Projekt Unbeschwert – Episode 9

Projekt Unbeschwert – Episode 9

Essen? Da war doch was! Langzeiternährung nach der OP

Liebe Leserinnen und Leser,

Willkommen zu Episode 9 des “Projektes Unbeschwert”! In dieser Episode dreht sich alles um das Thema Essen. Eine Illusion kann ich Ihnen und Euch schon bereits jetzt nehmen: Die Beschäftigung mit dem Thema Essen wird sich auch nach der OP nicht ändern. Es ist nun einmal so, dass man auf Nahrung nicht verzichten kann. Vor der OP hat sie dazu geführt, dass ich immer weiter zugenommen habe und nach der OP habe ich die Chance die Nahrung wieder als “meinen Freund” anzusehen und sie so zu dosieren, dass das Gewicht runter und nicht wieder rauf geht. Aber auch dafür muss ich mich mit dem Thema beschäftigen und unliebsame (Essens-) Gewohnheiten nach Möglichkeit reduzieren bzw. abstellen oder andere Wege finden, damit umzugehen. Denn: Die OP ist eine Krücke. Das Essverhalten wird dadurch nicht geändert, dafür muss jede und jeder selbst sorgen. Und das ist ein verdammt langwieriger Prozess, der viel Kraft und Nerven kostet. Ein Kommentar einer Dame nachdem ich ihr von der OP erzählt habe war:

“Na dann brauchst du ja jetzt auch keine Kalorien mehr zählen und nicht mehr so viel Sport machen”

FALSCH!!! Kalorien zählen muss man vielleicht tatsächlich nicht, aber man muss genau beobachten was man isst. Das Führen eines Ernährungstagebuches (zu Beginn habe ich es kontinuierlich geführt und nach etwa 6 Monaten eher sporadisch und nur um zu schauen, ob die Zufuhr von Fetten, Eiweißen, Kohlenhydraten ok ist) hat mir dabei sehr, sehr geholfen.

Das Thema Essen verändert sich sehr in den verschiedenen “Phasen” nach der Operation. Zu Beginn ist man schnell pappsatt. Zumindest ich. Ein Hungergefühl hatte ich aber noch. Manche berichten, dass sie dieses nach der OP “verloren” haben, dies ist bei mir nicht so. Zu Beginn war ich natürlich noch sehr vorsichtig bei der Wahl der Nahrungsmittel (so soll es ja auch sein, die ersten 6-8 Wochen soll man Schonkost zu sich nehmen, da die Narben von innen verheilen müssen und sich der Körper umstellen muss)  und ich musste auch sehr darauf schauen ca. alle 3 Stunden etwas zu essen und auch darauf achten, Essen und Trinken voneinander zu trennen. In der Vorbereitung hatte ich gelernt, dass man 30 Minuten vor und 30 Minuten nach dem Essen keine Getränke zu sich nehmen soll (wobei die Meinungen, ob man 30 Min vor dem Essen nichts trinken soll, auseinander gehen). In der ersten Zeit war ich pausenlos damit beschäftigt zu schauen, wann ich denn jetzt essen und wann ich trinken sollte. Da musste ich mich schon sehr umstellen, hatte ich doch vorher immer ZUM Essen getrunken. Ein kleines Beispiel: Wie sollte das in der Früh mit dem Trennen von Essen und Trinken machen, wenn ich nicht ewig warten wollte, bis ich ins Büro kann? Da war Kreativität und Ausprobieren gefragt und ich war froh, dass ich die ersten zwei Wochen nach der OP daheim diese ganzen Prozesse üben konnte. Aber: Ich kann euch beruhigen, das geht einem relativ schnell in Fleisch und Blut über.

Die ersten beiden Monate war meine Ernährung durch die Schonkost natürlich relativ eingeschränkt bzw. im Aufbau begriffen. Als es dann wieder Richtung Vollkost und Langzeiternährung nach der OP ging, da begann die eigentliche Arbeit und Auseinandersetzung mit dem Was und Wieviel. Ich bin dabei das Thema relativ strukturiert angegangen und habe versucht, meine Woche im Voraus zu planen, um meine Mahlzeiten möglichst ausgewogen zu gestalten. Der Vorteil ist, dass man ohne Stress überlegen kann, was man zu den Hauptmahlzeiten isst.

Nach der OP ist es wichtig, dass man genug Eiweiß zu sich nimmt. Eiweiß unterstützt die Abnahme und trägt dazu bei, dass die Muskeln richtig funktionieren. Zu Beginn ist die Nahrungsmenge noch so wenig, dass es nicht möglich ist, das gesamte Eiweiß über normale Nahrung aufzunehmen. Hier kann man sich durch Shakes und Proteinriegel und andere Proteinprodukte Abhilfe schaffen. Was da für einen das Richtige ist und welches einem schmeckt und was man verträgt, das ist ein bisschen Trial and Error. Ich habe vieles ausprobiert und ein neutrales Eiweißpulver gefunden, welches ich in Milch gemischt habe und damit meinen Kaffee getrunken habe. Das hat wunderbar funktioniert, den Kaffee mit Milch trank ich sowieso und dank des Pulvers in der Milch konnte ich gleich 25g Eiweiß auf diese Art und Weise aufnehmen. Inzwischen ist meine Nahrungsmenge wieder mehr geworden und ich kann das Proteinpulver weglassen (die Proteinriegel und Proteinprodukte esse ich jedoch trotzdem weiter, da ich einige gefunden habe, die wirklich lecker sind). Der immer wieder verbreitete Mythos “Man muss lebenslang Eiweißdrinks oder Eiweißpulver zu sich nehmen” stimmt demnach nicht. Dank meines Ernährungstagebuchs kontrolliere ich immer mal wieder, ob meine Eiweißaufnahme im grünen Bereich ist und kann – wenn dem nicht so ist – nachjustieren. Die Blutwerte geben mir auch recht – alles in Ordnung beim Eiweiß.

Vor der OP habe ich immer gerne Süßigkeiten gegessen. In den ersten 8 Monaten nach der OP war der Süßes-Gusto nicht komplett verschwunden, aber er war nicht präsent. Bei uns auf der Arbeit gab es immer Schokolade, auch oft vor meiner Nase. Das machte mir nichts aus, ich aß meinen Eiweißriegel in der Früh und am Nachmittag meist einen Proteinpudding und das war alles in Ordnung. Nach etwa 8 Monaten änderte sich dies jedoch. Und da begann auch die Zeit, in der ich sehr darauf achten musste (bzw. das muss ich immer noch), was ich esse. Plötzlich wurde die Schokolade wieder interessant und auch meine Portionen wurden größer. Lange nicht so groß wie vor der OP, aber anstatt einer halben Semmel ging plötzlich ¾ davon. Jetzt, 14 Monate nach der OP, geht auch eine ganze Semmel. Es ist aber nicht nur die Menge, die eine “Gefahr” ist, sondern auch das so genannte “grasen”. Man kann zwar lange nicht mehr so viel pro Mahlzeit essen wie früher, aber man isst häufiger. Und so muss man aufpassen, dass man nicht ständig irgendeine Kleinigkeit isst. Dieses ständige Essen führt nämlich oft dazu, dass man wieder mehr zu sich nimmt, als man eigentlich braucht. Deshalb gilt auch nach der OP: Eine Beschäftigung mit dem Was, Wann und Wie des Essens ist notwendig, wenn man nicht wieder zunehmen will.

Auch wenn ich noch so strukturiert versuche, das Thema anzugehen, der Süßes- Gusto ist weiterhin da und es erfordert sehr viel Anstrengung, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es gibt einen sehr prominenten Spruch unter den Operierten, der besagt “Der Kopf wird nicht mitoperiert”. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Kopfhunger und dem physischen Hunger und dies “abzustellen” bzw. sein Verhalten zu erkennen und zu ändern ist ungeheuer schwierig und gelingt auch mir nicht immer.

Dadurch, dass ich viel Sport mache, kann ich das recht gut regulieren und die “zu viel Kalorien” durch sportliche Aktivitäten wieder wettmachen. Das ist zwar gut, da die Kalorienbilanz (Aufnahme vs. Verbrauch) zwar ausgeglichen ist, aber was, wenn ich mal weniger Sport treibe? Ein 100%iges Erfolgsrezept für eine ausgewogene Langzeiternährung für mich habe auch ich noch nicht gefunden. Deshalb ist das Thema Essen auch weiterhin sehr präsent bei mir. Während ich diesen Blog hier schreibe, ist mir einiges bewusst geworden über meine Essensmuster. Essen hat bei mir viel mit Stress zutun. Derzeit versuche ich meine stressigen Situationen zu identifizieren und anstatt zum Essen als Belohnung oder zur Beruhigung dies anders zu kompensieren. Ob das langfristig gelingt? Das ist hier die Gretchenfrage…

Eine Sache hat sich bei mir aber 100% zum Positiven gewendet: Ich habe nicht mehr ständig Hunger. Und ich kann mein Essen mehr genießen und muss nicht Angst haben, dass ich nicht satt werde. Denn das werde ich. Ich kann mit Freunden Essen gehen und einfach nur genießen. Keine komischen Blicke mehr oder ein ungutes Gefühl, weil “die Dicke” mal wieder isst. Ich bestelle mir eine Vorspeise und genieße sie, oder aber ein Hauptgericht und nehme den Rest wieder mit. Je nachdem mit wem ich essen gehe, freut sich auch der oder die über ⅓ meiner Portion.

Fazit zum Thema Essen bei mir nach 14 Monaten: Ja, es ist anders als vor der OP. Man braucht ein bisschen, um “seinen Weg” zu finden, “seine Gewohnheiten” und auch seine Dinge, die man verträgt oder nicht verträgt. Ich habe das Glück, dass ich, mit Ausnahme von Trockenfleisch (aber wer braucht schon Trockenfleisch??), alles vertrage. Viele Dinge habe ich erst nach und nach probiert und geschaut, ob ich sie vertrage. Nichts desto trotz ist die Beschäftigung mit dem Thema Essen omnipräsent, denn mit meinem Kopf muss ich einen Kampf ausfechten, dass eine Rippe Schokolade nicht lebensnotwendig ist und ich sie nicht jeden Tag essen muss und ich auch eigentlich die letzten 2 Bissen der Semmel nicht mehr brauche. Hier hilft nur Geduld und Durchhaltevermögen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten.

Aber: Die Abnahme hat funktioniert. Wie und alles Weitere zum Thema “Klappt die Abnahme” erfahrt ihr zum Beginn der Sommerferien im Juli. Bis dahin habe ich vielleicht die 2kg weniger, die mir noch fehlen, damit ich mein selbst gestecktes Ziel, unter 80kg zu sein erreicht habe. Ich werde euch berichten 🙂

Foto: Patientin (anonym)

Projekt Unbeschwert – Episode 8

Projekt Unbeschwert – Episode 8

Wo Licht ist, ist auch Schatten: Wenn der Körper anders reagiert als der Kopf

Hallo liebe LeserInnen!

Ich hoffe, es geht Ihnen und euch gut. Schön, dass Sie noch dabei sind bei meinem Weg bzw. Willkommen, falls Sie erst kürzlich dazu gestoßen sind.

Das Thema heute “Wenn der Körper anders reagiert als der Kopf”. Was meine ich damit? Die OP ist kein Spaziergang und oft nimmt man sich die tollsten Sachen nach der OP vor…

und dann sagt einem der Körper aber recht deutlich, dass man noch kürzer treten sollte. So tat er es zumindest bei mir.

Die schwierigste Zeit für mich nach der OP bisher war etwa einen Monat später. Ich ging wieder arbeiten und freute mich an den kleinen Portionen und dem schnellen Sättigungsgefühl. Hin und wieder spürte ich jedoch einen leichten Schmerz im Bauch. Schmerzen im Bauch sind nach so einer OP immer ernst zu nehmen. Es können ganz harmlose Ursachen sein, es kann aber auch sein, dass z.B. etwas mit den Nähten nicht stimmt oder es ein Problem mit dem Darm gibt. Deshalb sollte man bei Schmerzen nicht lange warten, sondern relativ bald zum Arzt gehen. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig. So bin dann auch ich nach 2 Tagen Schmerzen, die eher mehr als weniger wurden, zum Arzt. Ein Ultraschall brachte uns nicht weiter und man überlegte, was das wohl sein könnte. Schlussendlich haben wir dann die Ursache gefunden. Bei der OP wird, um an Magen und Darm zu kommen, auch Nervengewebe “durchstochen”. Einer dieser Nerven schien das nicht so toll gefunden zu haben, dass man ihn “geärgert” hat und irgendwie ist dieser Nerv eingeklemmt gewesen.

Die Folgen dieses eingeklemmten Nervs waren wirklich blöd und zwangen mich dazu, kürzer zu treten. Sitzen war kaum möglich und verursachte starke Schmerzen. Lediglich beim Gehen/Dtehen und Liegen ließ es sich aushalten. Hier fiel mir auf, wie viel man eigentlich im Sitzen verbringt und wie “unsozial” das Leben ist, wenn man nicht richtig sitzen kann. Ein Freund hatte Geburtstag und feierte den auf der Donauinsel. Alle saßen fröhlich beieinander und plauderten, ich habe dann “stehend” gratuliert und den Rückweg angetreten, hinsetzen war einfach nicht drin… Ein wirklich blödes Gefühl und ich fühlte mich sozial ziemlich isoliert. Aber es blieb mir nichts anderes übrig, als die Situation anzunehmen und zu akzeptieren, dass der Körper noch Zeit brauchte, um “Wieder ins Gleichgewicht” zu kommen. Gegen eingeklemmte Nerven kann man auch nicht wirklich etwas machen, so half mir nur Abwarten. Gottseidank hatte ich nette Freunde, die mich wieder ein wenig aufgefangen haben und meine – zugegebenermaßen miese – Laune ertrugen und mich aufmunterten. Hier hat sich bezahlt gemacht, dass ich die OP nicht verschwiegen habe und ich erfuhr viel Unterstützung, die mir sehr geholfen hat.

Dieses “Wieder ins Gleichgewicht kommen” des Körpers merkt man aber auch noch an anderen Dingen. Beispielsweise am Haarausfall. Viele Operierte berichten davon, dass sie nach der OP Haare verlieren. Dies ist eine Folge der Hormonumstellung oder – wenn man nicht ausreichend Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe zuführt- kann dies auch eine Folge von Mangelerscheinungen sein. Der Organismus des Körpers “überspringt” eine Wachstumsphase der Haare, was dazu führt, dass diese ausfallen. Dieses Schicksal ist auch mir nicht erspart geblieben. Ich hatte darüber schon vor der OP gelesen und mich “geistig” darauf eingestellt, es war aber trotzdem nicht angenehm. Nach dem Haare waschen und kämmen hatte ich regelmäßig die Hände voller Haare. Allein der Gedanke, dass dies wieder vorbei gehen würde, kann einem dabei helfen, dass man gelassen bleibt. Meine Haare sind jedoch nicht büschelweise ausgefallen, es hielt sich im Rahmen und man merkt soweit nichts, wenn man es nicht weiß. Auch heute, gut ein Jahr nach der OP, verliere ich immer noch mehr Haare als “üblich”, ich hoffe, dass sich das irgendwann legt.

Nach der OP hatte ich eigentlich erwartet, dass ich mich müde und schlapp fühle. Schließlich nahm ich nicht wirklich viel Nahrung zu mir. Woher sollte also die Energie kommen? Aber ich war verblüfft: Dem war nicht so! Nichts desto trotz war ich noch vorsichtig mit meinen Aktivitäten, vor allem sportlicher Natur. Ich wollte nicht irgendwo zusammenklappen, weil ich nicht mehr konnte. Dies merkte ich beispielsweise auf einer Reise nach Südtirol. Wir waren eine Gruppe und wanderten in den Bergen. Ich hatte keine Ahnung, wie lange die Wanderung noch dauern würde und wie mein Körper reagieren würde. Ich war zwar nicht erschöpft, aber mein Körper signalisierte mir nach 1 ½ Stunden, dass ich eher etwas kürzer treten sollte. Ich war enttäuscht. Mein Körper machte mir einen Strich durch die Rechnung. Sowas kannte ich ja schon von vor der OP. Die Abnahme lief zwar super, aber auch mit 120 kg ist es noch viel anstrengender in den Bergen zu wandern als mit 65 kg. Ich musste mich also noch etwas gedulden. Noch konnte ich nicht mit Normalgewichtigen mithalten.

Gerade in solchen Situationen, wie ich sie da erlebt habe ist es wichtig, sich mit seinem Körper auseinanderzusetzen und auf ihn zu hören. Ich hatte so lange nicht auf meinen Körper gehört und ihn so lange vernachlässigt, ich musste erst eine neue “Beziehung” zu ihm aufbauen. Der Körper ist nun einmal das physische Gebilde, welches um unseren Geist herum ist und es kann dem Geist nur gut gehen, wenn es auch dem Körper gut geht. Es gilt also diese beiden in Einklang zu bringen, damit man sich auf beiden Ebenen wohlfühlt.

Diese “Schattenphasen” gibt es immer wieder im Laufe der Abnahme, manche haben sie häufiger, manche seltener. Wichtig ist in diesen Phasen zu akzeptieren, dass einem der Körper (noch) Grenzen setzt und wirklich darauf zu achten die Signale des Körpers ernst zu nehmen. Die OP bietet die Chance, dass man sich wieder auf den Körper und die körperlichen Reaktionen konzentriert. Man ist durch die ganze Umstellung auf allen Ebenen gezwungen, sich sehr intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, und dies kann eine große Chance sein wieder mit seinem Körper in Kontakt zu kommen und eine liebevollere Beziehung zu ihm aufzubauen. Auch wenn es Phasen gibt, wo man am liebsten aus seinem Körper springen würde, weil man enttäuscht oder genervt von den Reaktionen ist.

Wie erwähnt, der Haarausfall ist noch (abgeschwächt) da, die Sache mit dem Nerv hat sich aber gottseidank nur etwa 3 Wochen gehalten. Auch das Gefühl, nicht mithalten zu können und nicht zu wissen, wieviel man sich körperlich zutrauen kann, wurde immer besser. Inzwischen ist es ganz verschwunden. Dies liegt auch definitiv daran, dass ich wieder mehr essen kann, als noch zu Beginn (logisch, ich kann mich ja nicht ein Leben lang von ½ Semmel ernähren).

Wie meine Entwicklung in Bezug auf Essen war und wie meine Ernährung nun aussieht, das erzähle ich euch im nächsten Beitrag.

 

Fotos: Birgit Barilits, Patientin (anonym)

Projekt Unbeschwert – ERFOLGE :)

Projekt Unbeschwert – ERFOLGE :)

Die 1. BIA Messung:

Der Verlauf – Fett wird abgebaut, Muskelmasse bleibt gut erhalten. So soll es sein!

Die letzte BIA Messung:

DiätologInnen können dabei begleiten, einen gesünderen Lebensstil zu entwickeln. Das TUN bleibt den PatientInnen. Egal ob mit der Unterstützung durch eine Operation (wenn es sein muss), oder ob auf herkömmlichem Weg!

Eure Diätologin.

 

Fotos: Patientin (anonym) und Birgit Barilits

 

Projekt Unbeschwert – Episode 7

Projekt Unbeschwert – Episode 7

„Ganz viele Erste Male“- Die ersten  Wochen nach der Operation

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Kann ich xyz nach der OP noch essen? Werde ich je wieder etwas genießen können nach der OP? Solche und ähnliche Fragen hört man recht häufig von noch nicht Operierten. Und eine definitive Antwort kann man nicht geben. Denn jeder Körper ist anders, jeder Körper reagiert anders auf Nahrung. Nach der OP gibt es 100te “Erste Male”. Die ersten Male nach der OP, die man etwas tut. Sei es etwas probieren, was man vorher ganz selbstverständlich gegessen hat, sei es etwas Neues ausprobieren und, und, und. Auch jetzt, ein Jahr nach der OP, habe ich noch viele erste Male. Jetzt sind es vor allem die ersten Male, die ich etwas machen kann, was ich mit höherem Gewicht noch nicht machen konnte (oder es mir eingebildet habe nicht machen zu können). Nach der OP war es aber ganz klar das Austesten, welche Nahrung mein Körper gut verträgt oder eben nicht.

Ich bin immer eine große Freundin des Kaffeetrinkens gewesen (und bin es auch heute noch). Ob ich Kaffee wohl nach der OP noch vertragen würde? Zwei Tage, nachdem ich wieder daheim war, war tolles Frühlingswetter. Wir gingen im Prater spazieren. Es war alles noch ein bisschen beschwerlich, aber vier Tage nach der OP war meine gesundheitliche Verfassung im Grunde wirklich super! Wir setzten uns in ein Café und es roch nach Kaffee. Ob ich es wohl wagen sollte, einen zu probieren? Gesagt, getan. Ich bestellte mir noch Wasser dazu, um den Kaffee eventuell zu verdünnen. Ganz vorsichtig nahm ich einen mini-mini Schluck und wartete. Hörte auf meinen Bauch, jederzeit bereit die Toilette aufzusuchen. Aber nichts geschah. Weder mein Magen noch mein Darm rebellierten. Juhuuu!!! Ich konnte also wieder Kaffee trinken! Für mich der Inbegriff von Genuss. Dann noch zwischen blühenden Kirschen und Marillen- das Leben war schön.

Nach 10 Tagen wurden mir die Klammern entfernt, ich war froh, dass sie endlich weg waren. Und ich durfte gleich danach das nächste “Erste Mal” erleben! Radfahren! Die Ärztin hatte mir erlaubt langsam wieder mit Sport anzufangen. Ganz langsam stieg ich aufs Rad. Es zwickte schon ein bisschen, aber ich fuhr! Mehr als zwei km schaffte ich an dem Tag nicht, aber: Auch das klappte! Es ging also Stückchen für Stückchen weiter.

Es gab aber auch erste Male, die nicht so gut geklappt haben. Etwa 1 ½ Monate nach der OP habe ich ein Puten-Frankfurter essen wollen. Das war keine gute Idee. Es drückte sehr im Magen und ich hatte das Gefühl, als würde es in der Speiseröhre stecken bleiben. 30 Minuten lief ich durch die Wohnung, in der Hoffnung, es würde besser werden. Dann versuchte ich es mit einem Schluck Wasser “hinunter zu spülen”. Keine gute Idee. Mir wurde nur noch übler. Das war wohl noch ein wenig zu früh mit den Puten-Frankfurtern. Heute, nach einem Jahr sind die Puten-Frankfurter aber kein Problem. Der Körper braucht Zeit, sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen und diese Zeit muss man ihm einräumen und gut auf ihn hören. Puten-Frankfurter wurden also erst einmal vom Speiseplan verbannt.

Das erste Eis gab es im Sommer, ca. zwei Monate nach der OP. Natürlich muss die Ernährung nach der OP umgestellt und angepasst werden und natürlich isst man kleinere Portionen. Es heißt aber nicht, dass man sein Leben lang asketisch leben und auf alles verzichten muss. Mit der OP bekommt man die Chance, von kleineren Portionen satt zu werden und nicht mehr so viel essen (zu können). Die Kunst ist es einen genuss- und maßvollen und gesunden Umgang mit dem Essen zu lernen. Das ist schwerer getan als gesagt, hatte ich doch vorher das Maß völlig verloren.

Anmerkung Diätologin: Achtung, mögliche Dumping-Gefahr* – wie auch weiter unten im Text beschrieben! Beachten Sie, was Sie in den Ernährungberatungen gelernt haben und dass Sie nicht wieder in alte Muster hineinrutschen – besonders wenn Sie zu den glücklichen Personen gehören, die danach alles vertragen!

*Erklärung:

Da nach der Magenresektion die Pylorusfunktion (Schließmuskel zum Darm hin) fehlt, kommt es zur raschen Entleerung des Nahrungsbreis in den Darm. Süße Lebensmittel und Getränke bewirken eine sogenannte Hyperosmolarität. Dadurch kommt es zum massiven Flüssigkeitseinstrom in die Darmlichtung. Direkt im Anschluss (daher „Frühdumping“) an die Nahrungsaufnahme treten möglicherweise krampfartige Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Brechreiz, starke Müdigkeit sowie Kreislaufsymptome auf.

Beim „Spätdumping“ wird Glukose schnell resorbiert und führt zu einem schnellen und hohen Blutzuckeranstieg mit einer vermehrten Ausschüttung von Insulin. Dadurch wird der Blutzucker schnell wieder aus dem Blut entfernt. Niedriger Blutdruck, Schwächegefühl, Hunger und Schwitzen sind Symptome des Spätdumpings – quasi die Symptome des Unterzuckers.

Auf ein weiteres erstes Mal war ich sehr gespannt. Das erste Mal Reis essen. Ich hatte von einigen Operierten gelesen, dass sie keinen Reis mehr vertragen haben. Das wäre für mich sehr, sehr blöd gewesen, denn ich bin beruflich immer mal wieder in Asien unterwegs. Und dort ist das Grundnahrungsmittel nun einmal Reis. Als ich nach zwei Monaten wieder “normale” Vollkost essen durfte, probierte ich also Reis. Wenn ich etwas das erste Mal probiert habe, dann habe ich immer nur ein kleines bisschen gegessen und erst einmal abgewartet, wie der Körper reagiert. Ich nahm also eine kleine Gabel, kaute gut und wartete. Und siehe da: Es passierte nichts! Juhuu!! Also ging auch Reis! Ich war sehr erleichtert, jetzt stand der nächsten Dienstreise nichts mehr im Wege.

Es wird immer wieder gefragt, ob und wann man nach der OP Alkohol trinken kann. Durch den kleinen Magen und den verkürzten Darm verändert sich auch die Aufnahme des Alkohols ins Blut. Manche berichten, dass sie sehr schnell betrunken sind, andere spüren keine Veränderung. Da Alkohol die Fettverbrennung hemmt und (für mich) nicht unbedingt lebensnotwendig ist, habe ich die ersten 9 Monate nach der OP nichts getrunken. Ich wollte nichts riskieren und habe auch kein Verlangen danach gehabt. Das erste ¼ Glas Wein habe ich an Weihnachten getrunken.

In meinem Falle sind die “ersten Male” wirklich fast alle positiv verlaufen. Ich vertrage sehr viel, manchmal vielleicht sogar zu viel. Vor allem beim Magenbypass berichten Operierte, dass sie beispielsweise nach viel Zuckerkonsum ein Dumping hatten. Ein Dumping hat man dann, wenn sich der Inhalt des Magens “sturzartig” in den Darm entleert. Warum passiert das? Nach dem Bypass gibt es keinen Magenpförtner mehr, der den Nahrungsbrei gleichmäßig in den Darm abgibt. Im Magen findet die Vorverdauung statt, bevor die Nahrung in den Darm gelangt. Wenn jetzt aber die Nahrung zu schnell in den Darm kommt, findet eben diese Vorverdauung nicht statt und das Essen kommt fast unverändert in den Darm. Dies kann bei vielen zu Übelkeit, Zittern, Müdigkeit, Blutdruckabfall oder anderen Symptomen führen. Es gibt Operierte, die haben damit große Probleme, andere haben das noch nie gehabt. Aber auch dies ist eine ernst zu nehmende Reaktion des Körpers, der einem ziemlich zuverlässig mitteilt, was er braucht oder auch nicht. Dies hatte ich bei meinen vielen ersten “Essensmalen” immer im Hinterkopf und habe die meisten neuen Sachen dementsprechend daheim ausprobiert, wo ich mit zur Not hinlegen konnte oder eine Toilette nicht weit war.

Heute, ein Jahr nach der OP kann ich sagen, dass ich fast alles vertrage. Mit Ausnahme vielleicht von Trockenfleisch. Aber es lässt sich auch ohne Trockenfleisch recht gut leben.

Es gab bei mir jedoch auch Rückschläge, es war kein permanentes Hoch. Die für mich schwierigste Zeit nach der OP war ca. einen Monat später. Ein eingeklemmter Nerv bereitete mir Schmerzen und ließ mich langsamer treten. Auch ein Signal des Körpers?

Mehr über die Signale des Körpers und auch die körperlichen Auswirkungen der OP erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Bis dahin, einen schönen Frühling!

Foto: Birgit Barilits

 

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 4

Episode 5

Episode 6

Und wie ist das mit dem Essen nach der Operation…?

Und wie ist das mit dem Essen nach der Operation…?

Der Kostaufbau nach der Operation, DO´s and DONT´s

Passend zur Episode 6 gibt es hier einige wichtige DO´s and DONT´s zur Ernährung unmittelbar nach der Operation. Bitte beachtet, dass dies nur ein Ausschnitt ist, keinesfalls vollständig und lediglich einen Eindruck liefern soll. Es ist immens wichtig, jede vom jeweiligen Zentrum/Klinik angebotene Gelegenheit zu nutzen um sich über die Ernährung danach – vom unmittelbaren Kostaufbau bis zur Langzeiternährung – zu informieren. Wenn finanziell möglich, lohnen sich auch begleitende Einzelberatungen bei KollegInnen.

Der Kostaufbau gestaltet sich grundsätzlich in drei Phasen und erfolgt je nach OP und Befinden des Patienten unterschiedlich schnell:

  • Flüssigphase – Brühe, Tee, …
  • pürierte Kost und
  • schließlich der Übergang zur sogenannten leichten Vollkost*

* Der Heilungsprozess wird ungünstig beeinflusst durch zu scharfe, zu saure, zu fette, geräucherte oder gepökelte Speisen, sowie alles, was Blähungen auslösen könnte. Auch sehr kaltes oder sehr heißes Essen kann Probleme bereiten, da die Temperaturanpassung nicht mehr so gut erfolgen kann. Unbedingt gemieden werden sollte zudem alles, was grobkörnig ist und mechanische Reizungen auslösen könnte (z. B. grobes, frisches Brot, Kräuter).

Die Dauer der einzelnen Phasen des Kostaufbaus richtet sich im Wesentlichen nach der Verträglichkeit und Toleranz der Nahrung. Wichtig ist – nicht nur unmittelbar nach der OP sondern für IMMER – eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß (täglich mind. 60 bis 120 g, dies hängt ab von Größe und dem sich verändernden Gewicht) sicherzustellen.

Der Schwerpunkt der Mahlzeiten liegt daher auf eiweißhaltigen, fettarmen Lebensmitteln, die ggf. durch Eiweißsupplemente ergänzt werden (zitiert aus: „Ernährung vor und nach bariatrischen Eingriffen, M. Hellbardt, Leipzig, Ernährungsumschau 11/2012). Dies bewirkt einerseits eine schnelle und länger anhaltende Sättigung, andererseits sorgt es dafür, dass der Körper vom überschüssigen Fett „zehrt“ und Muskelmasse möglichst erhalten bleibt und vielfältige Mangelerscheinungen vermieden werden.

Die DO´s and DONT´s:

Speziell in den ersten Tagen und Wochen nach der Adipositasoperation kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Die häufigsten Gründe für Übelkeit und Erbrechen sind:

  • zu schnelles Essen
  • der Verzehr von zu großen Nahrungsmengen
  • unzureichendes Kauen von Lebensmitteln nach der 4. postoperativen Woche
  • das Trinken von Flüssigkeiten zu den Mahlzeiten

Versuche daher, im Laufe der ersten Wochen aus deinen Fehlern zu lernen und zu reflektieren, was zu der unerwünschten Reaktion wie Übelkeit oder Erbrechen geführt hat. Erbrechen sollte unbedingt vermieden werden. Lerne aus den Reaktionen Ihres Körpers. In der ersten Zeit nach dem Eingriff stehen die Operationsnähte noch unter erheblichem Druck, so dass sie im schlimmsten Fall nach Erbrechen reißen können. Später kann häufiges Erbrechen zu einer Ausdehnung des Magenpouches führen.

  • Zu schnelles Essen: Wenn du vor der Operation ein „schneller Esser“ warst solltedst du dich nach dem Eingriff ganz bewusst auf das langsame Essen konzentrieren. Schauen z. B. beim Essen auf die Uhr. Wenn dein Körper nach dem Essen mit Übelkeit oder Erbrechen reagiert, versuche bei der darauffolgenden Mahlzeit bewusst, 3–5 min länger zu essen. Nimm dir gerade am Anfang diese Zeit, um Verträglichkeiten auszutesten.
  • Verzehr von zu großen Nahrungsmengen: Teste nach dem Eingriff dein individuelle Verzehrsmenge aus. Iss vorerst mit einem kleinen Löffel oder einer kleinen Gabel und zähle die Bissen ab. Wenn dir zB. nach dem 7. Löffel übel wird, versuche bei der nächsten Mahlzeit, nur 6 Löffel voll zu essen. Jeder Löffel und jeder kleinste Bissen zu viel führt nach einer Magenoperation direkt zu einer unangenehmen Reaktion des Körpers.
  • Unzureichendes Kauen von Lebensmitteln: Nach der 4. postoperativen Woche kann es durch unzureichendes Kauen von Lebensmitteln zu Erbrechen oder Übelkeit kommen. Kau bewusst und genieß die Speisen durch langes Kauen. Spüre den Geschmack und die Konsistenz der Lebensmittel im Mund.
  • Trinken von Flüssigkeiten zu den Mahlzeiten: Durch das Trinken von Flüssigkeiten zu den Mahlzeiten erfolgt eine schnelle Füllung des Magens, so dass Verzehrsmengen schnell überschätzt werden. Daher sollte Essen und Trinken in zeitlichem Abstand von 30 min stattfinden, damit der kleine Magen mit hochwertigen Lebensmitteln gefüllt wird, die deinem Körper auch Substanz liefern.

Die Portionsgrößen müssen dem kleinen Magenpouch dauerhaft, das heißt ein Leben lang, angepasst bleiben. Wenn du deinen Mini-Magen mit süßen Lebensmitteln füllst, wirst du möglicherweise recht unmittelbar „bestraft“ (mit Durchfall oder Erbrechen) und du gefährdest deinen Abehm-Erfolg und deine Gesundheit! Besonders gefährdet sind operierte Personen, die „alles“ vertragen und essen können!

Also, die Devise lautet NACHDENKEN – INFORMIEREN – PLANEN und sich an den PLAN halten.

 

Deine Diätologin

 

Literaturtipp/Buchtipp:

Ernährung bei Adipositas-Operationen, Magenbypass – Omega-Loop-Bypass – Schlauchmagen, von Birgit Lötsch, Eva Russold, Bernhard Ludvik

Quellen:

  • Case Management in der Adipositaschirurgie, Hanna Dörr-Heiß u. Eva Wolf, Springer Verlag (Arbeitsblätter)
  • Ernährung im Kontext der bariatrischen Chirurgie, Mario Hellbardt (Hrsg.), Pabst Science Publishers
  • Beratungsbroschüren des Krankenhauses der barmherzigen Schwestern Wien
  • Bariatrisches Assessment, Stefanie Wagner, BSc, Bachelorarbeit an der FH St. Pölten
  • Ernährung vor und nach bariatrischen Eingriffen, M. Hellbardt, Leipzig, Ernährungsumschau 11/2012
Projekt Unbeschwert – Episode 6

Projekt Unbeschwert – Episode 6

Geschafft!! Der Beginn meines Lebens 2.0 nach einem erfolgreichen 2. OP Versuch

Willkommen liebe LeserInnen in meinem Leben 2.0!
Leben 2.0, so nennen viele Operierte ihr Leben, welches nach der OP beginnt. Warum? Weil man die Chance bekommt, ein neues Leben zu beginnen, durch die OP hat man eine “Krücke” bekommen, die einem hilft, wieder normal große Portionen zu essen (bzw. eigentlich mini-mini Portionen, aber ich meine damit, dass man keine riesigen Portionen mehr braucht, um satt zu werden), die das Hungergefühl reduziert und die einen dabei unterstützt ein neues Essverhalten zu erlernen.

Die OP ist aber eben nur eine Krücke und kein Allheilmittel. Denn eines ist gewiss: Es wird der Magen operiert und nicht der Kopf. Und diese Tatsache kann einem sehr schnell zum Verhängnis werden und es erfordert viel Kraft, Aufwand, Durchhaltevermögen und kritische Selbstanalyse, wenn man sein Leben 2.0. wirklich nutzen will.

Aber erst einmal zu meiner OP und meinen ersten Tagen danach. Es sind ja noch weitere Blogeinträge geplant, wo ihr mehr darüber erfahrt, wie mein Leben 2.0 abläuft 🙂

Einen Tag vor der OP wurde ich im Spital aufgenommen, es wurde noch Blut abgenommen und einige andere Untersuchungen gemacht, um auch wirklich sicher zu gehen, dass es mir gut geht. Das ist es Gute bei der OP. Man geht vorbereitet in die OP und ist gut durchgecheckt. Bei mir passte alles und so konnte die OP wie geplant stattfinden.

Langsam stieg die Aufregung. Was mich wohl nach der OP erwarten würde? Ich machte mich auf das Schlimmste gefasst: dass ich Schmerzen haben würde, mich wochenlang nur von flüssiger Nahrung ernähren kann oder sonst irgendwie Einschränkungen haben würde. Ich hatte von Leuten gelesen, denen es super ging, andere haben die ersten Monate wirklich zu kämpfen gehabt. Aber, wie schon beim letzten Mal geschrieben: JedeR macht seine eigenen Erfahrungen und das sollte man im Hinterkopf behalten.

Am nächsten Tag wurde ich um 5 “geweckt” (gut geschlafen hatte ich nicht wirklich…), ich sollte gleich die Erste im OP sein. Um halb 8 ging es los und ich wurde in die OP Vorbereitung geschoben. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich meinen Namen sagen sollte und mein Geburtsdatum. Man wollte sicher gehen, dass ich auch die richtige OP bekam und nicht zufällig mit einer neuen Hüfte aufwachte oder so was. Die letzten Minuten bevor ich dann final in den OP geschoben wurde waren nicht angenehm. Langsam stieg die Panik. Was, wenn doch bei der Narkose etwas schief gehen würde? Würde ich wieder wach werden und es wäre nicht erfolgreich gewesen? Es war nicht die OP, vor der ich mich fürchtete, sondern die Narkose. Denn auch die Narkose birgt ein Risiko, gerade bei viel Übergewicht und bei mir noch mehr, das hatte man ja gesehen… Die Tränen kullerten nur so, aber die OP PflegerInnen versuchten mich zu beruhigen und schnell bekam ich vom geschäftigen Treiben um mich herum nichts mehr mit und befand mich im Reich der Träume.

— 4 Stunden später–

Ich wachte auf und lag auf derselben Intensivstation wie auch schon drei Monate zuvor. Diesmal hingen aber deutlich weniger Kabel an mir. Das konnte nur ein gutes Zeichen sein! Schon kam ein Pfleger und eröffnete mir, dass alles gut gelaufen sei. Gott sei dank!!! Mein Leben 2.0. hatte begonnen!! Mir war kurz übel, aber heutzutage gibt es für alles Mittel und Wege, um Beschwerden zu lindern, und schnell war die Übelkeit wieder vorbei. Man hielt mir ein Telefon an die Wange, so konnte ich meinem Vater sagen, dass ich wieder unter den Lebenden war. Allerdings war ich noch ziemlich benebelt. Kein Wunder. Immerhin hatte ich eine OP hinter mir.

Erstaunlicherweise hielten sich auch meine Schmerzen in Grenzen, ich fühlte mich keinesfalls so elend, wie ich gedacht hatte. Nach 2 Stunden musste ich zur Toilette. Und siehe da: Ich war sogar in der Lage aufzustehen und auf die Toilette zu gehen!! Zwar langsam und etwas wackelig auf den Beinen, aber mithilfe einer Schwester und dem Geländer an der Wand des Ganges ging das Ganze erstaunlich gut. Nichtsdestotrotz war ich schläfrig, plauderte zwar mit meinem Vater, hatte jedoch die Augen weitestgehend geschlossen.

Am Nachmittag bekam ich Durst. War aber unsicher: Durfte ich schon trinken? Immerhin war gerade an meine Magen herumorperiert worden! Was, wenn da etwas nicht dicht war? Aber: Studieren geht über Probieren und ich sollte sogar versuchen zu trinken. Ganz langsam nahm ich einen Schluck, in Erwartung, dass er sofort wieder Retour kommen würde. Aber nichts da. Er blieb drin und kullerte durch den Magen. Super! Es ist schon erstaunlich, was man mit der heutigen Medizin alles machen kann. Im Vorhinein hatte ich gelernt, dass man gerade zu Beginn kleine Schlucke nehmen muss, Trinken in großen Schlucken und “in einem Zug” sei wohl erst mal nicht möglich (oder gar nicht mehr möglich) und ich nahm daher zu Beginn Baby-Schlucke. Immer in gespannter Erwartung, wie mein Körper darauf reagieren würde. Ihr seht also schon: Die vielen ersten Male hatten begonnen! (Einen ausführlicheren Beitrag über die vielen ersten Male nach der OP gibt es im April) Ich musste alles neu ausprobieren, lernen und schauen, wie es mir damit geht. Laaaaaangsam. Es dauert ca. sechs Wochen, bis die inneren Wunden vollständig verheilt sind. Diese Zeit sollte man dem Magen und Darm auch geben, ihn möglichst gut und pfleglich behandeln und so bei der Heilung unterstützen.

Wie das geht? Nicht rauchen, leicht verdauliche Kost essen die den Magen nicht zu sehr belastet und die er nicht groß “verarbeiten” muss, kauen, kauen, kauen, nichts mit Kernen und sonstigen Dingen essen, die eventuell in den Nähten hängen bleiben können usw. In einem zertifizierten Adipositaszentrum gehört die ernährungsmedizinische Vorbereitung jedoch zwingend zur OP Vorbereitung dazu und ich kann nur jeder und jedem raten, dass man sich vorher mit dem Thema “Ernährung und Verhalten nach der OP” auseinandersetzt. Es kommt zwar eh meist anders, als man sich das vorgestellt hat, aber man hat zumindest gewisse Grundlagen, Verhaltensweisen und Empfehlungen, an die man sich halten kann.

Am Abend kam dann mein Vater noch einmal vorbei und da wurde ich langsam wieder fitter. Also ging ich ein paar erste Schritte mit ihm auf dem Gang. Je schneller der Kreislauf in Schwung kam, desto besser! Ich war glücklich, das war ja alles viel besser gelaufen, als ich mir gedacht hatte.

Die ersten Schritte…

Nachdem die Nacht komplikationsfrei verlaufen war, wurde ich am nächsten Tag auf die Normalstation verlegt. Dort erwartete mich zum Mittagessen eine leckere Brühe. Mir war weder übel noch hatte ich starke Schmerzen. Ob ich überhaupt operiert war? Ja, schon, denn es waren 5 große Pflaster auf meinem Bauch und das Gehen und an- und ausziehen war doch etwas mühsam.

Am Abend gab es noch eine “lustige” Begebenheit: Bei der genaueren Betrachtung meines Bauches fiel mir eine Art “Hügel” an einer Stelle auf. Was das wohl sein konnte? Als eine Schwester kam, fragt ich sie um Rat, sie wusste aber auch nichts und holte einen Arzt hinzu. Er kam, drückte auf meinem Bauch herum (das tat zugegebenermaßen schon recht weh…), konnte aber eine weitere Diagnostik nur per Ultraschall feststellen. Leider war der zuständige Facharzt dafür jedoch bereits im Feierabend, der Arzt nahm sich jedoch Zeit und gemeinsam suchten wir ein Ultraschallgerät auf. Der Arzt flitzte durch die Gänge, ich war zwar schon recht gut zu Fuß, aber mit seinem Tempo konnte ich nur 36 Stunden nach der OP nicht mithalten. “Ach, ich habe ganz vergessen, dass Sie erst so kurz operiert sind” kommentierte er nur und flitzte weiter. Der Ultraschall zeigte aber weder freie Flüssigkeit, noch irgendein anderes Ergebnis, was einen Grund zur Beunruhigung darstellen sollte, von daher konnte ich diesmal in gemächlicherem Tempo wieder aufs Zimmer gehen.

Die ersten „Bissen“ 😉 …

Am Sonntag bekam ich zum Frühstück bereits ein ungetoastetes Toastbrot. Ich schnitt die Rinde ab und aß ganz langsam und bedacht, auch hier wieder mit der Erwartung, dass mein Magen in irgendeiner Weise rebellieren würde. Aber auch das tat er nicht. Ich war hocherfreut. Nach einem halben Toast war ich satt. Nachmittags saß ich bereits mit meinem Vater in der Cafeteria des Spitals und freute mich über Kamillentee (soll ja bekanntlich beruhigen und tat hoffentlich dem Magen auch gut) und freute mich noch mehr, dass es mir so gut ging. Noch besser: am nächsten Tag sollte ich entlassen werden!

Dem war tatsächlich so, mein Leben 2.0 Zuhause konnte beginnen. Die ersten 3 Tage sollte ich mich noch von breiiger Kost ernähren. Alles, was irgendwie den Magen “in Arbeit” versetzen könnte, sollte ich auslassen. Im Vorhinein hatte ich mir bereits einige Rezepte herausgesucht, die man dann in den ersten Wochen kochen konnte. Bei meinem ersten Frühstück zuhause gab es Rührei (natürlich ohne Röstaromen und nur mit wenig Salz) und nach einem halben Rührei war ich satt. Man muss wirklich sehr, sehr gut auf seinen Körper hören und bei dem kleinsten Sättigungsgefühl aufhören zu essen. Das klingt einfach, ist es aber gar nicht. Vorher gab es bei mir entweder Hunger oder “zu viel gegessen”. Das war schon die erste Hürde, dass man da gut auf seinen Körper hört. Und diese Hürde besteht weiterhin und wird nach den ersten 9 Monaten erst richtig auf die Probe gestellt, wenn man sich erst an alles gewöhnt hat. Es gibt weiterhin viele, viele leckere Sachen auf der Welt und gerade bei Buffets oder bei Gelegenheiten, wo es viel gutes Essen gibt, ist man schnell versucht mehr zu essen, als man eigentlich sollte. Dieses Problem hat man jedoch die ersten Tage und Wochen und manchmal sogar Monate nicht.

Eine weiter “Neuerung” bei der Ernährung ist es, dass man ca. alle 3 Stunden etwas essen soll. Es ist ja eh nicht viel, aber der Körper braucht Nahrung – insbesondere Eiweiß – und es ist erwiesen, dass, wenn man zu wenig davon isst, weniger abnimmt und noch mehr den Risiken der Mangelernährung ausgesetzt ist. Dies wollte ich unter allen Umständen vermeiden. Zudem soll man zwischen Essen und Trinken in etwa eine halbe Stunde Zeit verstreichen lassen. Gerade am Anfang bedeutet das viel Organisation und Abstimmung immer die Zeiten einzuhalten und zu schauen, wie das Ganze jetzt getaktet wird. So war ich die ersten Tage vor allem damit beschäftigt, mich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Ein Glück, dass ich noch nicht arbeiten musste!

Das waren also die ersten 4 Tage meines Lebens 2.0. Ich hatte mir das Schlimmste ausgemalt, aber es war so ungefähr das Beste passiert, was mir hätte passieren können. Nämlich: Es ging mit gut! Und das machte mich so glücklich! Und: Ich war nach mini-mini Portionen satt! Viele Frisch-Operierte (oder auch Langzeit-Operierte) verspüren erst einmal kein Hungergefühl und müssen sich zum Essen zwingen. Das kann ich von mir nicht behaupten. Ich hatte Hunger. Aber ich war nach sehr, sehr kleinen Portionen satt und ich kann euch gar nicht sagen, wie froh mich das machte. Meine Erwartungen an die OP, nämlich das ich weniger Hunger hatte bzw. schneller satt wurde, hatte sich jetzt schon erfüllt.

Mein Leben 2.0. war also großartig und eigentlich bilderbuchmäßig gestartet und ich war gespannt, was es noch für mich bereithalten würde.

Darüber und über meine vielen “Ersten Male” erzähle ich euch im April.

 

Fotos: Autorin (anonym)

 

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 4

Episode 5

Adipositas Chirurgie – Risiken und Nebenwirkungen…

Adipositas Chirurgie – Risiken und Nebenwirkungen…

Jede Operation stellt ein Risiko dar, also natürlich auch die ersehnte Adipositas OP, sei es nun die Sleeve-Gastrektomie, der Magenbypass, Omega Loop, Mini Bypass, … oder welche Methode auch immer.

Klar, auch die morbide Adipositas mit BMI Werten über 40 ist an sich krankhaft und stellt einen massiven Risikofaktor dar für diverse Begleit- und Folgeerkrankungen. In diesem Beitrag soll es aber um die OP Risiken gehen, daher habe ich hier einige der Risiken zusammengetragen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!). Vor der Operation wird natürlich auch und besonders in den ärztlichen und chirurgischen Vorgesprächen genau aufgeklärt…

„Der Patient ist über Operationsverfahren und mögliche Behandlungsalternativen, über

Therapieeffekte, Komplikationen einschließlich Sterblichkeit, Notwendigkeit zur Nachsorge

inkl. möglicher lebenslanger Supplementation und plastische Folgeoperationen aufzuklären.“

Quelle: S3-Leitlinie: Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen, Version 2.3 (Februar 2018) AWMF-Register Nr. 088-001, https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/088-001.html, Stand 10.02.2019

 

Probleme bei der Narkose:  

Die Adipositas assoziierten Begleiterkrankungen können zu relevanten anästhesiologischen und intensivmedizinischen Problemen führen. Probleme werden verursacht durch

  • funktionelle Einschränkungen im Hals und Nackenbereich durch den „kurzen“, dicken Hals, die Fettansammlungen im Nacken
  • Auch die Venen sind schwer zu erreichen und evtl. auch in einem schlechten Zustand
  • Die Sauerstoffversorgung (Oxygenation und Ventilation) ist erschwert wenn (und das trifft häufig zu) auch die Lungenfunktion eingeschränkt ist (bestehende COPD oder Schlaf-Apnoe) bzw.
  • da die Lunge durch das hohe Gewicht (Druck der intraabdominellen Fettmassen) so schwere Arbeit leisten muss. Der Sauerstoff Verbrauch ist dadurch erhöht und
  • der Thorax ist nicht so elastisch, …

Quelle: Welk, I., & Schröder, S. (2015). Anästhesiologische Herausforderungen bei Adipositas–was sollte die Fachpflege wissen?. Jahrbuch Intensivmedizin, 233.

Komplikationen nach der Operation:

  • Oberflächliche und tiefe Wundinfekte
  • Intraabdominelle Infektionen und Wunddehiszenzen (Wunde schließt nicht)
  • Pneumonien
  • Tiefe Beinvenenthrombosen mit Lungenembolie
  • Sepsis und septischer Schock

Spezifisch bei Magenband (wird aber nur mehr selten durchgeführt):

  • Bandslippage (Band verrutscht)
  • Dehnung des Vormagens
  • Magenbandleck
  • Ösophagusdilatation (Speiseröhre erweitert)
  • Banderosionen
  • Magenstenosen und Obstruktionen (Verengungen und Verlegungen)
  • Portkammerinfektionen
  • Ösophagus und Magenperforationen (Durchbrüche)

Spezifisch bei Magenbypass:

  • Anastomosenulzera (Geschwüre an der Narbe)
  • Narbenhernien
  • Anastomosenstrikturen (extreme Narbenbildung)

Spezifisch bei Schlauchmagen:

  • Stenosen (Verengungen) oder auch Weitung des Lumens

Letalität:

  • Ja, man kann bei einer Operation auch sterben, auch wenn das glücklicherweise sehr, sehr selten vorkommt. Geringstes Sterberisiko während der OP stellt das Magenband dar. Je nach Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Operation (egal welche Art) erhöht sich das Risiko.

Spätkomplikationen

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Blähungen
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Dumping-Syndrom
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Sodbrennen
  • Fettstühle

Quelle: Keuthage, W. (2010). Bariatrische Operationen bei Adipositas und Typ-2-Diabetes–Typ-2-Diabetiker profitieren überproportional. Diabetes aktuell, 8(03), 124-130.

Risken durch die veränderte Ernährungssituation nach der OP:

Mangelernährung bis zu gravierenden Mangelerscheinungen durch die Restriktion und – je nach OP Art – gegebene Malabsorption. FAKT ist eben, hernach besteht ein geringes Nahrungsvolumen, also ich kann viel weniger essen, und mein Körper kann es auch nicht mehr so aufnehmen wie vorher. Es kann (und das tut es auch sehr häufig, da das Thema oftmals auf die leichte Schulter genommen wird) also Probleme geben bei der Deckung des Flüssigkeitsbedarfs, der Deckung des Proteinbedarfs und der Deckung des Mikronährstoffbedarfs (Kalzium, Vitamin D, A, E, K, B12, Folsäure, B1, B6, Eisen, Zink, Kupfer) – das kann gravierende Folgen haben!

Zeichen und Symptome einer Proteinmalnutrition:

  • Ödeme (Kwashiorkor)
  • Muskelschwund (Marasmus)
  • Schwere Steatorrhoe und /oder Diarrhoe
  • Massiver Gewichtsverlust (entweder über das festgelegten Ziel hinaus oder zu schnell)
  • Erniedrigte oder sinkende viszerale Protein-Marker (z. B. Albumin und Prealbumin)
  • Steathosis hepatis

Häufige Symptome

  • brüchige Haaren und Fingernägel
  • Zahnausfall
  • Haarausfall
  • chronischer Müdigkeit
  • Infektanfälligkeit
  • Nervosität und Reizbarkeit, Schlafstörungen bzw. Schlaflosigkeit
  • verminderter Konzentrationsfähigkeit, Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Osteoporose

Dumping Syndrom:

Bei manchen PatientInnen kommt es nach bariatrischen Operationen zum Dumping Syndrom. Entweder dem sogenannten Frühdumping, dies geschieht, wenn sehr süße Lebensmittel gegessen werden. Es kommt zu einem  hyperosmolaren Nahrungsangebot in der abführenden Schlinge. Durch die Hyperosmolarität kommt es zum massiven Flüssigkeitseinstrom in den Darm. Dies kann zu starken Durchfall bis zu Kreislaufkollaps führen. Das Frühdumping tritt direkt, d.h. ungefähr 15-30 Minuten nach der Nahrungsaufnahme auf.

Oder es kommt zum sogenannten Spätdumping, etwa 1-2 Stunden nach der Nahrungsaufnahme. Durch einen schnellen Blutzuckeranstieg kommt es zu einer erhöhten Insulinsekretion die wiederum zu einer Unterzuckerung mit den damit verbunden Symptomen   (z.B. Schwächegefühl, Schweißausbruch und Konzentrationsschwierigkeiten) führt.

Quelle: Kasper, Heinrich: Ernährungsmedizin und Diätetik, 12. Auflage, München, 2014.

Erneute Gewichtszunahme, Reoperationen, …

Auch das gibt es und steht immer als Risiko im Hintergrund. Denn der Kopf wird nunmal nicht mitoperiert…

 

Buchempfehlung sowie wichtige oder interessante Links (kleine Auswahl):

 

Eure Diätologin.

 

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Adipositas und Adipositaschirugie in Österreich – ein paar Zahlen.

Die Gutachtenerstellung vor einer bariatrischen Operation

Adipositaschirurgie?

Die Reihe „Unbeschwert“ – ein Patientinnenbericht:

Projekt Unbeschwert – Mein Leben mit einem Magenbypass

Kontakte zu Beratung und Betreuung vor und nach bariatrischer OP sowie zur Gutachtenerstellung:

Raphaela Lebeth, BSc, Klosterneuburg: Diätologie Lebeth

Mag. Birgit Barilits, BSc, Wien: Ernährungssachen