Und wie ist das mit dem Essen nach der Operation…?

Und wie ist das mit dem Essen nach der Operation…?

Der Kostaufbau nach der Operation, DO´s and DONT´s

Passend zur Episode 6 gibt es hier einige wichtige DO´s and DONT´s zur Ernährung unmittelbar nach der Operation. Bitte beachtet, dass dies nur ein Ausschnitt ist, keinesfalls vollständig und lediglich einen Eindruck liefern soll. Es ist immens wichtig, jede vom jeweiligen Zentrum/Klinik angebotene Gelegenheit zu nutzen um sich über die Ernährung danach – vom unmittelbaren Kostaufbau bis zur Langzeiternährung – zu informieren. Wenn finanziell möglich, lohnen sich auch begleitende Einzelberatungen bei KollegInnen.

Der Kostaufbau gestaltet sich grundsätzlich in drei Phasen und erfolgt je nach OP und Befinden des Patienten unterschiedlich schnell:

  • Flüssigphase – Brühe, Tee, …
  • pürierte Kost und
  • schließlich der Übergang zur sogenannten leichten Vollkost*

* Der Heilungsprozess wird ungünstig beeinflusst durch zu scharfe, zu saure, zu fette, geräucherte oder gepökelte Speisen, sowie alles, was Blähungen auslösen könnte. Auch sehr kaltes oder sehr heißes Essen kann Probleme bereiten, da die Temperaturanpassung nicht mehr so gut erfolgen kann. Unbedingt gemieden werden sollte zudem alles, was grobkörnig ist und mechanische Reizungen auslösen könnte (z. B. grobes, frisches Brot, Kräuter).

Die Dauer der einzelnen Phasen des Kostaufbaus richtet sich im Wesentlichen nach der Verträglichkeit und Toleranz der Nahrung. Wichtig ist – nicht nur unmittelbar nach der OP sondern für IMMER – eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß (täglich mind. 60 bis 120 g, dies hängt ab von Größe und dem sich verändernden Gewicht) sicherzustellen.

Der Schwerpunkt der Mahlzeiten liegt daher auf eiweißhaltigen, fettarmen Lebensmitteln, die ggf. durch Eiweißsupplemente ergänzt werden (zitiert aus: „Ernährung vor und nach bariatrischen Eingriffen, M. Hellbardt, Leipzig, Ernährungsumschau 11/2012). Dies bewirkt einerseits eine schnelle und länger anhaltende Sättigung, andererseits sorgt es dafür, dass der Körper vom überschüssigen Fett „zehrt“ und Muskelmasse möglichst erhalten bleibt und vielfältige Mangelerscheinungen vermieden werden.

Die DO´s and DONT´s:

Speziell in den ersten Tagen und Wochen nach der Adipositasoperation kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Die häufigsten Gründe für Übelkeit und Erbrechen sind:

  • zu schnelles Essen
  • der Verzehr von zu großen Nahrungsmengen
  • unzureichendes Kauen von Lebensmitteln nach der 4. postoperativen Woche
  • das Trinken von Flüssigkeiten zu den Mahlzeiten

Versuche daher, im Laufe der ersten Wochen aus deinen Fehlern zu lernen und zu reflektieren, was zu der unerwünschten Reaktion wie Übelkeit oder Erbrechen geführt hat. Erbrechen sollte unbedingt vermieden werden. Lerne aus den Reaktionen Ihres Körpers. In der ersten Zeit nach dem Eingriff stehen die Operationsnähte noch unter erheblichem Druck, so dass sie im schlimmsten Fall nach Erbrechen reißen können. Später kann häufiges Erbrechen zu einer Ausdehnung des Magenpouches führen.

  • Zu schnelles Essen: Wenn du vor der Operation ein „schneller Esser“ warst solltedst du dich nach dem Eingriff ganz bewusst auf das langsame Essen konzentrieren. Schauen z. B. beim Essen auf die Uhr. Wenn dein Körper nach dem Essen mit Übelkeit oder Erbrechen reagiert, versuche bei der darauffolgenden Mahlzeit bewusst, 3–5 min länger zu essen. Nimm dir gerade am Anfang diese Zeit, um Verträglichkeiten auszutesten.
  • Verzehr von zu großen Nahrungsmengen: Teste nach dem Eingriff dein individuelle Verzehrsmenge aus. Iss vorerst mit einem kleinen Löffel oder einer kleinen Gabel und zähle die Bissen ab. Wenn dir zB. nach dem 7. Löffel übel wird, versuche bei der nächsten Mahlzeit, nur 6 Löffel voll zu essen. Jeder Löffel und jeder kleinste Bissen zu viel führt nach einer Magenoperation direkt zu einer unangenehmen Reaktion des Körpers.
  • Unzureichendes Kauen von Lebensmitteln: Nach der 4. postoperativen Woche kann es durch unzureichendes Kauen von Lebensmitteln zu Erbrechen oder Übelkeit kommen. Kau bewusst und genieß die Speisen durch langes Kauen. Spüre den Geschmack und die Konsistenz der Lebensmittel im Mund.
  • Trinken von Flüssigkeiten zu den Mahlzeiten: Durch das Trinken von Flüssigkeiten zu den Mahlzeiten erfolgt eine schnelle Füllung des Magens, so dass Verzehrsmengen schnell überschätzt werden. Daher sollte Essen und Trinken in zeitlichem Abstand von 30 min stattfinden, damit der kleine Magen mit hochwertigen Lebensmitteln gefüllt wird, die deinem Körper auch Substanz liefern.

Die Portionsgrößen müssen dem kleinen Magenpouch dauerhaft, das heißt ein Leben lang, angepasst bleiben. Wenn du deinen Mini-Magen mit süßen Lebensmitteln füllst, wirst du möglicherweise recht unmittelbar „bestraft“ (mit Durchfall oder Erbrechen) und du gefährdest deinen Abehm-Erfolg und deine Gesundheit! Besonders gefährdet sind operierte Personen, die „alles“ vertragen und essen können!

Also, die Devise lautet NACHDENKEN – INFORMIEREN – PLANEN und sich an den PLAN halten.

 

Deine Diätologin

 

Literaturtipp/Buchtipp:

Ernährung bei Adipositas-Operationen, Magenbypass – Omega-Loop-Bypass – Schlauchmagen, von Birgit Lötsch, Eva Russold, Bernhard Ludvik

Quellen:

  • Case Management in der Adipositaschirurgie, Hanna Dörr-Heiß u. Eva Wolf, Springer Verlag (Arbeitsblätter)
  • Ernährung im Kontext der bariatrischen Chirurgie, Mario Hellbardt (Hrsg.), Pabst Science Publishers
  • Beratungsbroschüren des Krankenhauses der barmherzigen Schwestern Wien
  • Bariatrisches Assessment, Stefanie Wagner, BSc, Bachelorarbeit an der FH St. Pölten
  • Ernährung vor und nach bariatrischen Eingriffen, M. Hellbardt, Leipzig, Ernährungsumschau 11/2012
Projekt Unbeschwert – Episode 6

Projekt Unbeschwert – Episode 6

Geschafft!! Der Beginn meines Lebens 2.0 nach einem erfolgreichen 2. OP Versuch

Willkommen liebe LeserInnen in meinem Leben 2.0!
Leben 2.0, so nennen viele Operierte ihr Leben, welches nach der OP beginnt. Warum? Weil man die Chance bekommt, ein neues Leben zu beginnen, durch die OP hat man eine “Krücke” bekommen, die einem hilft, wieder normal große Portionen zu essen (bzw. eigentlich mini-mini Portionen, aber ich meine damit, dass man keine riesigen Portionen mehr braucht, um satt zu werden), die das Hungergefühl reduziert und die einen dabei unterstützt ein neues Essverhalten zu erlernen.

Die OP ist aber eben nur eine Krücke und kein Allheilmittel. Denn eines ist gewiss: Es wird der Magen operiert und nicht der Kopf. Und diese Tatsache kann einem sehr schnell zum Verhängnis werden und es erfordert viel Kraft, Aufwand, Durchhaltevermögen und kritische Selbstanalyse, wenn man sein Leben 2.0. wirklich nutzen will.

Aber erst einmal zu meiner OP und meinen ersten Tagen danach. Es sind ja noch weitere Blogeinträge geplant, wo ihr mehr darüber erfahrt, wie mein Leben 2.0 abläuft 🙂

Einen Tag vor der OP wurde ich im Spital aufgenommen, es wurde noch Blut abgenommen und einige andere Untersuchungen gemacht, um auch wirklich sicher zu gehen, dass es mir gut geht. Das ist es Gute bei der OP. Man geht vorbereitet in die OP und ist gut durchgecheckt. Bei mir passte alles und so konnte die OP wie geplant stattfinden.

Langsam stieg die Aufregung. Was mich wohl nach der OP erwarten würde? Ich machte mich auf das Schlimmste gefasst: dass ich Schmerzen haben würde, mich wochenlang nur von flüssiger Nahrung ernähren kann oder sonst irgendwie Einschränkungen haben würde. Ich hatte von Leuten gelesen, denen es super ging, andere haben die ersten Monate wirklich zu kämpfen gehabt. Aber, wie schon beim letzten Mal geschrieben: JedeR macht seine eigenen Erfahrungen und das sollte man im Hinterkopf behalten.

Am nächsten Tag wurde ich um 5 “geweckt” (gut geschlafen hatte ich nicht wirklich…), ich sollte gleich die Erste im OP sein. Um halb 8 ging es los und ich wurde in die OP Vorbereitung geschoben. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich meinen Namen sagen sollte und mein Geburtsdatum. Man wollte sicher gehen, dass ich auch die richtige OP bekam und nicht zufällig mit einer neuen Hüfte aufwachte oder so was. Die letzten Minuten bevor ich dann final in den OP geschoben wurde waren nicht angenehm. Langsam stieg die Panik. Was, wenn doch bei der Narkose etwas schief gehen würde? Würde ich wieder wach werden und es wäre nicht erfolgreich gewesen? Es war nicht die OP, vor der ich mich fürchtete, sondern die Narkose. Denn auch die Narkose birgt ein Risiko, gerade bei viel Übergewicht und bei mir noch mehr, das hatte man ja gesehen… Die Tränen kullerten nur so, aber die OP PflegerInnen versuchten mich zu beruhigen und schnell bekam ich vom geschäftigen Treiben um mich herum nichts mehr mit und befand mich im Reich der Träume.

— 4 Stunden später–

Ich wachte auf und lag auf derselben Intensivstation wie auch schon drei Monate zuvor. Diesmal hingen aber deutlich weniger Kabel an mir. Das konnte nur ein gutes Zeichen sein! Schon kam ein Pfleger und eröffnete mir, dass alles gut gelaufen sei. Gott sei dank!!! Mein Leben 2.0. hatte begonnen!! Mir war kurz übel, aber heutzutage gibt es für alles Mittel und Wege, um Beschwerden zu lindern, und schnell war die Übelkeit wieder vorbei. Man hielt mir ein Telefon an die Wange, so konnte ich meinem Vater sagen, dass ich wieder unter den Lebenden war. Allerdings war ich noch ziemlich benebelt. Kein Wunder. Immerhin hatte ich eine OP hinter mir.

Erstaunlicherweise hielten sich auch meine Schmerzen in Grenzen, ich fühlte mich keinesfalls so elend, wie ich gedacht hatte. Nach 2 Stunden musste ich zur Toilette. Und siehe da: Ich war sogar in der Lage aufzustehen und auf die Toilette zu gehen!! Zwar langsam und etwas wackelig auf den Beinen, aber mithilfe einer Schwester und dem Geländer an der Wand des Ganges ging das Ganze erstaunlich gut. Nichtsdestotrotz war ich schläfrig, plauderte zwar mit meinem Vater, hatte jedoch die Augen weitestgehend geschlossen.

Am Nachmittag bekam ich Durst. War aber unsicher: Durfte ich schon trinken? Immerhin war gerade an meine Magen herumorperiert worden! Was, wenn da etwas nicht dicht war? Aber: Studieren geht über Probieren und ich sollte sogar versuchen zu trinken. Ganz langsam nahm ich einen Schluck, in Erwartung, dass er sofort wieder Retour kommen würde. Aber nichts da. Er blieb drin und kullerte durch den Magen. Super! Es ist schon erstaunlich, was man mit der heutigen Medizin alles machen kann. Im Vorhinein hatte ich gelernt, dass man gerade zu Beginn kleine Schlucke nehmen muss, Trinken in großen Schlucken und “in einem Zug” sei wohl erst mal nicht möglich (oder gar nicht mehr möglich) und ich nahm daher zu Beginn Baby-Schlucke. Immer in gespannter Erwartung, wie mein Körper darauf reagieren würde. Ihr seht also schon: Die vielen ersten Male hatten begonnen! (Einen ausführlicheren Beitrag über die vielen ersten Male nach der OP gibt es im April) Ich musste alles neu ausprobieren, lernen und schauen, wie es mir damit geht. Laaaaaangsam. Es dauert ca. sechs Wochen, bis die inneren Wunden vollständig verheilt sind. Diese Zeit sollte man dem Magen und Darm auch geben, ihn möglichst gut und pfleglich behandeln und so bei der Heilung unterstützen.

Wie das geht? Nicht rauchen, leicht verdauliche Kost essen die den Magen nicht zu sehr belastet und die er nicht groß “verarbeiten” muss, kauen, kauen, kauen, nichts mit Kernen und sonstigen Dingen essen, die eventuell in den Nähten hängen bleiben können usw. In einem zertifizierten Adipositaszentrum gehört die ernährungsmedizinische Vorbereitung jedoch zwingend zur OP Vorbereitung dazu und ich kann nur jeder und jedem raten, dass man sich vorher mit dem Thema “Ernährung und Verhalten nach der OP” auseinandersetzt. Es kommt zwar eh meist anders, als man sich das vorgestellt hat, aber man hat zumindest gewisse Grundlagen, Verhaltensweisen und Empfehlungen, an die man sich halten kann.

Am Abend kam dann mein Vater noch einmal vorbei und da wurde ich langsam wieder fitter. Also ging ich ein paar erste Schritte mit ihm auf dem Gang. Je schneller der Kreislauf in Schwung kam, desto besser! Ich war glücklich, das war ja alles viel besser gelaufen, als ich mir gedacht hatte.

Die ersten Schritte…

Nachdem die Nacht komplikationsfrei verlaufen war, wurde ich am nächsten Tag auf die Normalstation verlegt. Dort erwartete mich zum Mittagessen eine leckere Brühe. Mir war weder übel noch hatte ich starke Schmerzen. Ob ich überhaupt operiert war? Ja, schon, denn es waren 5 große Pflaster auf meinem Bauch und das Gehen und an- und ausziehen war doch etwas mühsam.

Am Abend gab es noch eine “lustige” Begebenheit: Bei der genaueren Betrachtung meines Bauches fiel mir eine Art “Hügel” an einer Stelle auf. Was das wohl sein konnte? Als eine Schwester kam, fragt ich sie um Rat, sie wusste aber auch nichts und holte einen Arzt hinzu. Er kam, drückte auf meinem Bauch herum (das tat zugegebenermaßen schon recht weh…), konnte aber eine weitere Diagnostik nur per Ultraschall feststellen. Leider war der zuständige Facharzt dafür jedoch bereits im Feierabend, der Arzt nahm sich jedoch Zeit und gemeinsam suchten wir ein Ultraschallgerät auf. Der Arzt flitzte durch die Gänge, ich war zwar schon recht gut zu Fuß, aber mit seinem Tempo konnte ich nur 36 Stunden nach der OP nicht mithalten. “Ach, ich habe ganz vergessen, dass Sie erst so kurz operiert sind” kommentierte er nur und flitzte weiter. Der Ultraschall zeigte aber weder freie Flüssigkeit, noch irgendein anderes Ergebnis, was einen Grund zur Beunruhigung darstellen sollte, von daher konnte ich diesmal in gemächlicherem Tempo wieder aufs Zimmer gehen.

Die ersten „Bissen“ 😉 …

Am Sonntag bekam ich zum Frühstück bereits ein ungetoastetes Toastbrot. Ich schnitt die Rinde ab und aß ganz langsam und bedacht, auch hier wieder mit der Erwartung, dass mein Magen in irgendeiner Weise rebellieren würde. Aber auch das tat er nicht. Ich war hocherfreut. Nach einem halben Toast war ich satt. Nachmittags saß ich bereits mit meinem Vater in der Cafeteria des Spitals und freute mich über Kamillentee (soll ja bekanntlich beruhigen und tat hoffentlich dem Magen auch gut) und freute mich noch mehr, dass es mir so gut ging. Noch besser: am nächsten Tag sollte ich entlassen werden!

Dem war tatsächlich so, mein Leben 2.0 Zuhause konnte beginnen. Die ersten 3 Tage sollte ich mich noch von breiiger Kost ernähren. Alles, was irgendwie den Magen “in Arbeit” versetzen könnte, sollte ich auslassen. Im Vorhinein hatte ich mir bereits einige Rezepte herausgesucht, die man dann in den ersten Wochen kochen konnte. Bei meinem ersten Frühstück zuhause gab es Rührei (natürlich ohne Röstaromen und nur mit wenig Salz) und nach einem halben Rührei war ich satt. Man muss wirklich sehr, sehr gut auf seinen Körper hören und bei dem kleinsten Sättigungsgefühl aufhören zu essen. Das klingt einfach, ist es aber gar nicht. Vorher gab es bei mir entweder Hunger oder “zu viel gegessen”. Das war schon die erste Hürde, dass man da gut auf seinen Körper hört. Und diese Hürde besteht weiterhin und wird nach den ersten 9 Monaten erst richtig auf die Probe gestellt, wenn man sich erst an alles gewöhnt hat. Es gibt weiterhin viele, viele leckere Sachen auf der Welt und gerade bei Buffets oder bei Gelegenheiten, wo es viel gutes Essen gibt, ist man schnell versucht mehr zu essen, als man eigentlich sollte. Dieses Problem hat man jedoch die ersten Tage und Wochen und manchmal sogar Monate nicht.

Eine weiter “Neuerung” bei der Ernährung ist es, dass man ca. alle 3 Stunden etwas essen soll. Es ist ja eh nicht viel, aber der Körper braucht Nahrung – insbesondere Eiweiß – und es ist erwiesen, dass, wenn man zu wenig davon isst, weniger abnimmt und noch mehr den Risiken der Mangelernährung ausgesetzt ist. Dies wollte ich unter allen Umständen vermeiden. Zudem soll man zwischen Essen und Trinken in etwa eine halbe Stunde Zeit verstreichen lassen. Gerade am Anfang bedeutet das viel Organisation und Abstimmung immer die Zeiten einzuhalten und zu schauen, wie das Ganze jetzt getaktet wird. So war ich die ersten Tage vor allem damit beschäftigt, mich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Ein Glück, dass ich noch nicht arbeiten musste!

Das waren also die ersten 4 Tage meines Lebens 2.0. Ich hatte mir das Schlimmste ausgemalt, aber es war so ungefähr das Beste passiert, was mir hätte passieren können. Nämlich: Es ging mit gut! Und das machte mich so glücklich! Und: Ich war nach mini-mini Portionen satt! Viele Frisch-Operierte (oder auch Langzeit-Operierte) verspüren erst einmal kein Hungergefühl und müssen sich zum Essen zwingen. Das kann ich von mir nicht behaupten. Ich hatte Hunger. Aber ich war nach sehr, sehr kleinen Portionen satt und ich kann euch gar nicht sagen, wie froh mich das machte. Meine Erwartungen an die OP, nämlich das ich weniger Hunger hatte bzw. schneller satt wurde, hatte sich jetzt schon erfüllt.

Mein Leben 2.0. war also großartig und eigentlich bilderbuchmäßig gestartet und ich war gespannt, was es noch für mich bereithalten würde.

Darüber und über meine vielen “Ersten Male” erzähle ich euch im April.

 

Fotos: Autorin (anonym)

 

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 4

Episode 5

Adipositas Chirurgie – Risiken und Nebenwirkungen…

Adipositas Chirurgie – Risiken und Nebenwirkungen…

Jede Operation stellt ein Risiko dar, also natürlich auch die ersehnte Adipositas OP, sei es nun die Sleeve-Gastrektomie, der Magenbypass, Omega Loop, Mini Bypass, … oder welche Methode auch immer.

Klar, auch die morbide Adipositas mit BMI Werten über 40 ist an sich krankhaft und stellt einen massiven Risikofaktor dar für diverse Begleit- und Folgeerkrankungen. In diesem Beitrag soll es aber um die OP Risiken gehen, daher habe ich hier einige der Risiken zusammengetragen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!). Vor der Operation wird natürlich auch und besonders in den ärztlichen und chirurgischen Vorgesprächen genau aufgeklärt…

„Der Patient ist über Operationsverfahren und mögliche Behandlungsalternativen, über

Therapieeffekte, Komplikationen einschließlich Sterblichkeit, Notwendigkeit zur Nachsorge

inkl. möglicher lebenslanger Supplementation und plastische Folgeoperationen aufzuklären.“

Quelle: S3-Leitlinie: Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen, Version 2.3 (Februar 2018) AWMF-Register Nr. 088-001, https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/088-001.html, Stand 10.02.2019

 

Probleme bei der Narkose:  

Die Adipositas assoziierten Begleiterkrankungen können zu relevanten anästhesiologischen und intensivmedizinischen Problemen führen. Probleme werden verursacht durch

  • funktionelle Einschränkungen im Hals und Nackenbereich durch den „kurzen“, dicken Hals, die Fettansammlungen im Nacken
  • Auch die Venen sind schwer zu erreichen und evtl. auch in einem schlechten Zustand
  • Die Sauerstoffversorgung (Oxygenation und Ventilation) ist erschwert wenn (und das trifft häufig zu) auch die Lungenfunktion eingeschränkt ist (bestehende COPD oder Schlaf-Apnoe) bzw.
  • da die Lunge durch das hohe Gewicht (Druck der intraabdominellen Fettmassen) so schwere Arbeit leisten muss. Der Sauerstoff Verbrauch ist dadurch erhöht und
  • der Thorax ist nicht so elastisch, …

Quelle: Welk, I., & Schröder, S. (2015). Anästhesiologische Herausforderungen bei Adipositas–was sollte die Fachpflege wissen?. Jahrbuch Intensivmedizin, 233.

Komplikationen nach der Operation:

  • Oberflächliche und tiefe Wundinfekte
  • Intraabdominelle Infektionen und Wunddehiszenzen (Wunde schließt nicht)
  • Pneumonien
  • Tiefe Beinvenenthrombosen mit Lungenembolie
  • Sepsis und septischer Schock

Spezifisch bei Magenband (wird aber nur mehr selten durchgeführt):

  • Bandslippage (Band verrutscht)
  • Dehnung des Vormagens
  • Magenbandleck
  • Ösophagusdilatation (Speiseröhre erweitert)
  • Banderosionen
  • Magenstenosen und Obstruktionen (Verengungen und Verlegungen)
  • Portkammerinfektionen
  • Ösophagus und Magenperforationen (Durchbrüche)

Spezifisch bei Magenbypass:

  • Anastomosenulzera (Geschwüre an der Narbe)
  • Narbenhernien
  • Anastomosenstrikturen (extreme Narbenbildung)

Spezifisch bei Schlauchmagen:

  • Stenosen (Verengungen) oder auch Weitung des Lumens

Letalität:

  • Ja, man kann bei einer Operation auch sterben, auch wenn das glücklicherweise sehr, sehr selten vorkommt. Geringstes Sterberisiko während der OP stellt das Magenband dar. Je nach Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Operation (egal welche Art) erhöht sich das Risiko.

Spätkomplikationen

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Blähungen
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Dumping-Syndrom
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Sodbrennen
  • Fettstühle

Quelle: Keuthage, W. (2010). Bariatrische Operationen bei Adipositas und Typ-2-Diabetes–Typ-2-Diabetiker profitieren überproportional. Diabetes aktuell, 8(03), 124-130.

Risken durch die veränderte Ernährungssituation nach der OP:

Mangelernährung bis zu gravierenden Mangelerscheinungen durch die Restriktion und – je nach OP Art – gegebene Malabsorption. FAKT ist eben, hernach besteht ein geringes Nahrungsvolumen, also ich kann viel weniger essen, und mein Körper kann es auch nicht mehr so aufnehmen wie vorher. Es kann (und das tut es auch sehr häufig, da das Thema oftmals auf die leichte Schulter genommen wird) also Probleme geben bei der Deckung des Flüssigkeitsbedarfs, der Deckung des Proteinbedarfs und der Deckung des Mikronährstoffbedarfs (Kalzium, Vitamin D, A, E, K, B12, Folsäure, B1, B6, Eisen, Zink, Kupfer) – das kann gravierende Folgen haben!

Zeichen und Symptome einer Proteinmalnutrition:

  • Ödeme (Kwashiorkor)
  • Muskelschwund (Marasmus)
  • Schwere Steatorrhoe und /oder Diarrhoe
  • Massiver Gewichtsverlust (entweder über das festgelegten Ziel hinaus oder zu schnell)
  • Erniedrigte oder sinkende viszerale Protein-Marker (z. B. Albumin und Prealbumin)
  • Steathosis hepatis

Häufige Symptome

  • brüchige Haaren und Fingernägel
  • Zahnausfall
  • Haarausfall
  • chronischer Müdigkeit
  • Infektanfälligkeit
  • Nervosität und Reizbarkeit, Schlafstörungen bzw. Schlaflosigkeit
  • verminderter Konzentrationsfähigkeit, Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Osteoporose

Dumping Syndrom:

Bei manchen PatientInnen kommt es nach bariatrischen Operationen zum Dumping Syndrom. Entweder dem sogenannten Frühdumping, dies geschieht, wenn sehr süße Lebensmittel gegessen werden. Es kommt zu einem  hyperosmolaren Nahrungsangebot in der abführenden Schlinge. Durch die Hyperosmolarität kommt es zum massiven Flüssigkeitseinstrom in den Darm. Dies kann zu starken Durchfall bis zu Kreislaufkollaps führen. Das Frühdumping tritt direkt, d.h. ungefähr 15-30 Minuten nach der Nahrungsaufnahme auf.

Oder es kommt zum sogenannten Spätdumping, etwa 1-2 Stunden nach der Nahrungsaufnahme. Durch einen schnellen Blutzuckeranstieg kommt es zu einer erhöhten Insulinsekretion die wiederum zu einer Unterzuckerung mit den damit verbunden Symptomen   (z.B. Schwächegefühl, Schweißausbruch und Konzentrationsschwierigkeiten) führt.

Quelle: Kasper, Heinrich: Ernährungsmedizin und Diätetik, 12. Auflage, München, 2014.

Erneute Gewichtszunahme, Reoperationen, …

Auch das gibt es und steht immer als Risiko im Hintergrund. Denn der Kopf wird nunmal nicht mitoperiert…

 

Buchempfehlung sowie wichtige oder interessante Links (kleine Auswahl):

 

Eure Diätologin.

 

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Adipositas und Adipositaschirugie in Österreich – ein paar Zahlen.

Die Gutachtenerstellung vor einer bariatrischen Operation

Adipositaschirurgie?

Die Reihe „Unbeschwert“ – ein Patientinnenbericht:

Projekt Unbeschwert – Mein Leben mit einem Magenbypass

Kontakte zu Beratung und Betreuung vor und nach bariatrischer OP sowie zur Gutachtenerstellung:

Raphaela Lebeth, BSc, Klosterneuburg: Diätologie Lebeth

Mag. Birgit Barilits, BSc, Wien: Ernährungssachen

Projekt Unbeschwert – Episode 4

Projekt Unbeschwert – Episode 4

Hallo liebe LeserInnen!

Ich wünsche Euch allen ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr 2019! Wir haben bei unserer Silvesterfeier darüber gesprochen, was wir 2018 hinter uns lassen bzw. wie wir 2018 beschreiben würden. Und dazu fiel mir bei mir nur eines ein: unbeschwert(er). Während ich diese Blogeinträge verfasse, erlebe ich die Dinge wie im Zeitraffer. Für die Einträge haben wir uns aber dazu entschieden jede Episode einem Thema zu widmen und für eine erfolgreiche Abnahme und das “Leben danach” die ersten 6 Episoden “nur” über die Vorbereitung und die OP zu berichten. Deshalb: Lasst Euch überraschen, was Euch dieses Jahr an Erfahrungen erwartet! Ich verspreche Euch: Sie werden vielfältig sein!

Der Eintrag heute passt sehr gut, denn ungefähr vor genau einem Jahr habe ich die intensive Phase der Vorbereitung auf die OP begonnen.
Richtig begonnen hat die individuelle OP-Vorbereitung aber natürlich schon früher. Ich komme immer gerne ein wenig informiert zum Arzt und so hatte ich mich bereits grob über das Thema “bariatrische OPs” informiert, bevor ich ins Adipositas-Zentrum ging. Nach dem Gespräch dort verbrachte ich die Abende nach der Arbeit oft vor dem Computer und las viel in den zahlreichen Gruppen in den sozialen Netzwerken, die sich mit dem Thema beschäftigen. Es gibt immer wieder Einträge dort, die mich sehr verwundern, aber das Wort “Schwarmintelligenz” bzw. “Schwarmwissen” scheint hier angebracht zu sein. JedeR kann aus eigenen Erfahrungen berichten und schildern wie er/sie mit der Situation und Vorbereitung umgeht. Auffällig ist, dass kein Verlauf der OP und auch die Vorbereitung und das Danach dem anderen gleicht. Aber es tat sehr gut, dass es Leute gibt, die im selben gleichen Boot sitzen und denen man Fragen stellen kann – auch wenn die Antworten teilweise mit Vorsicht zu genießen sind. Nichtsdestotrotz bin ich ein großer Freund dieser Gruppen und beteilige mich auch jetzt nach der OP aktiv an den Diskussionen.

Der digitale Austausch mit Operierten bzw. Menschen, die vor einer OP stehen, war aber nur eine Säule meiner individuellen Vorbereitung. Ich war mir bewusst, dass es nach der OP nicht einfach werden würde und so wollte ich mir bereits vor der OP eine Art “Netzwerk” aufbauen, auf welches ich zurückgreifen kann, wenn es mir nach der OP nicht so gut geht. Denn auch das habe ich im Laufe der Vorbereitung festgestellt und mich darauf vorbereitet: Die OP ist für mich wie eine Blackbox. Man weiß nicht, was dahinter ist, es kann wunderbar sein, es kann aber auch weniger schön sein, man weiß es nicht. Man kann aber zumindest manche Dinge beeinflussen und getreu dem Motto “Expecting the worst- hoping for the best” habe ich mich darauf konzentriert, dass ich Unterstützung habe, wenn es mir nach der OP nicht so gut geht.
Auch “Offline”, nämlich in Wien selbst, gibt es diverse Selbsthilfegruppen zum Thema Adipositas-OPs und zu einer solchen Gruppe bin ich hingegangen und es war super. Dort gibt es die unterschiedlichsten Menschen: Langzeit-operierte, Frisch-operierte, Nicht-operierte und andere Menschen, die sich für das Thema interessieren oder einfach nur mal schauen wollen. Jung, alt, alles ist vertreten und das Gespräch und der Austausch mit den Leuten war noch einmal intensiver als in den sozialen Netzwerken und natürlich auch regionaler. Und auch hier gab es Leute, die supertoll abgenommen hatten, andere hatten zwar toll abgenommen, aber wieder einiges zugenommen, wieder andere hatten viele Komplikationen und, und, und. Jede Geschichte war auch hier wieder anders. All die Erfahrungen und Schilderungen haben meinen Horizont erweitert und ich habe neue Inputs bekommen, konnte Fragen stellen und habe Dinge gelernt oder Seiten erfahren, die ich noch nie bedacht hatte.

Die Treffen finden monatlich statt und ich bin regelmäßig dort. Einige der Teilnehmenden sind inzwischen zu FreundInnen geworden. Den Besuch einer solchen Gruppe kann ich nur jeder/m ans Herz legen, denn auch nach der OP kann man sich dort Rat holen und nicht nur Freud’, sondern auch Leid teilen und man bekommt jedes Mal wieder neuen Auftrieb und auch Mut, wenn es mal nicht so gut läuft. Also eine wirklich wichtige Säule.

Immer wieder habe ich aber auch gelesen und gehört, wie wichtig der Einbezug des Kopfes bei der OP ist. Extremes Übergewicht wie ich es habe, hat in den seltensten Fällen nur genetische Ursachen, sondern meistens auch psychische und Verhaltensursachen. Psychologen habe ich ja in meinem Leben bereits relativ häufig aufgesucht, jedoch nicht wirklich erfolgreich. Aber vielleicht hatte ich den/die RichtigeN einfach noch nicht gefunden!? Es konnte jedenfalls nicht schaden, noch einen Versuch zu wagen.  Eine Freundin hatte mir eine Psychologin empfohlen, die auf das Thema Essstörungen spezialisiert ist und dort habe ich einige Termine wahrgenommen und schon einmal meine “Gewichtsgeschichte” erzählt. Wir haben versucht Mechanismen zu erarbeiten, wie ich nach der OP auch meinen Kopf mit ins Boot hole. Das Anwenden der Mechanismen vor der OP war jedoch weniger erfolgreich. Neue Erkenntnisse über die seelischen Ursachen meines Übergewichts bzw. Strategien oder neue Verhaltensweisen anstatt Essen waren eher Mangelware und zumindest kurzfristig nicht von Erfolg gekrönt. Im Nachhinein glaube ich auch, dass ich die wahren Ursachen meines Übergewichts (“Stress” wie in Episode 1 bereits beschrieben) eigentlich erst nach der OP herausgefunden habe und dass die Psychotherapie auch deshalb nicht von dem gewünschten Erfolg gekrönt war. Nichtsdestotrotz war ich froh, dass nun eine Psychologin meine Geschichte kannte und wo ich dann auch nach der OP hingehen kann, ohne alles von vorne erzählen zu müssen. Und 1x habe ich das nach der OP bereits genutzt und es hat mir sehr geholfen.

Aber da war ja auch noch etwas über eine Auflage des Krankenhauses, dass ich 5kg abnehmen sollte vor der OP. Der Grund dafür ist vor allem, dass auch durch auch eine geringe Gewichtsreduktion (und bei meinen Gewicht waren 5kg wirklich nicht viel) die Leber kleiner wird. Viele Übergewichtige leiden unter einer sogenannten Fettleber und je größer die Leber ist, desto schwieriger ist die Operation. Manchmal müssen ÄrztInnen sogar eine andere OP-Methode wählen, wenn die Leber zu groß ist. Diese Auflage hat man mir bereits im August gegeben und ich war mir sehr sicher, dass ich das mit Links bis zur OP im Jänner schaffen würde. Aber hier machte mir meine Selbstdisziplin einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Die Monate vor Weihnachten sind bei mir immer mit viel Arbeit und Trubel verknüpft, zudem fand noch eine Dienstreise statt und meine Vorbereitung auf die OP bestand nur aus dem Lesen der Beiträge in den sozialen Medien. All meine Pläne über die gesunde Ernährung und den vielen Sport hatte ich scheinbar vergessen.

Die Ernährungsberaterin hatte mir bereits einiges über die Ernährung vor und nach der OP erzählt und auch in den zahlreichen Büchern stand viel darüber. An Wissen mangelte es mir also nicht. Aber ich schaffte es einfach nicht, die Dinge umzusetzen. Damit ging es mir ganz und gar nicht gut, ich zog mich zurück und wollte allein sein und ich hatte ein wahnsinnig schlechtes Gewissen und Angst, dass ich nicht operiert werden könnte.
Irgendwie habe ich dann aber doch am 2. Weihnachtsfeiertag den Schalter umlegen können und streng kohlenhydrat- und fettarm gegessen, damit die Leber möglichst klein wird. Auch habe ich angefangen mit zusätzlichen Vitaminen die Nährstoffspeicher meines Körpers bestmöglichst zu füllen, denn ein gut versorgter Körper wird schneller gesund. Die OP war für den 16.1. angesetzt und der Skiurlaub über Silvester wurde dazu genutzt, noch einmal intensiv Sport zu treiben. Und auch da bin ich standhaft geblieben gegenüber den Leckereien der Hütten oder sonstigen Versuchungen. Also, geht doch!

Im Prinzip war nun alles “bereit”. Ich war mit meinem neu geschaffenen “Adipositas-Netzwerk” sehr zufrieden, habe am Schluss doch noch einmal die Kurve gekriegt und die OP konnte kommen!

Bilder: Birgit Barilits, Fotolia

 

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 5

Gewohnheiten und Ziele…

Gewohnheiten und Ziele…

Schwupps! Und schon ist das neue Jahr 2019 da! Abgesehen davon, dass nun die wunderbare Detoxpillenentschlackungskurentgiftungssockenneueunfehlbarecrashdiätzeit kommt, ist es auch die Zeit der Vorsätze und Neuanfänge. Davor bin ich natürlich auch nicht gefeit und habe für mich schon ein paar Pläne… Ein paar Tipps und Infos zu dem Thema könnt ihr hier nachlesen.

Gewohnheiten sind Automatismen, die man sich durch Wiederholung angeeignet hat. Sie können uns den Alltag erleichtern, da wir nicht mehr über jeden einzelnen Schritt nachdenken müssen. Aber sie sind auch sehr mächtig und oftmals nicht unbedingt förderlich, wenn es um unsere Gesundheit und Vitalität geht. Und da fassen wir dann Vorsätze die diese Gewohnheiten ändern sollen…

Wir haben Gewohnheiten die unser Denken betreffen, unser Fühlen und unser Handeln. Glücklicherweise kann man aber Gewohnheiten verändern, beziehungsweise alte und unerwünschte Gewohnheiten durch neue, zielführendere Gewohnheiten ersetzen, aber nicht jeder Vorsatz hilft uns dabei!

„Gewohnheit heißt die große Lenkerin des Lebens“, wusste schon der englische Philosoph Francis Bacon (1561-1626).

Do not make resolutions, create habits - advice on a vintage slate blackboard

Was braucht man nun dazu? Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz und vor allem Verständnis von und für sich selbst!

Um etwas zu lernen, muss man es oft wiederholen. Manche Lernpsychologen sprechen von 21 mal, manche Routinen werden aber wesentlich länger benötigen, bis sie „sitzen“, bis sich in unserem Gehirn neue, starke Bahnen gebildet haben, die uns das erwünschte Verhalten, die gewünschten Gewohnheiten sicher ausführen lassen. Darin liegt auch die (mögliche) Wirksamkeit der „30-day challenges“, oder von 10 Wochen-Programmen. Sie sollen uns dazu bringe, neue Gewohnheiten zu entwickeln und wenn möglich zu festigen.

Aber oft ist schon wenige Wochen nach dem „Programm“ oder Versuch den Vorsatz in die Tat umzusetzen wieder alles beim Alten. Erst kleine Ausrutscher und Rückschläge (das ist übrigens normal, schließlich befindet man sich in einem Lernprozess), aber dann schleichen diese sich immer stärker und öfter ein… Meistens liegt es daran, dass diese Programme sehr starr und oft auch extrem streng sind oder der Alltag uns einholt. Sie führen uns an der kurzen Leine, wir lernen aber nicht unbedingt wie wir mit dem Alltag umgehen. Und der kommt fix schneller als man denkt wieder. Oder vielleicht passen die „Grundlagen“ nicht…?

Wann und wie kann es klappen?

Der Vorsatz, das Ziel das man erreichen möchte, muss wirklich attraktiv sein – wie wird es sein, wenn ich das Ziel erreicht habe, wie wird es mir gehen, wie werden wichtige Andere es bemerken.

Die Motivation die dahinter steckt, sollte uns bewusst sein – warum will ich das erreichen, was verspreche ich mir davon, kommt die Motivation aus mir heraus, dient das Ziel mir und meiner Gesundheit oder mache ich das für Andere.

Das Ziel muss realistisch sein, es muss zur Person passen und darf nicht andere, wichtige Lebensbereiche negativ beeinträchtigen – Kann mein Körper das, verkraftet mein Körper das, bin ich bereit, die dafür notwendigen, möglicherweise anstrengenden Schritte zu gehen, lässt sich das mit meinem Alltag vereinbaren.

Es muss erkennbar sein, wann das Ziel erreicht ist, …. klingelt da etwas? Smarte Ziele (= ein Begriff aus dem Projektmanagement) gilt es zu setzen: „spezifisch“ – „messbar“ – „attraktiv“ – „realistisch“ – „termingebunden“.

Dieses Modell kann dem Einen oder der Anderen durchaus helfen, die ersten Schritte in die gewünschte Richtung gut zu bewältigen.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass nicht JEDE/R superschlank und durchtrainiert sein muss, auch, wenn uns verschiedene Medien und Meinungsbildner das vorgaukeln. Ich bin der Meinung, dass uns die gesunde und genussvolle Ernährung dazu dienen soll, das wir unser wohlfühl/fitfühl/ichkannalleswasichwill – Gewicht bescheren soll. Unser Stoffwechsel soll gesund sein, und dies lässt sich nicht nur am Parameter „Gewicht“ oder „Bikini-Figur“ ermessen. Bei manchen Personen ist das bei BMI 22, bei manchen eben bei 26 oder 27…

Übrigens ist der BMI nur eine grobe Einstufungsmöglichkeit. Wer etwas mehr über die Körperzusammensetzung erfahren will, und wieviel Fett wo günstig oder weniger günstig ist, der kommt zu mir zu einer BIA Messung! 🙂 Da können wir dann gerne auch über Vorsätze und Umstellungen sprechen.

In diesem Sinne – ein frohes, glückliches, erfolgreiches neues Jahr – never give up!

Eure Diätologin, Birgit

 

Foto: Fotolia

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

 

Projekt Unbeschwert – Episode 3

Projekt Unbeschwert – Episode 3

Bald wird sich mein Leben grundlegend verändern: (Wie) Sage ich es meinem Umfeld?

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

pünktlich zu Weihnachten, welches vermutlich viele von euch mit Freunden und Verwandten feiern, kommt hier – sozusagen „druckfrisch“ – mein Beitrag über die Frage ob und wie ich meiner Familie, meiner Arbeitsstelle und meinen Freunden von der OP erzählte. In den vergangenen Beiträgen habe ich euch ja bereits an der Entscheidungsfindung und den Voruntersuchungen teilhaben lassen. Nun war es aber auch an der Zeit, mein Umfeld darüber zu informieren, was ich vorhatte…

Die Frage, ob man es dem Umfeld sagt, dass man operiert wird, oder ob dies für jemanden zu persönlich ist, das kann nur jede/r für sich selbst beantworten. Ich kenne Menschen, da weiß von der OP nur der allerengste Familienkreis und sonst niemand. Zu groß ist die Sorge vor “Verurteilung”, übler Nachrede, … oder vielleicht will man so etwas Persönliches auch nicht preisgeben. Man weiß schließlich nicht, wie das Umfeld reagiert und ob das informierte Umfeld dann eher eine Last oder eine Stütze ist.

Für mich war sehr schnell klar, dass ich mit dem Thema offen umgehen werde. Ich bin ein kommunikativer Mensch und die OP würde so vieles in meinem Leben verändern, ich würde es nicht aushalten das alles für mich zu behalten. Zudem wäre es in Zukunft mit sehr viel “flunkern” verbunden, wenn ich nicht zumindest einige “Schlüsselpersonen” in mein Vorhaben einweihen würde.

Die Einladung zu einer Hochzeitsfeier in der Heimat kam gerade Recht, denn ich wollte meine Eltern gerne persönlich in meine Pläne einweihen. Und es war fast so, wie ich vermutet hatte: Meine Eltern haben mir lange zugehört und waren sich dann beide einig, dass der Schritt auf jeden Fall der Richtige ist, dass sie mich voll und ganz bei meinem Vorhaben unterstützen. Sie haben auch gleich angeboten während und nach der OP nach Wien zu kommen und für mich da zu sein und dafür war ich ihnen unendlich dankbar. Das Gefühl nach so einer OP dann nicht alleine zu sein ist sehr beruhigend. Auch meine Eltern stimmten mir zu, dass der Zeitpunkt nun der Richtige sei, das Umfeld stabil und das Risiko für Folgeschäden durch die Adipositas inzwischen so groß, dass diese auf jeden Fall schwerer wiegen als das Risiko der OP und lebenslange Einnahme von Supplementen. Mir hat es sehr, sehr gut getan zu wissen, dass meine Eltern hinter mir stehen und das war und ist mir sehr wichtig. Ihre Zustimmung hat meine Zweifel (die bis zur OP da waren) weiter minimiert und nun fühlte sich die Entscheidung noch besser an.

Meinen Bruder habe ich einen Tag später eingeweiht. Wir trafen uns in einem Cafe und das, was er mir gesagt hat, war zum einen Teil erschreckend, zum anderen Teil gut.
Mein Bruder war heilfroh, dass ich mich für eine OP entschieden hatte. Er meinte, er hätte ohnehin nach einer Möglichkeit gesucht, mit mir darüber zu sprechen. Denn er mache sich Sorgen, ich sei in dem Jahr ja bereits ein paar Mal krank gewesen und schon wegen der zukünftigen Gesundheit sei es zwingend notwendig rasch zu handeln. Mein Bruder arbeitet bei der Rettung und er meinte, dass viele seiner PatientInnen mit ähnlichem Gewicht wie ich nicht mehr so mobil sind und viel schlechter dran und dass ich deshalb schnell handeln solle.
Verwundert haben mich aber seine Erfahrungen, die er als mein Bruder gemacht hat. Er bekam immer mal wieder ungläubige Fragen von Leuten wie “Was, die ist deine Schwester?”. Auch Bekannte aus unserem Umfeld haben ihn schon angesprochen was denn mit mir los sei, ich sei doch so erfolgreich, aber warum würde ich nur so aussehen, wie ich aussehe? Diese Aussagen haben mich sehr nachdenklich und auch ein bisschen traurig gemacht. Es ist sehr schlimm, dass sich mein Bruder für mich rechtfertigen musste und mich teilweise auch verteidigen musste. Aber auch von ihm und auch von meinem zweiten Bruder habe ich volle Rückendeckung erhalten und fuhr gestärkt zurück nach Wien – mit der geballten Unterstützung der Familie.

Ich hatte mich auch auf der Arbeit dazu entschieden, die Wahrheit zu sagen. Es hätte sonst viele Fragen aufgeworfen. Wir essen immer alle gemeinsam zu Mittag – das Essen danach würde anders sein, ich würde eine Weile auf der Arbeit fehlen und vielleicht würde es mir am Anfang nicht so gut gehen. Ich wollte offen sein. Gottseidank waren die Verantwortlichen auf der Arbeit genauso offen der OP gegenüber, wie ich mir das erhofft hatte und sie sagten mir ebenfalls Unterstützung zu. Wir schauten gemeinsam nach einem günstigen Zeitpunkt und dementsprechend konnte ich dann die OP planen. Eine wirklich schöne Rückmeldung habe ich von einer Kollegin bekommen. Ich hatte ihr von der OP und dem Wie und Warum erzählt und sie freute sich für mich. Am Abend schrieb sie mir eine Nachricht, die mich total freute: Sie fände es mutig, wie ich mit meiner Geschichte umgehe und ich sei eine starke Frau. Sie sei sehr froh, mich zu kennen.

Solche Nachrichten und viele, viele weitere nette Reaktionen und “Geständnisse” von manchen Leuten haben mich total bestärkt. Ich muss wirklich sagen, dass mein Umfeld durchwegs positiv auf die OP reagiert hat und meine Entscheidung mein gesamtes Umfeld mit einzuweihen sehr, sehr richtig war. Ich glaube, dass es auch für “danach” Vorteile haben kann. Ich gehe jetzt mit meiner Krankheit so offen um wie nie und ich möchte die OP nutzen meine Hormone zu “resetten”. Ich werde aber auch danach sicher das ein oder andere Mal Hilfe benötigen und darf nicht mehr den Fehler machen alles nur mit mir alleine auszumachen und mich zu verkriechen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Probleme meist dann weniger wurden, wenn ich mich jemandem anvertraut habe und Unterstützung bekommen habe. Diese Tatsache sollte ich nun erst recht nach der OP nutzen und bei Problemen um Unterstützung bitten. Und nachdem ich so viel positiven Zuspruch seitens meines Umfeldes für die Entscheidung bekommen habe, würde es mir sicher leichter fallen bei eventuellen Problemen mit Vertrauenspersonen zu sprechen.

Fotoquelle: Pixabay

 

Episode 1

Episode 2

Episode 4

 

Q and A gegen den Weihnachtsstress :)

Q and A gegen den Weihnachtsstress :)

Alle Jahre wieder! 🙂

Wie können Sie Ihren Körper in stressigen Zeiten ernährungstechnisch unterstützen?

Weihnachtsstress? :)
Weihnachtsstress? 🙂

Grundsätzlich ist die Stressreaktion eine ganz normale Antwort auf einen Reiz, der uns beansprucht. In Urzeiten hatten wir die Wahl: Kämpfen oder Flüchten. Um den Körper darauf vorzubereiten, kommt es zu einer Reihe von Reaktionen, die Energie freisetzen. Bei diesen Abläufen wird demnach Energie aus körpereigenen Reserven gewonnen & viele Mikronährstoffe verbraucht. Stress ist also ein kataboler, ein abbauender Prozess. Daher ist es besonders wichtig, (mikro)nährstoffreich zu essen. Vitamin- & mineralstoffreiche Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte, aber nicht allzu hohem Energiegehalt sind zu bevorzugen. Die Stressreaktion im Körper läuft auch heute wie zu Urzeiten ab. Der große Unterschied ist jedoch, dass die Menschen in der heutigen Zeit in der Regel nicht 5x um den Block laufen oder den Säbelzahntiger oder das Mammut niederringen müssen, um ihre überschüssige Energie zu verbrauchen.

Worauf sollten Sie achten, um den Körper optimal auf Stress vorzubereiten?

Der Körper kann nicht wirklich – wie zum Beispiel auf eine sportliche Leistung – auf Stress vorbereitet werden. Es gibt jedoch einige Dinge, die sich jeder –  gerade in der Vorweihnachtszeit – bewusst machen kann, um sich ein bisschen „vorzubereiten“.

  • Gegen Jahresende ist immer viel zu tun, in der Arbeit & im Alltag. Eine gute Zeiteinteilung & Priorisierung kann beispielsweise in Form einer Liste kann hilfreich sein.
  • Die Familie fordert uns möglicherweise mehr. Jeder wünscht sich ein harmonisches & genussvolles Weihnachtsfest. Auch hier gilt: Planung ist alles! Es hilft, mit den Lieben deren Wünsche & Bedürfnisse vorab zu klären.
  • Was die Ernährung angeht: Vorkochen & Einfrieren kann in arbeitsreichen Phasen wertvolle Zeit und Nerven sparen. Eine am Vortag bereitete Jause verhindert dann möglicherweise den Griff zum Schokoriegel.
  • Es stehen wahrscheinlich auch einige Weihnachtsfeiern & Punschabende auf dem Programm. Natürlich ist es erlaubt diese Events vollends zu genießen. Es kann jedoch hilfreich sein, im Vorhinein festzulegen, was & wieviel Sie davon konsumieren möchten bzw. sollten. Nach einem ausgiebigen Menü braucht der Körper eine Verdauungspause. Sind die Kekserl, die zwischendurch den Weg in den Mund finden, wirklich nötig? Ein Keks kann je nach Rezeptur zwischen 50 & 100 oder mehr Kalorien mit sich bringen. Auch der beliebte Punsch hat es ordentlich in sich. Eine Tasse Punsch enthält um die 350 kcal, ein Becher Glühwein etwa 150 kcal. Deshalb gilt bei Keksen & Punsch: Bewusst genießen + weniger ist mehr!
  • Kekstipp: Richten Sie Kekse niemals auf einem großen Teller an. Lassen Sie sie auch nicht den ganzen Tag auf dem Tisch herumstehen. Lieber  drei Kekserl hübsch & appetitlich auf einem kleinen Teller anrichten – das wäre dann sozusagen Ihre Tagesration. Es hilft auch die Kekse großzügig ans Umfeld zu verteilen an statt sie selbst zu essen… 😉
  • Nehmen Sie sich Zeit für sich. Lesen, ein warmes Schaumbad oder mit der Familie spazieren gehen. Möglichkeiten gibt es viele.
  • Bleiben Sie optimistisch & genießen Sie auch die kleinen Dinge im Advent!
So nicht! ;)
So nicht! 😉

Die Weihnachtszeit ist bestimmt auch kein guter Zeitpunkt, um eine Diät zu beginnen. Ein stark restriktives Ernährungsverhalten stresst den Körper nur zusätzlich! Viel wichtiger ist es, sich das Jahr über ausgewogen & bewusst zu ernähren, dann verkraften Sie auch die Festtagsschlemmereien besser. Und über die guten Vorsätze sprechen wir dann im neuen Jahr…

Welche Nahrungsmittel & Nährstoffe braucht der Körper in stressigen Zeiten besonders?

  • Ungesättigte Fettsäuren sorgen dafür, dass die Nervenzellen elastisch bleiben. Zu finden sind sie in Nüssen, Samen, Lein- & Rapsöl, Hering, Thunfisch & Lachs. Bei Fisch achten Sie auf die Herkunft – und auch heimische Fische haben gute Nährstoffe.
  • Die B-Vitamine B1 (Thiamin), B6 (Pyridoxin) & B12 (Cobalamin) sind bekannt für ihre stresslindernde Wirkung. Sie sind in Avocados, Bananen, Vollkornprodukten, grünem Gemüse & Milchprodukten enthalten.
  • Die Vitamine A, C & E schützen als Antioxidantien Nerven & Gefäße. Diese Vitamine befinden sich v.a. in buntem Obst & Gemüse sowie in Pflanzenölen.
  • Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff für die Nerven- & Gehirngesundheit. Magnesiummangel erhöht die Stressempfindlichkeit. Bei Stress wird wiederum vermehrt Magnesium über den Urin ausgeschieden. Ein Teufelskreis. Wie wärs mit einer Banane?
  • Mehr komplexe Kohlenhydrate statt einfachem Zucker. Diese finden Sie in Vollkornprodukten, Haferflocken, Erdäpfeln, Hülsenfrüchten, Obst & Gemüse.
  • Auch sekundäre Pflanzenstoffe aus Gemüse & Obst stärken das Immunsystem in stressigen Zeiten.
    • Bei Fragen zu unterstützenden Nahrungsergänzungsmitteln kann ich Ihnen ebenfalls gerne Auskunft geben.
  • Die Trinkmenge spielt auch eine wichtige Rolle! Stress kann zu Dehydrierung führen, da aufs Trinken einfach vergessen wird. (Mineral-)Wasser & Tee bieten sich hier gut an. Passen Sie beim Konsum von Kaffee oder anderen koffeinhältigen Getränken auf! Der Körper ist bei Stress ohnehin schon „überaktiviert“. Da gilt es mit aufputschenden Getränken achtsam umzugehen.

Was bedeutet das jetzt für Sie zusammengefasst?

Achten Sie in belastenden Phasen verstärkt darauf, dass Sie auf 3 Portionen Gemüse & 2 Portionen Obst am Tag kommen. Dabei können Sie sich mit etwas Planung & Vorbereitung selbst unterstützen.

Typisches Stressessen können Sie mit ordentlichen Pausen einschränken. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr (beispielsweise) Mittagessen. Jeder braucht eine Pause, machen Sie diese wichtigen Pausen „nicht verhandelbar“. Verbannen Sie süße & fette Versuchungen aus dem Blickfeld.

Bauen Sie trotz der Kälte Bewegung in den Alltag ein! Sprinten Sie die Treppe hoch, um „Dampf (Stress) abzulassen“ oder gehen Sie zu Fuß (zügig) einkaufen.

 

Wenn Sie Unterstützung bei der Umsetzung benötigen, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

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Ihre entspannte Diätologin 🙂

 

Fotos: Fotolia und Daniela Dutka