In Bewegung kommen und Sport ist angesagt! :)

In Bewegung kommen und Sport ist angesagt! :)

Liebe LeserIn, liebe KundIn,

ich weiß ich wiederhole mich ;), aber ich kann es nur und muss es auch immer wieder sagen, Bewegung und Sport sind unglaublich wichtig, besonders für uns, in der heutigen Zeit. Ich habe bereits einmal einen Beitrag geschrieben über die Bedeutung der Bewegung und des Muskelaufbaus für die Gewichtsreduktion, zusätzlich findet ihr alle paar Wochen in den unterschiedlichsten Medien die gesundheitlichen, körperlichen und psychischen!!! Vorteile des Sports. Die Sache ist, es ist wie mit der Ernährungsumstellung. Es dauert etwas, bis man Erfolge bemerkt und sieht, die Belohnung erfolgt (bei den meisten) nicht unmittelbar, und vor allem, man/frau muss was tun! 😉

Immer wieder erzählen mir KundInnen und andere Personen mit denen ich spreche, dass sie jetzt verstehen, was ich da immer erzählt habe. Sie haben sich irgendwann überwunden und es am eigenen Körper erfahren und erspürt, welche positiven Effekte REGELMÄSSIGE Bewegung und Sport haben kann. Man muss es also selbst mal erleben. Ich mache es dir daher ganz einfach:

Heute stellen sich dir daher 4 supernette und völlig unterschiedliche TrainerInnen vor, die dir beim Start/Wiedereinstieg/Ziele erreichen helfen können, und die ich sehr gerne weiterempfehle! Schmökere dich durch, finde deinen passenden Trainer und dein passendes Trainingskonzept! 🙂

Cornelia Brückner, BSc, Personal und Online Fitness Trainerin. www.corneliabrueckner.com

Mein Motto ist „Tue heute etwas, worauf du morgen stolz sein kannst.“Hast du Schwierigkeiten mit dem Anfangen oder dem Dran-bleiben? Ich zeige dir wie auch du es schaffen kannst! Durch meine strukturierte und ruhige Art helfe ich dir deinen ganz persönlichen Weg zu mehr Bewegung zu finden. Für jeden kann eine individuelle Lösung gefunden werden. Du kannst bei mir 1:1 Personal Trainings buchen, oder – ideal für vielbeschäftigte EinsteigerInnen – meinem Online Programm folgen!

Christopher Stelzer, M.Sc., Sportwissenschafter und Gesundheitstrainer, angehender Physiotherapeut. www.christopherstelzer.com

Personal Training ist die höchste Form der Trainingsbetreuung. Deswegen liegt in meiner Tätigkeit als Personal Trainer mein Fokus auf den KundInnen. Das Training wird individuell an das aktuelle Leistungslevel und die Ziele angepasst und die Zusammenarbeit zwischen KundInnen und Trainer ist eng. Es spielt für mich keine Rolle, ob du fünf, fünfzig oder keinen einzigen Liegestütz schaffst! Viel wichtiger ist, dass du Initiative ergreifst und dein Leben verändern möchtest. Alles andere kommt mit regelmäßigem Training, der optimalen Ernährung und einer Portion Geduld ganz von selbst. Gemeinsam gehen wir diesen Weg!

Mag. Katharina Obermann, Personal Trainerin, Dipl. Strength Coach, spezialisiert auf 1:1 Krafttraining, Muskelaufbau, Schmerzen bekämpfen. www.kotraining.at

Viele Menschen schaffen es nicht, regelmäßig und vor allem langfristig mit dem Training weiter zu machen. Und das hat gute Gründe. Durch eine App können viele Aspekte einfach nicht berücksichtigt werden, die aber für den Erfolg unverzichtbar sind. Um nur einige Beispiele zu nennen: Führst du die Übungen richtig aus? Sind es für dich die richtigen Übungen? Und trainierst du überhaupt hart genug? Ist das nämlich nicht der Fall, dann wird dir kein Plan der Welt helfen. Und da sind wir auch schon beim Punkt: richtiges und damit effektives Trainieren muss man erst lernen. Das geht entweder, indem du viele Bücher liest und unzählige Selbstversuche startest, oder indem du dir professionelle Unterstützung holst von einer Person, die genau das schon alles durchgemacht hat. Die Entscheidung liegt bei dir, wie viel Zeit und Energie möchtest du investieren um den „richtigen“ Weg zu finden?

Mag. Stefan A. Simon, Personal Trainer, Sportwissenschafter, Leistungsdiagnostiker, Ashtanga-Yoga-Lehrer. www.4s-training.com

Für eine individuelle Lösung betrachte ich die Person ganzheitlich und gehe neben leistungsdiagnostischen Analysen der Bewegung von Ausdauer (Herzkreislaufsystem), Koordination, Kraft (Muskelfunktion), Beweglichkeit (Muskelflexibilität), Gelenksfunktion, Wirbelsäule und auf die Arbeitssituation, Familiensituation, zeitlichen und örtlichen Möglichkeiten, Bedürfnisse und Wünsche ein. Nach einer Bewegungsberatung à la carte mit der Bewegungs- bzw. Trainingsauswahl und -planung geht es um dessen Umsetzung zur bestmöglichen Erreichung Ihrer gesteckten Ziele. Die Motivation und der Spaß an der Bewegung sollen stetig vorhanden sein!

Soll ich Kalorien zählen???

Soll ich Kalorien zählen???

Paleo Ernährungswabe
Auf die gute Kombination kommt es an! 🙂

Immer wieder werde ich gefragt, was denn wie viele kcal enthält und wie viele man essen darf. Ok, das eine oder andere weiß ich tatsächlich so in etwa auswendig, aber wirklich nicht alles meine Lieben. Dafür gibt es glücklicherweise Tabellen und Nährwertprogramme. Die nächste Frage bzw. der nächste Kommentar ist dann oft mal: „Ja ich schau eh, dass ich nicht mehr als 1000 kcal pro Tag esse.“ Da gruselt es die Diätologin gleich mehrmals:

  • Erstens sind 1000 kcal meistens wirklich zu wenig
  • Zweitens sind es ohnehin meistens mehr 😉
  • Drittens liefern unterschiedliche Apps/Nährwertprogramm und Angaben in Kochbüchern teilweise massive Unterschiede!
  • Viertens kommt es nicht nur darauf an wie viele kcal ein Lebensmittel hat, sondern auch „welche“ kcal. Also aus Fett, Eiweiß, Kohlenhydraten? Welches Fett und welche Kohlenhydrate? In welchem Verhältnis?
  • Fünftens kann dem Einen oder der Anderen das kcal zählen auf die Dauer den Genuss verleiden und eeeetwas unentspannt machen. Und Stress haben wir ohnehin schon genug! Hab ich Recht?

Wie, was jetzt, nicht zählen???

Wie, was jetzt, nicht zählen???

  • Also ja, ich hab gelernt wie man Kalorien „zählt“.
  • Ja, ich weiß von manchen Gerichten und Lebensmitteln in etwa die Kalorienzahl.
  • Ja, ich kann berechnen, wie viele Kalorien du pro Tag zu dir nehmen solltest, auch aus einem gut geführten Ernährungstagebuch lässt sich annähernd(!) abschätzen, wie es mit der Kalorienaufnahme verhält.
  • Ja, im Supermarkt drehe ich jedes Lebensmittel (neue Produkte die mir auffallen) um und schaue mir die Nährwerttabelle und die Zutatenliste an (Berufskrankheit 😉 ).

Das Wichtigste ist es in Summe aber, gute, wertvolle Lebensmittel zu verwenden, so viel als möglich selbst zu machen und auf industriell gefertigte Zuckerbomben eher zu verzichten, mit Genuss und in Ruhe zu speisen und zu kauen. Es muss aber nicht die 100% „clean“ – Variante sein, es soll sich ja schließlich im Alltag auch umsetzen lassen und nicht zu einer Belastung werden. Also Schokolade und ein Glasl Wein sind auch mal drin. Etwas Aufwand und Wille ist aber bei jeder Umstellung notwendig.

Am Beginn einer Ernährungsumstellung ist es tatsächlich sinnvoll, sich Verpackungen genauer anzusehen, Portionen manchmal auch abzuwiegen und die Kalorien daraus abzuleiten. Sich ein bisschen damit auseinanderzusetzen, wie ein Lebensmittel „beschaffen“ ist. Aber nach einer Weile hat man es im Gefühl und muss das nicht mehr so genau machen.

Es gibt ganz sicher auch Ausnahmen und Personen die einen etwas strikteren Plan bevorzugen. Manchmal ist auch irgendwo „der Hund drin“ und man kommt nicht weiter, oder es ist wichtig auf genügend von Nährstoff XY zu kommen. Dann finde ich Apps zum kcal zählen ganz gut. 2 Wochen mal wirklich genau protokollieren, damit man sieht, wo es hakt. Immer wieder mal eine Stichprobe machen. Das bringt natürlich nur etwas, wenn ich es wirklich ordentlich mache, denn wir alle, auch DiätologInnen und ErnährungsberaterInnen neigen dazu, die aufgenommenen kcal zu unterschätzen und uns selbst zu beschummeln…

Aber das besprechen wir am Besten ganz individuell 🙂 !

Wir sehen uns bei mir in der Praxis!

Brot backen mit selbst gemachtem Sauerteig

Brot backen mit selbst gemachtem Sauerteig

Achtung – hier gibts etwas mehr zu lesen! 🙂

Manche schrecken ja davor zurück Brot zu backen, weil sie denken es wäre ein zu großer Aufwand oder gelingt nicht. Aber wenn man es einmal ausprobiert hat geht es eigentlich ganz leicht und macht viel Freude. Vor allem schmeckt frisches, selbstgebackenes Brot immens gut. Es bleibt wesentlich länger frisch als Gekauftes aus den diversen Backshops. Es kann mit gutem Bäckerbrot locker mithalten.

Schritt 1: Sauerteig herstellen

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Sauerteig

Der Sauerteig wird mit selbst gemahlenem Roggenvollkornmehl hergestellt. Man kann aber auch einfach Roggenvollkornmehl im Reformhaus kaufen. Meine Mutter hat ihren Sauerteig aus Weizenvollkornmehl hergestellt, auch das gelingt sehr gut. Man braucht dazu:

  • 1 sauberes Glas (Gurkenglas zB)
  • 2 EL Roggenvollkornmehl
  • ½ TL Honig (optional)
  • lauwarmes Wasser

Alles miteinander im Glas verrühren, immer nur etwas Wasser nachgeben, bis ein dickflüssiger Brei entsteht. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort (mind. Zimmertemperatur, nicht auf die Heizung!) 24h stehen lassen. Man kann den Prozess also an einem Abend beginnen und 24 später, am nächsten Abend fortsetzen!

  • Am zweiten Abend gibt man wieder 2 EL Mehl dazu und etwas Wasser.
  • Am dritten Abend wieder 2 EL Mehl dazugeben und etwas Wasser.
  • Am vierten Abend ist der Sauerteig fertig!

Neugierige sehen ab und zu nach und entdecken vielleicht kleine Bläschen oder bemerken einen säuerlichen, leimigen Geruch. Das ist gut so! Ein fauliger Geruch oder Schimmel darf nicht entstehen, der Sauerteig muss dann entsorgt werden. Es gibt im WWW dazu verschiedene Rezepte und Videos, sie basieren aber alle auf dem gleichen Prinzip.

Schritt 2: „Vorteig“ bereiten

Vorteig
Vorteig, schon mit kleinen Bläschen

Auch dazu gibt es unterschiedliche Rezepturen. Ein Beispiel:

  • 400g Roggenmehl
  • 400ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Sauerteig

Alles gut miteinander vermischen, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und mindestens 12h an einem warmen Ort stehen lassen. Auch hier kann man die Blasenbildung beobachten und einen veränderten Geruch wahrnehmen. Achtung: Vom Vorteig nimmt man mit einem sauberen Löffel 2-4 EL ab und gibt ihn ins Glas zum ursprünglichen Sauerteig, so kann dieser „weiterleben“, man kann ihn vermehren. Das Glas zuschrauben und in den Kühlschrank stellen. Der Sauerteig hält im Kühlschrank etwa 3 Wochen. Es bildet sich eine dunklere wässrige Schicht, je älter der Sauerteig wird, aber das macht nichts. Sollte sich Schimmel bilden, dann ist er kaputt.

Schritt 3: Brotteig herstellen

Brotteig
Brotteig, bereits schön aufgegangen

Zum Vorteig kommen nun noch Roggen-, Dinkel- oder Weizenvollkornmehl, es kann aber auch gemischt werden! Das Brot geht auch besser auf, wenn man das schwere und nicht so backfähige Roggenmehl mit Weizen- oder Dinkelvollkornmehl mischt. Je höher der Anteil an Weizen/Dinkel, desto besser geht das Brot auf. Wichtig sind auch die Gewürze!

  • 600g Vollkornmehl nach Wahl
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 1-2 EL Gewürze (Fenchel, Kümmel, Anis, Koriander)
  • 1-2 TL Salz

Alle Zutaten wirklich gut durchkneten, eventuell braucht man noch etwas Wasser zusätzlich. Je nach Konsistenz. Den Teig wieder zudecken und an einem warmen Ort mindestens 12 Stunden gehen lassen.

Den Teig nochmals durchkneten und zu einem Laib formen. Auf ein Blech mit Backpapier legen und nochmals 1h gehen lassen.

Das Brot im Backrohr bei ca. 180° eine Stunde backen. Um zu testen,  ob das Brot fertig ist, klopft man auf die Unterseite. Wenn es hohl klingt, ist es fertig 🙂

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Das klingt nun nach viel Zeit, die der Prozess in Anspruch nimmt. Das ist richtig, besonders wenn man den Sauerteig erst herstellen muss. Aber nun hat man ja einen fertigen Sauerteig, der auch mit der Zeit immer mehr an Kraft gewinnt und aromatischer wird und das Brot besser aufgehen lässt. Dann braucht es nur noch etwas Planung. Man hat dieses Brot eben nicht von „jetzt auf gleich“, aber das Zusammenrühren selbst dauert wirklich nicht lange.

Wer sich das anstrengende Kneten ersparen will kann auch folgende Variante versuchen (diese ist auch auf den Bildern zu sehen):

Vorteig:

  • 300g Roggenvollkornmehl
  • 1/4l lauwarmes Wasser (eventuell ist bei dieser Variante mehr Wasser nötig)
  • 3 EL Sauerteig
  • bis zum nächsten Tag „arbeiten lassen“, etwas vom Vorteig zurück ins Glas geben

Brotteig:

  • 350g Dinkelvollkornmehl
  • 350g Weizenvollkornmehl
  • Vorteig
  • 1/4l lauwarmes Wasser (eventuell ist bei dieser Variante mehr Wasser nötig, damit sich der Teig mit Mixer und Knethaken gut mischen lässt)
  • Gewürze und Salz nach Geschmack
  • 2 Handvoll Sonnenblumenkerne und 1 Tasse eingeweichter Leinsamen
  • Gut verrühren, evtl. noch etwas Wasser dazu. Es entsteht ein dicker, zäher Brei.
  • Bis zum nächsten Tag „arbeiten lassen“

Man kann auch noch ein paar Bröserl Hefe in den Teig geben, bevor man ihn in die Form füllt, dann geht das Brot besonders gut auf. Auf den Teig kann man noch ein Muster machen, Gewürze streuen…. Nun den Teig in eine beschichtete oder gefettete und gemehlte Form geben und im Rohr bei 180-200° ca. 1h backen. Das ergibt ein schönes großes Brot, am besten also Teile davon einfrieren. Dieses Brot ist auch besonders sättigend, es reichen daher in der Regel von einem Viertel-Laib 2-3 dünne Scheiben! Man kommt also auch recht lange damit aus. Wenn sich der Vorrat dem Ende zuneigt, setzt man neues Brot an!

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Fertig gebacken!

 

Ausgekühlt und aufgeschnitten
Ausgekühlt und aufgeschnitten

 

Kräftig, duftend und am Besten mit Butter und Schnittlauch :)
Kräftig, duftend und am Besten mit Butter und Schnittlauch 🙂

Die lange Teigführungszeit sorgt dafür, dass das Brot besonders bekömmlich wird und die Phytinsäure aus dem Vollkorn gut abgebaut wird. Viele vertragen das Brot und Gebäck aus den Backshops nicht so gut, bekommen eventuell Blähungen davon. Die Vermutung liegt nahe, dass hier der Teig nur sehr wenig Zeit hatte zu arbeiten und daher nicht so bekömmlich ist.

Eine weitere köstliche Variante ist es, Walnussstücke und Rosinen mitzubacken. Das macht das Brot noch saftiger. Ich mag auch gerne diese Kombination von „süß“ und pikant. Und es ist auch das EINZIGE!!! wo ich ein paar Rosinen akzeptiere ;).

Viel Spaß beim Ausprobieren und Experimentieren!

Projekt Unbeschwert – Episode 12

Projekt Unbeschwert – Episode 12

1,5 Jahre nach der OP: Wie hat sich mein Leben verändert? 

Liebe Leserinnen und liebe Leser, 

Kennt ihr das, wenn man nach der Sommerpause wieder auf Kolleginnen oder Freunde trifft und die Frage aufkommt: “Hast du einen schönen Sommer gehabt”? Das eine oder andere Mal muss man dann überlegen, was überhaupt alles im Sommer los gewesen ist. Da kommen dann die ganzen positiven, aber vielleicht auch weniger positiven Erinnerungen zurück. Häufig kommt dann aber doch: “Ja, ich hatte einen schönen Sommer”. 

Warum ich das schreibe? Weil ich eine ähnliche Frage inzwischen immer häufiger gestellt bekomme:”Wie geht es dir 1 ½ Jahre nach der OP?” In diesen 1 ½ Jahren ist so viel passiert, da muss man auch erst einmal überlegen, was für Erinnerungen da alle in meinen Sinn kommen. 

Dies ist die letzte Episode dieses Blogs. Ich möchte heute eine Art Fazit ziehen und ein paar Gedanken mit euch teilen, die mich im vergangenen Jahr bewegt haben. 

Ob die OP gelingt oder nicht, ob man Komplikationen hat oder nicht, all das kann einem keiner vorhersagen und versprechen. Mit diesem Gedanken in meinem Kopf bin ich am 6. April 2018 in den OP geschoben worden. Aber ich war mir sicher, dass es der richtige Schritt war. Warum ich mir so sicher war? Weil ich wusste, dass mein Hormongleichgewicht auf konservative Art und Weise nicht wieder herzustellen und mein Magen einfach zu groß war. Ich hatte mich entschieden, dass ich ein aktives Leben mit Reisen und Sport führen wollte. Dieser festen Überzeugung bin ich bis heute und dies ist für mich die Grundlage, warum ich offen mit der OP umgehe und mit der Entscheidung mich operieren zu lassen. Und damit begegne ich auch einer eventuellen Kritik (die ich wirklich nur 2x in diesen ganzen 1 ½ Jahren gehört habe): ”Du hast mit der OP ja nur den bequemen Weg gewählt”. 

Über die OP als eine Art “Krücke” habe ich ja bereits geschrieben. Heute, nach 1 ½ Jahren kann ich sagen: “Ja, die Krücke war notwendig, sie wird auch weiterhin notwendig sein, aber ich habe die Chance genutzt, die Krücke genommen und bin losgelaufen, bzw. geradelt. Und durch den kleineren Magen habe ich weniger Hunger und esse weniger. Dieser reduzierte Hunger durch die OP ist eigentlich die größte Errungenschaft für mich. Ich brauche keine riesigen Portionen mehr, um satt zu werden. 

Die im wahrsten Sinne des Wortes schmerzhafteste Zeit nach der OP hatte ich zwei Wochen nach der OP, als ich mir einen Nerv am Bauch eingeklemmt hatte. Meine Bewegung war sehr, sehr eingeschränkt und ich hatte Schmerzen. Mein Kopf war fit und ich war voller Energie, mein Körper machte mir aber einen Strich durch die Rechnung. Aber an der OP habe ich deshalb nicht gezweifelt. Und mit viel Magnesium und B-Vitaminen hat sich der Nerv auch wieder entspannt und mit dem Nerv habe auch ich mich entspannt. 

Die ersten neun Monate ging das Abnehmen wirklich fast wie von alleine. Beziehungsweise mit viel Bewegung und bewusstem Essen hatte ich bis Ende November 55 kg abgenommen. Im Dezember kam dann ein kleiner Knackpunkt, der mich bis heute beschäftigt und wohl auch immer eine Challenge für mich bleiben wird. Der Stress kam zurück. Ganz zu Beginn dieses Blogs habe ich euch ja einmal erzählt, wie es bei mir zu so viel Übergewicht gekommen ist. 76 kg zu viel hat man nicht mal “Einfach so”. Der Stress, sowohl der soziale, als auch der physische Stress hat mich häufig in die Knie gezwungen und ich konnte damit nicht richtig umgehen. Essen senkt die Konzentration von Stresshormonen im Körper und war mein Ventil, um den Stress zu kompensieren. Und das ist leider bis heute so geblieben. Kurz nach der OP habe ich wirklich nur ganz wenig essen können, da war das Kompensieren von Stress mit Essen nicht möglich. Nach neun Monaten konnte ich jedoch schon wieder etwas mehr essen und das Kompensieren von Stress mit Essen wurde möglich. Und so war der Dezember eine große Herausforderung für mich, um den richtigen Umgang mit Stress zu lernen. Und was soll ich sagen: Leider habe ich bis heute nichts finden können, was mich ähnlich befriedigt wie Essen. Ich muss extrem wachsam sein und ständig mein Handeln hinterfragen, um nicht in alte Muster zurück zu fallen. Dass ich alles vertrage, keine Dumpings habe und keine Unverträglichkeiten habe ist Fluch und Segen zugleich. Manchmal wünschte ich, dass ich Süßigkeiten nicht so gut vertragen würde. Andererseits ist auf diese Art und Weise ein “normales” Leben ohne Einschränkungen möglich. 

Apropos Leben ohne Einschränkungen. Dieses Ziel, welches ich durch die Abnahme erreichen wollte, ist zu 100 % erfüllt worden. Ein paar Beispiele habe ich euch ja bereits im Eintrag über das Thema Sport und Bewegung geschrieben, aber ich möchte es hier noch einmal unterstreichen. Was hat sich geändert?

  • Ich kann wieder bequem reisen. Flugzeugsitze passen, im Zug ist niemand pikiert, dass ich den Platz neben ihm/ihr reserviert habe.
  • Ich kann in ein klappriges Holzboot steigen und auf eine einsame Insel fahren und
  • ich kann über Zäune klettern und unbemerkt in der Masse untertauchen.
  • Ich kann die Beine übereinanderschlagen und
  • freihändig Fahrrad fahren!
  • Auch kann ich nun Kleidung von der Stange kaufen und Kleider tragen. Meine Beine sind zwar noch im Vergleich zu meinem Oberkörper sehr voluminös, aber es gibt ja auch knielange Kleider. Ach wie ich Kleider inzwischen liebe!!
  • u.v.m.

Nichtsdestotrotz bin ich immer noch ein bisschen aufgeregt, wenn ich neue Dinge ausprobiere, immer mit dem Hintergedanken, dass das ja auch nicht klappen könnte. Aber in 95 % der Fälle klappt es. Merke: Du kannst immer so viel, wie dein Kopf dir sagt, dass du kannst”. An der Kopf-Sache muss ich noch arbeiten. Es kommt nicht von ungefähr, dass die guten Sportlerinnen und Sportler MentaltrainerInnen haben. 

In punkto Lebensqualität ist mein Leben also wirklich viel, viel unbeschwerter. Dass dies auch mein Körper so sieht, das zeigen die Untersuchungen, die ich in regelmäßigen Abständen machen lasse. Im Verhältnis Muskel- zu Fettmasse habe ich vor allem Fettmasse verloren, in den letzten Monaten habe ich sogar Muskelmasse aufbauen können. Der Zustand meiner Zellen war in den ersten Monaten nach meiner OP ok. Jetzt hat er sich aber noch einmal verbessert. Genau so verhält es sich mit meinen Blutwerten. Diese waren zwar auch schon vor der OP in Ordnung (ich bin Gott sei Dank von Diabetes, Bluthochdruck oder sonstigen Erkrankungen verschont geblieben), aber auch bei mir ist der Blutzuckerspiegel gesunken und die Nährstoffversorgung ist sehr gut. Die Nährstoffversorgung ist oftmals das Kritische nach so einer Art OP. Ich muss mein Leben lang recht hoch dosierte Vitamine und Mineralstoffe zu mir nehmen, da mein Darm kürzer ist und ich dadurch nicht mehr so viele Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen kann. Dies nehme ich aber gerne in kauf für ein unbeschwertes Leben. Und zwei weitere vorher recht unangenehme Sachen gehören nun der Vergangenheit an: mein Belastungsasthma und das Schnarchen. 

Wen ich aber bisher noch gar nicht wirklich erwähnt habe, das sind die Menschen, die mich in den letzten 1 ½ Jahren begleitet haben. Ich tue dies hier nicht nur, um mich bei ihnen zu bedanken, sondern auch um zu zeigen, dass ein breites UnterstzützerInnennetzwerk sehr, sehr hilfreich ist. Da ist natürlich vor allem das gesamte medizinische Personal im Spital, meine Psychologin, meine Ernährungsberaterinnen und mein Hausarzt samt seinem gesamten Team. Ich fühle mich hervorragend betreut und beraten und sie sind immer da, wenn ich sie brauche.
Wichtig sind und waren aber auch meine Freunde und all die tollen Menschen, die ich in den letzten 1 ½ Jahren kennengelernt habe. Sie haben immer ein offenes Ohr und ich habe so viel mit ihnen erlebt! Sei es auf dem Rad, in indischen Großstädten, kalifornischen Nationalparks, in der Selbsthilfegruppe oder einfach am Donaukanal oder im Kaffeehaus. Danke, danke, danke!
Und zu guter Letzt meine Familie. Sie hat von klein auf meine Reise, meine Probleme und die damit verbundenen Herausforderungen mitbekommen und mich nie im Stich gelassen, sondern war im Gegenteil immer da für mich und hat mir jegliche Hilfestellung gegeben, die ich brauchte. Ihre Meinung war und ist mir sehr wichtig und ich kann nicht dankbar genug sein für den Support meiner Familie bis zur OP, aber auch danach. Vor allem ihre Betreuung in den ersten beiden Wochen nach der OP. Wenn man die Familie bei so einer OP mit im Boot hat, ist das wirklich eine riesige Stütze und ich kann nur jeder und jedem wünschen, dass sie/er so unterstützt wird, wie meine Familie mich unterstützt hat. So eine Familie ist wirklich ein Geschenk und nicht selbstverständlich!

Gestern habe ich eine lange Radtour mit vielen lieben Menschen gemacht und mich lange mit einem Freund unterhalten. Er erzählte mir:” Cycling literally changed my life and opend a new world for me” (das Rennrad fahren hat mein Leben verändert und mir eine neue Welt eröffnet). Diese Aussage kann ich in Bezug auf die OP zu 100 % bestätigen. Die OP hat mir die Chance gegeben, mein Leben zu verändern und diese Chance habe ich genutzt und mir damit eine neue Welt eröffnet. Die Reise ist noch nicht zu Ende. Die “prognostizierten” 80 % des Übergewichts habe ich abgenommen. Ein paar Kilo weniger wären noch toll. Viel wichtiger ist mir jedoch das unbeschwerte Leben und eine gute Gesundheit. Und das ich achtsam mit mir und meinem Körper umgehe und nicht müde werde, nach Lösungen zu suchen, wie Stress anders kompensiert werden kann, als durch essen. 

Danke euch allen, liebe Leserinnen und Leser, die ihr an meiner Reise bzw. meinem “Projekt unbeschwert” Anteil genommen habt. Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen (wenn auch subjektiven und wie immer sehr individuellen) Eindruck davon geben, wie die ersten 1 ½ Jahre bei mir nach der OP verlaufen sind. Diese Einträge zu schreiben haben auch mir immer wieder die Möglichkeit gegeben, meine Aktionen zu reflektieren, und ich habe den ein oder anderen AHA-Moment dadurch erlebt. Wenn ihr Fragen, Anregungen, Kritik oder sonst etwas zu diesem Blog äußern wollt, dann könnt ihr sehr gerne über Birgit Barilits mit mir in Kontakt treten. 

Euch allen alles Gute, vielen Dank fürs Lesen und hört auf euch, euren Körper und euren Instinkt! 

Alle Episoden:

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 4

Episode 5

Episode 6

Episode 7

Erfolge 🙂

Episode 8

Episode 9

Episode 10

Episode 11

Erfolge 🙂 

Adipositaschirugie – Risiken und Nebenwirkungen

Adipositaschirurgie – Zahlen und Fakten 

Adipositaschirurgie?

Und wie ist das mit dem Essen nach der Operation?

Rad: Fotolia

Foto: Birgit Barilits

Grün, grün, grün ist meine Lieblingsfarbe… Erbsensuppe!

Grün, grün, grün ist meine Lieblingsfarbe… Erbsensuppe!

Erbsensuppe de luxe
Erbsensuppe de luxe

Das ist geradezu eine Blitz-Suppe! Sehr einfach zuzubereiten und sehr lecker. Als Freundin von einfachen und schnellen Rezepten habe ich diese Variante schon des öfteren zubereitet, jeweils mit unterschiedlichen „Einlagen“. In diesem Fall waren es Schrimpse wie man sieht.

Zutaten für die Suppe (4 Portionen):

  • 330g Packung junge Erbsen (tiefgekühlt) oder wenn verfügbar frische Erbsen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Suppenpulver (optional, es geht auch ohne!)
  • 1 gute Prise Muskatnuss, frisch gerieben
  • 100ml Schlagobers
  • ca. 0,5l Wasser

Zubereitung:

Die Zwiebel klein schneiden und in der Butter anschwitzen. In diesem Fall kann dann eben auch Butter verwendet werden, da die Zwiebel nur glasig werden soll und nicht angeröstet wird. Die Butter würde sonst schnell zu heiß werden. Die Erbsen dazugeben und mit 1/4 l Wasser aufgießen. Kurz dünsten lassen, Salz oder das Suppenpulver sowie die Muskatnuss dazugeben. Die frischen Erbsen haben einen sehr schönen und feinen Geschmack, also lohnt es sich, zunächst mit der Würze sparsam umzugehen. Nun das Obers dazugeben und mit dem Pürierstab fein pürieren. Je nach gewünschter Konsistenz kann noch etwas Wasser dazugegeben werden.

  • Als Garnitur und zusätzlicher Geschmackskick kann verwendet werden: frischer Basilikum, frische Minze, Zitronenzesten
  • Als Einlage passt: knusprige Croutons, gebratene Shrimps am Spieß oder auch gebratene Hühnerspießchen auf Zitronengras…

 

Braune Bananen.

Braune Bananen.

Braune Bananen. Hm. Also ich mag braune (sprich sehr reife) Bananen eigentlich nicht. Ich mag es gerne, wenn sie noch leicht grün, oder grade nicht mehr grün sind.

:(
😦

Aber eigentlich ist die Banane erst reif, wenn sich die ersten braunen Pünktchen zeigen. Zu diesem Zeitpunkt enthält sie auch die meisten Vitamine. Wirkt nun eine reife Banane eher stopfend, gegen Durchfall beispielsweise? Regt umgekehrt eine eher unreife Banane die Verdauung an? Gute Frage, dazu finden sich verschiedene Informationen:

  • Beim Reifeprozess wandelt sich die in der Banane enthaltene Stärke (langkettige Kohlenhydrate) in Zucker (= kurzkettige Kohlenhydrate) um. Dadurch ist eine reife Banane auch leichter für uns verdaulich. Bei Magen-Darm-Beschwerden wäre daher die leicht verdauliche Variante zu wählen.
  • Die reife Banane hilft sowohl bei Durchfall als auch bei Verstopfung. Der enthaltene Ballaststoff Pektin unterstützt die Verdauung in „beide“ Richtungen.
  • Reife Bananen werden als stopfend bezeichnet, da sie bei Durchfall unterstützend wirken. Eine Verstopfung handelt man sich aber normalerweise (!) mit dem Konsum einer reifen Banane nicht ein. Hausmittel bei Durchfall*: Eine reife Banane zerdrücken, eventuell etwas Zitronensaft dazugeben und mit dem Mixer schaumig schlagen.
  • Bananen enthalten eine Form der sogenannten „resistenten Stärke“ (Typ II), sie ist im Dünndarm unverdaulich, gelangt daher in den Dickdarm und wirkt dort wie ein Ballaststoff. Sie dient den Darmbakterien als Nahrung, regt die Darmbewegungen und unterstützt so die Verdauung. Diese resistente Stärke ist allerdings vermehrt in eher unreifen Bananen zu finden.

Schon besser :)
Schon besser 🙂

Was mach ich nun also mit meinen braunen Bananen? Weggeworfen wird nix, also gibt’s eine gute Topfencreme! Ruckzuck werden die Dinger geschält, eine Zitrone dazu gepresst, eine Prise gemahlene Vanille und 250g Topfen dazugegeben und mit dem Stabmixer püriert. Schmeckt sehr gut als Dessert oder zum Frühstück, als Energiekick vor einer Ausdauerbelastung oder als Eiweißkick nach dem Training. Besonders, wenn noch das selbstgemachte Nussmüsli darüber kommt. 🙂

 

 

 

*Kurze Anmerkung zu Durchfall: Zunächst ist Durchfall ein Symptom und keine Krankheit. Es können unterschiedlichste Ursachen zu Grunde liegen. Wenn mehr als 3 Entleerungen pro Tag stattfinden, der Stuhl flüssig ist und ein hohes Stuhlvolumen vorliegt spricht man von Durchfall. Kleinkinder und ältere Menschen sind bei Durchfall besonders gefährdet (Austrocknung, Kreislaufprobleme) und sollte daher bei starken und längeranhaltenden Beschwerden einen Arzt konsultieren. Ist der Durchfall von Fieber begleitet sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden.

Explodierende Melanzani

Explodierende Melanzani

Gestreifte Farfalle mit cremiger Melanzani und Parmesan
Gestreifte Farfalle mit cremiger Melanzani und Parmesan

Eines meiner Lieblings-Gemüse ist die Melanzani, auch Aubergine genannt. Als Aufstrich, als knusprige Scheiben, in Ratatouille, gefüllt („Imam Bayildi“), in Moussaka, wie auch immer.

Da die Melanzani sich aber wie ein Schwamm mit Fett ansaugt, braucht es ein paar Tricks! Eine Möglichkeit ist es, die Scheiben zu salzen (ca. 30min), so zu entwässern und abzutrocknen, dann mehlen und braten. So saugt sie etwas weniger Fett an, zudem zieht das Salz die enthaltenen Bitterstoffe heraus. Auf einer beschichteten Platte grillen klappt auch, so kann man auch Melanzani „Chips“ herstellen. Eine sehr bequeme und wirklich fettarme Variante ist es aber die Melanzani einfach als Ganzes auf den Grill oder in den Ofen zu geben.

Wie funktioniert das? Ganz einfach! Melanzani waschen, abtrocken und den Stiel abschneiden, im Backrohr bei 220° je nach Größe ca. 30min backen. Wenn sich die Melanzani leicht eindrücken lässt, ist sie fertig! Nun kann man sie aufschneiden und das Fruchtfleisch herauslöffeln, die Schale wird in diesem Falle entsorgt. Aus dem cremigen Fruchtfleisch kann man nun einen Aufstrich machen, oder es einfach als „Sauce“ verwenden. Wie oben im Bild.

Das Fruchtfleisch wird dazu mit Salz, Pfeffer und etwas  in wenig Olivenöl angeröstetem Knoblauch (nicht zu braun werden lassen, sonst wird er bitter!) verfeinert.

Guten Appetit!

 

Einige Infos zur Melanzani:

  • Aubergine, Eierfrucht, Eierpflanze, „Egg Plant“
  • Nachtschattengewächs, bis auf wenige Ausnahmen NICHT roh verzehrbar (Magen-Darm-Beschwerden sind die Folge!)
  • Saison: Juli bis Oktober
  • 100g haben 17 bis 22kcal, je nach Lebensmitteltabelle
  • kaliumreich
  • Farbe: Antozyane, wasserlöslicher (sekundärer) Pflanzenfarbstoff der zu den Flavonoiden gehört, antioxidative Wirkung
  • Was hat es nun mit dem explodieren auf sich? Jahaaa, das können die Dinger! Wenn man den Stiel nicht abschneidet, oder zumindest mit einer Gabel ein paar Löcher in die Schale sticht, gibt es möglicherweise eine lauten Knall und das Innere der Melanzani klebt an den Ofenwänden, oder an den Augenbrauen… 😉