Gesunde Ernährung im Arbeitsalltag?

Gesunde Ernährung im Arbeitsalltag?

Das ist ein Thema, dass viele beschäftigt. Zeit und Muße für Kochen, Essen und Genuss fehlen irgendwie…

Dabei ist es sooo wichtig! Liebe LeserInnen, lasst euch diese Zeit nicht nehmen, schaut nochmal auf eure Woche, vielleicht gibt es doch kleine, feine Möglichkeiten eurer Ernährung und damit eurer Gesundheit, eurem Körper etwas mehr Zeit zu widmen!

Ich selbst behaupte mal von mir, dass ich auch zu denen gehöre, die viel arbeiten, allerdings kann ich mir meine Zeit ganz gut einteilen, da ich selbstständig tätig bin. Trotzdem kommt es vor, dass meine Tage sehr dicht bepackt sind, sodass ich auch mal durcharbeite und keine großartige Mittagspause habe. Dann schaue ich drauf, dass ich eine Jause mit habe. Das kann sein ein „Salat im Glas“ und ein Weckerl, oder eine Suppe die ich aufwärme oder sogar kalt trinke, oder ein Shake, oder auch mal nur 1 Packerl Buttermilch, Nüsse und Karotten. 15min Pause zum Essen, dass MUSS drin sein. Ansonsten bin ich auch nicht leistungssfähig und das rächt sich irgendwann.

Am Abend koche ich eigentlich bis auf wenige Ausnahmen täglich frisch. Da ich nun schon einige Jahre Übung habe 😉 geht das auch recht flott. In 15-30min, je nachdem was ich koche, habe ich ein frisches Gericht auf den Tisch und der Rest wird eingekühlt für den nächsten Tag. Nebenbei lässt sich auch noch Gemüse für den nächsten Tag schnippeln oder die Bohnen für den Eintopf einweichen. Wenn mehr Zeit ist, koche ich auch größere Mengen vor, auch von ganz klassischen Gerichten, die ich dann portionsweise einfriere als „Notration“. Eine Rindsuppe mit Fleisch und viel Wurzelgemüse, Chili con carne (Ja, Diätologinnen essen sowas!), Erdäpfelgulasch vegetarisch, Und ich gehe auch mal essen oder bestelle was vom Lieferdienst, wenn es sich nicht anders ausgeht.

Hier habe ich ein paar Vorschläge für euch aus meinem Repertoire:

Flotte Frühstücksvarianten:

  1. Joghurt mit Beeren, Flocken und Nüssen, kann auch am Abend vorbereitet werden.
  2. Griechischer Joghurt mit Walnüssen und Honig (in 2min hergerichtet)
  3. Frühstücksshake mit Beeren, Topfen und Haferflocken (Auch. Na maximal 5min)
  4. Weiches Ei mit Butterbrot
  5. Haferbrei mit Apfel und Zimt (10min)
  6. Brot mit Cottage Cheese und Gurkenscheiben
  7. Schinkenbrot mit Avocado

Mittagessen „auf die Schnelle“:

  1. Shake mit Topfen, Beeren und Mandelmus (in der Früh vorbereiten und mitnehmen)
  2. 0,5l Buttermilch, Karotten, Apfel (beides schon geschnitten im Tegerl, geht sogar am Vortag) und Nüsse
  3. AndSoy Suppe in der Thermoskanne (am Abend vorkochen)
  4. Overnight Oats im Glas zum Mitnehmen (am Abend vorbereiten)
  5. Salat im Glas zum Mitnehmen mit hartem Ei (am Abend vorbereiten, hart gekochte Eier habe ich meistens im Kühlschrank)
  6. Salat im Glas zum Mitnehmen mit Linsen (ebenso)
  7. Vollkornbrot/Sandwich mit Käse und Gemüse (Paprika, Gurken, Karotten, … geht in der Früh in 5min)

Dessert: 1 Rippe dunkle Schokolade, 2 Datteln, 1 Schokopudding (selbst gemacht natürlich), Mandarine, wenn die Mama zu Besuch war: Kuchen! Dessert gibt es aber nicht täglich.

Abendessen dass sich fast von selbst kocht:

  1. Ofengemüse mit Feta (20min, währenddessen Dusche oder Wäsche machen)
  2. Ofengemüse mit Fisch aus der Pfanne
  3. Linsensuppe (im Kochmixer)
  4. Kürbiscremesuppe mit Feta Würferl (ebenso)
  5. Fisch aus dem Pergament mit Cocktailtomaten und Ofenkartoffel
  6. Omelette mit Pilzen (10min geschtätzt)
  7. Faschiertes orientalisch gewürzt in Chiccoree Schifferl oder Salatblättern (ok das dauert 20min)

Worauf ich beim Bestellen von Lieferdiensten achte: Das es nicht immer Pizza ist 😉. Nein. Wenn schon Pizza dann richtig im Lokal. Beim Essen gehen greifen manche ja gerne zu den „sicheren“ Lieblingsgerichten wie Schnitzerl oder Geschnetzeltem, aber schaut doch mal was es sonst noch auf der Speisekarte gibt. Fisch und Fleisch natur abgebraten mit Reis/Erdäpfeln und Gemüse geht fast immer und fast überall. Bei vegetarischen Gerichten achte ich darauf, dass eine Eiweißquelle dabei ist. Beispielsweise Hülsenfrüchte, Tofu, Feta, Ei. Beim Asiaten gibt es viel Gemüse aus dem Wok oder Gemüse-Eier-Reis, …

Nun kam letztens bei einer Fortbildung die Frage auf, was tun, wenn ich aber sehr oft essen gehe, und Sorgen bezüglich der Qualität habe…?

Das ist nicht so leicht zu beantworten. Qualität in welcher Hinsicht? Wenn man den Anspruch hat, dass immer alles BIO und perfekt nährstoffschonend zubereitet ist, könnte das teuer oder schwierig werden… Ich antworte dann gerne in diese Richtung…: Der Tag ist lang und es gibt (meistens) noch 2 Mahlzeiten, die ich dann eigenverantwortlich „besser“ gestalten kann! Es ist schon sinnvoll und verständlich, dass die gesunde Ernährung sich irgendwie dem Berufsalltag anpassen sollte, also machbar sein muss, aber irgendwo muss man dann auch selbst Anpassungen und Änderungen vornehmen und ein Minimum an Zeit investieren. Der Körper und auch der Kopf der drauf sitzt wird es danken. Auch kleine Änderungen, kleine Schritte sind der Start eines neuen Weges und können sich sehr positiv auswirken! 😊

Mein Tipp: Das Tellermodell im Auge behalten, und ansonsten mit Genuss und in Ruhe essen und nicht ständig überlegen ob das jetzt die perfekte Nährstoffkombi war oder ob in dem Mischgemüse noch jedes Vitaminchen drin war. Stress gibt es ja ohnehin schon genug…

Tellermodell:

Was für ein Kunstwerk! 😉

In diesem Sinne – fangt klein an! Ich unterstütze euch gerne auf dem Weg in einen gesünderen Ernährungsalltag, denn mir ist schon klar, dass es mit diesem Beitrag alleine nicht getan ist, dass vielleicht das eine oder andere ernährungstechnische Problem vorhanden ist, dass von der Theorie zur praktischen Umsetzung noch irgendwas fehlt, dass euch hindert… Vielleicht kann ich helfen! 😊

 

Eure Diätologin

 

Fotos: Fotolia, Birgit Barilits

Weihnachtstisch in Planung…?

Weihnachtstisch in Planung…?

Als ich noch zu Hause wohnte, haben meine Mutter, meine Schwester und ich (drei Mäderlhaus damals) gemeinsam das Weihnachtsessen für uns und die Verwandschaft vorbereitet. Ich habe dieses gemeinsame gefitzel und gepansche (inklusive kosten und naschen) geliebt!

Klassischerweise gabs da immer kalte Platte, aber mit Köstlichkeiten die sonst eben nicht auf den Tisch kamen. Das waren so Klassiker…

Beef tartare on a rustic wooden chopping board, above view

Vielleicht erinnert sich der Eine oder die Andere noch an die klassischen 80er jahre Party-Platten? 🙂 dann könnt ihr euch schon denken, was es da alles gab.

Also vielleicht gibts das heuer wieder mal:

  • russische Eier
  • Beef Tartare
  • gefüllte Tomaten
  • Roastbeef mit Sauce Tartare
  • Räucherlachs mit Oberskren

Woran könnt ihr euch erinnern? Was gabs bei euch zu Hause und was gibts jetzt? 🙂

Jedenfalls wünsche ich euch schon jetzt viel Spaß und Genuss!

Eure Diätologin.

 

Foto: Fotolia

Adipositas und Adipositaschirugie in Österreich – ein paar Zahlen.

Adipositas und Adipositaschirugie in Österreich – ein paar Zahlen.

Prävalenz von Übergewicht in Österreich

Der österreichische Ernährungsbericht 2017, frei abrufbar zB hier: www.bmgf.gv.at ergab, dass 41,0 % der untersuchten erwachsenen Bevölkerung übergewichtig bzw. adipös sind. Übergewicht bedeutet einen Bodymass Index über 25, Adipositas Grad 1 liegt vor bei einem BMI ab 30, Adipositas Grad 2 ab BMI 35, extreme Adipositas ab BMI 40. Männer sind häufiger von Übergewicht betroffen als Frauen. Am stärksten sind laut Ernährungsbericht Männer im Alter von 51- bis unter 65 von Übergewicht bzw. Adipositas betroffen (48 % bzw. 20 %). Aber auch jeder vierte 15- bis unter 25-jährige Mann ist übergewichtig und jede sechste Frau im Alter zwischen 19 bis unter 25 Jahren. Bei den 51- bis unter  65-jährigen Teilnehmerinnen ist sogar jede dritte übergewichtig (Quelle: Österreichischer Ernährungsbericht 2017, https://www.bmgf.gv.at/home/Ernaehrungsbericht2017, abgerufen am 26.09.2018).

Folgen von Übergewicht

Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Schäden am Bewegungsapparat, psychische Probleme, Kosten für die Allgemeinheit, … die Folgen sind hinlänglich bekannt und die Ausmaße steigen auf allen Ebenen. Sowohl auf der persönlichen/individuellen Ebene als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Über die „Schuldfrage“ diskutiere ich hier aus vielerlei Gründen nicht. Dazu möchte ich auf einen interessanten Artikel verweisen.

Fakt ist jedenfalls, dass ich als Diätologin mit der Thematik Übergewicht und Adipositas sehr häufig konfrontiert bin. Das ist meine Arbeit, mein Hauptthema, und es macht mir große Freude mit Menschen zusammenzuarbeiten, die das Thema aktiv angehen wollen. Manchmal kommt da auch die Thematik bariatrische Operation auf. Egal wie ich dazu stehe – ich muss zugeben das wechselt ständig – sie passieren, sie werden gemacht und die Betroffenen brauchen die bestmögliche Aufklärung vorab und die bestmögliche Betreuung währenddessen und danach um gesund zu werden, zu bleiben und in ein schlankeres Leben zu starten. Der Kopf wird dabei aber nicht „mitoperiert“, der macht da sozusagen oft auch „Schwierigkeiten“ und auch daher braucht es eine Betreuung, idealerweise multidisziplinär sowie eine gute Vertrauensbasis.

Häufigkeit und Art bariatrischer Operationen in Österreich

Hier erlaube ich mir um einen Eindruck zu vermitteln, einen Ausschnitt! aus einer Tabelle einzufügen, um die Häufigkeit der bariatrischen OPs in Österreich darzustellen. Inzwischen gibt es auch neuere Daten dazu, beispielsweise „IFSO Worldwide Survey 2016: Primary, Endoluminal, and Revisional Procedures.“ DOI: 10.1007/s11695-018-3450-2, diese sind für mich allerdings nur gegen Bezahlung erhältlich und ich denke das die Zahlen unten bereits für sich sprechen.

(Quelle: Bariatric Surgery and Endoluminal Procedures: IFSO Worldwide Survey 2014, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28405878, abgerufen am 26.09.2018)

In Österreich wurden also im Jahr 2014 bereits 2553 Operationen durchgeführt. Die am Häufigsten eingesetzte Methode war dabei der RYGB, der Roux-en-y-Gastric Bypass. Kurz erklärt wird bei dieser Operation der Magen verkleinert, und zwar zu einem sehr kleinen, sogenannten „Pouch“ dessen Größe der Chirurg bestimmt. Der Pouch kann ca. 15-20ml fassen. Zusätzlich wird der Dünndarm mittels Herstellung einer Schlinge abgetrennt, hochgezogen und so verkürzt. Dadurch werden der Zwölffingerdarm und eine wiederum vom Chirurgen bestimmte Länge des Jejunum ausgeschaltet. Durch diese Maßnahmen können nur mehr sehr kleine Mengen gegessen werden (restriktiv, einschränkend). Da in diesen Darmabschnitten ein großer Teil der Nährstoffe aufgenommen wird und dies nun nicht mehr möglich ist, nennt man das Verfahren auch malabsorptiv. Je nachdem wie viel Darm ausgeschaltet wird, ist die Malabsorption stärker oder geringer. Diese Malabsorption betrifft alle Nährstoffe, sowohl die energiegebenden als auch die Mikronährstoffe.

Die nun neuen physiologischen Gegebenheiten verlangen nach der OP ein völlig anderes Ernährungsregime. Wieviel, wie oft, was gegessen wird – alles ist plötzlich verändert. Zudem muss sehr genau auf eine ausreichende Nährstoffversorgung geachtet werden, vor allem der so wichtigen Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente). Ansonsten können sehr schwere Nebenwirkungen bis hin zu einer dauerhaften Schädigung des Körpers und des Nervensystems die Folge sein.

Umfassende Betreuung ist das A & O

Am besten schon BEVOR es zu einer Operation kommt. Beim chirurgischen Eingriff wird immerhin ein eigentlich gesundes Organ zerschnippelt. Ist eine Gewichtsreduktion aber nicht mehr anders möglich,  dann darf eine kompetente, begleitende Betreuung durch zertifizierte DiätologInnen nicht fehlen. Einige KollegInnen in unterschiedlichen Krankenhäusern oder auch freiberuflich stellen sich dieser Aufgabe. In den spezialisierten Krankenanstalten stehen häufig umfassende Betreuungsangebote mit Vorträgen, Workshops, Gruppentreffen und Selbsthilfegruppen zur Verfügung – Nutzen Sie diese Möglichkeiten!

Eine Lebens- und Ernährungsumstellung vor sowie nach der Operation ist nicht immer einfach, weshalb es von großer Bedeutung ist, qualifizierte Ansprechpartner zu haben. Bei Fragen, Unsicherheiten oder aufgetretenen Problemen stehe ich Ihnen in Wien und meine Kollegin Raphaela Lebeth (https://www.diaetologie-lebeth.at) in Korneuburg gerne zur Verfügung.

 

Mag. Birgit Barilits, BSc & Raphaela Lebeth, BSc, Diätologinnen

 

Kleine Muntermacher gegen das Tieeeeeefffff…

Kleine Muntermacher gegen das Tieeeeeefffff…

Diverse Energydrinks und Cola Getränke sind häufig das Mittel der Wahl, wenns darum geht sich aus dem Vormittags/Nachmittags/Insgesamt-tief zu reißen. Richtig zu essen und Schlafhygiene sind da natürlich ein immens wichtiges Thema, aber heute geht es darum, was tun, wenn das Tief da ist und ich ungesunde Getränke oder picksüße Snacks vermeiden will. PS: Es ist nicht wirklich besser einfach nur die Süßstoffvariante zu nehmen…

 

Aufputschende Getränke – selbst gemacht! 😊

Koffein – Kaffee, maximal 3 Tassen pro Tag

Ich liebe Kaffee! Bei mir gibt es an normalen Tagen 1 starken Kaffee in der Früh, das wars. An Tagen wo ich sehr früh aufstehen muss oder sehr anstrengenden Tagen gibt es auch nach dem Mittagessen bzw. am Nachmittag einen kleinen Espresso. Auch ein Einspänner ist mal drin (Espresso mit Obershaube). Oder probiert doch mal einen „Low Carb Kaffee“: Doppelter Espresso oder 1 Tasse starker Filterkaffee, 1 ML (10g) Kollagenpulver (ML liegen in der Regel bei), 1 Tropfen Stevia oder ½ TL Birkenzucker, ¼ TL Zimt, 1 EL Schlagobers – alles im Shaker oder in einem Schraubglas schütteln. Sehr lecker!

Gutes Kollagenpulver gibt es von verschiedenen Anbietern, Bio und aus Weidehaltung ist am Besten.

Theobromin – Kakao, selbst gemacht

Wenn man den Kakako mit 1/4 l normaler Milch macht, ist das wie eine Mahlzeit! Das sollte man mitbedenken. Also als Frühstück oder als Mittagessen nehmen, aber da soll nichts mehr oder nicht mehr viel dazukommen. Und keinen „Zuckerkakao“ verwenden, sondern echtes Kakaopulver ist hier gefragt. Gesüßt werden sollte nur wenig, zB wieder mit 1 Tropfen Stevia oder wenig Birkenzucker. Das Getränk ist eher herb und mit wenig Süße.

Teein – Mate Tee, Grüner Tee, Schwarzer Tee

Entweder heiß in der Thermoskanne mitnehmen, oder abkühlen lassen und einen selbstgemachten Eistee zubereiten. Mit Minze oder Melisse, Zitrone, Limette, … zusätzlich aromatisieren und so wenig wie möglich Süßen.

Maca Pulver

Als Nahrungsergänzung, zB von Biogena

Ingwer

Ingwerwasser, heiß oder kalt, wirkt anregend, tonisierend, im Winter auch wärmend und stärkt das Immunsystem. Einfach BIO!! Ingwer in Scheiben schneiden (3-5) und in 1l Wasser ziehen lassen. Ich gebe immer ein paar dünne Scheiben in meine Wasserflasche und fülle diese den ganzen Tag über immer wieder auf. Natürlich kann auch der Ingwertee noch verfeinert werden, wie auch oben bei den anderen Tees.

Raus an die frische Luft!

5 min zügig auf und ab gehen und tief atmen, vielleicht auch noch mit den Armen wedeln (Achtung wo man das macht ;), könnte seltsam wirken) – auch im Büro kann (hoffentlich) mal gut gelüftet werden und einige Kniebeugen oder Hampelmänner schaden auch nichts.

Nüsse

Als kleiner Snack zwischendurch eine Handvoll Nüsse knabbern. Walnüsse, Mandeln, Haselnusskerne, Pekan, Para, … enthalten viele gute Mineralstoffe, zB Selen, Zink, Magnesium und helfen unserem Körper sogar dabei Serotonin zu produzieren. Obendrauf bekommt das Gehirn und der Körper auch noch ein paar Vitamine und wertvolle ungesättigte Fettsäuren.

Ätherisches Öl zum Riechen (Achtung*)

Pfefferminzöl (Mentha Piperita), oder Rosmarinöl (Rosmarinus officinalis L., Chemotyp Cineol idealerweise) – 1 kleinen Duftstein besorgen oder notfalls auf ein Taschentuch tropfen, nur 1 Tropfen Rosmarin oder 1 Tropfen Pfefferminzöl daraufgeben und mitnehmen. Bei Bedarf daran riechen. Sonnentor, Primavera, Farfalla, Feeling sind gute Marken. Auch gut in der U Bahn wenns mal nicht so wohlriechend duftet oder die Nase verstopft ist 😉.

*Diese Empfehlung gilt für gesunde Erwachsene; Rosmarinöl: Vorsicht bei hohem Blutdruck; Pfefferminzöl: Vorsicht bei chronischen Atemwegserkrankungen, nicht zur Einnahme, nicht auf die Haut oder Schleimhäute bringen (für eine ausgiebige Aromaberatung kann ich wärmstens empfehlen: Aromainsel).

Mahlzeit/Zwischenmahlzeit Buttermilchshake

0,5l Buttermilch natur, 100g gefrorene Beeren (Heidelbeeren, Himbeeren), ½ TL Birkenzucker, mit Stab- oder Standmixer pürieren, kann auch sehr gut in einer Flasche in die Arbeit oder in den Unterricht mitgenommen werden.

Also dann, viel Spaß beim Experimentieren! Für Fragen und ausgiebige Beratungen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung! 🙂

Eure Diätologin

 

 

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

Fotos: Fotolia; Birgit Barilits

To Do´s im Oktober! :)

To Do´s im Oktober! :)

  1. Kürbis kochen
  2. Saisonales Gemüse verwenden
  3. Abwehrkräfte steigern

 

Rezept des Monats: „Hokkaido Vorspeisen Dreierlei“

Hier gehts zum Hokkaido…

Oder: Kürbiscremesuppe mit Pfiff

Zutaten für 4 Portionen:

1 Stk Hokkaido-Kürbis
1 Stk Zwiebel
1 Stk Chilischote (klein)
1 Stk Vanilleschote
2 EL Olivenöl
0.5 TL Curry
1 Msp Muskatnuss
1 Prise Salz und Pfeffer
1 l Gemüsesuppe, klar
2 Zweige Rosmarin
1/4 Becher Schlagobers

Die Zubereitung:

Für die Hokkaido Cremesuppe brauchen sie den Kürbis nicht schälen. Einfach waschen, putzen, zerteilen und die Kerne entfernen. Danach die Zwiebel schälen und grob würfeln. Chilischote waschen, putzen und klein schneiden. Etwas Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebel samt Kürbis leicht rösten. Die Vanilleschote aufschneiden, auskratzen und dazugebe, ebenso Curry, Rosmarin und Muskatnuss. Mit Gemüsesuppe aufgießen und weichdünsten. Den Topf vom Herd nehmen, Rosmarin und Vanilleschote wieder entfernen, Obers dazugeben und die Suppe mit dem Stabmixer pürieren. Die Chilischote entkernen und fein schneiden, vor dem Servieren über die Suppe streuen.

 

Saisonales Obst und Gemüse (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Hier geht´s zu den rote Rüben Gnocchi…

Derzeit frisch und regional verfügbares Gemüse (frisch angebaut oder lagerfähig) u.a.:

Topinambur, Schwarzer Rettich, Rote Rüben, Schwarzwurzel, Karfiol, Kohlrabi, Rucola, Porree, Radieschen, Rotkraut, Weißkraut, Brokkoli, Chinakohl, Endiviensalat, Fenchel, Karotten, Rotkraut, Weißkraut, Kohlsprossen, verschiedene Kürbissorten, Mangold, Pastinaken, Petersilwurzeln, Radicchio, Sellerie, Blattspinat, Vogerlsalat, Pilze, …

Derzeit frisch/eingekocht und regional verfügbares Obst u.a.:

Äpfel, Birnen, Quitten, Brombeeren, Weintrauben, Holler, …

Vorteile von saisonalem Einkauf:

  • Besserer Geschmack
  • Höherer Nährstoffgehalt
  • Bessere Ökobilanz
  • Weniger Schadstoffe
  • Günstigerer Preis

 

2 kleine Tipps um gute Abwehrkräfte aufbauen!

Immer wichtig und besonders als Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit – Vitamin D Check! Lass bei der nächsten Gelegenheit deinen Vitamin D Status erheben. Unter 20ng/ml liegt jedenfalls ein Mangel vor. Ein guter Zielwert für Abwehrkräfte, Stoffwechsel und Psyche liegt um die 60ng/ml!

Vitamin C – Check? Wusstest du, dass eine rote Paprika mehr Vitamin C enthält, als ein Apfel? Wusstest du, dass Kohlgemüse sein Vitamin C erst so richtig gerne an uns abgibt, wenn es gedünstet wurde? Wusstest du, dass du mindestens 3 große Hände voll Gemüse täglich benötigst, um einigermaßen gut versorgt zu sein mit Vitamin C und anderen wertvollen Vitaminen? Schaffst du das?

Ich wünsche euch einen wunderschönen Oktober! 🙂

Eure Diätologin.

 

Mag. Birgit Barilits, BSc

Fotos: Birgit Barilits (Speisen); Fotolia (Boxing Dog)

 

Hokkaido Vorspeisen-Dreierlei

Hokkaido Vorspeisen-Dreierlei

hokkaido dreierlei

Juhuuu! Der Herbst ist endlich da! Als Fan der etwas kühleren Temperaturen freut mich das. Und es gibt (ja auch im Herbst und Winter) ganz wunderbare Gemüse, die sich auch gut lagern lassen.  Beispielsweise einer meiner Lieblingskürbisse – der Hokkaido.

Für die, die ihn nicht kennen: die Schale des Hokkaido kann mitgegessen werden! Das mühsame schälen fällt also weg. Einfach gut abwaschen, den Stielansatz und (eventuelle) beschädigte Stellen wegschneiden. Den kürbis in 2 Hälften teilen und die Kerne mit einem Esslöffel entfernen. Den Kürbis in kleine Spalten schneiden und ca. 20-30min bei 180° backen. Dann sind sie weich und man kann allerlei damit anstellen… so können beispielsweise auch skeptische Kinder oder Ehegatten überzeugt werden, das Kürbis ein Gemüse ist, das gut schmeckt 😉

  1. Gebackene Kürbisspalten mit Zitronenthymian und Schafmilchjoghurt (eignet sich als Vorspeise sehr gut)
gebacken mit schafmilch
Gebacken, mit Schafmilch

Oder:

  1. Kürbispüree mit Olivenöl, Meersalz und Rosmarin als Vorspeiserl. Oder aufs Brot.
püree mit rosmarin
Püree mit Rosmarin

Und natürlich die unvermeidliche:

  1. Kürbiscremesuppe mit Kokosmilch, Ingwer und Curcuma
cremesuppe
Cremesuppe

Die Zutaten:

  • die gebackenen Spalten (ca. 260g) von der Hälfte eines mittelgroßen Hokkaido (1,2kg)
  • 1/4l Kokosmilch
  • 1 TL Curcumapulver
  • 2-3cm frischen Ingwer
  • Salz, Pfeffer, ev. 1 Schuss Balsamico oder Zitrone
  • Wasser (je nach gewünschter Dicke ergibt es 3-5 Portionen)

Nährwerte 1portion (ca.): 90kcal, 3,5g EW, 15g KH, 1,3g F 5,6g Blst

Zubereitung:

Den gebackenen Kürbis und alle Zutaten in einen Mixbecher geben und pürieren, bis die Suppe sämig ist. Erwärmen und mit gerösteten Kürbiskernen bestreut servieren.

Guten Appetit! 🙂

Kräutertopfen-Auflauf mit kleinen Tomaten

Kräutertopfen-Auflauf mit kleinen Tomaten

Wer mag Topfenauflauf? Iiiiiiiiich! 🙂 Dieses Mal gibt es die kleine Proteinbombe aber nicht süß, sondern pikant!

Die Zutaten:

  • 250g Magertopfen
  • 250g Bröseltopfen
  • 100g Gries
  • 2 Eier
  • Frische Kräuter nach Geschmack (viel!) zB Schnittlauch, Petersilie, Kerbel oder Rosmarin, Thymian, Salbei, … auch ein Hauch Minze macht sich sehr gut darin!
  • 2 Handvoll kleine Tomaten
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Tl Backpulver
  • Butter/Öl zum Auspinseln der Form
  • Evtl. Parmesan

Die Nährwerte:

Ähnlich, etwas mehr als bei der süßen Variante, besonders wenn man mit Parmesan arbeitet.

Die Zubereitung:

Eier und Grieß gut verschlagen und mind. 15 min ziehen lassen. Die Kräuter fein hacken und unter den Topfen rühren, würzen. Nun alles gemeinsam verrühren und auch das Backpulver darunter mischen. Eine Form auspinseln und evtl. mehlen. Ofen Vorheizen auf 180°C. Masse in die Form füllen und mit den kleinen halbierten Tomaten belegen. Backen bis alles schön goldbraun ist und sich der Rand leicht von der Form löst. Evtl. vor dem Servieren mit Parmesan bestreuen.

Guten Appetit! 🙂

 

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

Fotos: Birgit Barilits