Im Urlaub auf’s Gewicht achten? Pro- und Kontra…

Im Urlaub auf’s Gewicht achten? Pro- und Kontra…

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Plantsch…

Wir befinden uns quasi schon in der Urlaubszeit, der Sommer hat es endlich geschafft! (Auch wenn das Wochenende eher auf der kühlen Seite war 🙂 )

Für viele ist der (Bade-)Urlaub immer wieder auch mit dem Thema Figur – bzw. Gewicht verbunden. Eigentlich will man ja schon mit seinem „Idealgewicht“ in den Urlaub starten. Häufig kreisen die Gedanken schon Wochen und Monate vorher um das Bikini- und Sportoutfitthema…

Darum dreht es sich auch im aktuellen Beitrag: Im Urlaub auf’s Gewicht achten? Pro- und Kontra…

Pro (oder besser – Do´s):

Um dich im und nach dem Urlaub auch weiterhin in deiner Haut wohl zu fühlen, solltest du dich bei der Speisenauswahl auf leichtere Gerichte stürzen und sämtliche „Regeln“ beachten, die zur gesunden Ernährung gehören: Gut kauen (denn „gut gekaut ist halb verdaut“), langsam essen, um den Punkt der Sättigung zu erkennen, beim Buffet den Teller schön anrichten und dir nur dann nachholen, wenn du wirklich noch Hunger verspürst. Außerdem ist es auch im Urlaub möglich, der Verdauung Zeit zu geben und einen angemessenen Abstand zwischen den Mahlzeiten einzuhalten. Vermeide es, dich durch den Tag zu „snacken“ und konzentriere dich auf die Hauptmahlzeiten. Nutze die Zeit im Urlaub auch für sportliche Aktivitäten, damit du zu Hause auf der Waage keine unangenehmen Überraschungen erlebst.

Kontra:

Im Urlaub solltest du dir besonders viel Zeit zum Genießen nehmen. Es gibt – hoffentlich – keine Termine und keine Hektik, sondern Zeit und Gelegenheit die köstliche Landesküche auszuprobieren und sich durch die verschiedenen Gerichte zu kosten. Verschwende keinen Gedanken an deine Figur oder daran, dass die Panna cotta oder Crème brûlée oder (hier bitte sämtliche bekannten und möglichen Köstlichkeiten einsetzen) sich auf deine Hüften schlagen könnten. Abnehmen kannst du zu Hause. Und ein bis zwei Kilo die du aus dem Urlaub mit nach Hause bringst sind schließlich kein Drama.

Meine Auflösung:

Das Kontra ist ganz eindeutig auch ein Pro und lässt sich wunderbar mit den Ratschlägen des ersten Absatzes verbinden!

  • Der Genuss steht an erster Stelle.
  • Genuss bedeutet, du nimmst dir Zeit und nimmst die Speisen mit allen Sinnen wahr.
  • Genuss verhindert, dass du hastig isst und dich (zB am Buffet) überisst.
  • Der Urlaub ist meistens nicht die richtige Zeit, um sich über das auf und ab der Kilos Gedanken machen…
  • Aktivitäten im Urlaub machen Spaß und machen fit! Unternimm einen Strandlauf am Morgen, eine schöne Wanderung oder entdecke die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder mit dem Rad. Dies sorgt möglicherweise für mehr Bewegung, als du zu Hause im Alltag hast…Und so werden es auch garantiert keine 5 kg mehr sein!

Möchtest du an deinem Wohlfühlgewicht arbeiten, ist der Rest des Jahres die richtige Zeit, denn der Alltag macht es oft schwer, sich gut zu ernähren. Diese restlichen  – etwa 330 – Tage sind es, um die du dich – gerne mit meiner Unterstützung – kümmern „willst“ :-).

Wenn du noch Hilfe benötigst, um dich seelisch auf die Challenge „Essen im Urlaub“ vorzubereiten, stehe ich gerne zur Verfügung!

Deine Diätologin 🙂

Wichtig beim Entspannen: Legere Kleidung

 

Fotos: Fotolia, Birgit Barilits

 

Kochen mit Kräutern

Kochen mit Kräutern

Weinbergschnecke. Mag auch Grünes. Am liebsten Klee.
Weinbergschnecke. Mag auch Grünes! 🙂
Rosmarin-Rosinen-Cracker imRosmarinbusch
Viiiiiiiel Bärlauch und Curcuma in der Butter…
Kräutertopfen mit roter Melde

Ich liebe frische Kräuter! Wann immer es passt und möglich ist, verwende ich sie. Bei mir wachsen Rosmarin, Salbei, Thymian (s), Oregano, Basilikum, Zitronenmelisse, Minze (n), Schnittlauch und Schnittknoblauch… Griechischer Salat, Melonensalat, Butterbrot, Soßen und Suppen und auch Fleisch werden damit verfeinert.

Es geht mir also hauptsächlich um den Genuss! Der Duft der sich breit macht, wenn die Kräuter geerntet und kleingehackt werden, das Aroma der Gerichte machen einfach Freude. Optisch macht das natürlich auch etwas her, wenn frisches Grün über das Gericht gestreut wird. Aber auch getrocknete Kräuter schmecken ganz wunderbar.

Heute habe ich also eine Liste von Küchenkräutern die jedes Gericht aufwerten – vielleicht möchtest du ja den Balkon oder das Fensterbrett wieder einmal „auffrischen“ 🙂 :

  • Oregano, Rosmarin, Thymian, Basilikum – Für mediterrane Gerichte.
  • Majoran, Liebstöckl („Maggikraut“), Schnittlauch, Dille, Petersilie – Für Suppen, Soßen, Eintöpfe, Salate.
  • Bohnenkraut, Kerbel, Estragon, Salbei – Ein paar Ideen gefällig? Putenröllchen mit Salbei, Lachsfilet mit Estragonsauce, Bohneneintopf mit…Bohnenkraut! Kerbelpalatschinken mit Frischkäsefüllung

Was bringt die Verwendung von Kräutern?

  • Es kann weniger Salz verwendet werden.
  • Kräuter unterstützen das Aroma der Speisen.
  • Kräuter enthalten gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe).
  • Sie unterstützen die Verdauung und machen Speisen bekömmlicher.
  • Mit Kräutern arbeiten macht gute Laune!
Der Schneck im Grünen
Der Schneck im Grünen

Übrigens, Kräuter und Gewürze regen auch die Gehirntätigkeit an! Nicht nur, wenn man darüber nachdenkt sie anzubauen oder wie man sie verwendet, sondern tatsächlich, auf Grund der Inhaltsstoffe! 🙂 Da reicht es natürlich nicht, wenn einmal die Woche ein bissl Petersil auf die Erdäpfel zum Schnitzerl kommt…

Lesetipp: Gehirndoping mit Gewürzen, von Sabine Paul

 

Fotos: Birgit Barilits

Das schafft keiner???

Das schafft keiner???

Es kommt einfach immer wieder vor. Gerade wieder. Bei einem Vortrag mit etwa 40 TeilnehmerInnen. Mehr als die Hälfte meint es nicht zu schaffen 3 Portionen Gemüse pro Tag zu essen. „Das schafft ja keiner!“ Doch, doch, es geht! Daher ist es mir ein Bedürfnis, nochmals einen Beitrag dazu zu verfassen.

Aber zunächst nochmals zu den Empfehlungen bezüglich Gemüse und Obst in der täglichen Ernährung:

  • ÖGE – Österreichische Gesellschaft für Ernährung: 3 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst. 1 Portion Gemüse kann beispielsweise ca. 200g gegartes Gemüse sein, oder auch 200g rohes Gemüse. Eine Obstportion wird mit 125-150g angegeben.
  • DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung: 3 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst. In Gramm empfiehlt die DGE 400g Gemüse und 250g Obst.
  • SGE – Schweitzer Gesellschaft für Ernährung: 3 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst. 1 Portion bedeutet hier 120g, sowohl bei Obst, als auch bei Gemüse.
  • Australien: 5-6 Portionen Gemüse und Hülsenfrüchte, 2 Portionen Obst. 1 Portion Gemüse wird mit 75g angegeben, also zwischen 375 und 450g. 1 Portion Obst wird mit 150g angegeben.
  • WHO – World Health Organization: Als Minimum werden 400g Gemüse und Obst empfohlen.

Man kann aus diesen wenigen Beispielen erkennen, dass die Portionsgrößen in verschiedenen Ländern unterschiedlich ausfallen. Für den Alltag ist das Hand/Faustmaß praktisch. Bei Obst kann man also sagen, 2 Hände voll Obst, beispielsweise 1 kleiner oder mittelgroßer Apfel und eine Hand voll Beeren. Beim Gemüse lohnt es sich, nur mal so zu Anschauungszwecken, einen Tagesbedarf abzuwiegen. Hier beispielsweise 433g Gemüse (2 mittelgroße Tomaten, 1 grüner Paprika, 1 kleine Zucchini) und 319g Obst (1 große Birne).

Tagesziel erreicht! Und ganz ehrlich, das ist jetzt nicht sooo schlimm. Oder? Bei mir ist es oft eher mehr und das halte ich auch für sehr sinnvoll! Ich würde ja zum Gemüse noch Zwiebel, Knoblauch und Kräuter geben und eine mediterrane Gemüsepfanne zubereiten, dazu etwas Feta und eine frische Ciabatta. Oder: alles klein schneiden und noch Zwiebel, Linsen oder Bohnen dazugeben und einen guten Salat daraus machen. Und siehe da, schon ist man quasi über der empfohlenen Menge! 😉

Versuch doch bereits zum Frühstück Obst und/oder Gemüse einzubauen. 1 Apfel ins Müsli, Gurkenscheiben aufs Käsebrot… Mittags sollte auf dem Teller 1 Schöpfer Gemüse landen, am besten gibt es noch ein Schüsserl Salat zusätzlich. Und am Abend eine Gemüsesuppe, oder ein Gemüsegratin, oder Salat mit … Aber es ist auch in Ordnung wenn eine Mahlzeit die ganze Menge Gemüse enthält. Hauptsache es wird gegessen!

Vorteile:

  • Sattessen (= den Magen füllen) mit kalorienarmen und mikronährstoffreichen Nahrungsmitteln
  • Ballaststoffe für die gute Verdauung und einen gesunden Darm
  • Mikronährstoffe für gesunde strahlende Haut, ein starkes Immunsystem
  • Prävention von ernährungsmitbedingten Krankheiten
  • Prävention von Übergewicht
  • Ballaststoffreiche Ernährung hält den Cholesterinspiegel in Schach
  • Bitterstoffe in Salaten und Gemüsen regen die Verdauungssäfte an
  • Mehr Mikronährstoffe und weniger kcal
  • Das Hirn isst mit: Gesunde Ernährung mit viel Gemüse hält auch unsere grauen Zellen fit
  • Vorbildwirkung für die Familie/Kinder
  • Verdrängt die überschüssigen Kohlenhydrate vom Teller
  • Gesunde Zähne und gesundes Gebiss  – Kauen!
  • Zuckerarm
  • Und, und, und…
  • Und nicht zuletzt: Nicht nur optisch ob der vielen bunten Farben ein Genuss! 🙂

Manche StudienautorInnen sind der Meinung, dass die gängigen Empfehlungen zu niedrig greifen und schreiben von 7 bis zu 10 Portionen Gemüse, die empfehlenswert wären! Das wäre doch gelacht, wenn du nicht die 3 Portionen oder 400g schaffst, die als Minimum angesehen werden. Für Unterstützung zur Umsetzung im Alltag kontaktiere mich gerne!

  • Ach ja, ein Argument, dass ich nicht sehr gerne höre, ist „gesunde Ernährung ist so teuer…“. Jetzt will ich gar nicht über Lebensmittelpreise diskutieren, ich möchte nur anmerken, dass jene Personen, die das Argument bringen, häufig einiges für ungesunde Gewohnheiten ausgeben… :
  • Rauchen/Zigaretten
  • Soft Drinks und Energydrinks
  • Süßigkeiten und Snacks
  • Jausen vom Bäcker und vom Imbissstand
  • Häufiges Aufsuchen des Kaffeeautomaten und des Supermarktes für gekühlte Kaffeegetränke
  • Häufiges shoppen (von Kleidung bis zum neuesten Smart Phone)

Das alles spare ich mir und gebe das Geld dafür für gutes Essen aus. In diesem Sinne, guten Appetit mit

Zucchini, Melanzani, Tomaten, Kohlrabi, Radieschen, Gurken, Erdbeeren, Himbeeren, Paprika und Pfefferoni, Salat, Spinat, … Kürbis, Kraut, Pilzen, Karotten, Roten Rüben, Feldsalat, Karfiol, Pastinaken, Maroni, Kohl, Äpfel, Birnen, Quitten, Endivie, Mangold, Zwiebel, Fenchel, Sellerie und Stangensellerie, Sprossen, Keimen, Radi, Brokkoli, … und, und, und.

Eure Diätologin 🙂

 

Fotos: Birgit Barilits

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

 

Die Spagetti und die Portionsgröße…

Die Spagetti und die Portionsgröße…

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Beim Spagetti kochen kam das Gespräch auf Portionsgrößen. Das Gespräch kommt auch in der Beratung immer wieder auf die Portionsgrößen. Ich bin ja ein Fan des „Tellermodells“: 1/4 Beilage, 1/4 Proteinquelle, 1/2 Gemüse. Bei Nudelgerichten oder vegetarischen Gerichten ist man da schnell drüber. Das macht im Prinzip auch nichts, wenn man einen aktiven Lebensstil hat und es nicht ständig massiv drüber ist. Aber wenn man auf sein Gewicht achten möchte oder muss, spielt es eine Rolle.

Ihr kennt das vielleicht, was in den Ring aus Daumen und Zeigefinger passt wird oft als eine Portion bezeichnet. Nun kann man diesen Ring ja etwas kleiner und auch etwas größer werden lassen… 😉

Auf den Packungen der Nudeln gibt es oft Angaben zur Portionsgröße. 80 g, 85 g beispielsweise. In Spagetti sieht das so aus:

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Nudeln roh

Auf dieser Packung wären 85 g eine Portion. Das schaut jetzt nicht nach viel aus. Und 100 und 120 g schaut jetzt nicht so sehr viel anders aus! Aber wer wiegt schon seine Nudeln ab? Man könnte in dem Fall die Spagetti auch zählen, 1 Spagetti hatte bei mir etwa 1 g ^^. Der Unterschied was die kcal und KH betrifft:

  • 85 g: 305 kcal, 60,3 g KH
  • 100 g: 359 kcal, 70,9 g KH
  • 120 g: 430 kcal, 85,1 g KH

Wie sieht das nun auf dem Teller aus? Was macht satt?

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Nudeln al dente

Also mit unserer sensationellen Bolognese Sauce waren die 85 g mehr als ausreichend :). Mit Genuss verspeist und gut gekaut waren wir nachher satt aber nicht übervoll. Für sportliche Damen und Herren die davor ordentlich Bewegung gemacht haben darfs auch mal etwas mehr sein ;).

Dieses kleine Experiment zeigt, dass man Mengen auch mal ganz leicht unterschätzen kann. Bei manchen Produkten sind auch die Portionsangaben zugunsten eines „günstigeren“ Eindrucks bezüglich kcal und Nährwerten eher klein gewählt. Wenn man draufkommt, dass 30g Cornflakes nicht wirklich satt machen, ist es aber nicht unbedingt eine gute Idee die dreifache Menge zu verputzen. Dann doch lieber selbst ein gutes Müsli mit verschiedenen Flocken und Saaten zubereiten. Also ab und zu mal etwas abwiegen. Nur so um Erfahrungswerte zu sammeln.

Herzlichst,

eure Diätologin.

 

Fotos: Birgit Barilits

 

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

 

Was Sie tun müssen, um auf jeden Fall…

Was Sie tun müssen, um auf jeden Fall…

EINEN HEISSHUNGERANFALL ZU BEKOMMEN! 🙂

  1. Nehmen Sie sich ganz fest vor, nie wieder einen Essanfall zu bekommen.
  2. Üben Sie schwarz-weiß Denken! „Ich esse nie wieder…“ und „Jetzt ist eh schon alles egal…“
  3. Regelmäßig bis ständig auf „Diät“ sein.
  4. Sehr gut eignen sich Abnehmpillen, „Detox“, Wundermittelchen (die viel Geld kosten) und diverse Crash- und Sensationsdiäten aus Frauenzeitschriften.
  5. Weniger essen, als der Körper braucht. Vor allem zuwenig Eiweiß und Fett.
  6. Echte Hungergefühle ignorieren.
  7. Niemals essen, worauf man Lust hat, beispielsweise bei Familienfeiern den Kuchen verweigern.
  8. Ausschließlich Produkte verwenden, die mit „Light“ gekennzeichnet sind oder zuckerfrei (dafür mit Süßstoff).
  9. Verbieten Sie sich alles, was Zucker oder Fett oder Kohlenhydrate enthält! Verbieten Sie sich am Besten gleich ganze Lebensmittelgruppen.
  10. Setzen Sie sich ein unrealistisches Ziel / Zielgewicht.
  11. Sagen Sie sich immer wieder, ich wiege zuviel.
  12. Stellen Sie sich täglich auf die Waage. Am besten vor und nach dem Frühstück (nur zum Vergleich), und auch noch vor dem zu Bett gehen.
  13. Legen Sie sich geheime Vorräte an, aus fetten und zuckerhaltigen Lebensmitteln.
  14. Gehen Sie hungrig, gestresst und ohne Einkaufsliste einkaufen. Achten Sie darauf, bei den Süßigkeiten und Snacks vorbeizugehen.
  15. Restriktives Essverhalten praktizieren, Listen mit „verbotenen“ Lebensmitteln führen.
  16. Lenken Sie sich beim Essen ab. Essen Sie im Gehen, vor dem PC, Fernseher, …
  17. Kauen Sie so wenig wie möglich und essen Sie so schnell wie möglich!
  18. Führen Sie beim Essen Problemgespräche.
  19. Überlassen Sie alle Mahlzeiten dem Zufall.
  20. Schwelgen Sie in negativen Gedanken, Stress, Frust, Ärger, Langeweile, …

Fällt Ihnen noch etwas ein? 🙂

Herzlichst, Ihre Diätologin.

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin, Ernährungsberatung mit Genuss! 🙂

Fotos: Fotolia

Ei, Ei, Ei, …

Ei, Ei, Ei, …

Ich wollte es nur noch einmal sagen… Eier sind eines meiner liebsten Lebensmittel :)! Natürlich nur von glücklichen Hendln (oder im obigen Fall Wachteln, die kleinen Dingerchen wollte ich mal probieren)! Gekocht, pochiert, weich, im Glas, Spiegelei, Benedict, Eierspeis, Omelette, Aufstrich, als oder im Salat, in der Suppe, als Jausenei … Schmeckt (mir) in allen Varianten und ist ein wunderbarer Proteinlieferant und enthält viele wertvolle Nährstoffe (A, D, E, K, B1, B2, B6, Folsäure, Mineralstoffe und Cholin). Die Eier von freilaufenden Hühnern enthalten übrigens ein besseres Fettsäurenmuster, als Hühner aus Bodenhaltung. Ich wähle daher Eier aus Bio-Freilandhaltung. Diese sind mit einer 0 gekennzeichnet.

Die erste Zahl am Ei steht für die Haltungsform der Hühner: 0 = Bio-Freilandhaltung; 1 = Freilandhaltung; 2 = Bodenhaltung; 3 = Käfighaltung. Letztere ist seit 2009 in Österreich verboten, allerdings kann über Fertigprodukte wie Kuchen, Kekse und sonstige Süßigkeiten könnten allerdings noch Eier aus Käfighaltung (aus anderen Ländern) verarbeitet sein. Ein Grund mehr, sich seine Leckereien selbst zu machen, so weiß man, was enthalten ist. Beispielsweise eine flaumige Biskuitroulade… mhmmmm…

Rezept für meine Lieblingsroulade (zuckerreduziert):

  • 5 Eier
  • 5 EL Wasser
  • 150g Zucker à = 37 Würfel Zucker
  • pro Ei 4 dag Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • Marmelade nach Wahl
  • Saft von 1 Zitrone

Zubereitung:

  1. Backrohr auf 200°C Heißluft einstellen (vorheizen). Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auf ein frisches, sauberes Geschirrtuch 1 TL Zucker streuen.
  2. 100-120ml Marillenmarmelade mit dem Saft einer Zitrone verrühren.
  3. Zucker, Wasser und ganze Eier mit dem Mixer auf höchster Stufe schlagen bis eine dicke, luftige Masse entsteht. Mehl mit Backpulver mischen und vorsichtig mit einem Schneebesen unterheben.
  4. Die Masse gleichmäßig auf das Blech streichen. Max. 12 min backen. Der Teig ist dann bereits leicht gebräunt.
  5. Das Biskuit mit der Teigseite auf das Geschirrtuch legen. Das Backpapier vorsichtig vom Teig lösen. Sofort die Marillenmarmelade aufstreichen und das Biskuit mit Hilfe des Tuches einrollen.
  6. Genießen! 🙂

Wegen dem Cholesterin mache ich mir auch KEINE Sorgen ;). Inzwischen gibt es ja schon unzählige Artikel zum Thema – Ja, das Ei(gelb) enthält Cholesterin und nein, das ist nicht Schuld an Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine der Studien, die ich dazu gelesen habe ist diese hier: „Egg consumption and risk of coronary heart disease and stroke: dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.“ Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23295181

Kurze Beschreibung der Studie:

  • Meta Analyse von prospektiven Kohorten Studien (systematisches Review/Metaanalye publizierter Daten).
  • Daten aus PubMed und Embase Jänner 1966 bis Juni 2012, sowie original papers und review articles.
  • Ziel: untersuchen und quantifizieren des Zusammenhangs zwischen Ei Konsum und dem Risiko für KHK (koronare Herzkrankheit) und Schlaganfall in, in Abhängigkeit von der Dosis (Konsum)
  • Es wurde kein Beweis für einen kurvilinearen Zusammenhang zwischen Eikonsum und Risiko für KHK oder Schlaganfall gefunden.
  • “Higher consumption of eggs (up to one egg per day) is not associated with increased risk of coronary heart disease or stroke. The increased risk of coronary heart disease among diabetic patients and reduced risk of hemorrhagic stroke associated with higher egg consumption in subgroup analyses warrant further studies.”

Also, wenn es an den Osterfeiertagen zu erbitterten Eierpeckmatches kommt, und in Folge mehr Eier als üblich verzehrt werden, dann ist das in der Regel kein Problem. Lieber an den Schoko- und Geleehasen sparen… 😉 Hier finden Sie einen kurzen und Informativen Artikel von Bodymed dazu. Übrigens NEU in meiner Praxis: Leberfasten nach Dr. Worm, mit den Produkten von Bodymed.

In diesem Sinne, frohe Ostern, erholsame Feiertage – mit Genuss! 🙂

Ihre Diätologin.

 

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

Fotos: Birgit Barilits

Dies und das aus dem Samstagsseminar…

Dies und das aus dem Samstagsseminar…

Den 24.3. habe ich in einem Seminarraum verbracht. Während draussen die Sonne scheinte… Aber es hat sich definitiv gelohnt! Das Seminar wurde von Bodymed veranstaltet – es ging um das Thema Leberfasten, Gewichtsreduktion und natürlich die Produkte Hepafast und Sanafit im Rahmen des Bodymed Programmes.

Die Gründe, warum es mit der Gewichtsabnahme nicht klappt sind vielfältig. Ich habe schon den einen oder anderen Beitrag zu dem Thema verfasst. (Schauen Sie doch gerne mal in meine Blog-Kateogorie „Tipps zur Ernährungsumstellung“ hinein! 🙂

Ein im wahrsten Sinne des Wortes „gewichtiger“ Grund kann die Leber sein (siehe hier). Die wichtigsten Punkte des Seminares waren für mich:

  1. Leberfasten kann der „Kickstart“ in Richtung verbesserter Stoffwechsel sein, mit dem positiven Nebeneffekt, Gewicht zu verlieren.
  2. Leberfasten gefolgt vom Bodymed-Programm bringt bei sehr vielen Personen eine erfolgreiche und vor allem gesunde Gewichtsabnahme.
    • Um das Gewicht zu halten können nach Beendigung des Programmes beispielsweise wöchentliche Fastentage eingelegt werden.
  3. Eine rasche initiale Gewichtsabnahme ist motivierend und macht Lust auf mehr 🙂 !

Im Seminar wurde natürlich auch die Studienlage dazu geliefert, und auch ich habe hernach noch etwas in der Studienkiste gekramt (weitere werde ich nach und nach hinzufügen):

„There is evidence that a greater initial weight loss using VLCDs with an active follow‐up weight‐maintenance program, including behavior therapy, nutritional education and exercise, improves weight maintenance.“ (Qelle: Very‐Low‐Calorie Diets and Sustained Weight Loss, 2012, https://doi.org/10.1038/oby.2001.134)  – Dieser Review zeigte, dass eine schnelle initiale Gewichtsabnahme mit einer starken Kalorieneinschränkung, gefolgt von einem Programm zur Gewichtserhaltung mit Verhaltenstherapie, Vermittlung von Ernährungswissen und Bewegung das Halten des Gewichtes signifikant verbessert. Begleitende Ernährungsberatung ist immens wichtig!

„The rate of weight loss does not affect the proportion of weight regained within 144 weeks. These findings are not consistent with present dietary guidelines which recommend gradual over rapid weight loss, based on the belief that rapid weight loss is more quickly regained.“ (Quelle: The effect of rate of weight loss on long-term weight management: a randomised controlled trial, 2014, https://doi.org/10.1016/S2213-8587(14)70200-1) – In dieser kontrollierten Studie zeigte sich, dass es auf lange Sicht KEINE Rolle spielt, ob man schnell oder langsam abnimmt, alle nahmen in etwa wieder gleich viel zu. Wenn es für eine Person (persönlich, gesundheitlich, …) passend ist und der Motivation zuträglich ist, dann ist also durchaus auch eine schnelle initiale Gewichtsreduktion in Ordnung. Und es zeigt wiederum auch, dass es nicht damit getan ist, einfach nur eine zeitlich begrenzte Diät zu machen. Parallel muss auch ein neues Ernährungsverhalten und ein aktiverer Lebensstil erlernt werden. Wie die Seminarleiter Dr. Worm und Dr. Walle so schön sagten „Wer traditionell essen will, muss auch traditionell leben.“ Und das tun wir nun mal nicht mehr.

„The present study showed that, with similar total weight loss, rate of weight loss did not affect weight regain. However, %FFML after DI was associated with weight regain.“ (Quelle: The effect of rate of weight loss on long‐term weight regain in adults with overweight and obesity, 2016, https://doi.org/10.1002/oby.21346) – Auch hier zeigte sich kein Unterschied zwischen schnellerem und langsamerem Gewichtsverlust, hinsichtlich der folgenden Gewichtszunahmen. Allerdings zeigte sich, das bei einer schnelleren Gewichtsabnahme auch die fettfreie Masse stärker abnahm, und dies ist sehr wohl ein Faktor, den es miteinzurechnen gilt, wenn es um eine erneute (unerwünschte) Gewichtszunahme geht.

Um einen zu großen Verlust der fettfreien Masse, sprich Muskeln zu verhindern, sind folgende Maßnahmen von Bedeutung:

  • Ausreichende Eiweißzufuhr während der Gewichtsreduktion.
  • Ausreichende Zufuhr an essentiellen Nährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren, Aminosäuren, ….).
    • Das ist nicht mit jedem Mahlzeitenersatzprogramm gewährleistet! Shake ist nicht gleich Shake!
  • Widerstandsttraining bzw. Krafttraining begleitend um Muskeln zu erhalten/aufzubauen und den Grundumsatz zu erhalten.
  • Die Phase der starken Kalorieneinschränkung darf nicht zu lange andauern, um den Grundumsatz nicht zu stark zu senken.

Ich biete in meiner Praxis Leberfasten nach Dr. Worm an, das Bodymed-Programm und natürlich auch Ernährungsberatung zur Gewichtsreduktion ohne Bodymed Produkte an.

Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe, vereinbaren Sie doch gleich einen Termin mit mir! Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Ihre Diätologin, Birgit.

PS: Nachdem ich um mein Samstagstraining umgefallen bin habe ich das Fahrrad genommen, um zum Seminar zu gelangen. „Bergauf und Bergab“ durch Wien zu treten bringt auch etwas und macht Spaß! Also: Bewegen Sie sich aus eigener Kraft fort! Fahrrad, Tretroller, Stationen zu Fuß gehen, Stiegen steigen, … Bringen Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag! 🙂

Fotos: Bodymed, Birgit Barilits

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin