Wie wichtig ist Sport in Zusammenhang mit Gewichtsreduktion?

Wie wichtig ist Sport in Zusammenhang mit Gewichtsreduktion?

Sicherlich haben die meisten von euch schon folgende Aussagen gehört:

  1. „You can´t outrun a bad diet” – also wenn du dich schlecht (und zu kalorienreich) ernährst, schaffst du es in der Regel nicht die überschüssigen kcal durch Sport abzubauen. Nur so am Rande: 1 kg Fettgewebe entspricht einem Energiegehalt von ca. 7000 kcal. Das bedeutet, man muss ca. 7000 kcal “einsparen“ bzw. zusätzlich verbrauchen (Sport), bzw. zusätzlich verbrauchen (Sport), um ein Kilo “abzuspecken“ um ein Kilo “abzuspecken“.

  1. „Muskeln verbrennen Fett“ – das ist natürlich so salopp geschrieben nicht korrekt, aber Tatsache ist, das Muskeln auch in Ruhe mehr Energie verbrauchen, als träge Fettzellen!

 

  1. „Wenn du keinen Sport machst, verlierst du nur Muskeln und kein Körperfett“ – auch das ist etwas ungenau, aber man verliert tatsächlich etwas Muskelmasse beim Abnehmen. Du erhöhst deinen Abnehmerfolg, wenn du brav trainierst, denn dann wird in der Regel mehr Körperfett abgebaut, stoffwechselaktive Muskelmasse aufgebaut bzw. erhalten. Ansonsten kommt es gerne zum „JOJO“… Also ja, die Muskeln möchten auch das Signal bekommen, dass sie gebraucht werden. Ansonsten verschlechtert sich unter Umständen das Verhältnis von BCM (Body cellular mass) zu ECM (extra cellular mass). Lies mehr dazu HIER.

Besonders mit Krafttraining und HIIT kann man ausgezeichnet die Gewichtsabnahme unterstützen und Körperfett abbauen. Es gibt auch den sogenannten “Nachbrenneffekt“, dass heißt nach einem intensiven Training verbrauchen wir eine Weile IMMER noch kcal 😉 – bis zu 24h! Langfristig bedeutet eine höhere Muskelmasse einen höheren Grundumsatz. Zudem wird dadurch, und eben das regelmäßige Training der Körper wieder „sensibel“ für Glukose – Zucker. Für Übergewichtige und Adipöse Menschen, die sehr häufig schon an einem schlechten „Zuckerstoffwechsel“ oder Insulinresistenz leiden – quasi der Vorstufe zum Diabetes (= Prädiabetes) , ist das immens wichtig.

Ganz kurz zur Erklärung: Die sogenannte „Insulinsensitivität beschreibt, wie gut bestimmte Gewebe des Körpers auf das Hormon Insulin reagieren – insbesondere die Leber und das Muskel- und Fettgewebe – sprich wie gut das Insulin die Zelle für den Zucker aufsperren kann. Reagiert ein bestimmtes Gewebe sensibel auf ein Hormon, reicht eine kleine Dosis aus. Das Gegenteil wäre die Insulinresistenz. Es wird eine höhere Hormondosis benötigt, um eine Reaktion auszulösen. Bei Übergewichtigen und Adipösen Personen muss die Bauchspeicheldrüse häufig immens viel Arbeit leisten um genug Insulin zu produzieren (und das kann zu einer Überlastung führen), damit der Zucker noch in die übervolle Zelle hinein kann. Das kann man übrigens bei einer Blutabnahme überprüfen. Relevante Werte um den Zuckerstoffwechsel zu beurteilen: Nüchtern Blutzucker, Nüchtern Insulin (aus diesen beiden Werten kann der sogenannte Homa-Index berechnet werden), HbA1c, Leberwerte, Blutfette.

Und für ein fittes Herz-Kreislaufsystem noch ein bissi Ausdauer/Cardio zum drüberstreuen. Nach einer Weile, unglaublich aber wahr, werden auch beim hartnäckigsten Sportmuffel Endorphine ausgeschüttet und man fühlt sich gut!

Die oben genannten Punkte gelten INSBESONDERE für Personen die durch bariatrische Operationen sehr rasch an Gewicht verlieren. Natürlich spielt die entsprechende Ernährung eine immens wichtige Rolle (ausreichende Proteinzufuhr, Vitamine und Mineralstoffe) aber um das Gewicht nachhaltig zu beeinflussen, die Körperzusammensetzung zu beeinflussen, eine Zunahme oder einen Stopp der Abnahme zu verhindern ist Training unerlässlich. Leider „vergessen“ das viele PatientInnen. Viele haben körperliche Probleme, aber ein bisschen was geht immer, sage ich gerne. Schau doch mal in meinem Netzwerk nach, ich empfehle dir dort einige TrainerInnen, die dir kompetent weiterhelfen!

Nicht zu vernachlässigen: Nach Adipositas OPs „hängt“ die Haut meistens nach der rasanten Gewichtsabnahme, das ist oft nicht zu verhindern, aber (Kraft)Training kann das Gewebe festigen und straffen und so unterstützend wirken.

Also kurz (und vermutlich nicht vollständig) zusammengefasst:

  • Training ist wichtig um Muskelabbau zu verhindern.
  • Training ist wichtig um die Körperzusammensetzung zu verbessern.
  • Training verbraucht kcal und lässt die Pfunde leichter schmelzen.
  • Training macht glücklich.
  • Training stärkt das Körpergerüst und festigt die Konturen.
  • Training formt den Körper.
  • Training verbessert den Zuckerstoffwechsel.

Go, go, go! 😊

Deine Diätologin

 

Fotos: Fotolia

Bild BIA Ausdruck: Birgit Barilits

 

Carpe that fucking Diem! Oder: Es ändert sich nichts, wenn du nichts änderst.

Carpe that fucking Diem! Oder: Es ändert sich nichts, wenn du nichts änderst.

Manchmal kommen KundInnen nicht mehr zur Beratung.

Manchmal kommen sie nur zur Erstberatung, manchmal machen sie noch ein kleines Follow Up, aber dann kommen sie nicht mehr. Ich frage mich natürlich, woran das liegt. Die erste Frage ist immer, liegt es an mir und an meiner Beratung? War ich zu fordernd, oder umgekehrt zu „gemütlich“, waren wir uns nicht sympathisch, wurden die Erwartungen nicht erfüllt, habe ich einen fachlichen Fehler gemacht?

Nun, alles kann mal zutreffen, und wenn dann bitte ich um ein faires Feedback, schließlich bin ich Mensch und fehlbar. Aber in der Regel habe ich in der Beratung ein ganz gutes Gefühl. Ich biete auch Gelegenheit zur Diskussion und Gelegenheit das Anliegen zu präsentieren. Also wird es nicht immer einer der obigen Gründe sein. Was aber kann sonst der Grund sein?

A: Ah, eh klar, jetzt weiß ich was ich machen muss, danke, komme zurecht.

Ja das ist durchaus möglich! Super, wenn nur mehr der kleine Input oder eine Mini-Korrektur gefehlt hat und plötzlich rücken die Ziele näher! 🙂 Ich freue mich für dich und ich freue mich, dass ich eine Lösung präsentieren konnte!

B: Hm, ja eh super, aber ich mache aus Kostengründen alleine weiter. 

Manchmal geht es sich finanziell einfach nicht so gut aus.  Dafür habe ich vollstes Verständnis, auch ich war Studentin, und auch mal arbeitslos. Manchmal ist aber auch das neue Handy oder der wöchentliche Pokerabend mit Whiskey wichtiger als die Gesundheit. Auch wenn das bitter klingt, das sind reale Fälle! Die Prioritäten liegen eben bei jedem woanders…

  • 1000.- fürs neue I Phone gehen, aber 500 bis 600 Euro pro Jahr für Fitness auf keinen Fall.
  • Täglich 6.- für Zigaretten gehen locker, aber nicht für einen guten Laib Brot, mit dem man 1 Woche auskommt.
  • Der wöchentliche, Abend mit „Freunden“ und viel Alkohol um 50 oder 60 Euro geht, manchmal auch 2 mal die Woche, aber der gesunde Einkauf ist zu teuer.
  • Jedes Monat 200.- für billige Klamotten, no Problem, aber nicht für eine Ernährungsberatung um 1/3.

C: Waahhh, das ist ja Arbeit was da auf mich zukommt! 

Ja, in den meisten Fällen bedeutet es Arbeit an sich selbst und an den Gewohnheiten. Aber es lohnt sich! 🙂

Leider geht es bei einer Ernährungsumstellung nicht immer schnell mit den Erfolgen. Es dauert eine Weile bis sich Resultate – welcher Art auch immer – einstellen. Das bedeutet man investiert erst. Aufwand, Mühe, Geld, Zeit, Hirnschmalz, aber hat keine unmittelbare Belohnung oder keinen unmittelbaren Effekt. Man muss es aushalten, die „Belohnung“ hinauszuschieben. Und dann muss man das auch noch beibehalten! 😉 Das ist in unseren heutigen Zeiten, wo alles jetztgleichsofort bestellt, geliefert, konsumiert, erledigt, …. werden muss besonders schwer.

Da passiert es dann schon mal, dass schon bevor es richtig losgeht, die Pausetaste gedrückt wird, oder der Mut verloren geht. Vielleicht passt auch die Motivation dahinter nicht, vielleicht brauchst du einfach auch noch ein bisschen Zeit. Ich bin gerne da für dich, wenn du bereit bist.

D: Das habe ich mir anders vorgestellt, die Beraterin hat mir da was vorgeschlagen, das ich anders sehe, oder „macht nicht was ich will“. 

Huiuiuiui, das klingt ja furchtbar (und ist natürlich auch überspitzt formuliert) kann aber auch passieren. Beispielsweise wenn die Erwartungen unrealistisch/ungesund sind, oder wenn ich als Beraterin nicht das „System“ unterstütze. Man hat ja so seine eingefahrenen Wege und Meinungen, die man nicht gerne verlässt. Das kenne ich durchaus auch von mir selbst.

  • Und wenn dann eingebrannt ist, ich mache ja alles richtig, ich muss gar nichts ändern, ich verstehe nicht warum ich dieses und jenes ändern soll, und jetzt sagt die ich soll …
  • Oder wenn immer alles und jeder rundherum Schuld ist an der Situation, weil ich KANN ja gar nichts ändern wenn …
  • Oder wenn ich den 5. Speiseplan will aber mich eh nicht dran halte und dann unzufrieden mit dem Ergebnis bin, …
  • Oder wenn das Anliegen eigentlich ein ganz Anderes ist…
  • Oder wenn ich eine „Wunderpille“ erwarte, den einen Satz, der mein ganzes Leben verändert, es geht einfach nicht schnell genug … Ich würde das wirklich alles gerne liefern, aber das klappt so einfach nicht.
  • Oder, das habe ich ja alles eh schon gewusst, da war jetzt nichts Neues dabei… (ja aber woran hakt es dann? An der Umsetzung? Auch da kann ich gerne unterstützen, aber das wird sich wahrscheinlich nicht alles in nur einer Beratung regeln lassen 😉 )

Vielleicht möchtest du aber ja eigentlich auch lieber eine TCM Ernährungsberatung (nicht mein Thema) oder hast umgekehrt mit komplementären Methoden gar nix am Hut. Bei mir ist es so: ich schau schon auch mal links und rechts und nicht nur stur auf Leitlinien – ich versuche den Menschen als Ganzes zu sehen und auch mal was Neues auszuprobieren – halte mich aber im Grunde an die klassische Ernährungsmedizin. Nur zu Info.

Was auch immer es ist, lass uns doch darüber reden. Ich gebe mein Bestes, dich fachlich und auch auf individueller Ebene gut zu unterstützen.  Ich nehme mir Feedback und Kritik zu Herzen. Ich kann dein Sparring Partner sein, dich bei der Entwicklung und Umstellung begleiten. Aber das TUN und NACHDENKEN und VERÄNDERN bleibt nun mal dir überlassen.

E: Die Diätologin kann mir nicht helfen.

Sad but true, das kommt auch vor. Sei es nun das bestimmte medizinische Gründe vorliegen, die eventuell zuerst „behandelt“ werden müssen, oder dass wir uns nicht „grün“ sind, oder du eine andere Art der Therapie benötigst, oder ich aus fachlichen Gründen nicht die Richtige Ansprechpartnerin bin. Ich werde ehrlich sein und dir das sagen und wenn ich kann auch geeignete KollegInnen oder andere Disziplinen empfehlen. Aber bitte nicht verwechseln mit Punkt D.


Warum schreibt sie eigentlich den ganzen Sermon??? Es war mir heute ein Bedürfnis ;).  Es läuft eben nicht immer alles wie geschmiert, ich mache mir Sorgen und Gedanken um meine KundInnen und PatientInnen, denke über meine Fähigkeiten und Grenzen nach. Manchmal muss dann was raus auf das virtuelle Papier, damit es MIR besser geht, damit ich klarer denken kann. Punkt. UND ich hoffe, dass es den Einen oder die Andere doch auch ein bisschen zum Nachdenken anregt und zum Verständnis beiträgt, was ich leisten kann – und was nicht.

Deine Diätologin.

Foto: Birgit Barilits

Manchmal muss es schnell gehen!

Manchmal muss es schnell gehen!

Da bietet sich zB diese superschnelle Fischsuppe an. Kein spezielles Rezept, keine lange Vorbereitung, einfach die Vorräte plündern, kräftig würzen und dann den knurrenden Magen mit gesundem Futter besänftigen. 😉

Mal sehen ob ich die Zutaten noch zusammenbekomme…

Die Zutaten für 2-3 Portionen:

  • Kabeljaufilet tiefgefroren, 250g
  • 1 großer Zwiebel
  • 3 Tomaten
  • evtl. Knoblauch
  • Salz, 1 Prise (oder auch eine größere) Cayennepfeffer, 1/2 TL Paprikapulver, 1 TL Suppenpulver (Bio)
  • frische oder getrocknete Kräuter nach Wahl
  • 1 TL Öl (Olive oder Kokos)
  • Wasser

Die Zubereitung:

Den tiefgefrorenen Kabeljau in der Plastikhülle (ja, sorry) in eine Schüssel mit kaltem (Zimmertemperatur) Wasser geben, damit er schnell antaut. Zwiebel in Würferl schneiden und in Öl anrösten. Die Tomaten in Würfel schneiden, zu den Zwiebeln geben und etwas mitrösten. Mit 0,5l Wasser aufgießen, alle Gewürze dazugeben. Den Kabeljau, der inzwischen fast aufgetaut ist aus der Packung nehmen und in Scheiben schneiden. Zur Suppe dazugeben, mitdünsten, und am Ende noch mit Kräutern verfeinern.

Dazu passt: Ciabatta, Focaccia, oder schlichtes Schwarzbrot.

Zubereitungszeit ca. 15min

So mag ich das im Alltag! Wenige Zutaten und einfache Zubereitung. Guten Appetit 🙂

Foto: Birgit Barilits

 

Hypercholesterinämie???

Hypercholesterinämie???

Eine ganz kurze – keineswegs ausführliche und vollständige – Erklärung der wichtigsten Begrifflichkeiten.

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist ein Fettbestandteil oder Begleitstoff, der hauptsächlich in fetten, tierischen Lebensmitteln vorkommt und auch von unserem Körper selbst gebildet wird. Wieviel produziert wird hängt auch davon ab, was wir essen, wie unser Lebensstil ist und wie hoch unser Stresslevel.

Wichtig ist, Cholesterin ist nicht „böse“ – es hat in unserem Körper wichtige Funktionen über. Beispielsweise brauchen wir es um Gallenflüssigkeit für die Fettverdauung zu synthetisieren, Vitamin D zu bilden, Sexualhormone, …

 

Was sind Triglyzeride?

Triglyzeride gehören ebenfalls zur Gruppe der „Blutfette“ und werden in der Regel zusammen mit den Cholesterinwerten erhoben. Sie sollen ebenfalls der Abschtätzung de Risikos für Herz- und Gefäßerkrankungen dienen. Nahrungsfette bestehen hauptsächlich aus Triglyzeriden und Cholesterinestern. Wichtig zu wissen: es gibt auch eine Hypertriglyzeridämie, auf Grund von Erkrankungen, genetischen Faktoren – und erhöhter Alkoholkonsum, ein hoher Konsum von schnell resorbierbaren Kohlenhydraten, also Zucker, Süßigkeiten, Kuchen, Kekse, großen Mengen an Weißmehl – erhöhen die Triglyzeride unter Umständen sehr stark! Auf Umwegen dann auch das LDL…

 

Was ist LDL Cholesterin?

Gemeinhin wird es als das „schlechte“ Cholesterin bezeichnet. Etwas genauer gesagt ist das low density lipoprotein der Transporter, das Taxi, welches Fette in die Peripherie transportiert, dorthin wo es gebraucht wird. Aber wir wollen eben nicht zuviele dieser Taxis haben, da ansonsten die Straße möglicherweise zu dicht befahren wird und ein Stau entsteht…

 

Was ist HDL Cholesterin?

Dieses „gute“ Cholesterin ist wiederum der Transporter, der die Fette aus der Peripherie zurück zur Leber transportiert. Davon wollen wir in der Regel mehr im Blut haben. Viele Personen haben aber auf Grund des Lebensstils aber auch auf Grund genetischer Faktoren hohes LDL und sehr niedriges HDL.

 

Was ist der Quotient?

Es gibt verschiedene „Quotienten“. Häufig ist auf dem Laborbericht der Quotient aus Gesamtcholesterin dividiert durch das HDL Cholesterin zu sehen. Der Sollwert ist je nach Quelle etwas anders, sollte aber bei gesunden Personen jedenfalls unter 5 liegen.

 

Was ist eine familiär bedingte Hypercholesterinämie?

Das bedeutet, dass auf Grund gewisser erblicher Faktoren die Cholesterinwerte stark erhöht sind. Das kann schon bei Kindern festgestellt werden. Dadurch ist auch das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen erhöht. Wenn nun noch Lebensstilfaktoren dazukommen wie Rauchen, mangelnde Bewegung, schlechte Ernährung, chronischer Stress, etc., erhöht sich das Risiko um ein Vielfaches.

 

Weitere wichtige Werte in diesem Zusammenhang:

Um ein erhöhtes Risiko feststellen zu können macht es unter Umständen Sinn, weitere Blutfettwerte zu erheben. LDL ist nicht gleich LDL, sondern hat noch sogenannte Unterfraktionen, die ein Risiko aufzeigen können (Subfraktionen 1-7, welche die Dichte der Partikel anzeigen). Weiters sogenannte Apolipoproteine die das genetische Risiko anzeigen, oder oxidiertes LDL, das ebenfalls ein Risikomarker für atherosklerotische Plaques ist.

 

Was sind normale Cholesterinwerte?

Auch hier gibt es kleine Unterschiede je nach Labor, und auch der Arzt/die Ärztin wird möglicherweise andere Ziele festlegen, je nach Risiko.

(Quelle: http://www.fhchol.at/fh-diagnose/frueherkennung.html abgerufen am 24.07.2019)

Gesamtcholesterin unter 200 mg/dl (5,16 mmol/l)
LDL-Cholesterin unter 160 mg/dl (4,1 mmol/l)
HDL-Cholesterin über 40 mg/dl (1,03 mmol/l) bei Männern, über 46 mg/dl (1,2 mmol/l)bei Frauen
Triglyzeride unter 150 mg/dl (1,70 mmol/l)
  • Es ist wichtig eine eventuelle familiäre Vorbelastung frühzeitig abzuklären.
  • Es ist wichtig erhöhte Blutfettwerte zu beachten, ggf. zu durchleuchten und weitere Faktoren zu bestimmen. Besonders wenn der Quotient schlecht ist.
  • Es ist wichtig die Ärztin, die Internistin, … zu fragen, welche Werte individuell erstrebenswert sind.
  • Es ist wichtig zu beachten, dass mit Ernährung und Lebensstil vieles bewirkt werden kann – dabei bin ich dir gerne behilflich!

Hohe Cholesterinwerte spürt man nicht, trotzdem müssen sie beachtet werden.

Nimm deinen Befund in die Hand und frag! 😊

Deine Diätologin.

 

Empfehlung: Praxisgemeinschaft 114, Ordination Dr. Manuela Hanke, Internistin, Kardiologin.

Quellen:

 

Bilder: Fotolia

Die Motivation…

Die Motivation…

Mit der Motivation und dem inneren Schweinehund ist das ja so eine Sache. Ich kann von mir berichten, dass mir früher Sport gar nicht so in den Sinn gekommen ist. Warum auch. Anstrengend ist es, fad ist es… Abgesehen von Snowboarden, Schifahren und Eislaufen im Winter und plantschen im Sommer hatte ich keine Lust darauf. Aber – man wird ja klüger und reifer – seit einigen Jahren ist mir bewusst, dass ich mit etwas Training das, was mir Spaß macht besser und sicherer betreiben kann. Das Training mein körperliches Wohlbefinden steigert. Das Anstrengung auch Spaß machen kann.

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Inzwischen ist es tatsächlich so, dass mich eine etwas längere Trainingspause richtig „unrund“ macht. Und bitte, ich rede jetzt nicht von Leistungssport, zeit- und kraftraubenden Trainingsvorbereitungen für einen Marathon oder Training für das perfekte „Sixpack“. So motiviert bin ich nicht ;). Ich meine die Art von „Sport“ in der Gesundheit, Fitness, Spaß, Freude und ungezwungenes Mitmachen im Vordergrund stehen. Das können auch regelmäßige Spaziergänge (aber bitte schon mit ein bissi schnaufen und schwitzen) in der Natur sein.

Was ist also der Hintergrund? Grob erklärt:

In der Psychologie spricht man von der sogenannten extrinsischen Motivation, sie ist durch äußere Reize bestimmt, etwa dem Wunsch nach einer Belohnung (beispielsweise eine straffere Figur) oder die Angst vor Bestrafung (mein Arzt sagt ich muss mehr Sport machen, sonst werde ich krank/kränker). Die Motivation kommt also nicht aus mir selbst sondern von außen. Bei der intrinsischen Motivation übe ich bestimmte Tätigkeiten (in dem Fall Bewegung) aus, weil es mir persönlich Spaß macht, ohne eine Erwartung auf Belohnung oder Bestrafung. Diese Art der Motivation ist in der Regel die stärkere und nachhaltigere.

Bei vielen von uns ist es eine Mischung aus beiden Formen, die uns dazu bringt uns zu bewegen. Und so wie bei mir kann sich die Motivation gewissermaßen auch wandeln. Inzwischen macht es mir Spaß joggen zu gehen und ich genieße dabei den Morgen, die frische Luft und wie die Muskeln und Gelenke geschmeidiger werden. Aber dazu muss man irgendwo beginnen. Natürlich habe ich auch im Hinterkopf, dass es gesund ist, gut für die Figur etc. Aber das steht nicht mehr im Vordergrund. Wobei, eine kleine Belohnung habe ich da schon immer im Sinn: die Eichhörnchen, für die ich immer 1 oder 2 Haselnüsse eingesteckt habe :).

Erste Schritte zu einem aktiveren Alltag könnten folgende sein:

  • Nimm dir einen Zettel und schreib auf, welche positiven Auswirkungen mehr Bewegung auf dich haben könnte. Versuch nicht nur die „Üblichen“ zu finden…
  • Überlege zunächst welche Art von Bewegung für dich vorstellbar wäre, vielleicht gab es auch früher etwas, dass du sehr gerne gemacht hast? Wäre es möglich, das wieder auszuprobieren?
  • Überlege dir, ob es möglich ist den Weg zur Arbeit aktiver zu gestalten. Dabei kann ein Schrittzähler/Fitnesstracker für Motivation sorgen.
  • Nutze den Sommer und den hoffentlich schönen Herbst, da fällt es möglicherweise leichter!
  • Suche Gleichgesinnte und ‚Verbündete‘.
  • Setze dir ein tägliches Mini-Ziel, zB heute gehe ich die Stiegen zur Wohnung hinauf statt den Lift zu nehmen. Heute steige ich 1 Station früher aus oder gehe in der Früh, wenn es noch kühler ist zu Fuß in die Arbeit.
  • Richte dir die Sportsachen so her, dass du nur noch den Rucksack schnappen musst und loslegen kannst.

der schöne park

der weite park
In Schönbrunn lässt es sich schön joggen. Und Eichhörnchen gibts auch :).

Schau doch auch gerne mal auf meiner Homepage unter Netzwerk und Kooperationspartner, da habe ich einige kompetente Personen aufgelistet, die dir bei dem Thema auch behilflich sein können! zB Manuela Weiss, Expertin für Selbstführung, oder Cornelia Brückner, Trainerin, oder …

Idee für diesen Post: GEO Kompakt Nr. 35, Sport und Gesundheit, Motivation, Interview mit Sportpsychologe Jens Kleinert, Online im WWW unter:  http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geokompakt/interview-motivation-74372.html [Stand 27.07.2016]

Hülsenfrüchtchen… BOHNEN! :)

Hülsenfrüchtchen… BOHNEN! :)

Nein auch diesmal ist nicht die „Hüsn“ aus Blech gemeint ;). Sondern

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen, Linsen und Sojabohnen sind reich an Nährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente). Sie sind – je nach Zubereitungsart –  relativ kalorienarm und haben einen hohen Eiweiß- und Ballaststoffgehalt. Hülsenfrüchte liefern beispielsweise die Vitamine B1, B6 und Folsäure. Der hohe Ballaststoffgehalt wirkt sich positiv auf die Darmgesundheit und den Cholesterinspiegel aus. Der hohe Kaliumanteil kann sich positiv auf den Blutdruck auswirken. Wichtig, je nach Größe müssen Hülsenfrüchte unterschiedlich lange eingeweicht werden. Oder zumindest, wenn sie sehr klein oder geschält sind gut abgespült werden. Das Einweichwasser wird verworfen. Durch das Einweichen und Kochen werden Phasine und Lektine ab gebaut beziehungsweise großteils zerstört, das macht die Früchtchen bekömmlicher. Sie sind Bestandteil vieler beliebter Eintopfgerichte, mischen sich perfekt mit Gemüse und passen als Beilage zu Fisch und Fleisch. Im Folgenden werden einige verschiedene Sorten von Bohnen beschrieben 🙂 – und am Ende des Beitrags gibt es wieder ein paar Rezepte!

Tipp: Achten Sie beim Einkauf wenn möglich auf das Herkunftsland und auf Bio-Qualität. Viele Sorten und Produkte gibt es auch schon in Bio-Qualität aus Österreichischem Anbau. Gustieren Sie in Ihrem örtlichen (BIO)Supermarkt oder im Internet.

 

Bohnen

Es gibt in verschiedenen Farben und Größen, und auch geschmacklich bieten sie feine Nuancen! Je nach Größe und Farbe haben sie unterschiedliche Kocheigenschaften. Manche sind schnell gar und zerkochen, andere bleiben eher fest. Je nach Kocheigenschaft kann man cremige und sämige Suppen zubereiten, Aufstriche oder die bissfesteren Varianten beispielsweise für Salate verwenden. Allgemein kann man sagen, dass Bohnen reich an Zink, Lecithin, Kalium, Phosphor, Magnesium, verschiedenen und verschiedenen Vitaminen des B Komplexes sind (Nervenfutter!). Zudem sind sie wie die meisten Hülsenfrüchte sehr eiweißreich. Wie alle Hülsenfrüchte sind sie ein wahres Superfood – richtige kleine Nährstoffbomben – und zudem auch supergünstig, wenn man sie im getrockneten Zustand kauft und selbst zubereitet. Natürlich kann man auch problemlos Dosen mit essfertigen Hülsenfrüchten kaufen, wenn es mal schnell gehen muss. Die Fisolen, also die unreifen Bohnen werden übrigens eher zum Gemüse gezählt, als zu den Hülsenfrüchten.

Die Ackerbohne

Wikipedia: Die Ackerbohne (Vicia faba), auch Saubohne, Schweinsbohne, Favabohne, Dicke Bohne, Große Bohne, Pferdebohne, Viehbohne, Faberbohne oder Puffbohne genannt, ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Diese Nutzpflanze gehört zur Gattung der Wicken (Vicia), im Gegensatz zur Gartenbohne, die der Gattung Phaseolus angehört.

Ackerbohne Nährwerte pro 100g (Konserve): 99kcal, 11g EW, 11,5g KH, 0,8g F, 12g Blst

Die Feuerbohne

Wikpedia: Die Feuerbohne, in Österreich auch Käferbohne genannt, (Phaseolus coccineus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Phaseolus in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Die leuchtend hellrote Blüte ist namensgebend für die Feuerbohne. Weitere Trivialnamen sind Prunkbohne, Blumenbohne, Schminkbohne, Türkische Bohne, Arabische Bohne oder die griechischen Gigantes.

Feuerbohne Nährwerte pro 100g (gekocht): 88kcal, 7g EW, 13,2g KH, 0,7g F, 4,8g Blst

Die weiße Bohne

„Weiße Bohnen“ ist eigentlich keine Artenbezeichnung, sondern ein Sammelbegriff für alle weißen bis cremefarbenen Bohnen. Wie auch die anderen Bohnensorten haben weiße Bohnen viele Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Kalzium und Phosphor und einen hohen Ballaststoffgehalt. Das regt die Verdauung an und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Die getrockneten Bohnen sollten mindestens 12 Stunden eingeweicht werden, bevor sie 1,5-2 Stunden gekocht werden. Selbstverständlich können sie aber auch „fertig“ aus der Dose verwendet werden um Zeit zu sparen.

Weiße Bohnen Nährwerte pro 100g (Dose bzw. gekocht): 89kcal, 6,6g EW, 11g KH, 0,7g F, 6,7g Blst

Die Adzuki Bohne

Die Pflanze gehört – natürlich – auch zur Familie der Hülsenfrüchte und somit zu den Schmetterlingsgewächsen. Die Wuchshöhe beträgt zwischen 40 und 90 cm. Die sogenannte „Rote Sojabohne“ wird unter Kennern als die edelste Hülsenfrucht geschätzt. Auch wenn sie auch die „rote Sojabohne“ genannt wird, sie ist nicht zu verwechseln mit der Sojabohne oder der Mungbohne. Diese werden weiter unten noch beschrieben. In Japan werden aus der Adzukibohne auch Süßspeisen zubereitet.

Adzukibohne Nährwerte pro 100g (getrocknet): 329kcal, 19,9g EW, 62,9g KH, 0,5g F, 12,7g Blst

Die schwarze Bohne

Wikipedia: Frijoles negros ist ein spanisches Gericht aus schwarzen Bohnen, das in Kuba, Venezuela, Puerto Rico, Mexiko und anderen Ländern Lateinamerikas zubereitet wird. Die schwarze Bohne, eine Hülsenfrucht der Art Phaseolus vulgaris, wird normalerweise in Dosen- oder getrockneter Form gekauft. Schwarze Bohnen sind würzig und leicht süßlich im Geschmack.

Die Bohnen kochen eher mehlig weich, und passen gut zu exotischen Gerichten, mischen sich gut mit exotischen Gewürzen und geben optisch auch etwas her. In Eintöpfen und gebraten als Beilage zu Reis oder Hirse oder als Brotaufstrich.

Nährwerte schwarze Bohne pro 100g (getrocknet): 306kcal, 21,7g EW, 38,8g KH, 2,6g F, 20,6g Blst

 

Die Kidneybohne

Wikipedia: Die Kidneybohne ist eine Sorte der Gartenbohne (Phaseolus vulgaris). Sie ist wegen ihrer optischen Ähnlichkeit in Form und Farbe nach der Niere benannt (‚kidney‘ = Niere). Rote Kidneybohnen sollten nicht mit der Adzukibohne (Vigna angularis) und der Feuerbohne (Phaseolus coccineus) verwechselt werden. Von der Konsistenz her sind Kidneybohnen weich und etwas mehlig und haben einen leicht süßlichen Eigengeschmack. Zudem lassen sie sich einfach in andere Gerichte einfügen, da sie relativ leicht das Aroma weiterer Zutaten annehmen.

Nährwerte Kidneybohne pro 100g (Dose): 124kcal, 9,4g EW, 15,5g KH, 0,6g F, 9g Blst

Die Sojabohne

Wikipedia: Der Anbau der Nutzpflanze Sojabohne ist seit 3050 v. Chr. in Japan und zumindest seit 1550 v. Chr. in Korea und China als Nahrungspflanze nachgewiesen[2][3]. Die Sojabohne wird heute auf sechs Prozent der globalen landwirtschaftlichen Nutzfläche angebaut und ist die weltweit wichtigste Ölsaat. Ihre zunehmende Bedeutung spiegelt sich in dem seit den 1970er Jahren von allen Nutzpflanzen höchsten Zuwachs an Anbaufläche wider. Während 1960 17 Millionen Tonnen produziert wurden,[4] waren es 2016 bereits 334,9 Millionen Tonnen.[5]

Als Ölsaat enthalten Sojabohnen etwa 20 Prozent Öl. Das Sojaöl wird vor allem als Lebensmittel, aber z. B. auch für die Produktion von Biodiesel verwendet.[4] Nach der Ölpressung wird das verbleibende Extraktionsschrot (Sojakuchen) erhitzt, um die für Tier und Mensch giftigen und unbekömmlichen Bestandteile zu zerstören (Trypsininhibitoren und Hämagglutinine) und dann zu 98 Prozent in der Tierproduktion verfüttert und zu 2 Prozent als Nahrung für den Menschen verwendet.[6] Sojabohnen enthalten etwa 37 Prozent Eiweiß. Als Nahrung ist die Eiweißqualität der Sojabohne mit der von tierischem Eiweiß vergleichbar, was die Sojabohne von anderen Pflanzen abhebt.

Nährwerte Sojabohne pro 100g (getrocknet): 340kcal, 38g EW, 18g F, 6,3g KH, 2g Blst

Die Mungbohne

Wikipedia: Die Mungbohne (Vigna radiata), auch Mungobohne, Jerusalembohne oder Lunjabohne genannt und auch als Mung Dal oder Mung Daal bekannt, ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Im deutschsprachigen Raum werden die Keimlinge oft auch fälschlicherweise als Sojasprossen bezeichnet. Diese Nutzpflanze ist nahe verwandt mit einer Reihe anderer „Bohnen“ genannter Feldfrüchte, insbesondere mit der Urdbohne (Vigna mungo). Die Mungbohne wird seit einigen 1000 Jahren in Indien angebaut und ist heute in ganz Südostasien verbreitet.

Was Sie bei uns als „Sojasprossen“ kaufen sind in der Regel gekeimte Mungbohnen!

Nährwerte Mungbohne pro 100g (getrocknet): 274kcal, 23,1g EW, 41,5g KH, 1,2g F, 17,3g Blst

 

Rezepte mit Bohnen:

 Ackerbohnensalat mit frischer Minze und Pecorino, 4 Portionen

  • 1,5kg frische „dicke Bohnen“, in der Hülse oder alternativ aus dem Glas oder der Dose eine entsprechende Menge, ca. 100g pro Portion
  • 1 Bio Zitrone
  • 100g Pecorino
  • 50g Rucola
  • frische Minze
  • Salz, Pfeffer
  • 3 EL Olivenöl.

Die Bohnen enthülsen und in einem großen Topf Salzwasser aufkochen. In drei bis fünf Minuten weich kochen. Dann abgießen, in eiskaltem Wasser abschrecken und die Häutchen entfernen. Die Bohnen mit geriebener Zitronenschale, Zitronensaft, klein gehackter Minze und Olivenöl gut vermischen. Mit grobem Meersalz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen. Den gewaschenen Rucola in eine Salatschüssel geben und die gewürzten Bohnen und den gehobelten Käse darauf verteilen.

Käferbohnensalat, klassisch

  • Ca. ½ kg gekochte Käferbohnen, aus der Dose für „Schnelle“
  • 1 Zwiebel
  • Apfelessig
  • Kürbiskernöl
  • Salz, Pfeffer

Die Zutaten vermischen, dabei die Käferbohnen mit der Gabel teilweise etwas andrücken/zerdrücken, damit sie die Marinade gut aufnehmen. Auch eine Variante kombiniert mit gekochtem Rindfleisch ist möglich. Am besten noch mit frischen Gartengemüse verfeinern für mehr Farbe!

Kleine Anmerkung zum Kürbiskernöl: Es besteht ca. zu 50% aus sogenannten mehrfach ungesättigten Fettsäuren und wird daher gemeinhin zu den „gesunden“ oder „guten“ Pflanzenölen gezählt. Allerdings sind von diesen 50% der Löwenanteil sogenannte Omega 6 Fettsäuren, und nur ein winzig kleiner Anteil Omega 3. Ein Überschuss an Omega 6 Fettsäuren aus verschiedenen Nahrungsquellen, seien sie nun tierisch oder pflanzlich, ist auf die Dauer nicht gut für uns, da so die entzündungshemmenden Qualitäten der Omega 3 Fettsäuren überlagert werden. Natürlich haben Kürbiskerne und damit auch das Öl viele andere tolle und auch gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe. Aber meine Empfehlung ist, nicht jeden Salat und jedes Gericht in Kürbiskernöl zu ertränken. Käferbohnensalat, Rindfleischsalat, grüner Salat, die Eierspeis, der Guglhupf, das Vanilleeis, noch das Brot eintunken… Ihr versteht? 😉

Aufstrich aus weißen Bohnen, orientalisch gewürzt

Ca. 320g weiße Bohnen aus der Dose, 2 Knoblauchzehen, Pfeffer, ½ TL Koriander, ½ TL Senfsamen, ½ TL Kreuzkümmel, ½ TL Zimtpulver, 1 getrocknete Chili, Zitronensaft und Schalenabrieb (BIO!), frischer Koriander, Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer

Die Bohnen abtropfen lassen und gut mit Wasser abspülen. Die trockenen Gewürze in einer Pfanne ohne Öl rösten, bis die Gewürze anfangen, intensiv zu duften, mörsern wenn ganze Körner. Olivenöl in eine kleine Pfanne geben und bei milder Hitze den grob geschnittenen Knoblauch und die gehackte Chilischote leicht anrösten. Die gerösteten Zutaten und den Zitronensaft zu den Bohnen geben und pürieren oder mit dem Stampfer zerdrücken. Beim Pürieren etwas Gemüsebrühe dazugeben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer abschmecken und mit frischem Koriander bestreuen.

Adzuki-Bohnen-Paprika Pfanne mit Basmatireis, 4 Portionen

250g getrocknete Adzukibohnen, 3 große Paprikaschoten, am Besten rote und gelbe, 2 große rote Zwiebel, 2 EL Olivenöl, Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Salz, Pfeffer, 1 Tasse Basmatireis

Die Adzukibohnen über Nacht einweichen, das Wasser am nächsten Tag abgießen, die Bohnen abspülen und dann mit viel Wasser weich kochen. Zwiebeln und Knoblauch fein schneiden, die Paprikaschoten in größere Stücke schneiden. Alles zusammen in Olivenöl leicht anrösten, sie sollen keine Farbe nehmen. Dazu dann die gekochten Bohnen geben und mit etwas Gemüsebrühe weitere 15-20min dünsten. Mit den Gewürzen abschmecken.

Schwarze Bohnen „mexikanisch“
200 g getrocknete schwarze Bohnen, 2 mittelgroße Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 1 handvoll getrocknete Tomaten, 1 Rippe Bitterschokolade (85%), 2 Dosen Tomaten in Stücken, 1 Handvoll Rosinen. Gewürze: 2 TL Zucker, 2 TL Kreuzkümmel gemahlen, schwarzer Pfeffer, Salz, 1 TL Chiliflocken, 2 Lorbeerblätter, 1 Bund frischer Koriander, 1 Tasse Gemüsebrühe, Olivenöl.

Die Bohnen über Nacht in Wasser einweichen, abgießen und mit frischem Wasser und den Lorbeerblättern zum Kochen bringen. Zugedeckt 60-70 Min. köcheln. Abgießen und jetzt erst salzen. Inzwischen Zwiebeln und Knoblauch schälen und hacken. Die getrockneten Tomaten klein schneiden und die Bitterschokolade hacken.

Die Zwiebeln im Öl glasig dünsten, Knoblauch kurz mitdünsten. Getrocknete Tomaten, Zucker und Kreuzkümmel zugeben und unter Rühren anbraten, bis es duftet. Die Tomaten, die Schokolade und die Brühe dazugeben und aufkochen. Bohnen, Sultaninen und Chiliflocken zugeben und noch weitere 30min köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, abschmecken. Das Koriandergrün (Blättchen und die zarten Stiele) hacken und über die Bohnen streuen. Dazu passt Reis oder Ciabatta.

Kidneybohnen-Oliven-Aufstrich

1 Dose Kidneybohnen, 1 Handvoll entsteinte schwarze Oliven, 1 EL Rahm, 1 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, evtl. etwas Zitronensaft, frische Petersilie

Alle Zutaten in der Küchenmaschine oder mit dem Stabmixer sämig pürieren, mit Salz und Pfeffer sowie Zitronensaft abschmecken.

Sojabohnen „Rezepte“

Bekannte Produkte aus Sojabohnen:

  • Tofu in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Formen, zB natur, geräuchert, mit Gewürzen – in Eintöpfen, Suppen, oder Seidentofu in veganen Desserts
  • Tempeh, in Scheiben geschnitten und gebraten auf Salat, mit Gemüse, …
  • Edamame, in der Hülse gekochte unreife Sojabohnen, mit Salz, als Vorspeise
  • Natto

Selbst gekeimte Mungbohnensprossen

Vor der eigentlichen Keimung weicht man Mungbohnen etwa 12 Stunden in kaltem Wasser ein, am besten abgedeckt im Dunkeln. Das Volumen vergrößert sich dabei sehr stark, wählen Sie daher ein entsprechend großes Gefäß! 1½ EL Bohnen reichen also für eine ganze Keimschale oder das Keimglas. Schon nach dem Einweichen sieht man, dass die Schale  aufgeplatzt und der Keim zu sprießen  beginnt.

Nun ziehen die Bohnen um in eine Keimschale oder ein Keimglas, wo man sie täglich mindestens 2 x mit kaltem Wasser ausgiebig wässert und spült. Das ist wichtig, damit sich kein Schimmel und keine Fäulnis bilden. Auch zu warme Temperaturen, wie sie im Sommer oft in Wohnungen herrschen sind nicht gut. Nach etwa drei Tagen sind die Sprossen essbar. Bleiben Sie nun dem Licht ausgesetzt und wachsen weiter, werden sie leicht lila und entwickeln ein herberes Aroma. Lange, helle Sprossen, erhält man, wenn die Mungbohnen ohne Licht keimen.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Diätologin 🙂

 

Fotos: Birgit Barilits

Bau dir deine Woche!

Bau dir deine Woche!

Immer mehr werde ich (wieder) eine Freundin der „analogen“ Planung. Es macht Spaß und bringt Ruhe ins Gehirn, wenn man es sich gemütlich macht und mit Stift und Papier arbeitet, statt mit blinkenden Bildern, grellen Farben und vom scrollen schon zitternde Augen und einen verkrampften Daumen bekommt… (kennst du das?)

Also – Back to the roots! Mach dir einen Plan, mach ein „Bullet Journal“ oder auch nicht, verwende einen Zeichenblock oder kariertes Papier, mach eine Tabelle oder lass es sein, aber lass deine Gedanken schweifen und überleg dir, wie du deine kommende Woche gestalten willst. Denn DU hast es in der Hand.

Hier hast du einige Ideen, um einzelnen Tagen ein Motto und Struktur zu verleihen: Pick dir was raus, oder lass dir selbst etwas einfallen!

  • Monday is for a fresh start. (zB ich mach mir jetzt endlich einen Termin mit der Personal Trainerin aus, zB Cornelia Brückner!
  • Montag ist für den Neustart 😊
  • Monday is for motivation!
  • Montag: Joggen

Bild: Fotolia

  • Tuesday is for meal prep.
  • Dienstag wird vorgekocht!
  • Tuesday is for tough girls in the gym.
  • Dienstag: Krafttraining

Foto: Birgit Barilits, Bild: Fotolia

  • Wednesday is for „weiter geht´s“
  • Mittwoch steht für „just do it“
  • Wednesday is for way to go!
  • Mittwoch: Relax-Yoga
  • Thursday is for keep going!
  • Donnerstag ist zum dranbleiben!
  • Thursday is for writing the shopping list (zB für Meal Prep Tuesday)
  • Donnerstag: Intervalltraining Laufen

Bild: Fotolia

  • Friday is for fitness
  • Freitag für die Fitness!
  • Freitag is for …… (insert your goal/quote)
  • Freitag: Zirkeltraining/Krafttraining
  • Saturday is for „go out and play“
  • Samstag ist für „geh raus und hab Spaß“
  • Saturday is for meeting friends
  • Samstag: Strandbad, Schwimmen

Foto: Birgit Barilits

  • Sunday is for „hit the pause“
  • Sonntag ist Pause!
  • Sunday is funday!
  • Sonntag: Ruhetag

Foto: Daniela Dutka, Bild: Fotolia

 

Viel Spaß und Motivation beim selbst „analog gehen“ 🙂

Eure Diätologin