Ein Wochenende mit „Brainfood“

Ein Wochenende mit „Brainfood“

Was für ein Wochenende! Strahlender Sonnenschein, dieser wurde am Morgen und am Abend auch ausgiebig genutzt meinerseits 🌞.
Aber im Fokus stand ein Intensivseminar zum Thema Darmgesundheit. Viele interessante Einblicke, neue Sichtweisen und Inputs für die Beratung.
Wichtig, damit auch gute Energie und Nährstoffe für das lernwillige Gehirn vorhanden sind (und weil Wochenende ist), ein gutes Frühstück! 🙂
Also gab es am Samstag Vollkorntoast, Gurkenscheiben, Cottage Chees und weiches Ei (alles BIO) und am Sonntag Vollkorntoast mit Avocado-Ei-Aufstrich (selbstgemacht und BIO), Tomaten und Basilikum. Der gute Kaffee darf natürlich nicht fehlen.
Noch ein paar Frühstücksideen gewünscht? Pikant, mit Ei, Avocado, Omelette, Sprossenbutterbrot oder Topfen als „Unterlage“… Ich achte darauf, dass bei meinem Frühstück eine Eiweißquelle dabei ist. Das hält mich satt bis Mittags und verhindert Heißhunger und „ungebührlichen“ 😉 Gusto auf süße Snacks am Vormittag.
Es darf aber auch mal „süß“ sein, beispielsweise in Form von griechischem Joghurt mit Himbeeren, oder verschiedenem Obst und Nüssen, oder auch mit einer selbstgemachten Müslimischung. Auch die Frühstücksmuffins oder „Müslimuffins“ mit Quinoa und Amaranth-Pops sind durchaus eine Alternative.
Alle hier vorgestellten Varianten sind einfach und vergleichsweise schnell zuzubereiten (besonders wenn man das eine oder andere vorbereitet) und enthalten wichtige Nährstoffe fürs Gehirn. Gute Fette, gutes Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Beispielsweise (kleiner Auschnitt ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
  • B-Vitamine: Vollkornprodukte, Gemüse, Fleisch
  • B12: Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, Mikroalgen
  • C: Obst und Gemüse
  • Magnesium, Mangan: grüne Gemüse, Nüsse, Samen
  • Calcium: Milchprodukte, grüne Gemüse, Samen
  • Zink: Nüsse, Samen, Fisch, Fleisch
Besonders wichtig sind diese Nährstoffe in unserem meist eher stressigem Alltag…
Während des Seminares wurden wir köstlich versorgt, die Zwischenmahlzeiten in der Pause habe ich mir gespart und dafür Mittags besonders genossen. Kleine Vorspeisen, Salat und eine Kostprobe der Hauptspeise, und natürlich auch ein kleines Dessert darf da mal sein. Im Anschluß dann noch einen Spaziergang im botanischen Garten (Wien) in der Sonne machen und schon sind die Batterien für den Nachmittag wieder aufgefüllt.
Wunderschön und sehr interessant! Wer Zeit hat, unbedingt hinschauen.
Neben vielen, vielen anderen Informationen die ich hier nicht wiedergeben kann, möchte ich auf etwas hinweisen, das nicht neu ist, aber immens wichtig und uns alle betrifft:
ESSEN KANN und SOLL nur in RUHE stattfinden. Mit Genuss, mit gutem Kauen, ohne Ablenkung durch Handy, Fernseher, Zeitung, …
Das ist schon die halbe Miete ;).
Herzlichst, eure Diätologin.
Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin und Ernährungsberaterin
Fotos: Birgit Barilits
Die Frage nach der Milch…

Die Frage nach der Milch…

Milch ist halt immer so ein Thema. Bei fast jedem Ernährungsvortrag oder Workshop kommt DIE Frage nach der Milch.

Um diese ranken sich viele Mythen und Meinungen, es wurden auch von den verschiedensten Seiten Beiträge, Posts etc. geschrieben, Studien mit teilweise widersprüchlichen Ergebnissen gibt es zu Hauf. In meiner täglichen Praxis kommt mir trotzdem immer wieder die Frage unter: „Was ist jetzt mit der Milch, ist sie gesund oder ungesund?“ Und das Fazit: Die ultimative Wahrheit gibt es in der Ernährungswissenschaft nicht.

„Also wie ist das jetzt mit der Milch…?“ Mit solchen Fragen tue ich mir halt schwer… Was ist schon gesund und was ungesund? Und wie soll ich das in einer Minute beantworten? 😉 Kein Lebensmittel ist nur gesund oder nur ungesund. Alles hat Vorteile und Nachteile. Einflüsse gibt es von Seiten der Produktion/Herstellung, der Menge und Häufigkeit des Konsums, der Zubereitung, der Verträglichkeit.

Milch aus Massentierhaltung, von unglücklichen Tieren, die nicht artgerecht gefüttert und gehalten werden ist sicherlich anders – wenn man will in dem Sinne „nicht so gesund“, als Milch von Bio-Viecherln aus Weidehaltung. Persönlich kaufe ich BIO Produkte und sehe Milch als Lebensmittel, das vielleicht mal in den Kaffee kommt oder in die Palatschinke ;). Ansonsten halte ich mich an vergorene Milchprodukte und köstlichen Käse.

Ein Naturjoghurt, mit einer Portion frischem Obst und Nüssen ist sicherlich „gesünder“ als ein fertiges, gekauftes Fruchtjoghurt mit Knusperflocken und Schokoflakes.

Wenn ich einen fertigen Joghurt-Fruchtsmoothie einmal pro Woche trinke, ist das vermutlich unproblematisch, wenn ich das jeden Tag konsumiere, gemeinsam mit weiteren weniger günstigen Gewohnheiten, sehr wahrscheinlich nicht so gut.

Wenn ich Laktose nicht vertrage, dann ist für mich normale Milch „ungesund“, weil es mir Beschwerden verursachen wird, laktosefreie Milch im Kaffee (und da sehe ich schon die nächste Diskussion auf mich zukommen 😉) wird unproblematisch sein.

Bei entzündlichen/rheumatischen Erkrankungen ist auf die Arachidonsäure zu achten, diese ist natürlich in sehr fetten Milchprodukten vermehrt zu finden.

Weitere Behauptungen, wie „Milch verursacht Osteoporose“, „Milch macht dick“ oder „verschleimt“ rechne ich eher der Welt der Ernährungslegenden zu. Ausnahmen bestehen jedoch eventuell… 2-3l Milch pro Tag als Getränk, oder süße Kakaomilch, oder sehr fetter Käse in großen Mengen, tragen zu einem möglichen Kalorienüberschuss bei. Wobei es auch Studien gibt, die darauf hinweisen das ein hoher Konsum von Milchprodukten zur Gewichtsreduktion beitragen kann – es kommt halt drauf an, wie man es macht.

Nach einer Mandeloperation empfehlen DiätologInnen möglicherweise einmal keine Milchprodukte zu nehmen, die sich an den Rachen anlegen, da diese eine Weide für Bakterien bieten könnten. Ansonsten – es gibt keine eindeutigen Hinweise aus Studien, die darauf hindeuten, dass Milch verschleimen würde, bei Erkrankungen der Atemwege kontraproduktiv wären.

Das sogenannte „Kalzium-Paradoxon“ bedeutet, dass es in Ländern wo kaum Milch konsumiert wird weniger Knochenbrüche gibt. Hier wird angenommen, dass der Phosphoranteil in der Milch die Kalziumaufnahme behindert, oder das der hohe Eiweißanteil die Calciumausscheidung begünstigt. Der in der Milch enthaltene Eiweißbaustein Lysin unterstützt aber beispielsweise die Calciumaufnahme im Darm, und auch ein hoher Eiweißkonsum (aber nicht dauerhaft zu hoch) scheint sich positiv auf die Knochendichte auszuwirken. Man kann also weder sagen, dass viel Milch vor Osteoporose schützt, noch, dass viel Milch Osteoporose begünstigt. Es spielen einfach zu viele andere (Ernährungs- und Lifestyle) Faktoren mit.

Mein Fazit ist also wieder einmal der Spruch „von überall ein bissi was und von nix zu viel“ 😉. Klingt langweilig, ist aber so. Zudem überwiegen bei den (vergorenen) Milchprodukten meiner bescheidenen Meinung nach die Vorteile: Hochwertiges Eiweiß, gutes Fett, Milchsäurekulturen, schöner Calciumgehalt, fördert die Verdauung und nicht zuletzt der gute Geschmack! Wir sind halt Omnivoren, wir dürfen genießen, und Genuss bedeutet nix in Massen zu verspeisen. Wenn man Milchprodukte gut verträgt und gerne hat, nur zu! Und ja, man kann durchaus auch ohne Milch ;). Allerdings halte ich es für sinnvoll, die entsprechenden Ersatzprodukte genau zu begutachten hinsichtlich Inhaltsstoffen.

Wenn Sie sich zu einem Thema beraten lassen möchten, sei es die Prävention oder Ernährungstherapie von Osteoporose, Laktoseintoleranz, gesunde Gewichtszu- oder abnahme, wenden Sie sich gerne an mich.

Herzlichst, Ihre Diätologin

Mag. Birgit Barilits, BSc, Ernährungsberatung mit Genuss

PS: Ich halte es für ein Qualitätsmerkmal, wenn in einer Beratung etwas differenziert dargestellt wird, und auf die individuellen Bedürfnisse und Anliegen geachtet wird.

Fotos: Fotolia

Was Sie tun müssen, um auf jeden Fall…

Was Sie tun müssen, um auf jeden Fall…

EINEN HEISSHUNGERANFALL ZU BEKOMMEN! 🙂

  1. Nehmen Sie sich ganz fest vor, nie wieder einen Essanfall zu bekommen.
  2. Üben Sie schwarz-weiß Denken! „Ich esse nie wieder…“ und „Jetzt ist eh schon alles egal…“
  3. Regelmäßig bis ständig auf „Diät“ sein.
  4. Sehr gut eignen sich Abnehmpillen, „Detox“, Wundermittelchen (die viel Geld kosten) und diverse Crash- und Sensationsdiäten aus Frauenzeitschriften.
  5. Weniger essen, als der Körper braucht. Vor allem zuwenig Eiweiß und Fett.
  6. Echte Hungergefühle ignorieren.
  7. Niemals essen, worauf man Lust hat, beispielsweise bei Familienfeiern den Kuchen verweigern.
  8. Ausschließlich Produkte verwenden, die mit „Light“ gekennzeichnet sind oder zuckerfrei (dafür mit Süßstoff).
  9. Verbieten Sie sich alles, was Zucker oder Fett oder Kohlenhydrate enthält! Verbieten Sie sich am Besten gleich ganze Lebensmittelgruppen.
  10. Setzen Sie sich ein unrealistisches Ziel / Zielgewicht.
  11. Sagen Sie sich immer wieder, ich wiege zuviel.
  12. Stellen Sie sich täglich auf die Waage. Am besten vor und nach dem Frühstück (nur zum Vergleich), und auch noch vor dem zu Bett gehen.
  13. Legen Sie sich geheime Vorräte an, aus fetten und zuckerhaltigen Lebensmitteln.
  14. Gehen Sie hungrig, gestresst und ohne Einkaufsliste einkaufen. Achten Sie darauf, bei den Süßigkeiten und Snacks vorbeizugehen.
  15. Restriktives Essverhalten praktizieren, Listen mit „verbotenen“ Lebensmitteln führen.
  16. Lenken Sie sich beim Essen ab. Essen Sie im Gehen, vor dem PC, Fernseher, …
  17. Kauen Sie so wenig wie möglich und essen Sie so schnell wie möglich!
  18. Führen Sie beim Essen Problemgespräche.
  19. Überlassen Sie alle Mahlzeiten dem Zufall.
  20. Schwelgen Sie in negativen Gedanken, Stress, Frust, Ärger, Langeweile, …

Fällt Ihnen noch etwas ein? 🙂

Herzlichst, Ihre Diätologin.

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin, Ernährungsberatung mit Genuss! 🙂

Fotos: Fotolia

Ei, Ei, Ei, …

Ei, Ei, Ei, …

Ich wollte es nur noch einmal sagen… Eier sind eines meiner liebsten Lebensmittel :)! Natürlich nur von glücklichen Hendln (oder im obigen Fall Wachteln, die kleinen Dingerchen wollte ich mal probieren)! Gekocht, pochiert, weich, im Glas, Spiegelei, Benedict, Eierspeis, Omelette, Aufstrich, als oder im Salat, in der Suppe, als Jausenei … Schmeckt (mir) in allen Varianten und ist ein wunderbarer Proteinlieferant und enthält viele wertvolle Nährstoffe (A, D, E, K, B1, B2, B6, Folsäure, Mineralstoffe und Cholin). Die Eier von freilaufenden Hühnern enthalten übrigens ein besseres Fettsäurenmuster, als Hühner aus Bodenhaltung. Ich wähle daher Eier aus Bio-Freilandhaltung. Diese sind mit einer 0 gekennzeichnet.

Die erste Zahl am Ei steht für die Haltungsform der Hühner: 0 = Bio-Freilandhaltung; 1 = Freilandhaltung; 2 = Bodenhaltung; 3 = Käfighaltung. Letztere ist seit 2009 in Österreich verboten, allerdings kann über Fertigprodukte wie Kuchen, Kekse und sonstige Süßigkeiten könnten allerdings noch Eier aus Käfighaltung (aus anderen Ländern) verarbeitet sein. Ein Grund mehr, sich seine Leckereien selbst zu machen, so weiß man, was enthalten ist. Beispielsweise eine flaumige Biskuitroulade… mhmmmm…

Rezept für meine Lieblingsroulade (zuckerreduziert):

  • 5 Eier
  • 5 EL Wasser
  • 150g Zucker à = 37 Würfel Zucker
  • pro Ei 4 dag Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • Marmelade nach Wahl
  • Saft von 1 Zitrone

Zubereitung:

  1. Backrohr auf 200°C Heißluft einstellen (vorheizen). Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auf ein frisches, sauberes Geschirrtuch 1 TL Zucker streuen.
  2. 100-120ml Marillenmarmelade mit dem Saft einer Zitrone verrühren.
  3. Zucker, Wasser und ganze Eier mit dem Mixer auf höchster Stufe schlagen bis eine dicke, luftige Masse entsteht. Mehl mit Backpulver mischen und vorsichtig mit einem Schneebesen unterheben.
  4. Die Masse gleichmäßig auf das Blech streichen. Max. 12 min backen. Der Teig ist dann bereits leicht gebräunt.
  5. Das Biskuit mit der Teigseite auf das Geschirrtuch legen. Das Backpapier vorsichtig vom Teig lösen. Sofort die Marillenmarmelade aufstreichen und das Biskuit mit Hilfe des Tuches einrollen.
  6. Genießen! 🙂

Wegen dem Cholesterin mache ich mir auch KEINE Sorgen ;). Inzwischen gibt es ja schon unzählige Artikel zum Thema – Ja, das Ei(gelb) enthält Cholesterin und nein, das ist nicht Schuld an Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine der Studien, die ich dazu gelesen habe ist diese hier: „Egg consumption and risk of coronary heart disease and stroke: dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.“ Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23295181

Kurze Beschreibung der Studie:

  • Meta Analyse von prospektiven Kohorten Studien (systematisches Review/Metaanalye publizierter Daten).
  • Daten aus PubMed und Embase Jänner 1966 bis Juni 2012, sowie original papers und review articles.
  • Ziel: untersuchen und quantifizieren des Zusammenhangs zwischen Ei Konsum und dem Risiko für KHK (koronare Herzkrankheit) und Schlaganfall in, in Abhängigkeit von der Dosis (Konsum)
  • Es wurde kein Beweis für einen kurvilinearen Zusammenhang zwischen Eikonsum und Risiko für KHK oder Schlaganfall gefunden.
  • “Higher consumption of eggs (up to one egg per day) is not associated with increased risk of coronary heart disease or stroke. The increased risk of coronary heart disease among diabetic patients and reduced risk of hemorrhagic stroke associated with higher egg consumption in subgroup analyses warrant further studies.”

Also, wenn es an den Osterfeiertagen zu erbitterten Eierpeckmatches kommt, und in Folge mehr Eier als üblich verzehrt werden, dann ist das in der Regel kein Problem. Lieber an den Schoko- und Geleehasen sparen… 😉 Hier finden Sie einen kurzen und Informativen Artikel von Bodymed dazu. Übrigens NEU in meiner Praxis: Leberfasten nach Dr. Worm, mit den Produkten von Bodymed.

In diesem Sinne, frohe Ostern, erholsame Feiertage – mit Genuss! 🙂

Ihre Diätologin.

 

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

Fotos: Birgit Barilits

Dies und das aus dem Samstagsseminar…

Dies und das aus dem Samstagsseminar…

Den 24.3. habe ich in einem Seminarraum verbracht. Während draussen die Sonne scheinte… Aber es hat sich definitiv gelohnt! Das Seminar wurde von Bodymed veranstaltet – es ging um das Thema Leberfasten, Gewichtsreduktion und natürlich die Produkte Hepafast und Sanafit im Rahmen des Bodymed Programmes.

Die Gründe, warum es mit der Gewichtsabnahme nicht klappt sind vielfältig. Ich habe schon den einen oder anderen Beitrag zu dem Thema verfasst. (Schauen Sie doch gerne mal in meine Blog-Kateogorie „Tipps zur Ernährungsumstellung“ hinein! 🙂

Ein im wahrsten Sinne des Wortes „gewichtiger“ Grund kann die Leber sein (siehe hier). Die wichtigsten Punkte des Seminares waren für mich:

  1. Leberfasten kann der „Kickstart“ in Richtung verbesserter Stoffwechsel sein, mit dem positiven Nebeneffekt, Gewicht zu verlieren.
  2. Leberfasten gefolgt vom Bodymed-Programm bringt bei sehr vielen Personen eine erfolgreiche und vor allem gesunde Gewichtsabnahme.
    • Um das Gewicht zu halten können nach Beendigung des Programmes beispielsweise wöchentliche Fastentage eingelegt werden.
  3. Eine rasche initiale Gewichtsabnahme ist motivierend und macht Lust auf mehr 🙂 !

Im Seminar wurde natürlich auch die Studienlage dazu geliefert, und auch ich habe hernach noch etwas in der Studienkiste gekramt (weitere werde ich nach und nach hinzufügen):

„There is evidence that a greater initial weight loss using VLCDs with an active follow‐up weight‐maintenance program, including behavior therapy, nutritional education and exercise, improves weight maintenance.“ (Qelle: Very‐Low‐Calorie Diets and Sustained Weight Loss, 2012, https://doi.org/10.1038/oby.2001.134)  – Dieser Review zeigte, dass eine schnelle initiale Gewichtsabnahme mit einer starken Kalorieneinschränkung, gefolgt von einem Programm zur Gewichtserhaltung mit Verhaltenstherapie, Vermittlung von Ernährungswissen und Bewegung das Halten des Gewichtes signifikant verbessert. Begleitende Ernährungsberatung ist immens wichtig!

„The rate of weight loss does not affect the proportion of weight regained within 144 weeks. These findings are not consistent with present dietary guidelines which recommend gradual over rapid weight loss, based on the belief that rapid weight loss is more quickly regained.“ (Quelle: The effect of rate of weight loss on long-term weight management: a randomised controlled trial, 2014, https://doi.org/10.1016/S2213-8587(14)70200-1) – In dieser kontrollierten Studie zeigte sich, dass es auf lange Sicht KEINE Rolle spielt, ob man schnell oder langsam abnimmt, alle nahmen in etwa wieder gleich viel zu. Wenn es für eine Person (persönlich, gesundheitlich, …) passend ist und der Motivation zuträglich ist, dann ist also durchaus auch eine schnelle initiale Gewichtsreduktion in Ordnung. Und es zeigt wiederum auch, dass es nicht damit getan ist, einfach nur eine zeitlich begrenzte Diät zu machen. Parallel muss auch ein neues Ernährungsverhalten und ein aktiverer Lebensstil erlernt werden. Wie die Seminarleiter Dr. Worm und Dr. Walle so schön sagten „Wer traditionell essen will, muss auch traditionell leben.“ Und das tun wir nun mal nicht mehr.

„The present study showed that, with similar total weight loss, rate of weight loss did not affect weight regain. However, %FFML after DI was associated with weight regain.“ (Quelle: The effect of rate of weight loss on long‐term weight regain in adults with overweight and obesity, 2016, https://doi.org/10.1002/oby.21346) – Auch hier zeigte sich kein Unterschied zwischen schnellerem und langsamerem Gewichtsverlust, hinsichtlich der folgenden Gewichtszunahmen. Allerdings zeigte sich, das bei einer schnelleren Gewichtsabnahme auch die fettfreie Masse stärker abnahm, und dies ist sehr wohl ein Faktor, den es miteinzurechnen gilt, wenn es um eine erneute (unerwünschte) Gewichtszunahme geht.

Um einen zu großen Verlust der fettfreien Masse, sprich Muskeln zu verhindern, sind folgende Maßnahmen von Bedeutung:

  • Ausreichende Eiweißzufuhr während der Gewichtsreduktion.
  • Ausreichende Zufuhr an essentiellen Nährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren, Aminosäuren, ….).
    • Das ist nicht mit jedem Mahlzeitenersatzprogramm gewährleistet! Shake ist nicht gleich Shake!
  • Widerstandsttraining bzw. Krafttraining begleitend um Muskeln zu erhalten/aufzubauen und den Grundumsatz zu erhalten.
  • Die Phase der starken Kalorieneinschränkung darf nicht zu lange andauern, um den Grundumsatz nicht zu stark zu senken.

Ich biete in meiner Praxis Leberfasten nach Dr. Worm an, das Bodymed-Programm und natürlich auch Ernährungsberatung zur Gewichtsreduktion ohne Bodymed Produkte an.

Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe, vereinbaren Sie doch gleich einen Termin mit mir! Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Ihre Diätologin, Birgit.

PS: Nachdem ich um mein Samstagstraining umgefallen bin habe ich das Fahrrad genommen, um zum Seminar zu gelangen. „Bergauf und Bergab“ durch Wien zu treten bringt auch etwas und macht Spaß! Also: Bewegen Sie sich aus eigener Kraft fort! Fahrrad, Tretroller, Stationen zu Fuß gehen, Stiegen steigen, … Bringen Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag! 🙂

Fotos: Bodymed, Birgit Barilits

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

Rote Rüben Salat mit Sonnenblumenkernen und Petersilie

Rote Rüben Salat mit Sonnenblumenkernen und Petersilie

   

Köstlich, köstlich, ein Augenschmaus… und auch noch voll bis obenhin mit guten Nährstoffen! 🙂

Das kommt heraus, wenn die Mama frisch gekochte rote Rüben bringt aber schon genug klassischer rote Rüben Salat im Kühlschrank lagert. Also was machen damit? Einen wunderbaren Mittagssalat zaubern.

Die Zutaten:

  • 2 gekochte rote Rüben
  • 2-3 rohe Karotten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Handvoll Sonnenblumenkerne
  • 1 Bund Petersilie
  • 2-3 EL Sesamöl
  • Salz, Pfeffer
  • Saft von 1 Zitrone und 1 Orange
  • 1 kleines Apferl
  • 100g Rahm (optional)

Die Nährwerte pro Portion (ergibt ca. 4 Portionen): 269kcal, 6,49g EW, 14,2g F, 31,4g KH, 6,48g Blst

Die Zubereitung:

Rote Rüben würfeln, Zwiebeln fein hacken, Karotten schälen und in feine Scheibchen hacheln, Petersilie fein hacken, Apfel fein würfeln. Alle Zutaten gut vermischen. Für die Marinade Sesamöl, Zitronensaft, Orangensaft, Salz, Pfeffer vermischen und über den Salat geben. Wer mag kann auch noch Rahm dazugeben.

Ich habe eine große Portion gleich als Mittagessen verspeist, der Rest kam in die Box, hält sich im Kühlschrank und kommt morgen mit in die Arbeit! Noch ein gekochtes Ei drauf, oder Schinkenstreifen, oder geschnittenes Matjesfilet, … Fertig ist ein gesundes Mittagessen!

Guten Appetit!

Fotos: Birgit Barilits

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

Nusskuchen mit Dinkelvollkornmehl

Nusskuchen mit Dinkelvollkornmehl

Am Wochenende ist Kuchenbacken angesagt! 🙂 Wir sind eingeladen einen Abend mit Freunden zu verbringen, daher braucht es ein Mitbringsel. Eine wunderbare Gelegenheit, mal wieder einen guten Kuchen zu backen…

Der Blick ins Küchenkastl: Hm…. nur Vollkornmehl, also keine Biskuitroulade, aber noch geriebene Nüsse, Zucker ist auch nicht mehr viel da…. Na gut, dann wirds ein gesunder Nusskuchen!

Die Zutaten:

  • 200g Dinkelvollkornmehl
  • 200g geriebene Nüsse
  • 200ml Milch
  • 6 Eier
  • 1 Packerl Backpulver
  • 100g Zucker
  • 60g Birkenzucker
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 Prise Salz

Schokoladenglasur:

  • 100g dunkle Schokolade
  • 30g Schlagobers
  • ca. 50g Marillenmarmelade oder andere Marmelade
  • evtl. etwas Zitronensaft

Die Nährwerte:

Pro Portion (bei 12 Stücken): 326kcal, 12,6g EW, 15,2g F, 39,2g KH, 4,85g Blst

Die Zubereitung:

  • Ofen auf 180° Umluft vorheizen.
  • Eine Kuchenform mit Öl auspinseln und mit Semmelbröseln „mehlen“.
  • Vollkornmehl mit Backpulver und Kakakopulver versieben.
  • Nüsse mit der Milch verrühren.
  • Eier im Ganzen mit Zucker und Birkenzucker, 3 EL Wasser und 1 Prise Salz gemeinsam verschlagen, bis eine dicke, schaumige Masse entsteht.
  • Mehlmischung unter den Schnee heben, dann vorsichtig die Nussmischung untermischen.
  • Bei 180° Umluft für ca. 45min backen, mit einem Holzstaberl prüfen, ob der Kuchen durch ist.
  • Inzwischen die Schokolade schmelzen
  • Den Kuchen etwas abkühlen lassen, mit Marmelade bestreichen und mit der Schokolade überziehen oder verzieren. Mit Nusshälften dekorieren. Natürlich würde es sich auch gut machen, den Kuchen zu teilen und mit Creme zu füllen… 😉 Nächstes Mal dann.

Saftig, erstaunlicherweise nicht „sitzen geblieben“, zuckerreduziert, angenehme (weil geringe) Süße.

 

Foto: Birgit Barilits

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin