Was man aus Resten machen kann.

Was man aus Resten machen kann.

Seit ca. 2 Jahren besitze ich den AndSoy Kochmixer und bin nach wie vor sehr happy damit! Gerade jetzt im Winter sind warme, cremige Suppen doch perfekt!  🙂

Im Sommer gibt es aber zB auch mal Gazpacho. Momentan der Renner: Champignoncremesuppe, Maronicremsuppe und Gemüsecremesuppe mit Curcuma.

Ich produziere damit auch gerne frische Nuss“milch“. Meine Lieblingsvariante ist die Mandel-Kokosmilch.

Mandel-Kokosmilch-Kakao, und „Milch“ frisch abgefüllt in der Flasche.

Grundrezept: 1 Messbecher eingeweichte Mandeln, 1 Messbecher Kokosraspeln (ebenfalls eingeweicht), 2 Datteln oder etwas Honig, 1 Prise Salz, Wasser, fertig. Evtl. noch mit einer Prise Vanille verfeinern. Bei der Produktione (also nach dem Abseihen) bleibt allerdings ein Rest zurück, eine Art Nuss“trester“. Dieser eignet sich für Kuchen, Breie, … oder für meine Nuss-Buchweizen-Pancakes! 🙂

Die Zutaten:

  • Trester von der produzierten Mandel-Kokosmilch
  • 3 Eier
  • 4 EL Buchweizenmehl (liefert die gute Bindung)
  • 1 EL Xylitol
  • 1/2 TL Vanillepulver
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • Mandel-Kokosmilch bis eine breige Konsistenz erreicht ist

Ich habe hier keine exakten Mengenangaben und auch keine Nährwerte errechnet. Die Mischung ist aber einfach, dankbar und gelingt sicherlich auch so! Einfach alle Zutaten mit dem Mixer vermischen, Mandelmilch dazugießen. Es braucht nicht viel Mandelmilch, da der Trester feucht ist und auch die Eier Flüssigkeit geben. Es entsteht ein etwas dickeres Gemisch als bei Palatschinken. Kurz stehen lassen, dann in einer Pfanne in (wenig) heißem Kokosöl braten.

Verfeinert werden die Pancakes mit frischen oder tiefgefrorenen Beeren und einem kleinen Klecks Honig.

Noch einfacher (das war die schnelle Variante von heute Morgen) und funktioniert auch blendend:

  • Trester von der produzierten Mandel-Kokosmilch
  • 4 Eier
  • 3 gehäufte EL Buchweizen
  • 2 EL Erythrit

Alles mixen und ab in die Pfanne!

Guten Appetit! 🙂

Fotos: Birgit Barilits

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

Kleine Lebensmittelkunde – Buchweizen

Kleine Lebensmittelkunde – Buchweizen

Der Echte Buchweizen (Fagopyrum esculentum), auch Gemeiner Buchweizen, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Buchweizen (Fagopyrum) in der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Manchmal wird er auch in die Gattung Polygonum eingeordnet. Buchweizen ist ein Pseudogetreide (Pseudocerealie).

Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Echter_Buchweizen&oldid=178200203

Der Buchweizen hat weder etwas mit Büchern, noch mit Weizen zu tun, wie man lesen kann. Als Knöterichgewächs ist er eher mit dem Sauerampfer und Rhabarber verwandt. Er ist eine alte Nutzpflanze, wie der Dinkel, oder Quitte, Löwenzahn, …. und viele mehr, die in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewinnen. Sogenannte Pseudocerealien sind besonders für Personen interessant, die Gluten oder Getreide meiden müssen (Zöliakie, Glutensensibilität, Weizenallergie). Die Körner haben eine ganz charakteristische, „dreieckige“ Form, wie bei Bucheckern.

Buchweizen kann man verwenden wie Reis, oder als Suppeneinlage, oder für Müslis und Breie verwenden. Die japanischen Soba Nudeln werden traditionell aus Buchweizenmehl hergestellt. Auch Palatschinken, Muffins, Crepes, Galettes, Salate und vieles mehr ist mit Buchweizenmehl machbar. Auch Sprossen aus Buchweizen schmecken wunderbar und sind kleine Vitaminbomben.

Von den Nährwerten her (kcal, EW, F, KH) ist er mit dem Weizen vergleichbar, aber bei den kleinen Inhaltsstoffen, den Mikronährstoffen gibt es einige Besonderheiten:

Er enthält Vitamin A, Beta Carotin, viel an B-Vitaminen, vor allem Folsäure, sowie Vitamin K, und die wertvollen Spurenelemente Kupfer und Mangan. In dieser Hinsicht ist er dem Weizen überlegen. Auch die Aminosäure Lysin ist enthalten, diese ist in anderen Getreidesorten Mangelware. Lysin ist wichtig zur Bildung von Kollagen.

Weitere Informationen zu den Nährwerten findet ihr HIER.

Ich habe letztens einen kleinen Versuch mit dem Andsoy Kochmixer gestartet und eine Haselnuss-Buchweizen“milch“ hergestellt. Aus 1 Becher (kleiner Bambusbecher aus dem Zubehör des Mixers) Haselnuss und 1 Becher Buchweizen ergab sich eine dicke, cremige „Milch“. Ich musste allerdings am nächsten Tag feststellen, dass die Flüssigkeit quasi ein Pudding geworden ist! Daher wird das nächste Mal wesentlich weniger Buchweizen in die Mischung kommen, haha! 🙂 Der Grund dafür dürfte der Gleiche sein, warum auch Haferflocken „schleimen“ und einen schönen, bekömmlichen und cremigen Brei ergeben, wenn man sie langsam köchelt. Einerseits wohl die Verkleisterung der Stärke, andererseits die enthaltenen Schleimstoffe (wasserlösliche Ballaststoffe). Danke an dieser Stelle an meine Kollegin Marianne Kriz für die Diskussion über die Ursache des Schleims ;).

Aus dieser Pflanzenmilch und den Resten kann man feine Frühstücksbreie oder Müslis machen, oder sie auch als Basis für eine cremige Suppe verwenden. Ich habe den Fastpudding verwendet um eine cremige Porree-Knofi-Suppe zu machen… Mmhhhh…

(Zutaten: Gemüsebrühe, Haselnuss-Buchweizen“milch“, Porree, Knoblauch)

Aus der Pflanzenheilkunde (Quelle: https://www.netdoktor.de/heilpflanzen/buchweizen/):

  • Buchweizen soll bei Venenleiden hilfreich sein (Rutin, ein Flavonoid)
  • Tee aus dem Kraut gegen Krampfadern
  • Hautschützend (Lysin – Kollagen)

Also dann, ran an den Buchweizen und an die Abwechslung auf dem Teller und viel Spaß beim Kochen!

Eure Diätologin.

 

Fotos: Fotolia, Birgit Barilits

Mag. Birgit Barilits, BSc