Oh No! Der Kühlschrank ist leer…

Oh No! Der Kühlschrank ist leer…

Was tust DU, wenn der Kühlschrank leer ist?

A. Der ist nicht wirklich leer. Bier ist ja da.

B. Gute Gelegenheit, ich lege einen Fastentag ein und putze den Kühlschrank.

C. Yay! Junk Food Day!

D. Gut, dass ich noch eine Notration Chili sin Carne im Tiefkühlschrank habe!

E. Mama anrufen.

F. Pizzalieferdienst anrufen.

G. Aus der Sellerieknolle, den Karotten und der Zucchini lässt sich doch bestimmt was zaubern…

Option G: Feines Selleriepüree mit Gemüsesticks aus dem Ofen und Fetabrösel

Also nochmal zurück zu den Vorräten, die doch nicht soo mager sind wie erst gedacht.

  • 1 ganze Sellerieknolle
  • 1 Mittelgroße Zucchini
  • 6 Karotten
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Schuß Schlagobers (optional)
  • 1/2 Packung Feta
  • Suppenpulver
  • Muskatnuss, Salz, Pfeffer
  • Mediterrane Kräuter, getrocknet
  • Olivenöl

Die Zubereitung:

Sellerieknolle putzen und würfeln. Zwiebel schneiden. Beides in etwas Olivenöl anrösten, mit Wasser aufgießen und mit einer Prise Suppenpulver und Muskatnuss sehr weich dünsten. 1 Schuß Schlagobers beigeben und gut pürieren.

Karotten in dünne Stifte und Zucchini in dickere Stifte, evtl. viertel schneiden. Knoblauch putzen und in Blättchen schneiden. Gewürze ggf. mörsern. Alles mit etwas Olivenöl vermengen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das Gemüse darauf ausbreiten. Im Ofen backen bis die Karotten bissfest sind.

Anrichten:

Selleripüree auf den Teller, Gemüse drauf, Feta darüberbröseln. Fertig ist das feine Mittag- oder Abendessen! 🙂

Genießen! 🙂

Eure Diätologin

Bild: Fotolia

Fotos: Birgit Barilits

Getrocknete Zitronenschalen und noch ein paar Tipps…

Getrocknete Zitronenschalen und noch ein paar Tipps…

bio zitronenschale

Ich versuche bei der Verarbeitung von Lebensmitteln so wenig „Reste“ wie möglich zu produzieren. Reste von Gerichten gibt es bei mir auch kaum, weil erstens meistens alles aufgegessen wird und zweitens aus Resten noch viele gute Sachen hergestellt werden können. Lebensmittel wegwerfen ist mir zuwieder.

Ich kaufe häufig unbehandelte Bio Zitronen, für Salate, Smoothies, etc. Die Schale kommt aber relativ selten zum Einsatz. Eigentlich schade drum! Die Lösung: vor dem Auspressen mit einem Sparschäler die aromatische Schale dünn abhobeln und trocknen. Am besten bei niedriger Temperatur im Backrohr. Wenn die Schalen komplett trocken sind, können sie in einem Schraubglas gelagert werden und im Tee landen, oder gemahlen in Muffins oder was einem sonst noch so einfällt. Das klappt auch mit unbehandelten Orangenschalen. Oder Apfelschalen, wenn man mal einen geschälten Apfel braucht.

Ein weiterer Tipp, wenn du viele Zitronen zu Hause hast und sie nicht so schnell verbrauchen kannst, einfach die Schalen gleich fein abreiben und in Eiswürfelbhältern einfrieren. Gleiches geht mit dem Saft! und hier noch ein heißer Tipp, um zu vermeiden, dass die Zitrusfrüchte im Körbchen schimmlig werden:

  1. Körbchen oder Schüssel gut waschen, sollte einmal was schimmlig geworden sein
  2. Serviette oder Küchenrolle hineinlegen
  3. 2 Tropfen Kiefernadelöl darauf tropfen, dann Zitronen, Limetten, … hineinlegen und freuen, dass nix mehr schimmelt! Genial! 🙂 Bitte darauf achten, dass es sich um ein 100% naturreines ätherisches Öl handelt!

 

Eure Diätologin

Foto: Birgit Barilits

 

Exkurs Kennzeichnung ätherischer Öle: Gute Qualität ist schwer zu erkennen, aber es gibt viele Hinweise auf gute Qualität, dies beginnt schon bei der Kennzeichnung:

  • Name der Ursprungspflanze: Deutscher und botanischer Name
  • Bezeichnung: 100% naturreines ätherisches Öl
  • Pflanzenteil: Blatt, Blüte, Zweige usw.
  • Mengenangabe
  • Chargennummer
  • Herstellername
  • Herkunftsland: Das Anbaugebiet bestimmt die Qualität mit!
  • Gewinnungsverfahren
  • Anbauart: kontrollierter biologischer Anbau (kbA), demeter-zertifizierte Bio-Qualität (demeter), Wildsammlung (Ws), konventioneller Anbau (konv.)
  • Lösungsmittel: Angabe des Lösungsmittels bei Extraktion
  • Verdünnungsverhältnis: und womit es verdünnt wurde, zB Melisse in Jojoba, Vanille-Extrakt in Alkohol
  • Verwendungsdauer nach dem Öffnen oder Ablaufdatum.
  • evtl. Verwendungshinweise
  • Sicherheitshinweise: „Vor Kindern sicher aufbewahren“, “nicht für Schwangere geeignet”, etc.
  • Gefahrenstoffzeichen: laut EU-Verordnung: je nach Öl individuell; nur bei einer Zulassung als Bedarfsmittel
  • evtl. Dosierungsempfehlung

 

Was man aus Resten machen kann.

Was man aus Resten machen kann.

Ich besitze seit einer Weile den Kochmixer von http://www.andsoy.com. Das ist schon ein sehr praktisches Teil! Jetzt im Sommer ist zwar nicht sooo die Zeit für heiße, cremige Suppen, aber die letzten Tage waren doch auch kühl und außerdem gibt es auch kalte Suppen! 🙂

Gazpacho, Champignoncremesuppe und Gemüsecremesuppe mit Curcuma.

 

 

Ich produziere damit auch gerne frische Nuss“milch“. Meine Lieblingsvariante ist derzeit die Mandel-Kokosmilch.

Mandel-Kokosmilch-Kakao, und frisch abgefüllt in der Flasche.

Grundrezept: 1 Messbecher eingeweichte Mandeln, 1 Messbecher Kokosraspeln (ebenfalls eingeweicht), 2 Datteln oder etwas Honig, 1 Prise Salz, Wasser, fertig. Dabei bleibt allerdings ein Rest zurück beim Abseihen, eine Art Nuss“trester“. Dieser eignet sich für Kuchen, Breie, … oder für meine Nuss-Buchweizen-Pancakes! 🙂

Die Zutaten:

  • Trester von der produzierten Mandel-Kokosmilch
  • 3 Eier
  • 4 EL Buchweizen
  • 1 EL Xylitol
  • 1/2 TL Vanillepulver
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • Mandel-Kokosmilch bis eine breige Konsistenz erreicht ist

Ich habe hier keine exakten Mengenangaben und auch keine Nährwerte errechnet. Die Mischung ist aber einfach, dankbar und gelingt sicherlich auch so! Einfach alle Zutaten mit dem Mixer vermischen, Mandelmilch dazugießen. Es braucht nicht viel Mandelmilch, da der Trester feuch ist und auch die Eier Flüssigkeit geben. Es entsteht ein etwas dickeres Gemisch als bei Palatschinken. Kurz stehen lassen, dann in einer Pfanne in (wenig) heißem Kokosöl braten.

Verfeinert werden die Pancakes mit frischen oder tiefgefrorenen Beeren und einem kleinen Klecks Honig.

Guten Appetit! 🙂

 

Fotos: Birgit Barilits

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

 

Mediterranes Gemüsegratin mit geräuchertem Schafkäse

Mediterranes Gemüsegratin mit geräuchertem Schafkäse

Resteverwertung – da bietet sich ein Gratin immer an! 🙂 Wobei man bei all den guten Sachen eigentlich nicht von Resten sprechen kann. Gemeint damit ist aber, dass man eigentlich sehr einfach aus quasi allem was der Kühlschrank hergibt eine super Speise machen kann, es muss nichts weggeworfen werden! Seht die Küche als Bastelstube an und seid kreativ! Zugegeben, manchmal gelingts nicht so optimal (dann ist es gut, wenn man dankbare Esser zu Hause hat 😉 ), aber meistens werden die Gerichte wahre Köstlichkeiten!

mit frischem schnittlauch garniert...

Die Zutaten für 4 Portionen:

  • 2 kleine Zucchini (oder eine halbe große)
  • 1 mittelgroße Melanzani
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 kleine Paprikaschoten
  • 3 große Tomaten
    • und jedes andere Gemüserestl, ein paar übrige Karotten die nicht mehr ganz knackig sind, die 2 Knoblauchzehen, der halbe Kohlrabi, die 2 gekochten Erdäpfel von vor 2 Tagen, …
  • 2 Eier
  • 1 Stückchen Speck (Optional)
  • 1 Stückchen Schafkäse, geräuchert (Schnittkäse)
  • ca. 3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian, Oregano, Zimt, Muskat

Nährwerte 1 Portion (ca.): 265kcal, 13g EW, 20g F, 8g KH, 100mg Ca

Die Zubereitung:

Zwiebel, Paprika und Speck kleinschneiden und anrösten. Die Zucchini und die Tomaten in Würfel schneiden. Alles zusammen in einer Schüssel mit den Eiern und den Gewürzen vermischen. Die Melanzani in Scheiben schneiden (salzen, kurz stehen lassen, abtupfen) und anrösten und als Boden in die Auflaufform legen. Die Gemüsemischung darauf verteilen. Den Schafkäse reiben und darüberstreuen. Bei 180° im Ofen für ca. 45min backen. Guten Appetit 🙂

 

Foto: Birgit Barilits

Süß-pikantes „Restl“-Knäcke

Süß-pikantes „Restl“-Knäcke

Um einmal alle Reste in meinem Vorratsschrank zu verbrauchen (kleinere Mengen an Nüssen, Samen, alternatives „Mehl“, eine braune Banane etc.) eignet sich so ein Knäckebrot ausgezeichnet. Es ist eine Mischung aus den Chia-Crackern, gefunden auf „paleo to go“ – und einem Rezept, dass ich vor längerer Zeit nachgekocht habe, die Rosmarin-Rosinen-Cracker von Danielle Walker. Beide varianten sind toll! Ich liebe aber besonders die Mischung aus Rosmarin und Rosinen (obwohl ich eigentlich Rosinen normalerweise nicht so gerne mag), mit den groben Salzkristallen!

restl knäcke
Knusper, knusper Knäcke!

Die Zutaten (alles ca. Mengen, weil Reste!):

  • 80g Chia Samen
  • 100g Sonnenblumenkerne
  • 80g Hanfmehl
  • 100g weißer Sesam
  • 100g Rosinen
  • 1 EL Rosmarin
  • 2 Eier
  • 1 zerdrückte Banane
  • 4 EL Tahini
  • 1 TL Salz fein, 1 TL Salz grob (zum Bestreuen)
  • Cayenne Pfeffer (zum Bestreuen)

Die Zubereitung:

Die Banane zerdrücken und mit den Eiern verschlagen. Alle anderen Zutaten nach und nach einrühren. Die Chia samen ziehen die Feuchtigkeit, und es entsteht ein gut formbarer Teig. Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech maximal einen halben cm dick ausrollen oder mit nassen Händen zurechtdrücken. Mit grobem Salz und Cayenne-pfeffer bestreuen. Den ofen auf 160° vorheizen und das Knäckebrot 20min backen. Dann zerschneiden und wenden und abermals für 20min im backen.

Schmeckt ausgezeichnet „ohne“ als energiereicher Snack zwischendurch, aber auch mit diversen Dips und Aufstrichen. Achtung: bitte nicht zu oft und nicht zu viel auf einmal, weil kalorienreich ;), das ist übrigens gar nicht so leicht, weil extrem gut…

Fotos: Birgit Barilits

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

Spiegelei mit Huhn, oder Huhn mit Spiegelei?

Spiegelei mit Huhn, oder Huhn mit Spiegelei?

Das ist wieder so ein Rezept das bei der „Reste“verwertung entstanden ist. Ein Rest Huhn, 3 Eier, ein paar Cocktailtomaten und ein Rest Käse wurden zu einem Abendessen für 2.

spiegelei mit huhn

Zutaten 2 Portionen:

  • 3 Eier
  • 5 Cocktailtomaten
  • 10g Butter/Ghee
  • 100g (ca.) Hühnerbrust vom letzten Hendlschmaus
  • 20g Gervais
  • Basilikumblätter, Salz, Pfeffer

Nährwerte 1 Portion ca: 273kcal, 25g EW, 18g F, 2g KH

Zubereitung:

Die tomaten halbieren und in der Butter anbraten, dabei wird die Butter etwas rötlich vom Saft der Tomaten und nimmt einen köstlichen Geschmack an. Die Tomaten sind ja grad nicht wirklich saisonal, auch wenn sie Bio und aus Italien sind, um diese Jahreszeit sind sie einfach nicht so aromatisch. Ich fürchte ich muss mich noch gedulden und mich selbst wieder an meine Prinzipien erinnern! Die Hühnerbrust klein schneiden und mitschwenken. Dann die drei Eier darüberschlagen, den Gervais drauf verteilen Basilikumblätter drauflegen (geht das ganze Jahr über am Fensterbrett!) salzen, pfeffern und bis zur gewünschten Festigkeit garen.

Mahlzeit!