Was man aus Resten machen kann.

Was man aus Resten machen kann.

Seit ca. 2 Jahren besitze ich den AndSoy Kochmixer und bin nach wie vor sehr happy damit! Gerade jetzt im Winter sind warme, cremige Suppen doch perfekt!  🙂

Im Sommer gibt es aber zB auch mal Gazpacho. Momentan der Renner: Champignoncremesuppe, Maronicremsuppe und Gemüsecremesuppe mit Curcuma.

Ich produziere damit auch gerne frische Nuss“milch“. Meine Lieblingsvariante ist die Mandel-Kokosmilch.

Mandel-Kokosmilch-Kakao, und „Milch“ frisch abgefüllt in der Flasche.

Grundrezept: 1 Messbecher eingeweichte Mandeln, 1 Messbecher Kokosraspeln (ebenfalls eingeweicht), 2 Datteln oder etwas Honig, 1 Prise Salz, Wasser, fertig. Evtl. noch mit einer Prise Vanille verfeinern. Bei der Produktione (also nach dem Abseihen) bleibt allerdings ein Rest zurück, eine Art Nuss“trester“. Dieser eignet sich für Kuchen, Breie, … oder für meine Nuss-Buchweizen-Pancakes! 🙂

Die Zutaten:

  • Trester von der produzierten Mandel-Kokosmilch
  • 3 Eier
  • 4 EL Buchweizenmehl (liefert die gute Bindung)
  • 1 EL Xylitol
  • 1/2 TL Vanillepulver
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • Mandel-Kokosmilch bis eine breige Konsistenz erreicht ist

Ich habe hier keine exakten Mengenangaben und auch keine Nährwerte errechnet. Die Mischung ist aber einfach, dankbar und gelingt sicherlich auch so! Einfach alle Zutaten mit dem Mixer vermischen, Mandelmilch dazugießen. Es braucht nicht viel Mandelmilch, da der Trester feucht ist und auch die Eier Flüssigkeit geben. Es entsteht ein etwas dickeres Gemisch als bei Palatschinken. Kurz stehen lassen, dann in einer Pfanne in (wenig) heißem Kokosöl braten.

Verfeinert werden die Pancakes mit frischen oder tiefgefrorenen Beeren und einem kleinen Klecks Honig.

Noch einfacher (das war die schnelle Variante von heute Morgen) und funktioniert auch blendend:

  • Trester von der produzierten Mandel-Kokosmilch
  • 4 Eier
  • 3 gehäufte EL Buchweizen
  • 2 EL Erythrit

Alles mixen und ab in die Pfanne!

Guten Appetit! 🙂

Fotos: Birgit Barilits

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

12 – Porridge

12 – Porridge

England/Schottland: Porridge

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porridge

Zutaten für 2 Portionen/Ingredients for 2 servings:

  • 8 EL Haferflocken / 8 tbsp oatmeal/steal cut oats
  • ¼ TL Salz / ¼ tsp salt
  • 200ml Wasser / 200ml water
  • 100ml Milch / 100ml milk (optional)

Nährwerte pro Portion: 144kcal, 5,6g EW, 3,8g F, 23g KH

Nutritional values per serving: 144kcal, 5,6g protein, 3,8g fat, 23g carbohydrate

Zubereitung/preparation:

Hier gibt es nun wahrscheinlich die unterschiedlichsten Meinungen. Wasser zum Kochen bringen und die Haferflocken einstreuen, oder die Haferflocken gleich ins Wasser und zum Kochen bringen? Ich mache Letzteres. Ich verwende auch eine Mischung aus Milch und Wasser. Wer den Porridge flüssiger mag braucht mehr Flüssigkeit, wer ihn cremiger mag, weniger. Mit einem Kochlöffel häufig rühren, damit sich der Brei nicht am Topfboden anlegt. Solange köcheln lassen, bis die Haferflocken weich sind und die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Auch sehr fein: Die Flocken vorher noch ganz leicht trocken anrösten, für ein nussiges Aroma! 🙂

Auch bei den Haferflocken gibt es Unterschiede: Steal cut oats gibt es bei uns so nicht, dass sind soweit ich weiß grob geschnittene Haferflocken, nicht wie bei uns „gequetschte“. Ich verwende großblättrige, gröbere Flocken als Ersatz.

Der Porridge kann dann je nach Geschmack verfeinert werden, meine Lieblingsvarianten:

  • Joghurt, Nüsse, Honig
  • Beeren, Nüsse, Honig
  • Apfel, Zimt

Rezept: International 🙂

I guess that there are different opinions on how to do the perfect porridge J. Let the water cook and add the oats, or put the oats in the water and bring them to cook? I do the latter. I also use a mixture of water and milk. If you like the porridge more liquid, add some more water, if you like it more creamy, then not. Mind to stir well with a wooden spoon otherwise the porridge will burn or cling to the bottom of the pot. Let cook until your porridge is as you like. Nice add on: Roast the oats in a dry pan, just a little bit, for more aroma.

For the oats there are some differences, too. The original steal cut oats are roughly cut oats, ours are squeezed. I use the bigger, more coarse kind, since I cannot find steal cut oats anywhere near.

No you can add you favorite flavours to it! My favorites are:

  • Yoghurt, nuts, honey
  • Berries, nuts, honey
  • apple, cinnamon

Recipe: international 😉

Frühstück :)

Frühstück :)

Guten Morgen! 🙂

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Mein Frühstück variiert von – bis…

Manchmal gibt es ein gemütliches und vielfältiges Frühstück mit Familie, Freunden, Geschäftspartnern und allem was man sich so an guten Dingen vorstellen kann: Brot und Gebäck, Obst und Gemüse, Aufstriche, Schinken, Müsli, … Manchmal gibt es „nur“ schnelle und einfache Dinge. Favorit dabei ist das Ei! Eier mit Spinat, Spiegelei, Rührei, weiches Ei, …

oder Joghurt mit Beeren und Nüssen.

Manchmal gibt es auch nur einen guten Kaffee! Je nachdem wie es die Zeit zulässt.

Ja, das Frühstück oder „Break Fast“ 😉 ist eine wichtige Mahlzeit und kann durchaus beeinflussen, wie der „Ernährungstag“ weiter geht. Unsere Speicher haben sich über Nacht geleert und müssen wieder aufgefüllt werden. Aber das Frühstück muss deshalb nicht um Punkt 7 Uhr täglich stattfinden. Es darf auch mal mit Tee oder Kaffee gestartet werden und das eigentliche „Fastenbrechen“ findet später statt. Für manche ist es angenehmer das Frühstück komplett auszulassen und so die Fastenpause über Nacht zu verlängern. Stichwort „intermittierendes Fasten“.

Ich versuche bei meinen KundInnen immer das gesamte Bild zu sehen und eine machbare Lösung zu entwickeln, die immer ein bisschen besser ist, als die Situation davor. Jeder Mensch is(s)t anders! Erwachsene haben andere Bedürfnisse als Kinder. So arbeiten wir uns (manchmal langsam, manchmal schneller) vor um eine dauerhafte, gesunde Ernährung zu entwickeln.

Wenn Du Fragen zur Mahlzeitenfrequenz oder Zusammensetzung hast, zum Fasten, intermittierenden Fasten, zum Abnehmen, zur Darmgesundheit, was auch immer dein Anliegen ist, ich freue ich mich über deine Kontaktaufnahme 🙂

Rote Rüben Brownies – ohne „Zucker“

Rote Rüben Brownies – ohne „Zucker“

Etwas Süßes aus roter Rübe??? Und auch noch ohne Zucker? Na ob des wos wird… Aber ok, ich habe mich über ein Rezept aus dem Internetz drüber getraut. Es stammt also ursprünglich nicht von mir, aber ich habe mir erlaubt es in meinem Sinne zu verbessern.

Die Zutaten:

  • 350g Rote Rübe, gekocht und in Würfel geschnitten (gibt es schon gekocht und geschält im Handel)
  • 4 Eier
  • 140g Xylit/Erythrit (Originalrezept: 130g)
  • 130g Mandeln/Haselnüsse gerieben (Originalrezept: 100g)
  • 100ml Öl (zB Rapsöl)
  • 1 Prise Vanille, 1 Prise Salz (original nicht enthalten)
  • 1/2 TL Backpulver (original nicht enthalten)
  • 80g Kakaopulver (Originalrezept: 100g)
  • 30g gehackte sehr dunkle Schokolade (original nicht enthalten)

Die Nährwerte pro Portion (Masse ergibt 16 Stück): 182kcal, 5,3g EW, 16,2g KH*, 13g F

*Anmerkung: Diese Nährwertangaben ergeben sich aus der Berechnung mit DGExpert, mit FDDB berechnet ergeben sich spannenderweise wesentlich weniger KH.

Die Zubereitung:

Die rote Rübe gemeinsam mit den Eiern und dem Öl mit dem Stabmixer fein pürieren. Dann die trockenen Zutaten darunter rühren. Das Rohr vorheizen auf 180° Heißluft. Die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Form gießen und ca. 25-30min backen. Mit geriebenen Nüssen und Kakao verzieren.

Ich habe wie oben ersichtlich etwas mehr Süßungsmittel verwendet und mehr Nüsse, da mir die Konsistenz noch etwas zu weich war. 🙂

Guten Appetit mit dieser zuckerfreien, glutenfreien Leckerei!

Fotos: Birgit Barilits

Mascarino Creme mit Kahlua…

Mascarino Creme mit Kahlua…

  • Als Dessert „einfach so“, mit einem extra Stamperl Baileys
  • Als Creme im Tiramisu (suuuuper!)
  • Als Tortencreme

Die Zutaten:

  • 500g Mascarino Light
  • 2 Eidotter
  • 1 Stamperl Kahlua (Kaffeelikör), oder Baileys
  • 20g Xylit/Erythrit
  • ca. 100ml Schlagobers, fest geschlagen
  • 20g sehr dunkle Schokolade, fein gehackt

Die Nährwerte pro 100g*: 365kcal, 4,7g EW, 6,5g KH, 36g F

*Diese Berechnung wurde mit Mascarpone gemacht, dieser hat pro 100g ca. 400kcal, der Mascarino Light 250! Mit der Light Variante ergeben sich daher wesentlich weniger kcal.

Die Zubereitung:

Schlagobers mit Xylit/Erythrit steif schlagen und beiseite stellen. Die 2 Dotter mit dem Stamperl Kahlua über Dampf schaumig schlagen und in den Mascarino einrühren. Dann das steif geschlagene Schlagobers und die Schokosplitter gut untermischen.

In kleinen Portionen genießen… schmeckt besonders gut mit Bananenscheibchen und einem extra Schuß Baileys drüber ;).

Karfiol-Käse-Laibchen, Low Carb

Karfiol-Käse-Laibchen, Low Carb

Kariol ist ja zugegeben nicht jedermanns Sache, aber ich mag ihn sehr gerne. Und es gibt ihn nicht nur klassisch gedünstet als „Bröselkarfiol“, sondern auch noch als cremige Suppe, als Salat, mit Käsesauce und knusprigem Speck, im Ganzen im Rohr gebacken mit gerösteten Haselnüssen oder eben auch mal als Laibchen.

Wie das so ist mit den Rezepten, besonders wenn man sich nicht dran hält und selbst experimentiert, sind die folgenden Mengen ca., und es kann sein, dass es bei euch etwas mehr oder weniger Mehl, Käse, Ei, … oder was auch immer braucht ;). Aber es kann nicht viel schief gehen. Wichtig: Wenn ihr die Masse fertig habt, sollte es schnell gehen, denn das Salz lässt den Karfiol „Wasser lassen“ und die Laibchen halten nicht mehr so gut zusammen.

Die Zutaten:

  • 1250g Karfiol (1 ganzer)
  • 350g Schnittkäse zum reiben (hier mit 20% Fettanteil berechnet)
  • 3 Eier
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 3 EL Kokosmehl (für glutenfrei), ansonsten normales Mehl, eventuell braucht man dann etwas mehr.
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Kreuzkümmel

Nährwerte pro 100g ca.: 70kcal, 8,3g EW, 2,5g F, 4,5g KH, 2,9g Blst, viel Calcium: 224mg

Die Zubereitung:

Den Karfiol roh mit der groben Reibe zerreiben, ebenso den Käse. Dann alle Zutaten gut vermischen, zu Laibchen formen und auf Backpapier im Rohr backen. 200° Umluft, ca. 25min. Sie sollten schön goldbraun sein! Wer sie knusprig haben mag, brät sie in Butterschmalz/Ghee oder Öl heraus. Je nachdem welchen Käse ihr verwendet, zB einen würzigen Cheddar oder einen leichteren Gouda, sind Geschmack und kcal Gehalt unterschiedlich.

Guten Appetit! 🙂

Fotos: Birgit Barilits

Viele prächtige Rote-Rüben-Gnocchi mit Salbeibutter

Viele prächtige Rote-Rüben-Gnocchi mit Salbeibutter

Die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld. Rote Spritzer überall! Doch aller Widerstand war zwecklos. Die Rübe wurde zer- und verwuzelt! Und das Ergebnis kann sich sehen lassen und schmeckt sensationell! 🙂

Das Gnocchi „Originalrezept“

  • 500g Erdäpfel (mehlig)
  • 100g Weizenmehl
  • 1 Ei
  • ½ TL Salz

Zutaten für viele, viele, prächtige Rote-Rüben-Gnocchi

Achtung, das sind ca. Mengen! Erdäpfelteig ist bei mir Gefühlssache, mal braucht man etwas mehr Mehl oder Grieß, mal weniger. Durch die Roten Rüben ist der Teig auf jeden Fall feuchter und klebriger, daher benötigt man etwas mehr Grieß und Mehl. Die Masse ergab am Ende etwa 6 Portionen. Man kann die Gnocchi auch sehr gut portionsweise einfrieren.

  • 500g Erdäpfel
  • 300g Rote Rüben
  • 150g Weizenmehl
  • 1 Ei und 1 Dotter
  • 50g Grieß
  • ½ TL Salz
  • Muskatnuss

Zubereitung:

Die Erdäpfel weich kochen, schälen und durch die Presse quetschen. Die Roten Rüben in Stücken sehr weich dünsten, sonst wird es mit dem Quetschen wirklich schwierig! Man könnte sie auch pürieren, dann schauen die Gnocchi noch feiner aus. Alles auf einer bemehlten Fläche auskühlen lassen.

Mehl, Grieß, Salz, Muskat und die Eier rasch zu einem Teig verarbeiten. Der Erdäpfelteig soll nicht zu lange geknetet werden, sonst werden es „Gumminockerl“.

Aus dem Teig 2cm dicke Rollen formen und mit dem Messer gleich große Stücke abschneiden. Die Stücke haben die Form von kleinen Pölstern. Das sieht recht hübsch aus. Man kann die Stücke aber auch noch kurz in der Hand in die typische Form bringen und mit der Gabel ein Muster eindrücken. So fleissig war ich allerdings dann doch nicht, daher sehen meine Gnocchi auch etwas „rustikal“ aus ;).

Die Gnocchi im siedenden Salzwasser ca. 5min kochen. Sie sind fertig wenn sie oben schwimmen.

Für die Salbeibutter frischen Salbei (junge Blätter) grob hacken und in Butter anrösten. Die Butter wird leicht braun, der Salbei knusprig! Die Gnocchi in der Butter schwenken, mit etwas Parmesan bestreuen und servieren.

Guten Appetit!

PS: Geht auch mit Kürbis!

Fotos: Birgit Barilits

Fleischtascherl für alle Fälle

Fleischtascherl für alle Fälle

Perfekt wenn Gäste kommen oder nach einem langen Tag draußen in der Kälte! Uuuund sie schmecken auch kalt super! In diesem Fall ist der Blätterteig nicht selbst gemacht ;)… Also eigentlich mach ich Blätterteig nie selbst. Strudelteig ja, dieser ist wirklich recht einfach und flott zuzubereiten. Der klassische Strudelteig wäre auch für dieses Rezept absolut tauglich, oder mit einer vegetarischen Linsen-Curry-Füllung… Ahja, ich weiß schon was ich als Nächstes fabriziere ;). Der Strudelteig hat dann natürlich auch wesentlich weniger Kalorien!

Klassisches Strudelteig-Rezept:

200 g Weizenmehl glatt
125 ml Wasser lauwarm
20 g Öl
Prise Salz

Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten, und zwar so lange, bis er sich vom Brett oder der Schüssel löst und seidig glänzend ist. Entweder mit der Küchenmaschine, oder auf dem Backbrett. Backbrett: Ins Mehl eine Grube machen. Das lauwarme Wasser mit dem Öl vermischen, langsam in die Grube gießen und mit dem Mehl verrühren. Die Zutaten zu einem kompakten Teig zusammenkneten, ihn auch immer mal fest aufs Brett knallen, damit die Bindung gut wird! Den Teig zu einer flachen Kugel formen, mit Öl bepinselt und in Folie gewickelt ½ Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.
Ein Strudeltuch (so vorhanden) oder die Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen, den Teil etwas ausrollen. Der Teig darf nicht ankleben. Danach vorsichtig anheben und über den beiden Handrücken ausziehen. Dichtere Stellen vorsichtig mit den Fingerkuppen ausziehen.

Fleischtascherl

Zutaten für 4 Portionen (ca.): (je nach Größe der Tascherl – 3 pro Person)

  • 300g mageres Rinderfaschiertes
  • 120g Zucchini
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer, viel frische Petersilie
  • 1 Blätterteig

Zubereitung:

Die Zucchini grob reiben, die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken, ebenso die Petersilie. Alles mit dem Fleisch, Ei, Salz und Pfeffer gut verkneten. Die geriebene Zucchini macht die Fleischfüllung besonders saftig!

Das Backrohr auf 200°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.

Den Blätterteil 8-10 Quadrate schneiden. Aus der Fleischmasse Kugerl formen und in den Teig einschlagen. Mit Wasser oder Eiklar bepinseln und Sesam darüberstreuen. Im Rohr ca. 25min backen bis der Blätterteig Farbe angenommen hat. Testweise 1 Tascherl anschneiden ob das Fleisch auch durch ist.

Sollte Fleischmasse übrig bleiben kann man die Kugerl auch ohne Blätterteig backen.

Als Beilage gab es: gedünstete Erbsenschoten, Brokkoli und grünen Salat. Das sieht insgesamt ganz prächtig aus und schmeckt köstlich.

Achtung: Blätterteig enthält viel Fett. 100g haben ca. 28-30g. Daher sollte er nicht allzuoft auf den Tisch kommen. 1 Tascherl kann so – je nach Größe und Fettgehalt des Fleisches schon einiges an kcal haben. 3-4 Tascherl sind daher als Hauptspeise ausreichend. Dazu viel frisches Gemüse essen! 🙂

Mahlzeit!

Foto: Birgit Barilits

2 – Süß-würzige Linsen mit Tortillas

2 – Süß-würzige Linsen mit Tortillas

Aus meiner vergangenen „Oktober Blogging Challenge“ (2016) 🙂 – vegetarisches Linsengericht!

Mexiko: Süß-würzige Linsen mit Tortillas (vegan) / Sweet and savory lentils with tortillas

Süßwürzige Linsen

Zutaten 4-6 Personen / Ingredients 4-6 servings:

  • 200g rote Linsen / 200g red lentils
  • 1 kleine Zwiebel, feingehackt / 1 small finely chopped onion
  • ½ TL Kümmel, gemahlen / 1/2 tsp caraway
  • ½ TL Zimt, gemahlen / 1/2 tsp cinnamon
  • 4 Nelken / 4 cloves
  • 250ml Orangensaft, am besten frisch gepresst / 250ml orange juice, freshly pressed
  • 125ml Wasser / 125ml water

Für die Tortillas:

  • 165g Mehl / 165g white flour
  • 110g Maismehl / maize meal
  • 250ml lauwarmes Wasser / 250ml handwarm water
  • 1 Prise Salz / pinch of salt

Nährwerte Linsen: 149kcal, 10g EW, 0,8g F, 30g KH

Nutritional values lentils: 149 kcal, 10g Protein, 0,8g Fat, 30g Carbohydrate

Nährwerte Tortillas: 191kcal, 5g EW, 0,9g F, 41g KH

Nutritional values tortillas: 191kcal, 5g Protein, 0,9g Fat, 41g Carbohydrate

Zubereitung / preparation:

Die Linsen mit kaltem Wasser gut abspülen und mit Wasser und Orangensaft in einen Topf geben. Die feingehackte Zwiebel und die Gewürze dazugeben und zum Kochen bringen. Nach dem Aufkochen ohne Deckel langsam fertiggaren. Immer wieder umrühren. Die Nelken am Ende der Garzeit herausnehmen. Eventuell mit etwas Salz abschmecken.

Mehl und Maismehl vermischen und nach und nach das Wasser dazugeben. Gut verkneten, so dass ein glatter, weicher Teig entsteht. Den Teig in 16 möglichst gleich große Teile schneiden und auf einem bemehlten Brett ausrollen. Der Teig sollte so dünn sein wie Papier, man sollte fast durchsehen können. In einer trockenen, beschichteten Pfanne von beiden Seiten backen. Wenn die Ränder anfangen sich zu wellen, ist es Zeit die Tortilla umzudrehen.

Die Linsen liefern gutes Eiweiß und viele Ballaststoffe. Man kann die Tortillas auch mit den kalten Linsen füllen und als Jause mit zur Arbeit nehmen. Übrige Tortillas in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank für die nächste Mahlzeit aufbewahren und mit vielen anderen guten Dingen füllen! 🙂

Rezept: Eines von „Meinen“, wird in Variationen des Öfteren gemacht.

And now in english ;)… Please excuse any mistakes…

Wash the lentils with cold water, put them in a pot and add water and orange juice. Add the onion and all the spices and get it to cook. Reduce heat and let it simmer until the lentils are done. These small red ones or yellow ones do not need a long time! Stir from time to time, fish out the cloves in the end.

Mix the flour with the maize meal, add the warm water slowly and knead until there is a soft and smooth dough. Divide it in 16 even shares and roll out the dough (best on a pastry board or simply the countertop, with a little flour so it does not stick) until you can nearly see through it. Thin as paper! Heat a pan, without fat and bake it on each side. About 30sek. The dough startes to make „waves“.

Lentils contain good protein and a lot of fibre. You can also fill the tortillas with the cold lentils and take it to work for lunch. If there are tortillas left put them in plastik wrap and in the fridge.

Recipe: One of „mine“, I do the lentils in different versions quite often.

Foto: Birgit Barilits

Brot backen mit selbst gemachtem Sauerteig

Brot backen mit selbst gemachtem Sauerteig

Achtung – hier gibts etwas mehr zu lesen! 🙂

Manche schrecken ja davor zurück Brot zu backen, weil sie denken es wäre ein zu großer Aufwand oder gelingt nicht. Aber wenn man es einmal ausprobiert hat geht es eigentlich ganz leicht und macht viel Freude. Vor allem schmeckt frisches, selbstgebackenes Brot immens gut. Es bleibt wesentlich länger frisch als Gekauftes aus den diversen Backshops. Es kann mit gutem Bäckerbrot locker mithalten.

Schritt 1: Sauerteig herstellen

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Sauerteig

Der Sauerteig wird mit selbst gemahlenem Roggenvollkornmehl hergestellt. Man kann aber auch einfach Roggenvollkornmehl im Reformhaus kaufen. Meine Mutter hat ihren Sauerteig aus Weizenvollkornmehl hergestellt, auch das gelingt sehr gut. Man braucht dazu:

  • 1 sauberes Glas (Gurkenglas zB)
  • 2 EL Roggenvollkornmehl
  • ½ TL Honig (optional)
  • lauwarmes Wasser

Alles miteinander im Glas verrühren, immer nur etwas Wasser nachgeben, bis ein dickflüssiger Brei entsteht. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort (mind. Zimmertemperatur, nicht auf die Heizung!) 24h stehen lassen. Man kann den Prozess also an einem Abend beginnen und 24 später, am nächsten Abend fortsetzen!

  • Am zweiten Abend gibt man wieder 2 EL Mehl dazu und etwas Wasser.
  • Am dritten Abend wieder 2 EL Mehl dazugeben und etwas Wasser.
  • Am vierten Abend ist der Sauerteig fertig!

Neugierige sehen ab und zu nach und entdecken vielleicht kleine Bläschen oder bemerken einen säuerlichen, leimigen Geruch. Das ist gut so! Ein fauliger Geruch oder Schimmel darf nicht entstehen, der Sauerteig muss dann entsorgt werden. Es gibt im WWW dazu verschiedene Rezepte und Videos, sie basieren aber alle auf dem gleichen Prinzip.

Schritt 2: „Vorteig“ bereiten

Vorteig
Vorteig, schon mit kleinen Bläschen

Auch dazu gibt es unterschiedliche Rezepturen. Ein Beispiel:

  • 400g Roggenmehl
  • 400ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Sauerteig

Alles gut miteinander vermischen, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und mindestens 12h an einem warmen Ort stehen lassen. Auch hier kann man die Blasenbildung beobachten und einen veränderten Geruch wahrnehmen. Achtung: Vom Vorteig nimmt man mit einem sauberen Löffel 2-4 EL ab und gibt ihn ins Glas zum ursprünglichen Sauerteig, so kann dieser „weiterleben“, man kann ihn vermehren. Das Glas zuschrauben und in den Kühlschrank stellen. Der Sauerteig hält im Kühlschrank etwa 3 Wochen. Es bildet sich eine dunklere wässrige Schicht, je älter der Sauerteig wird, aber das macht nichts. Sollte sich Schimmel bilden, dann ist er kaputt.

Schritt 3: Brotteig herstellen

Brotteig
Brotteig, bereits schön aufgegangen

Zum Vorteig kommen nun noch Roggen-, Dinkel- oder Weizenvollkornmehl, es kann aber auch gemischt werden! Das Brot geht auch besser auf, wenn man das schwere und nicht so backfähige Roggenmehl mit Weizen- oder Dinkelvollkornmehl mischt. Je höher der Anteil an Weizen/Dinkel, desto besser geht das Brot auf. Wichtig sind auch die Gewürze!

  • 600g Vollkornmehl nach Wahl
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 1-2 EL Gewürze (Fenchel, Kümmel, Anis, Koriander)
  • 1-2 TL Salz

Alle Zutaten wirklich gut durchkneten, eventuell braucht man noch etwas Wasser zusätzlich. Je nach Konsistenz. Den Teig wieder zudecken und an einem warmen Ort mindestens 12 Stunden gehen lassen.

Den Teig nochmals durchkneten und zu einem Laib formen. Auf ein Blech mit Backpapier legen und nochmals 1h gehen lassen.

Das Brot im Backrohr bei ca. 180° eine Stunde backen. Um zu testen,  ob das Brot fertig ist, klopft man auf die Unterseite. Wenn es hohl klingt, ist es fertig 🙂

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Das klingt nun nach viel Zeit, die der Prozess in Anspruch nimmt. Das ist richtig, besonders wenn man den Sauerteig erst herstellen muss. Aber nun hat man ja einen fertigen Sauerteig, der auch mit der Zeit immer mehr an Kraft gewinnt und aromatischer wird und das Brot besser aufgehen lässt. Dann braucht es nur noch etwas Planung. Man hat dieses Brot eben nicht von „jetzt auf gleich“, aber das Zusammenrühren selbst dauert wirklich nicht lange.

Wer sich das anstrengende Kneten ersparen will kann auch folgende Variante versuchen (diese ist auch auf den Bildern zu sehen):

Vorteig:

  • 300g Roggenvollkornmehl
  • 1/4l lauwarmes Wasser (eventuell ist bei dieser Variante mehr Wasser nötig)
  • 3 EL Sauerteig
  • bis zum nächsten Tag „arbeiten lassen“, etwas vom Vorteig zurück ins Glas geben

Brotteig:

  • 350g Dinkelvollkornmehl
  • 350g Weizenvollkornmehl
  • Vorteig
  • 1/4l lauwarmes Wasser (eventuell ist bei dieser Variante mehr Wasser nötig, damit sich der Teig mit Mixer und Knethaken gut mischen lässt)
  • Gewürze und Salz nach Geschmack
  • 2 Handvoll Sonnenblumenkerne und 1 Tasse eingeweichter Leinsamen
  • Gut verrühren, evtl. noch etwas Wasser dazu. Es entsteht ein dicker, zäher Brei.
  • Bis zum nächsten Tag „arbeiten lassen“

Man kann auch noch ein paar Bröserl Hefe in den Teig geben, bevor man ihn in die Form füllt, dann geht das Brot besonders gut auf. Auf den Teig kann man noch ein Muster machen, Gewürze streuen…. Nun den Teig in eine beschichtete oder gefettete und gemehlte Form geben und im Rohr bei 180-200° ca. 1h backen. Das ergibt ein schönes großes Brot, am besten also Teile davon einfrieren. Dieses Brot ist auch besonders sättigend, es reichen daher in der Regel von einem Viertel-Laib 2-3 dünne Scheiben! Man kommt also auch recht lange damit aus. Wenn sich der Vorrat dem Ende zuneigt, setzt man neues Brot an!

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Fertig gebacken!

 

Ausgekühlt und aufgeschnitten
Ausgekühlt und aufgeschnitten

 

Kräftig, duftend und am Besten mit Butter und Schnittlauch :)
Kräftig, duftend und am Besten mit Butter und Schnittlauch 🙂

Die lange Teigführungszeit sorgt dafür, dass das Brot besonders bekömmlich wird und die Phytinsäure aus dem Vollkorn gut abgebaut wird. Viele vertragen das Brot und Gebäck aus den Backshops nicht so gut, bekommen eventuell Blähungen davon. Die Vermutung liegt nahe, dass hier der Teig nur sehr wenig Zeit hatte zu arbeiten und daher nicht so bekömmlich ist.

Eine weitere köstliche Variante ist es, Walnussstücke und Rosinen mitzubacken. Das macht das Brot noch saftiger. Ich mag auch gerne diese Kombination von „süß“ und pikant. Und es ist auch das EINZIGE!!! wo ich ein paar Rosinen akzeptiere ;).

Viel Spaß beim Ausprobieren und Experimentieren!