeit. So entsteht hoffentlich ein tolles, gesundes und wohlschmeckendes Gericht, welches mich stärkt und begleitet bei meinem “Projekt Unbeschwert” (und auch darüber hinaus!)

Lassen Sie sich überraschen und freuen Sie sich auf zwölf Episoden meiner Reise in ein unbeschwerteres Leben!

 

Nächster Eintrag: Episode 1 – Die Adipositas-OP für mich als letzte Hoffnung

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