Ei, Ei, Ei, …

Ei, Ei, Ei, …

Ich wollte es nur noch einmal sagen… Eier sind eines meiner liebsten Lebensmittel :)! Natürlich nur von glücklichen Hendln (oder im obigen Fall Wachteln, die kleinen Dingerchen wollte ich mal probieren)! Gekocht, pochiert, weich, im Glas, Spiegelei, Benedict, Eierspeis, Omelette, Aufstrich, als oder im Salat, in der Suppe, als Jausenei … Schmeckt (mir) in allen Varianten und ist ein wunderbarer Proteinlieferant und enthält viele wertvolle Nährstoffe (A, D, E, K, B1, B2, B6, Folsäure, Mineralstoffe und Cholin). Die Eier von freilaufenden Hühnern enthalten übrigens ein besseres Fettsäurenmuster, als Hühner aus Bodenhaltung. Ich wähle daher Eier aus Bio-Freilandhaltung. Diese sind mit einer 0 gekennzeichnet.

Die erste Zahl am Ei steht für die Haltungsform der Hühner: 0 = Bio-Freilandhaltung; 1 = Freilandhaltung; 2 = Bodenhaltung; 3 = Käfighaltung. Letztere ist seit 2009 in Österreich verboten, allerdings kann über Fertigprodukte wie Kuchen, Kekse und sonstige Süßigkeiten könnten allerdings noch Eier aus Käfighaltung (aus anderen Ländern) verarbeitet sein. Ein Grund mehr, sich seine Leckereien selbst zu machen, so weiß man, was enthalten ist. Beispielsweise eine flaumige Biskuitroulade… mhmmmm…

Rezept für meine Lieblingsroulade (zuckerreduziert):

  • 5 Eier
  • 5 EL Wasser
  • 150g Zucker à = 37 Würfel Zucker
  • pro Ei 4 dag Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • Marmelade nach Wahl
  • Saft von 1 Zitrone

Zubereitung:

  1. Backrohr auf 200°C Heißluft einstellen (vorheizen). Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auf ein frisches, sauberes Geschirrtuch 1 TL Zucker streuen.
  2. 100-120ml Marillenmarmelade mit dem Saft einer Zitrone verrühren.
  3. Zucker, Wasser und ganze Eier mit dem Mixer auf höchster Stufe schlagen bis eine dicke, luftige Masse entsteht. Mehl mit Backpulver mischen und vorsichtig mit einem Schneebesen unterheben.
  4. Die Masse gleichmäßig auf das Blech streichen. Max. 12 min backen. Der Teig ist dann bereits leicht gebräunt.
  5. Das Biskuit mit der Teigseite auf das Geschirrtuch legen. Das Backpapier vorsichtig vom Teig lösen. Sofort die Marillenmarmelade aufstreichen und das Biskuit mit Hilfe des Tuches einrollen.
  6. Genießen! 🙂

Wegen dem Cholesterin mache ich mir auch KEINE Sorgen ;). Inzwischen gibt es ja schon unzählige Artikel zum Thema – Ja, das Ei(gelb) enthält Cholesterin und nein, das ist nicht Schuld an Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine der Studien, die ich dazu gelesen habe ist diese hier: „Egg consumption and risk of coronary heart disease and stroke: dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.“ Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23295181

Kurze Beschreibung der Studie:

  • Meta Analyse von prospektiven Kohorten Studien (systematisches Review/Metaanalye publizierter Daten).
  • Daten aus PubMed und Embase Jänner 1966 bis Juni 2012, sowie original papers und review articles.
  • Ziel: untersuchen und quantifizieren des Zusammenhangs zwischen Ei Konsum und dem Risiko für KHK (koronare Herzkrankheit) und Schlaganfall in, in Abhängigkeit von der Dosis (Konsum)
  • Es wurde kein Beweis für einen kurvilinearen Zusammenhang zwischen Eikonsum und Risiko für KHK oder Schlaganfall gefunden.
  • “Higher consumption of eggs (up to one egg per day) is not associated with increased risk of coronary heart disease or stroke. The increased risk of coronary heart disease among diabetic patients and reduced risk of hemorrhagic stroke associated with higher egg consumption in subgroup analyses warrant further studies.”

Also, wenn es an den Osterfeiertagen zu erbitterten Eierpeckmatches kommt, und in Folge mehr Eier als üblich verzehrt werden, dann ist das in der Regel kein Problem. Lieber an den Schoko- und Geleehasen sparen… 😉 Hier finden Sie einen kurzen und Informativen Artikel von Bodymed dazu. Übrigens NEU in meiner Praxis: Leberfasten nach Dr. Worm, mit den Produkten von Bodymed.

In diesem Sinne, frohe Ostern, erholsame Feiertage – mit Genuss! 🙂

Ihre Diätologin.

 

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

Fotos: Birgit Barilits

Low Carb Brot mit Hanfprotein

Low Carb Brot mit Hanfprotein

Ein durchaus gelungenes Experiment 🙂

Der 1. Grund dafür ist das (immer wieder) aktuelle Thema Low Carb und Paleo Ernährung. Beides hat seine Vorteile und Nachteile. Der 2. Grund für mein Experiment ist, dass ich immer wieder mal neue Lebensmittel einkaufe und probiere. Letztens war es das Hanfprotein. Die Idee war es in Müsli einzurühren. Naja. Das Ergebnis war weder hübsch noch gut ^^. Grünlicher Gatsch mit sandigem Gefühl zwischen den Zähnen. Ich bin aber offen für Vorschläge! Also wenn Ihr / Sie Ideen und gute Rezepte für Hanfprotein habt, gerne zu mir!

Da ich aber nichts verschwenden möchte habe ich die Idee entwickelt ein Brot daraus zu backen.

Die Zutaten:

  • 6 Eier
  • 1 Becher Joghurt
  • 150-200ml Wasser
  • 5 EL Kokosöl (1 für die Form)
  • 1 TL Salz
  • 2 gestrichene TL Backpulver
  • 50g Sesam für die Form und zum Bestreuen
  • 50g Chia
  • 50g Leinsamen geschrotet
  • 50g Kokosmehl
  • 130g Hanfprotein

Die Nährwerte (ca.): Ergibt ca. 12-14 Schnitten Brot. Pro Schnitte (14) 174kcal, 11,4g EW, 12,8g F, 4,6g KH, 6,2 g Blst und viele gute Mineralstoffe, Vitamine und Fettsäuren.

Die Zubereitung:

Das Rohr auf 180° vorheizen. Eine Kastenform mit etwas Kokosöl auspinseln und mit Sesam ausstreuen. Eier, Leinsamen und Chia schaumig schlagen, Joghurt, Öl und Wasser dazurühren, die trockenen Zutaten vermischen und nach und nach einrühren. In der Form verteilen und mit dem Rest des Sesams bestreuen. Backen bei 180° für 45min. Gut auskühlen lassen.

Geschmack und Konsistenz sind wie meistens bei derartigen Broten nicht mit normalem Brot vergleichbar. Die Konsistenz erinnert eher an saftigen Kuchen. Aber es ist optisch ansprechend, schmeckt gut, saftig, aromatisch vom Hanfprotein und ist fest genug um es gut bestreichen und belegen zu können 🙂

Bon Appetit!