Wann, wenn nicht jetzt?

Wann, wenn nicht jetzt?

Hast du ein Auto? Wenn nicht, dann stell dir doch bitte mal vor, du hättest eines. Ein Auto, bei dem an der Armatur ein paar Warnleuchten aufblinken. ZB von der Bremse, oder vom Tank der gleich leer ist. Was machst du?

1. Wartest du, bis du gegen eine Wand oder den Vordermann fährst, weil du nicht mehr bremsen kannst?

2. Wartest du, bis du auf der Autobahn oder im Nirgendwo strandest?

Nein! Du tust rechtzeitig was (hoffentlich)!

In diesem Sinne – wenn es irgendwo zwickt und zwackt, so ein bisschen, immer wieder mal, aber meistens ignorierst du es, … dann sieh es als Signal an, daß es höchste Zeit ist etwas zu tun! Beispielsweise könnte man mit so lästigen Wehwehchen wie Rückenschmerzen oder Kniebeschwerden zur Physiotherapeutin (zB Judith Dallos, Wahlphysiotherapeutin) gehen, mit Magen-Darm- oder Stoffwechselproblemen zur Diätologin (Birgit Barilits 🙂 ).

Übrigens – wenn ich den Vergleich mit dem Auto nochmal für meine Beratung hernehme: Was das Essen betrifft kann der Tank auch zu voll sein. Der darf da ruhig mal auch leer werden, damit der Körper an die Reserven geht ;).

(…ein zu dickes Auto hab ich nicht gefunden 😉 )

Wann, wenn nicht jetzt? Und wenn du noch etwas Zeit zum Nachdenken brauchst, dann startest du vielleicht im Herbst mit uns in eine neue Runde „Gewichtsreduktion mit Ernährung, Bewegung und Entspannung“ ! Meine Kollegin Conny Schatzer und ich freuen uns auf dich!

Deine Diätologin, Birgit

 

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

Fotos: Fotolia

Wohlbefinden steigern und Stoffwechsel verbessern mit Ernährung, Bewegung und Entspannung

Wohlbefinden steigern und Stoffwechsel verbessern mit Ernährung, Bewegung und Entspannung

Das umfassende und kontinuierlich betreute Programm – mit Mag. Birgit Barilits, BSc und Conny Schatzer – Diätologinnen

Für eine Gewichtsreduktion ist eine Ernährungsumstellung die dauerhaft umsetzbar ist, essentiell. Zusätzlich soll mehr körperliche Bewegung den Alltag auf die Dauer bereichern. Die Umstellungen sollen daher zur Person selbst und zum Alltag der Person passen, Freude machen, umsetzbar sein und genussvoll sein. Nur so kann es gelingen „dran zu bleiben“! Um Sie auf dem Weg zu Ihrem persönlichen Gewichtsziel zu unterstützen, bieten wir Ihnen im Rahmen dieses einmaligen und nachhaltigen Programmes eine umfassende und professionelle Unterstützung, mit

  • Ernährungsberatung und Kochen (mit Genuss!),
  • Bewegung (mit Freude!) und
  • Entspannung für die Seele

Über 25 Termine über 9 Monate verteilt – ein Programm für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Ohne Jojo-Effekt.

Ihr Nutzen

Nach der Teilnahme verfügen Sie über umfassendes Wissen und eine persönliche Toolbox. Dies unterstützt Sie auch in der Folge bei der Erhaltung Ihrer Gewichtsziele. Sie lernen Gleichgesinnte kennen und haben die Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen. Wir bieten Ihnen ein umfassendes und durchdachtes Programm, das wir mit Leidenschaft gemeinsam mit Ihnen durchziehen! Sie lernen wie Sie

  • Wohlbefinden und Selbstbewusstsein steigern
  • Gesunde Ernährung nachhaltig in den Alltag integrieren
  • Gut für sich selbst sorgen
  • Den Alltag für sich und Ihre Familie genussvoll gestalten können
  • Krankheiten vorbeugen und Medikamente reduzieren
  • Arbeitsfähigkeit erhalten
  • Ernährungswissen vermehren mit unserem Programm: „Gewichtsreduktion mit Ernährung, Bewegung und Entspannung!“

Welche Vorteile bietet das Paket?

  • 9 Monate kontinuierliche und motivierende Betreuung durch zwei engagierte Diätologinnen.
  • 3 aufeinander abgestimmte Phasen: Einstiegsphase – Lernphase – Stabilisierungsphase
  • Beratung, Bewegung und Entspannung kombiniert in einem Programm! à Unterstützt das Erreichen der gesetzten Gesundheitsziele durch Entwicklung gesunder Routinen.
  • Transparenz: Keine versteckten Kosten, klares Leistungsangebot.
  • Inkludiert: Unterlagen, Handouts, Unterstützungen, …

Die Programmleiterinnen

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin, Ernährungsberaterin, Psychologin, Coach, Nordic Walking Instructor, leidenschaftliche Köchin.

„Als Ernährungsberaterin habe ich die Möglichkeit, mein Wissen weiterzugeben, Erfahrungen auszutauschen und Menschen zu unterstützen, den Weg zu einem gesünderen Lebensstil zu finden!“

Conny Schatzer, Diätologin, Ernährungsberaterin, Mikronährstoffcoach, Nordic Walking/Aqua/Smovey/Gymnastik Trainerin, diplomierte Gedächtnistrainerin und Fachberaterin für essbare Wildpflanzen.

„Mit diesem Programm habe ich die Möglichkeit Ihnen viel Raum und Zeit zu geben, um Ihren eigenen Rhythmus und ihre eigenen Bedürfnisse zu fördern und zu erkennen. Ich freue mich darauf Sie ein Stück lang begleiten zu dürfen.“

Bei Interesse kontaktieren Sie mich gerne!

Flyer zum Download

Rechnerei mit Nährstoffen… Low Carb, Paleo, Logi, DACH, …? Teil 3

Rechnerei mit Nährstoffen… Low Carb, Paleo, Logi, DACH, …? Teil 3

Ich habe mir vor einiger Zeit die Mühe gemacht, verschiedene Diäten bzw. Ernährungsformen (je nach Auslegung) hinsichtlich der Nährwerte auszurechnen (Fehler können sich da natürlich eingeschlichen haben, aber so im Großen und Ganzen stimmt das schon 😉 ). Der(Haupt)Grund dafür war meine damalige Abschlussarbeit, ein weiterer Grund die Argumentation, dass diese bestimmten Diäten allesamt zu wenig Ballaststoffe hätten und zuviel Eiweiß. Teilweise stimmts, besonders, wenn man den Empfehlungen laut DACH Gesellschaften folgt. Aber es gab auch Beispiele, die meiner Meinung nach diesen Empfehlungen überlegen sind. Ich erlaube mir also hier Auszüge (teilweise etwas umformuliert/abgeändert/ergänzt) aus meiner Arbeit zu bringen 🙂

Teil 3: LOGI Methode / Flexi Carb

Diese Methode wird beschrieben nach Angaben aus dem Buch von Nicolai Worm und Doris Muliar „Low Carb – Die Ernährungsrevolution“ (Worm und Muliar 2005). LOGI – übersetzt bedeutet das „low glycemic index“ – basiert auf der Annahme, dass es dem Menschen quasi angeboren wäre, kohlenhydratarm zu essen. Da auch keine absoluten Verbote bestehen oder auf gewisse Lebensmittel völlig verzichtet werden muss, soll es lt. Autor auch möglich sein, diese Diät dauerhaft einzuhalten. Ich finde da hat er recht :). Ich muss sagen, das System gefällt mir ausgesprochen gut. Möglicherweise bin ich ein bisschen vorbelastet, durch die Vorträge und Workshops mit Dr. Worm und Dr. Walle und das Bodymed Konzept ;). Für Interessierte: Die neue Variante des Konzeptes heißt „Flexicarb“. Die Rezepte wurden aber damals aus dem oben genannten Buch entnommen:

  • Frühstück: Erdbeermüsli (1 TL Rapsöl, 2 EL Haferflocken, 10g Haselnusskerne, 50ml fettarme Milch, 75g Magerquark, Süßstoff nach Belieben, 200g Erdbeeren)
  • Snack: Paprika und Buttermilch
  • Mittagessen: Fruchtiger Salat mit Putenbrust (200g Radieschen, 1 kleiner Apfel, 100g geräucherte Putenbrust, 3 EL Apfelessig, 1 EL Walnussöl, schwarzer Pfeffer, 2 EL Schnittlauchröllchen)
  • Snack: Erdbeeren und Kefir
  • Abendessen: Filetsteak mit Raclette-Spinat (500g frischer Spinat oder 200g tiefgekühlter Spinat, 1 rote Zwiebel, 1-2 Knoblauchzehen, 2 EL Rapsöl, Salz, Pfeffer, gemahlener Koriander, 1 Rinderfiletsteak 150g, 1 Scheibe Raclette-Käse 30g, 1 Scheibe Vollkornbrot)

Tabelle 1: Nährstoffverteilung in % eines mit nut.s berechneten Beispieltages

  DACH* Beispieltag
  Energie: 1415,9 kcal
KH % 55 24
Eiweiß % 15 30
Fett % 30 42
ges. FS % Max. 10 10
e.u. FS % Mehr als 10 19
m.u. FS % 7-10 11
Omega 3 FS % 0,5 3
Omega 6 FS % 2,5 8
Cholesterin mg 300mg 163,3mg
Ballaststoffe g 30g 28,5g

*Anmerkung: DACH Referenzwerte 2015 (Deutsche Gesellschaft für Ernährung et al. 2015) und Rationalisierungsschema 2004 (Kluthe et al. 2004)

Tabelle 2: Aufschlüsselung der Nahrungsfette

   Fett gesamt g gesättigte Fettsäuren g
einfach ungesättigte Fettsäuren g Mehrfach ungesättigte Fettsäuren g Omega-3 mg Omega-6 mg Cholesterin
   66,7  16,0  30,3  18,0  5.104,7 12.859,6 163,3
% der Tagesenergie 42 10 19 11 3 8

Besondere Merkmale des Tagesbeispieles:

  • Der Anteil des Gesamtfettes in % der Tagesenergie beträgt am Beispieltag 42% und liegt damit über den Empfehlungen der DACH Referenzwerte. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren bewegt sich jedoch annähernd im Rahmen. Es wird ein hoher Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren konsumiert. In der Evidenz-basierten Leitlinie „Fettzufuhr und Prävention ernährungsmitbedingter Erkrankungen“ wird beschrieben, dass einfach ungesättigte Fettsäuren mit überzeugender Evidenz den Abfall des HDL verhindern, die Triglyzeride senken und das Verhältnis von Gesamt- zu HDL- und LDL- zu HDL-Cholesterol verbessern (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. 2015).
  • Das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 beträgt rund 2,5 zu 1 und kann damit als sehr gut eingestuft werden. Es wird, zumindest am berechneten Beispieltag ein hoher Anteil an Omega 3 Fettsäuren aufgenommen (3% beziehungsweise 104,7 mg).
  • Der Eiweißanteil ist mit 30% am Beispieltag deutlich höher als es die gesunde Ernährung empfiehlt. Ein hoher Proteinkonsum wird von vielen Fachkräften immer noch als Auslöser für Nierenerkrankungen angesehen, es zeigen jedoch auch viele Studien, dass dies nicht der Fall ist – sowohl in Studien an Tieren, als auch an Menschen zeigte sich, dass ein hoher Proteinkonsum eventuell chronische Nierenerkrankungen beschleunigt, wenn schon eine milde Insuffizienz vorhanden ist. Albuminurie und Diurese und auch die Natrium- und Kaliumausscheidung werden gefördert. Allerdings scheint auch Adipositas selbst eine chronische Nierenerkrankung zu fördern, da der übergewichtige Körper gesteigerte metabolische Anforderungen hat (Schwingshackl und Hoffmann 2014).
  • Ballaststoffe: Siehe da! 🙂
  • Fazit: Nicht nur in meinen Augen ein empfehlenswertes Konzept!

Literatur:

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung; Österreichische Gesellschaft für Ernährung; Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung (2015): D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 2. Aufl. Neustadt an der Weinstraße: Neuer Umschau Buchverl.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (2015): Evidenz-basierte Leitlinie – Fettzufuhr und Prävention ernährungsmitbedingter Erkrankungen. Unter Mitarbeit von Günther Wolfram, Angela Bechthold und Heiner et.al. Boeing. Online verfügbar unter https://www.dge.de/wissenschaft/leitlinien/leitlinie-fett/, zuletzt geprüft am 21.11.2015.
  • Elmadfa, Ibrahim (Hg.) (2012): Österreichischer Ernährungsbericht 2012. 1. Aufl. Wien: Bundesministerium für Gesundheit.
  • Feinman, Richard D.; Pogozelski, Wendy K.; Astrup, Arne; Bernstein, Richard K.; Fine, Eugene J.; Westman, Eric C. et al. (2015): Dietary carbohydrate restriction as the first approach in diabetes management: critical review and evidence base. In: Nutrition 31 (1), S. 1–13. DOI: 10.1016/j.nut.2014.06.011.
  • Kluthe, R.; Dittrich, A.; Everding, R.; Gebhardt, A.; Hund-Wissner, E.; Kasper, H. et al. (2004): Rationalisation Scheme 2004 of the Association of German Nutritional Physicians, the German Obesity Association, the German Academy of Nutritional Medicine (DAEM), the German Nutrition Society (DGE), the German Society for Nutritional Medicine (DGEM), the German Association of Dieticians (VDD), the Association of Home Economists and Nutrition Scientists (VDO E ). In: Akt Ernähr Med 29 (5), S. 245–253. DOI: 10.1055/s-2004-828365.
  • LCHF.de (2016): LCHF. Online verfügbar unter http://lchf.de/, zuletzt geprüft am 06.01.2016.
  • Pesta, Dominik H.; Samuel, Varman T. (2014): A high-protein diet for reducing body fat: mechanisms and possible caveats. In: Nutrition & metabolism 11 (1), S. 53. DOI: 10.1186/1743-7075-11-53.
  • Schwingshackl, Lukas; Hoffmann, Georg (2014): Comparison of high vs. normal/low protein diets on renal function in subjects without chronic kidney disease: a systematic review and meta-analysis. In: PloS one 9 (5), S. e97656. DOI: 10.1371/journal.pone.0097656.
  • Tarantino, Giovanni; Citro, Vincenzo; Finelli, Carmine (2015): Hype or Reality: Should Patients with Metabolic Syndrome-related NAFLD be on the Hunter-Gatherer (Paleo) Diet to Decrease Morbidity? In: Journal of gastrointestinal and liver diseases : JGLD 24 (3), S. 359–368. DOI: 10.15403/jgld.2014.1121.243.gta.
  • Westman, Eric C.; Phinney, Stephen D.; Volek, Jeff S. (2011): Die aktuelle Atkins-Diät. Das Erfolgsprogramm von Ärzten optimiert ; [bis zu 7 Kilo leichter in 2 Wochen]. Dt. Erstausg., 6. Aufl. München: Goldmann (Goldmann, 17240).
  • Worm, Nicolai; Muliar, Doris (2005): Low Carb. Die Ernährungsrevolution ; so kochen Sie sich schlank. 2. [Aufl.]. München: Gräfe und Unzer.

Bild: Birgit Barilits

Im Urlaub auf’s Gewicht achten? Pro- und Kontra…

Im Urlaub auf’s Gewicht achten? Pro- und Kontra…

plantsch
Plantsch…

Wir befinden uns quasi schon in der Urlaubszeit, der Sommer hat es endlich geschafft! (Auch wenn das Wochenende eher auf der kühlen Seite war 🙂 )

Für viele ist der (Bade-)Urlaub immer wieder auch mit dem Thema Figur – bzw. Gewicht verbunden. Eigentlich will man ja schon mit seinem „Idealgewicht“ in den Urlaub starten. Häufig kreisen die Gedanken schon Wochen und Monate vorher um das Bikini- und Sportoutfitthema…

Darum dreht es sich auch im aktuellen Beitrag: Im Urlaub auf’s Gewicht achten? Pro- und Kontra…

Pro (oder besser – Do´s):

Um dich im und nach dem Urlaub auch weiterhin in deiner Haut wohl zu fühlen, solltest du dich bei der Speisenauswahl auf leichtere Gerichte stürzen und sämtliche „Regeln“ beachten, die zur gesunden Ernährung gehören: Gut kauen (denn „gut gekaut ist halb verdaut“), langsam essen, um den Punkt der Sättigung zu erkennen, beim Buffet den Teller schön anrichten und dir nur dann nachholen, wenn du wirklich noch Hunger verspürst. Außerdem ist es auch im Urlaub möglich, der Verdauung Zeit zu geben und einen angemessenen Abstand zwischen den Mahlzeiten einzuhalten. Vermeide es, dich durch den Tag zu „snacken“ und konzentriere dich auf die Hauptmahlzeiten. Nutze die Zeit im Urlaub auch für sportliche Aktivitäten, damit du zu Hause auf der Waage keine unangenehmen Überraschungen erlebst.

Kontra:

Im Urlaub solltest du dir besonders viel Zeit zum Genießen nehmen. Es gibt – hoffentlich – keine Termine und keine Hektik, sondern Zeit und Gelegenheit die köstliche Landesküche auszuprobieren und sich durch die verschiedenen Gerichte zu kosten. Verschwende keinen Gedanken an deine Figur oder daran, dass die Panna cotta oder Crème brûlée oder (hier bitte sämtliche bekannten und möglichen Köstlichkeiten einsetzen) sich auf deine Hüften schlagen könnten. Abnehmen kannst du zu Hause. Und ein bis zwei Kilo die du aus dem Urlaub mit nach Hause bringst sind schließlich kein Drama.

Meine Auflösung:

Das Kontra ist ganz eindeutig auch ein Pro und lässt sich wunderbar mit den Ratschlägen des ersten Absatzes verbinden!

  • Der Genuss steht an erster Stelle.
  • Genuss bedeutet, du nimmst dir Zeit und nimmst die Speisen mit allen Sinnen wahr.
  • Genuss verhindert, dass du hastig isst und dich (zB am Buffet) überisst.
  • Der Urlaub ist meistens nicht die richtige Zeit, um sich über das auf und ab der Kilos Gedanken machen…
  • Aktivitäten im Urlaub machen Spaß und machen fit! Unternimm einen Strandlauf am Morgen, eine schöne Wanderung oder entdecke die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder mit dem Rad. Dies sorgt möglicherweise für mehr Bewegung, als du zu Hause im Alltag hast…Und so werden es auch garantiert keine 5 kg mehr sein!

Möchtest du an deinem Wohlfühlgewicht arbeiten, ist der Rest des Jahres die richtige Zeit, denn der Alltag macht es oft schwer, sich gut zu ernähren. Diese restlichen  – etwa 330 – Tage sind es, um die du dich – gerne mit meiner Unterstützung – kümmern „willst“ :-).

Wenn du noch Hilfe benötigst, um dich seelisch auf die Challenge „Essen im Urlaub“ vorzubereiten, stehe ich gerne zur Verfügung!

Deine Diätologin 🙂

Wichtig beim Entspannen: Legere Kleidung

 

Fotos: Fotolia, Birgit Barilits

 

Kochen mit Kräutern

Kochen mit Kräutern

Weinbergschnecke. Mag auch Grünes. Am liebsten Klee.
Weinbergschnecke. Mag auch Grünes! 🙂
Rosmarin-Rosinen-Cracker imRosmarinbusch
Viiiiiiiel Bärlauch und Curcuma in der Butter…
Kräutertopfen mit roter Melde

Ich liebe frische Kräuter! Wann immer es passt und möglich ist, verwende ich sie. Bei mir wachsen Rosmarin, Salbei, Thymian (s), Oregano, Basilikum, Zitronenmelisse, Minze (n), Schnittlauch und Schnittknoblauch… Griechischer Salat, Melonensalat, Butterbrot, Soßen und Suppen und auch Fleisch werden damit verfeinert.

Es geht mir also hauptsächlich um den Genuss! Der Duft der sich breit macht, wenn die Kräuter geerntet und kleingehackt werden, das Aroma der Gerichte machen einfach Freude. Optisch macht das natürlich auch etwas her, wenn frisches Grün über das Gericht gestreut wird. Aber auch getrocknete Kräuter schmecken ganz wunderbar.

Heute habe ich also eine Liste von Küchenkräutern die jedes Gericht aufwerten – vielleicht möchtest du ja den Balkon oder das Fensterbrett wieder einmal „auffrischen“ 🙂 :

  • Oregano, Rosmarin, Thymian, Basilikum – Für mediterrane Gerichte.
  • Majoran, Liebstöckl („Maggikraut“), Schnittlauch, Dille, Petersilie – Für Suppen, Soßen, Eintöpfe, Salate.
  • Bohnenkraut, Kerbel, Estragon, Salbei – Ein paar Ideen gefällig? Putenröllchen mit Salbei, Lachsfilet mit Estragonsauce, Bohneneintopf mit…Bohnenkraut! Kerbelpalatschinken mit Frischkäsefüllung

Was bringt die Verwendung von Kräutern?

  • Es kann weniger Salz verwendet werden.
  • Kräuter unterstützen das Aroma der Speisen.
  • Kräuter enthalten gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe).
  • Sie unterstützen die Verdauung und machen Speisen bekömmlicher.
  • Mit Kräutern arbeiten macht gute Laune!
Der Schneck im Grünen
Der Schneck im Grünen

Übrigens, Kräuter und Gewürze regen auch die Gehirntätigkeit an! Nicht nur, wenn man darüber nachdenkt sie anzubauen oder wie man sie verwendet, sondern tatsächlich, auf Grund der Inhaltsstoffe! 🙂 Da reicht es natürlich nicht, wenn einmal die Woche ein bissl Petersil auf die Erdäpfel zum Schnitzerl kommt…

Lesetipp: Gehirndoping mit Gewürzen, von Sabine Paul

 

Fotos: Birgit Barilits

Das schafft keiner???

Das schafft keiner???

Es kommt einfach immer wieder vor. Gerade wieder. Bei einem Vortrag mit etwa 40 TeilnehmerInnen. Mehr als die Hälfte meint es nicht zu schaffen 3 Portionen Gemüse pro Tag zu essen. „Das schafft ja keiner!“ Doch, doch, es geht! Daher ist es mir ein Bedürfnis, nochmals einen Beitrag dazu zu verfassen.

Aber zunächst nochmals zu den Empfehlungen bezüglich Gemüse und Obst in der täglichen Ernährung:

  • ÖGE – Österreichische Gesellschaft für Ernährung: 3 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst. 1 Portion Gemüse kann beispielsweise ca. 200g gegartes Gemüse sein, oder auch 200g rohes Gemüse. Eine Obstportion wird mit 125-150g angegeben.
  • DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung: 3 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst. In Gramm empfiehlt die DGE 400g Gemüse und 250g Obst.
  • SGE – Schweitzer Gesellschaft für Ernährung: 3 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst. 1 Portion bedeutet hier 120g, sowohl bei Obst, als auch bei Gemüse.
  • Australien: 5-6 Portionen Gemüse und Hülsenfrüchte, 2 Portionen Obst. 1 Portion Gemüse wird mit 75g angegeben, also zwischen 375 und 450g. 1 Portion Obst wird mit 150g angegeben.
  • WHO – World Health Organization: Als Minimum werden 400g Gemüse und Obst empfohlen.

Man kann aus diesen wenigen Beispielen erkennen, dass die Portionsgrößen in verschiedenen Ländern unterschiedlich ausfallen. Für den Alltag ist das Hand/Faustmaß praktisch. Bei Obst kann man also sagen, 2 Hände voll Obst, beispielsweise 1 kleiner oder mittelgroßer Apfel und eine Hand voll Beeren. Beim Gemüse lohnt es sich, nur mal so zu Anschauungszwecken, einen Tagesbedarf abzuwiegen. Hier beispielsweise 433g Gemüse (2 mittelgroße Tomaten, 1 grüner Paprika, 1 kleine Zucchini) und 319g Obst (1 große Birne).

Tagesziel erreicht! Und ganz ehrlich, das ist jetzt nicht sooo schlimm. Oder? Bei mir ist es oft eher mehr und das halte ich auch für sehr sinnvoll! Ich würde ja zum Gemüse noch Zwiebel, Knoblauch und Kräuter geben und eine mediterrane Gemüsepfanne zubereiten, dazu etwas Feta und eine frische Ciabatta. Oder: alles klein schneiden und noch Zwiebel, Linsen oder Bohnen dazugeben und einen guten Salat daraus machen. Und siehe da, schon ist man quasi über der empfohlenen Menge! 😉

Versuch doch bereits zum Frühstück Obst und/oder Gemüse einzubauen. 1 Apfel ins Müsli, Gurkenscheiben aufs Käsebrot… Mittags sollte auf dem Teller 1 Schöpfer Gemüse landen, am besten gibt es noch ein Schüsserl Salat zusätzlich. Und am Abend eine Gemüsesuppe, oder ein Gemüsegratin, oder Salat mit … Aber es ist auch in Ordnung wenn eine Mahlzeit die ganze Menge Gemüse enthält. Hauptsache es wird gegessen!

Vorteile:

  • Sattessen (= den Magen füllen) mit kalorienarmen und mikronährstoffreichen Nahrungsmitteln
  • Ballaststoffe für die gute Verdauung und einen gesunden Darm
  • Mikronährstoffe für gesunde strahlende Haut, ein starkes Immunsystem
  • Prävention von ernährungsmitbedingten Krankheiten
  • Prävention von Übergewicht
  • Ballaststoffreiche Ernährung hält den Cholesterinspiegel in Schach
  • Bitterstoffe in Salaten und Gemüsen regen die Verdauungssäfte an
  • Mehr Mikronährstoffe und weniger kcal
  • Das Hirn isst mit: Gesunde Ernährung mit viel Gemüse hält auch unsere grauen Zellen fit
  • Vorbildwirkung für die Familie/Kinder
  • Verdrängt die überschüssigen Kohlenhydrate vom Teller
  • Gesunde Zähne und gesundes Gebiss  – Kauen!
  • Zuckerarm
  • Und, und, und…
  • Und nicht zuletzt: Nicht nur optisch ob der vielen bunten Farben ein Genuss! 🙂

Manche StudienautorInnen sind der Meinung, dass die gängigen Empfehlungen zu niedrig greifen und schreiben von 7 bis zu 10 Portionen Gemüse, die empfehlenswert wären! Das wäre doch gelacht, wenn du nicht die 3 Portionen oder 400g schaffst, die als Minimum angesehen werden. Für Unterstützung zur Umsetzung im Alltag kontaktiere mich gerne!

  • Ach ja, ein Argument, dass ich nicht sehr gerne höre, ist „gesunde Ernährung ist so teuer…“. Jetzt will ich gar nicht über Lebensmittelpreise diskutieren, ich möchte nur anmerken, dass jene Personen, die das Argument bringen, häufig einiges für ungesunde Gewohnheiten ausgeben… :
  • Rauchen/Zigaretten
  • Soft Drinks und Energydrinks
  • Süßigkeiten und Snacks
  • Jausen vom Bäcker und vom Imbissstand
  • Häufiges Aufsuchen des Kaffeeautomaten und des Supermarktes für gekühlte Kaffeegetränke
  • Häufiges shoppen (von Kleidung bis zum neuesten Smart Phone)

Das alles spare ich mir und gebe das Geld dafür für gutes Essen aus. In diesem Sinne, guten Appetit mit

Zucchini, Melanzani, Tomaten, Kohlrabi, Radieschen, Gurken, Erdbeeren, Himbeeren, Paprika und Pfefferoni, Salat, Spinat, … Kürbis, Kraut, Pilzen, Karotten, Roten Rüben, Feldsalat, Karfiol, Pastinaken, Maroni, Kohl, Äpfel, Birnen, Quitten, Endivie, Mangold, Zwiebel, Fenchel, Sellerie und Stangensellerie, Sprossen, Keimen, Radi, Brokkoli, … und, und, und.

Eure Diätologin 🙂

 

Fotos: Birgit Barilits

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

 

Die Spagetti und die Portionsgröße…

Die Spagetti und die Portionsgröße…

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Beim Spagetti kochen kam das Gespräch auf Portionsgrößen. Das Gespräch kommt auch in der Beratung immer wieder auf die Portionsgrößen. Ich bin ja ein Fan des „Tellermodells“: 1/4 Beilage, 1/4 Proteinquelle, 1/2 Gemüse. Bei Nudelgerichten oder vegetarischen Gerichten ist man da schnell drüber. Das macht im Prinzip auch nichts, wenn man einen aktiven Lebensstil hat und es nicht ständig massiv drüber ist. Aber wenn man auf sein Gewicht achten möchte oder muss, spielt es eine Rolle.

Ihr kennt das vielleicht, was in den Ring aus Daumen und Zeigefinger passt wird oft als eine Portion bezeichnet. Nun kann man diesen Ring ja etwas kleiner und auch etwas größer werden lassen… 😉

Auf den Packungen der Nudeln gibt es oft Angaben zur Portionsgröße. 80 g, 85 g beispielsweise. In Spagetti sieht das so aus:

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Nudeln roh

Auf dieser Packung wären 85 g eine Portion. Das schaut jetzt nicht nach viel aus. Und 100 und 120 g schaut jetzt nicht so sehr viel anders aus! Aber wer wiegt schon seine Nudeln ab? Man könnte in dem Fall die Spagetti auch zählen, 1 Spagetti hatte bei mir etwa 1 g ^^. Der Unterschied was die kcal und KH betrifft:

  • 85 g: 305 kcal, 60,3 g KH
  • 100 g: 359 kcal, 70,9 g KH
  • 120 g: 430 kcal, 85,1 g KH

Wie sieht das nun auf dem Teller aus? Was macht satt?

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Nudeln al dente

Also mit unserer sensationellen Bolognese Sauce waren die 85 g mehr als ausreichend :). Mit Genuss verspeist und gut gekaut waren wir nachher satt aber nicht übervoll. Für sportliche Damen und Herren die davor ordentlich Bewegung gemacht haben darfs auch mal etwas mehr sein ;).

Dieses kleine Experiment zeigt, dass man Mengen auch mal ganz leicht unterschätzen kann. Bei manchen Produkten sind auch die Portionsangaben zugunsten eines „günstigeren“ Eindrucks bezüglich kcal und Nährwerten eher klein gewählt. Wenn man draufkommt, dass 30g Cornflakes nicht wirklich satt machen, ist es aber nicht unbedingt eine gute Idee die dreifache Menge zu verputzen. Dann doch lieber selbst ein gutes Müsli mit verschiedenen Flocken und Saaten zubereiten. Also ab und zu mal etwas abwiegen. Nur so um Erfahrungswerte zu sammeln.

Herzlichst,

eure Diätologin.

 

Fotos: Birgit Barilits

 

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin