Vorsichtsgebote…?

Vorsichtsgebote…?

Oder: Nein, wir verwenden ätherische Öle nicht einfach so pur auf der Haut…

100% naturreine ätherische Öle sind eine wunderbare Sache, ein Naturprodukt mit tollen Eigenschaften – und mit Wirkung! Es gibt viele Firmen, die sehr gute Qualität vertreiben, aber es geht nicht nur um die Qualität, sondern um die ANWENDUNG. Das beste Öl wird in Verruf geraten, wenn es falsch angewendet oder schlecht dosiert wird.

Bitte seid euch im Klaren darüber, dass diese wunderbaren Naturprodukte hochkonzentrierte Substanzen sind. Das bedeutet, dass für sehr wenig hochwertiges Öl teilweise Tonnen von Pflanzenmaterial verarbeitet werden und das Endprodukt entsprechend intensiv ist. Sowohl im Geruch, als auch in der körperlichen und seelischen Wirkung. Ein Beispiel: für 1 kg Melissenöl (Melissa officinalis) benötigt man 7 bis 10 Tonnen Melissenkraut. Wenn euch jemand also nonchalant empfiehlt, dieses oder jene Öl großzügig pur zu verwenden, dann Vorsicht! Zudem ist es aus ökologischen und ökonomischen Gründen sinnvoll, sorgsam mit diesen wertvollen Produkten umzugehen!

Das Naturprodukt „100% naturreines ätherisches Öl“ enthält 100te verschiedene chemische Verbindungen (ja die Natur IST Biochemie 😉), die die komplexe Wirkung und den spezifischen Duft ausmachen.

  • Einige davon wirken – wenn sie pur oder in zu niedriger Verdünnung angewendet werden – hautreizend.
  • Einige können die Haut so sensibilisieren, dass leicht ein „Sonnenbrand“ entsteht, das nennt man Phototoxizität.
  • Wenn Öle „altern“ verändern sie sich. Sie können oxidieren, wie ein fettes Pflanzenöl „ranzig“ werden und verhalten sich dann anders.
  • Manche Inhaltsstoffe sind für bestimmte Personen bzw. Personengruppen, in bestimmten Lebenssituationen (Schwangerschaft, Stillzeit) oder bei bestimmten Beschwerden kontraindiziert. Ein Öl kann zB auch für eine erwachsene Person hilfreich sein, für ein kleines Kind oder einen Säugling aber nicht geeignet sein oder sogar schädlich.
  • Manche Öle wirken in niedriger Dosierung anders bis gegenteilig, als in hoher Dosierung.
  • Je dünner und empfindlicher die Haut, je sensibler die Person, desto wichtiger ist es, auf die korrekte Verdünnung mit zB einem guten, fetten Pflanzenöl zu achten…
  • u.v.m.

Also NEIN – wir schmieren uns zB Pfefferminzöl oder „Minze“ NICHT pur auf die Haut. Welches Minzöl ist überhaupt gemeint? Die eine „Minze“ unterscheidet sich von der anderen wie sich der doppelte Sliwowitz von einem Hugo unterscheidet! Und wenn du dir in der Hitze Kühlung verschaffen möchtest, dann wäre zB Pfefferminzhydrolat oder Lavendelhydrolat eine feine Alternative und wesentlich besser geeignet. Du willst wissen, was ein Hydrolat ist und wofür du es anwenden kannst? Besuch mich doch in meiner Praxis! 🙂

NEIN – wir schmieren uns auch kein Lemongrass pur auf die Haut. Es gibt nur seeehr wenige Öle und Fälle wo punktuell eine Anwendung pur möglich ist. Lavandula angustifolia/Lavendel fein kann beispielsweise punktuell aufgetragen werden, etwa auf einen Insektenstich oder eine kleine Verbrennung.

NEIN – wir tropfen und schmieren uns kein ätherisches Öl auf die Mundschleimhaut. Und es ist eben nicht gut wenn es dann brennt. Und auch ein Tee oder ein Gewürz kann von der Wirkung her nicht mit der Wirkung des Öles verglichen werden.

NEIN – wenn die Haut rot wird und brennt und vielleicht auch noch Pusteln bekommt ist das keine „Entgiftungsreaktion“, das soll nicht so sein.

NEIN – wir kippen keine 10 Tropfen von was auch immer pur ins Wasser und trinken das dann wochenlang zur „Entgiftung“. Die Leber wird’s dir danken, denn manche Öle sind auf Dauer hepatotoxisch.

Ätherische Öle sind wunderbare und bei richtiger Anwendung sanfte und gleichzeitig wirkungsvolle Behelfe das Wohlbefinden im Alltag zu steigern, körperliche und psychische Abwehrkräfte zu stärken. ABER – „weniger ist mehr“ lautet die Devise im Falle der ätherischen Öle. Eine gute Beratung zahlt sich aus, damit man wirklich Freude daran hat, sicher anwenden kann und dann auch in den Genuss einer sanften, ganzheitlichen Wirkung kommt. So wie es der Plan der Natur ist. 😉

Dann können wir als verantwortungsvolle BeraterInnen sicherstellen, dass diese Naturprodukte auch weiterhin ohne Schaden angewendet werden, und auch weiterhin angewendet werden dürfen.

Wir AromafachberaterInnen sind im positiven Sinne vernetzt – ich empfehle gerne meine erfahrene Kolleginnen Päivi Helena Blöchl von www.aromainsel.at in Traiskirchen, oder Ingrid Karner von www.aromainfo.at in Graz und weitere Kolleginnen in den Bundesländern, wenn Ihr Kontakt sucht! Auch bei mir in Wien könnt Ihr sehr gerne eine Aromafachberatung buchen! 😊 Mehr Informationen dazu unter „Duftige und aromatische Gschichten“.

Eure Birgit

Diätologin mit Genuss, Aromafachberaterin

 

Fotos: Birgit Barilits

Bild oben: Fotolia

Kochen mit Kräutern

Kochen mit Kräutern

Weinbergschnecke. Mag auch Grünes. Am liebsten Klee.
Weinbergschnecke. Mag auch Grünes! 🙂
Rosmarin-Rosinen-Cracker imRosmarinbusch
Viiiiiiiel Bärlauch und Curcuma in der Butter…
Kräutertopfen mit roter Melde

Ich liebe frische Kräuter! Wann immer es passt und möglich ist, verwende ich sie. Bei mir wachsen Rosmarin, Salbei, Thymian (s), Oregano, Basilikum, Zitronenmelisse, Minze (n), Schnittlauch und Schnittknoblauch… Griechischer Salat, Melonensalat, Butterbrot, Soßen und Suppen und auch Fleisch werden damit verfeinert.

Es geht mir also hauptsächlich um den Genuss! Der Duft der sich breit macht, wenn die Kräuter geerntet und kleingehackt werden, das Aroma der Gerichte machen einfach Freude. Optisch macht das natürlich auch etwas her, wenn frisches Grün über das Gericht gestreut wird. Aber auch getrocknete Kräuter schmecken ganz wunderbar.

Heute habe ich also eine Liste von Küchenkräutern die jedes Gericht aufwerten – vielleicht möchtest du ja den Balkon oder das Fensterbrett wieder einmal „auffrischen“ 🙂 :

  • Oregano, Rosmarin, Thymian, Basilikum – Für mediterrane Gerichte.
  • Majoran, Liebstöckl („Maggikraut“), Schnittlauch, Dille, Petersilie – Für Suppen, Soßen, Eintöpfe, Salate.
  • Bohnenkraut, Kerbel, Estragon, Salbei – Ein paar Ideen gefällig? Putenröllchen mit Salbei, Lachsfilet mit Estragonsauce, Bohneneintopf mit…Bohnenkraut! Kerbelpalatschinken mit Frischkäsefüllung

Was bringt die Verwendung von Kräutern?

  • Es kann weniger Salz verwendet werden.
  • Kräuter unterstützen das Aroma der Speisen.
  • Kräuter enthalten gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe).
  • Sie unterstützen die Verdauung und machen Speisen bekömmlicher.
  • Mit Kräutern arbeiten macht gute Laune!
Der Schneck im Grünen
Der Schneck im Grünen

Übrigens, Kräuter und Gewürze regen auch die Gehirntätigkeit an! Nicht nur, wenn man darüber nachdenkt sie anzubauen oder wie man sie verwendet, sondern tatsächlich, auf Grund der Inhaltsstoffe! 🙂 Da reicht es natürlich nicht, wenn einmal die Woche ein bissl Petersil auf die Erdäpfel zum Schnitzerl kommt…

Lesetipp: Gehirndoping mit Gewürzen, von Sabine Paul

 

Fotos: Birgit Barilits

Lammrücken Filet á la Urlaub

Lammrücken Filet á la Urlaub

Der heutige Sonntag war super entspannt. Punkt 1 der Tagesordnung war joggen in Schönbrunn, da war was los, sowohl was LäuferInnen betrifft, als auch das Gezwitscher der Vögel. Spechte haben getrommelt… Die mitgebrachten Nüsse musste ich „leider“ selbst essen, da ich die Eichhörnchen nur aus der Ferne gesehen habe.  Punkt 2 Training (Kieser). Punkt 3 Sonne sitzen auf der Terasse. Punkt 4 was Gutes kochen :). Punkt 5, Himbeere pflanzen (schau ma mal ob des was wird 😉 ).

lammrücken, saftig und rosig

Zutaten 2-3 Portionen:

  • 330g Lammrücken Filet
  • Pfeffer
  • Rosmarin
  • Thymian
  • Prise Zimt
  • Olivenöl zum Marinieren
  • Kokosöl/Butterschmalz zum Braten

Nährwerte 1 Portion (ca.): 255kcal, 30g EW, 15g F

Zubereitung:

Die Filets mit den Kräutern und Gewürzen gut einreiben, ebenso mit etwas Olivenöl und ziehen lassen. Ich habe sie etwa 20min ziehen lassen, in der Zwischenzeit habe ich die Beilage zu bereitet (siehe z.B. Ofengemüse) .

Die Filets rundherum scharf anbraten, dann die Hitze reduzieren und noch kurz (je nach gewünschter Farbe im inneren) weiterbraten lassen. Je nachdem wie dick die Stücke sind dauert das für eine schöne rosa Farbe 3-5 Minuten pro Seite. Danach aus der Pfanne nehmen und in Alufolie wickeln und ein paar Minuten ruhen lassen. Aufschneiden und genießen… schön zart und saftig!

Die gewürzmischung aus Rosmarin, Thymian und Zimt gefällt mir besonders gut, das erinnert mich an Urlaube im schönen Griechenland…