Adipositas Chirurgie – Risiken und Nebenwirkungen…

Adipositas Chirurgie – Risiken und Nebenwirkungen…

Jede Operation stellt ein Risiko dar, also natürlich auch die ersehnte Adipositas OP, sei es nun die Sleeve-Gastrektomie, der Magenbypass, Omega Loop, Mini Bypass, … oder welche Methode auch immer.

Klar, auch die morbide Adipositas mit BMI Werten über 40 ist an sich krankhaft und stellt einen massiven Risikofaktor dar für diverse Begleit- und Folgeerkrankungen. In diesem Beitrag soll es aber um die OP Risiken gehen, daher habe ich hier einige der Risiken zusammengetragen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!). Vor der Operation wird natürlich auch und besonders in den ärztlichen und chirurgischen Vorgesprächen genau aufgeklärt…

„Der Patient ist über Operationsverfahren und mögliche Behandlungsalternativen, über

Therapieeffekte, Komplikationen einschließlich Sterblichkeit, Notwendigkeit zur Nachsorge

inkl. möglicher lebenslanger Supplementation und plastische Folgeoperationen aufzuklären.“

Quelle: S3-Leitlinie: Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen, Version 2.3 (Februar 2018) AWMF-Register Nr. 088-001, https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/088-001.html, Stand 10.02.2019

 

Probleme bei der Narkose:  

Die Adipositas assoziierten Begleiterkrankungen können zu relevanten anästhesiologischen und intensivmedizinischen Problemen führen. Probleme werden verursacht durch

  • funktionelle Einschränkungen im Hals und Nackenbereich durch den „kurzen“, dicken Hals, die Fettansammlungen im Nacken
  • Auch die Venen sind schwer zu erreichen und evtl. auch in einem schlechten Zustand
  • Die Sauerstoffversorgung (Oxygenation und Ventilation) ist erschwert wenn (und das trifft häufig zu) auch die Lungenfunktion eingeschränkt ist (bestehende COPD oder Schlaf-Apnoe) bzw.
  • da die Lunge durch das hohe Gewicht (Druck der intraabdominellen Fettmassen) so schwere Arbeit leisten muss. Der Sauerstoff Verbrauch ist dadurch erhöht und
  • der Thorax ist nicht so elastisch, …

Quelle: Welk, I., & Schröder, S. (2015). Anästhesiologische Herausforderungen bei Adipositas–was sollte die Fachpflege wissen?. Jahrbuch Intensivmedizin, 233.

Komplikationen nach der Operation:

  • Oberflächliche und tiefe Wundinfekte
  • Intraabdominelle Infektionen und Wunddehiszenzen (Wunde schließt nicht)
  • Pneumonien
  • Tiefe Beinvenenthrombosen mit Lungenembolie
  • Sepsis und septischer Schock

Spezifisch bei Magenband (wird aber nur mehr selten durchgeführt):

  • Bandslippage (Band verrutscht)
  • Dehnung des Vormagens
  • Magenbandleck
  • Ösophagusdilatation (Speiseröhre erweitert)
  • Banderosionen
  • Magenstenosen und Obstruktionen (Verengungen und Verlegungen)
  • Portkammerinfektionen
  • Ösophagus und Magenperforationen (Durchbrüche)

Spezifisch bei Magenbypass:

  • Anastomosenulzera (Geschwüre an der Narbe)
  • Narbenhernien
  • Anastomosenstrikturen (extreme Narbenbildung)

Spezifisch bei Schlauchmagen:

  • Stenosen (Verengungen) oder auch Weitung des Lumens

Letalität:

  • Ja, man kann bei einer Operation auch sterben, auch wenn das glücklicherweise sehr, sehr selten vorkommt. Geringstes Sterberisiko während der OP stellt das Magenband dar. Je nach Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Operation (egal welche Art) erhöht sich das Risiko.

Spätkomplikationen

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Blähungen
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Dumping-Syndrom
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Sodbrennen
  • Fettstühle

Quelle: Keuthage, W. (2010). Bariatrische Operationen bei Adipositas und Typ-2-Diabetes–Typ-2-Diabetiker profitieren überproportional. Diabetes aktuell, 8(03), 124-130.

Risken durch die veränderte Ernährungssituation nach der OP:

Mangelernährung bis zu gravierenden Mangelerscheinungen durch die Restriktion und – je nach OP Art – gegebene Malabsorption. FAKT ist eben, hernach besteht ein geringes Nahrungsvolumen, also ich kann viel weniger essen, und mein Körper kann es auch nicht mehr so aufnehmen wie vorher. Es kann (und das tut es auch sehr häufig, da das Thema oftmals auf die leichte Schulter genommen wird) also Probleme geben bei der Deckung des Flüssigkeitsbedarfs, der Deckung des Proteinbedarfs und der Deckung des Mikronährstoffbedarfs (Kalzium, Vitamin D, A, E, K, B12, Folsäure, B1, B6, Eisen, Zink, Kupfer) – das kann gravierende Folgen haben!

Zeichen und Symptome einer Proteinmalnutrition:

  • Ödeme (Kwashiorkor)
  • Muskelschwund (Marasmus)
  • Schwere Steatorrhoe und /oder Diarrhoe
  • Massiver Gewichtsverlust (entweder über das festgelegten Ziel hinaus oder zu schnell)
  • Erniedrigte oder sinkende viszerale Protein-Marker (z. B. Albumin und Prealbumin)
  • Steathosis hepatis

Häufige Symptome

  • brüchige Haaren und Fingernägel
  • Zahnausfall
  • Haarausfall
  • chronischer Müdigkeit
  • Infektanfälligkeit
  • Nervosität und Reizbarkeit, Schlafstörungen bzw. Schlaflosigkeit
  • verminderter Konzentrationsfähigkeit, Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Osteoporose

Dumping Syndrom:

Bei manchen PatientInnen kommt es nach bariatrischen Operationen zum Dumping Syndrom. Entweder dem sogenannten Frühdumping, dies geschieht, wenn sehr süße Lebensmittel gegessen werden. Es kommt zu einem  hyperosmolaren Nahrungsangebot in der abführenden Schlinge. Durch die Hyperosmolarität kommt es zum massiven Flüssigkeitseinstrom in den Darm. Dies kann zu starken Durchfall bis zu Kreislaufkollaps führen. Das Frühdumping tritt direkt, d.h. ungefähr 15-30 Minuten nach der Nahrungsaufnahme auf.

Oder es kommt zum sogenannten Spätdumping, etwa 1-2 Stunden nach der Nahrungsaufnahme. Durch einen schnellen Blutzuckeranstieg kommt es zu einer erhöhten Insulinsekretion die wiederum zu einer Unterzuckerung mit den damit verbunden Symptomen   (z.B. Schwächegefühl, Schweißausbruch und Konzentrationsschwierigkeiten) führt.

Quelle: Kasper, Heinrich: Ernährungsmedizin und Diätetik, 12. Auflage, München, 2014.

Erneute Gewichtszunahme, Reoperationen, …

Auch das gibt es und steht immer als Risiko im Hintergrund. Denn der Kopf wird nunmal nicht mitoperiert…

 

Buchempfehlung sowie wichtige oder interessante Links (kleine Auswahl):

 

Eure Diätologin.

 

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Adipositas und Adipositaschirugie in Österreich – ein paar Zahlen.

Die Gutachtenerstellung vor einer bariatrischen Operation

Adipositaschirurgie?

Die Reihe „Unbeschwert“ – ein Patientinnenbericht:

Projekt Unbeschwert – Mein Leben mit einem Magenbypass

Kontakte zu Beratung und Betreuung vor und nach bariatrischer OP sowie zur Gutachtenerstellung:

Raphaela Lebeth, BSc, Klosterneuburg: Diätologie Lebeth

Mag. Birgit Barilits, BSc, Wien: Ernährungssachen

Projekt Unbeschwert – Episode 5

Projekt Unbeschwert – Episode 5

Satz mit x… Der erste OP-Versuch ist gescheitert: Wie geht es weiter?

Liebe LeserInnen,

Willkommen im Februar-Beitrag! Heute möchte ich euch daran teilhaben lassen, wie ich den ersten OP-Versuch erlebt habe. OP-Versuch? Ja, ihr habt richtig gelesen. Eigentlich gibt es ja nicht mehrere “Versuche” und eigentlich sollte ja beim ersten Mal alles gut gehen. Eigentlich. Wie ich bereits geschrieben habe, jeder Körper ist anders und einzigartig und mein Körper bzw. meine Lungen scheinen sehr sensibel zu sein, was dazu geführt hat, dass meine OP abgebrochen werden musste.

Aber von vorne und der Reihe nach.
Am 15.1. bin ich mit gepackter Tasche und ein bisschen Aufregung (ich war erstaunt, wie ruhig ich war!!) ins Spital gefahren. Ich lebe alleine, aber für die OP und die ersten 2 Wochen nach der OP waren meine Eltern da und dafür bin ich ihnen unendlich dankbar. Das war eine große Unterstützung, vor allem auch mental. Wenn man weiß, dass man nicht alleine ist lebt es sich wesentlich ruhiger. So begleitete mich mein Vater ins Spital.

Der Tag vor der OP verging wie im Flug. Es wurden noch ein paar Untersuchungen gemacht und dann war es auch schon Zeit zum Schlafen gehen. Die OP sollte am 16.1. früh morgens stattfinden. Nette Zimmernachbarinnen machten den Aufenthalt sehr angenehm. Neben mir lag eine junge Frau, die sich vor 2 Jahren hatte operieren lassen. Sie hatte ihr Wunschgewicht erreicht und war glücklich. Ich war skeptisch mir gegenüber. Ich bin, seit ich denken kann übergewichtig, kenne mich selbst gar nicht schlank. Ob ich wohl auch so toll abnehmen könnte wie sie? Bald würde ich es erfahren, die OP war ja schon am nächsten Tag.

Am nächsten Tag wurde ich früh morgens abgeholt und durch lange Gänge geschoben. Dann ging die Türe zum OP Bereich auf und ich stand im “Wartebereich”. Ich weiß nicht, wie oft ich meinen Namen und mein Geburtsdatum nennen sollte. Aber damit wollten sie verhindern, dass womöglich mir die neue Hüfte eingesetzt wird, die eigentlich der Herr neben mir bekommen sollte und man wollte sicherstellen, dass ich auch wirklich die bin, die den Omega-Loop Bypass bekommt. Diese Hürden nahm ich und wurde in den OP geschoben. Von da an erinnere ich mich nur noch daran, dass ich die Sauerstoffmaske aufgesetzt bekam und dann schlief ich ein.

Als ich aufwachte, befand ich mich auf der Intensivstation. Im Spital, wo ich operiert wurde, werden die frisch Operierten eine Nacht auf der Intensivstation betreut. Ich hatte mich auf schlimme Schmerzen eingestellt. Ich wachte auf und war an vielen Kabeln angeschlossen. Schmerzen hatte ich jedoch überhaupt keine. Langsam schaute ich runter auf meinen Bauch, um zu sehen, wie dieser aussah. Ich schaute und stellte fest: Ich hatte nichts am Bauch! Wie bitte?? Wenige Minuten später kam ein Arzt und löste das Rätsel: “Da haben Sie uns aber einen gehörigen Schreck eingejagt”, meinte der dann zu mir. “Wir mussten die OP leider abbrechen, da wir Sie nicht intubieren (=in Narkose versetzen) konnten.” Was??? Ich war also nicht operiert worden?? Was war passiert? Bei der Narkoseeinleitung haben sich meine Lungen verkrampft. Bronchospasmus nennen sie das in der Fachsprache. Normalerweise kann man mit Medikamenten die Lungen wieder “entkrampfen”, das hat aber aus irgendeinem Grund bei mir nicht funktioniert und man musste die OP abbrechen. So lag ich also da, mit vielen Schläuchen, die an Maschinen hingen und war enttäuscht. Die ganze Vorbereitung umsonst?? Das konnte es doch nicht gewesen sein…

Drei Tage später wurde ich entlassen, so fehlte mir ja nichts. In diesen drei Tagen habe ich ein bisschen nachgedacht. Mir war von vorn herein bewusst, dass man nie weiß, was passiert. Und die Komplikation kam nicht von der OP selbst, sondern von der Narkose. Ich sprach also noch einmal mit ein paar Ärzten und holte mir Rat und wir entschieden, dass ich der Ursache für die Komplikation erst einmal auf den Grund gehe und dann, wenn es eine Freigabe gibt, es noch einmal probieren werde. Wieder erwies sich mein Hausarzt als perfekter Tippgeber in Sachen Arztempfehlung und er empfahl mir einen sehr guten Lungenfacharzt. Dort wurde ich buchstäblich “auf Herz und Nieren” geprüft, alle Ergebnisse sahen gut aus. Der letzte Test brachte dann aber zutage, dass meine Lungen sehr sensibel auf Gase bzw. Reize von außen reagieren und so konnte man sich erklären, warum das mit der Narkose nicht geklappt hatte. Gottseidank konnte man die Lungen auf die Belastung durch die Narkose “vorbereiten” und ich musste eine Art Asthmaspray nehmen, um sie möglichst du entspannen. So bekam ich die OP- Freigabe und ging erneut ins Spital. Inzwischen war schon März 2018, der neue OP Termin war für den 6. April angesetzt, Freitag nach Ostern.

Ihr seht also: Die OP ist keine Lappalie, jede Narkose ist mit einem Risiko verbunden und in diesem ersten Falle hat es bei mir nicht geklappt. Ob so was häufig vorkommt, fragt ihr euch vielleicht? Ich habe auf Facebook nachgefragt, mir hat niemand geantwortet, dem es ähnlich ergangen ist. Also: Jeder Weg ist individuell.

Um es jedoch vorwegzunehmen: Der 2. Versuch hat geklappt. Ich bin operiert. Wie es mir ergangen ist und wie die ersten Tage nach der OP aussehen, das erzähle ich euch im nächsten Beitrag.

Fotos: Fotolia, Autorin (anonym)

 

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 4

Projekt Unbeschwert – Episode 4

Projekt Unbeschwert – Episode 4

Hallo liebe LeserInnen!

Ich wünsche Euch allen ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr 2019! Wir haben bei unserer Silvesterfeier darüber gesprochen, was wir 2018 hinter uns lassen bzw. wie wir 2018 beschreiben würden. Und dazu fiel mir bei mir nur eines ein: unbeschwert(er). Während ich diese Blogeinträge verfasse, erlebe ich die Dinge wie im Zeitraffer. Für die Einträge haben wir uns aber dazu entschieden jede Episode einem Thema zu widmen und für eine erfolgreiche Abnahme und das “Leben danach” die ersten 6 Episoden “nur” über die Vorbereitung und die OP zu berichten. Deshalb: Lasst Euch überraschen, was Euch dieses Jahr an Erfahrungen erwartet! Ich verspreche Euch: Sie werden vielfältig sein!

Der Eintrag heute passt sehr gut, denn ungefähr vor genau einem Jahr habe ich die intensive Phase der Vorbereitung auf die OP begonnen.
Richtig begonnen hat die individuelle OP-Vorbereitung aber natürlich schon früher. Ich komme immer gerne ein wenig informiert zum Arzt und so hatte ich mich bereits grob über das Thema “bariatrische OPs” informiert, bevor ich ins Adipositas-Zentrum ging. Nach dem Gespräch dort verbrachte ich die Abende nach der Arbeit oft vor dem Computer und las viel in den zahlreichen Gruppen in den sozialen Netzwerken, die sich mit dem Thema beschäftigen. Es gibt immer wieder Einträge dort, die mich sehr verwundern, aber das Wort “Schwarmintelligenz” bzw. “Schwarmwissen” scheint hier angebracht zu sein. JedeR kann aus eigenen Erfahrungen berichten und schildern wie er/sie mit der Situation und Vorbereitung umgeht. Auffällig ist, dass kein Verlauf der OP und auch die Vorbereitung und das Danach dem anderen gleicht. Aber es tat sehr gut, dass es Leute gibt, die im selben gleichen Boot sitzen und denen man Fragen stellen kann – auch wenn die Antworten teilweise mit Vorsicht zu genießen sind. Nichtsdestotrotz bin ich ein großer Freund dieser Gruppen und beteilige mich auch jetzt nach der OP aktiv an den Diskussionen.

Der digitale Austausch mit Operierten bzw. Menschen, die vor einer OP stehen, war aber nur eine Säule meiner individuellen Vorbereitung. Ich war mir bewusst, dass es nach der OP nicht einfach werden würde und so wollte ich mir bereits vor der OP eine Art “Netzwerk” aufbauen, auf welches ich zurückgreifen kann, wenn es mir nach der OP nicht so gut geht. Denn auch das habe ich im Laufe der Vorbereitung festgestellt und mich darauf vorbereitet: Die OP ist für mich wie eine Blackbox. Man weiß nicht, was dahinter ist, es kann wunderbar sein, es kann aber auch weniger schön sein, man weiß es nicht. Man kann aber zumindest manche Dinge beeinflussen und getreu dem Motto “Expecting the worst- hoping for the best” habe ich mich darauf konzentriert, dass ich Unterstützung habe, wenn es mir nach der OP nicht so gut geht.
Auch “Offline”, nämlich in Wien selbst, gibt es diverse Selbsthilfegruppen zum Thema Adipositas-OPs und zu einer solchen Gruppe bin ich hingegangen und es war super. Dort gibt es die unterschiedlichsten Menschen: Langzeit-operierte, Frisch-operierte, Nicht-operierte und andere Menschen, die sich für das Thema interessieren oder einfach nur mal schauen wollen. Jung, alt, alles ist vertreten und das Gespräch und der Austausch mit den Leuten war noch einmal intensiver als in den sozialen Netzwerken und natürlich auch regionaler. Und auch hier gab es Leute, die supertoll abgenommen hatten, andere hatten zwar toll abgenommen, aber wieder einiges zugenommen, wieder andere hatten viele Komplikationen und, und, und. Jede Geschichte war auch hier wieder anders. All die Erfahrungen und Schilderungen haben meinen Horizont erweitert und ich habe neue Inputs bekommen, konnte Fragen stellen und habe Dinge gelernt oder Seiten erfahren, die ich noch nie bedacht hatte.

Die Treffen finden monatlich statt und ich bin regelmäßig dort. Einige der Teilnehmenden sind inzwischen zu FreundInnen geworden. Den Besuch einer solchen Gruppe kann ich nur jeder/m ans Herz legen, denn auch nach der OP kann man sich dort Rat holen und nicht nur Freud’, sondern auch Leid teilen und man bekommt jedes Mal wieder neuen Auftrieb und auch Mut, wenn es mal nicht so gut läuft. Also eine wirklich wichtige Säule.

Immer wieder habe ich aber auch gelesen und gehört, wie wichtig der Einbezug des Kopfes bei der OP ist. Extremes Übergewicht wie ich es habe, hat in den seltensten Fällen nur genetische Ursachen, sondern meistens auch psychische und Verhaltensursachen. Psychologen habe ich ja in meinem Leben bereits relativ häufig aufgesucht, jedoch nicht wirklich erfolgreich. Aber vielleicht hatte ich den/die RichtigeN einfach noch nicht gefunden!? Es konnte jedenfalls nicht schaden, noch einen Versuch zu wagen.  Eine Freundin hatte mir eine Psychologin empfohlen, die auf das Thema Essstörungen spezialisiert ist und dort habe ich einige Termine wahrgenommen und schon einmal meine “Gewichtsgeschichte” erzählt. Wir haben versucht Mechanismen zu erarbeiten, wie ich nach der OP auch meinen Kopf mit ins Boot hole. Das Anwenden der Mechanismen vor der OP war jedoch weniger erfolgreich. Neue Erkenntnisse über die seelischen Ursachen meines Übergewichts bzw. Strategien oder neue Verhaltensweisen anstatt Essen waren eher Mangelware und zumindest kurzfristig nicht von Erfolg gekrönt. Im Nachhinein glaube ich auch, dass ich die wahren Ursachen meines Übergewichts (“Stress” wie in Episode 1 bereits beschrieben) eigentlich erst nach der OP herausgefunden habe und dass die Psychotherapie auch deshalb nicht von dem gewünschten Erfolg gekrönt war. Nichtsdestotrotz war ich froh, dass nun eine Psychologin meine Geschichte kannte und wo ich dann auch nach der OP hingehen kann, ohne alles von vorne erzählen zu müssen. Und 1x habe ich das nach der OP bereits genutzt und es hat mir sehr geholfen.

Aber da war ja auch noch etwas über eine Auflage des Krankenhauses, dass ich 5kg abnehmen sollte vor der OP. Der Grund dafür ist vor allem, dass auch durch auch eine geringe Gewichtsreduktion (und bei meinen Gewicht waren 5kg wirklich nicht viel) die Leber kleiner wird. Viele Übergewichtige leiden unter einer sogenannten Fettleber und je größer die Leber ist, desto schwieriger ist die Operation. Manchmal müssen ÄrztInnen sogar eine andere OP-Methode wählen, wenn die Leber zu groß ist. Diese Auflage hat man mir bereits im August gegeben und ich war mir sehr sicher, dass ich das mit Links bis zur OP im Jänner schaffen würde. Aber hier machte mir meine Selbstdisziplin einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Die Monate vor Weihnachten sind bei mir immer mit viel Arbeit und Trubel verknüpft, zudem fand noch eine Dienstreise statt und meine Vorbereitung auf die OP bestand nur aus dem Lesen der Beiträge in den sozialen Medien. All meine Pläne über die gesunde Ernährung und den vielen Sport hatte ich scheinbar vergessen.

Die Ernährungsberaterin hatte mir bereits einiges über die Ernährung vor und nach der OP erzählt und auch in den zahlreichen Büchern stand viel darüber. An Wissen mangelte es mir also nicht. Aber ich schaffte es einfach nicht, die Dinge umzusetzen. Damit ging es mir ganz und gar nicht gut, ich zog mich zurück und wollte allein sein und ich hatte ein wahnsinnig schlechtes Gewissen und Angst, dass ich nicht operiert werden könnte.
Irgendwie habe ich dann aber doch am 2. Weihnachtsfeiertag den Schalter umlegen können und streng kohlenhydrat- und fettarm gegessen, damit die Leber möglichst klein wird. Auch habe ich angefangen mit zusätzlichen Vitaminen die Nährstoffspeicher meines Körpers bestmöglichst zu füllen, denn ein gut versorgter Körper wird schneller gesund. Die OP war für den 16.1. angesetzt und der Skiurlaub über Silvester wurde dazu genutzt, noch einmal intensiv Sport zu treiben. Und auch da bin ich standhaft geblieben gegenüber den Leckereien der Hütten oder sonstigen Versuchungen. Also, geht doch!

Im Prinzip war nun alles “bereit”. Ich war mit meinem neu geschaffenen “Adipositas-Netzwerk” sehr zufrieden, habe am Schluss doch noch einmal die Kurve gekriegt und die OP konnte kommen!

Bilder: Birgit Barilits, Fotolia

 

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 5

Adipositas und Adipositaschirugie in Österreich – ein paar Zahlen.

Adipositas und Adipositaschirugie in Österreich – ein paar Zahlen.

Prävalenz von Übergewicht in Österreich

Der österreichische Ernährungsbericht 2017, frei abrufbar zB hier: www.bmgf.gv.at ergab, dass 41,0 % der untersuchten erwachsenen Bevölkerung übergewichtig bzw. adipös sind. Übergewicht bedeutet einen Bodymass Index über 25, Adipositas Grad 1 liegt vor bei einem BMI ab 30, Adipositas Grad 2 ab BMI 35, extreme Adipositas ab BMI 40. Männer sind häufiger von Übergewicht betroffen als Frauen. Am stärksten sind laut Ernährungsbericht Männer im Alter von 51- bis unter 65 von Übergewicht bzw. Adipositas betroffen (48 % bzw. 20 %). Aber auch jeder vierte 15- bis unter 25-jährige Mann ist übergewichtig und jede sechste Frau im Alter zwischen 19 bis unter 25 Jahren. Bei den 51- bis unter  65-jährigen Teilnehmerinnen ist sogar jede dritte übergewichtig (Quelle: Österreichischer Ernährungsbericht 2017, https://www.bmgf.gv.at/home/Ernaehrungsbericht2017, abgerufen am 26.09.2018).

Folgen von Übergewicht

Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Schäden am Bewegungsapparat, psychische Probleme, Kosten für die Allgemeinheit, … die Folgen sind hinlänglich bekannt und die Ausmaße steigen auf allen Ebenen. Sowohl auf der persönlichen/individuellen Ebene als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Über die „Schuldfrage“ diskutiere ich hier aus vielerlei Gründen nicht. Dazu möchte ich auf einen interessanten Artikel verweisen.

Fakt ist jedenfalls, dass ich als Diätologin mit der Thematik Übergewicht und Adipositas sehr häufig konfrontiert bin. Das ist meine Arbeit, mein Hauptthema, und es macht mir große Freude mit Menschen zusammenzuarbeiten, die das Thema aktiv angehen wollen. Manchmal kommt da auch die Thematik bariatrische Operation auf. Egal wie ich dazu stehe – ich muss zugeben das wechselt ständig – sie passieren, sie werden gemacht und die Betroffenen brauchen die bestmögliche Aufklärung vorab und die bestmögliche Betreuung währenddessen und danach um gesund zu werden, zu bleiben und in ein schlankeres Leben zu starten. Der Kopf wird dabei aber nicht „mitoperiert“, der macht da sozusagen oft auch „Schwierigkeiten“ und auch daher braucht es eine Betreuung, idealerweise multidisziplinär sowie eine gute Vertrauensbasis.

Häufigkeit und Art bariatrischer Operationen in Österreich

Hier erlaube ich mir um einen Eindruck zu vermitteln, einen Ausschnitt! aus einer Tabelle einzufügen, um die Häufigkeit der bariatrischen OPs in Österreich darzustellen. Inzwischen gibt es auch neuere Daten dazu, beispielsweise „IFSO Worldwide Survey 2016: Primary, Endoluminal, and Revisional Procedures.“ DOI: 10.1007/s11695-018-3450-2, diese sind für mich allerdings nur gegen Bezahlung erhältlich und ich denke das die Zahlen unten bereits für sich sprechen.

(Quelle: Bariatric Surgery and Endoluminal Procedures: IFSO Worldwide Survey 2014, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28405878, abgerufen am 26.09.2018)

In Österreich wurden also im Jahr 2014 bereits 2553 Operationen durchgeführt. Die am Häufigsten eingesetzte Methode war dabei der RYGB, der Roux-en-y-Gastric Bypass. Kurz erklärt wird bei dieser Operation der Magen verkleinert, und zwar zu einem sehr kleinen, sogenannten „Pouch“ dessen Größe der Chirurg bestimmt. Der Pouch kann ca. 15-20ml fassen. Zusätzlich wird der Dünndarm mittels Herstellung einer Schlinge abgetrennt, hochgezogen und so verkürzt. Dadurch werden der Zwölffingerdarm und eine wiederum vom Chirurgen bestimmte Länge des Jejunum ausgeschaltet. Durch diese Maßnahmen können nur mehr sehr kleine Mengen gegessen werden (restriktiv, einschränkend). Da in diesen Darmabschnitten ein großer Teil der Nährstoffe aufgenommen wird und dies nun nicht mehr möglich ist, nennt man das Verfahren auch malabsorptiv. Je nachdem wie viel Darm ausgeschaltet wird, ist die Malabsorption stärker oder geringer. Diese Malabsorption betrifft alle Nährstoffe, sowohl die energiegebenden als auch die Mikronährstoffe.

Die nun neuen physiologischen Gegebenheiten verlangen nach der OP ein völlig anderes Ernährungsregime. Wieviel, wie oft, was gegessen wird – alles ist plötzlich verändert. Zudem muss sehr genau auf eine ausreichende Nährstoffversorgung geachtet werden, vor allem der so wichtigen Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente). Ansonsten können sehr schwere Nebenwirkungen bis hin zu einer dauerhaften Schädigung des Körpers und des Nervensystems die Folge sein.

Umfassende Betreuung ist das A & O

Am besten schon BEVOR es zu einer Operation kommt. Beim chirurgischen Eingriff wird immerhin ein eigentlich gesundes Organ zerschnippelt. Ist eine Gewichtsreduktion aber nicht mehr anders möglich,  dann darf eine kompetente, begleitende Betreuung durch zertifizierte DiätologInnen nicht fehlen. Einige KollegInnen in unterschiedlichen Krankenhäusern oder auch freiberuflich stellen sich dieser Aufgabe. In den spezialisierten Krankenanstalten stehen häufig umfassende Betreuungsangebote mit Vorträgen, Workshops, Gruppentreffen und Selbsthilfegruppen zur Verfügung – Nutzen Sie diese Möglichkeiten!

Eine Lebens- und Ernährungsumstellung vor sowie nach der Operation ist nicht immer einfach, weshalb es von großer Bedeutung ist, qualifizierte Ansprechpartner zu haben. Bei Fragen, Unsicherheiten oder aufgetretenen Problemen stehe ich Ihnen in Wien und meine Kollegin Raphaela Lebeth (https://www.diaetologie-lebeth.at) in Korneuburg gerne zur Verfügung.

 

Mag. Birgit Barilits, BSc & Raphaela Lebeth, BSc, Diätologinnen

 

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Projekt Unbeschwert – Episode 1

Projekt Unbeschwert – Episode 1

Episode 1 – Die Adipositas-OP als letzte Hoffnung

Viele Leute fragen sich vermutlich, wie ich es soweit habe kommen lassen. Ich solle doch einfach aufhören so viel zu essen und mich zusammenreißen. Genau das frage ich mich auch manchmal. Und dann fallen mir die vielen Dinge ein, die mich den den letzten 21 Jahren beschäftigt und beeinflusst haben und dessen Gesamtheit dazu beigetragen hat, dass ich heute so bin, wie ich bin und so aussehe, wie ich aussehe. Und dann merke ich, dass ich eben nicht einfach so aufhören kann zu essen. Sei es aufgrund von physischen Ursachen (ja, mein Magen ist nicht so groß wie eine Tomate, sondern eher so groß wie eine Honig-, wenn nicht gar Wassermelone), weshalb ich häufig Hunger habe und viel essen muss, um satt zu sein. Oder aber auch aufgrund von seelischen Ursachen, wobei für mich Essen ein Ventil für stressige Situationen ist. Inzwischen ist übermäßiges Essen aber auch einfach zur Gewohnheit geworden, da muss noch nicht einmal Stress mit im Spiel sein.

Um es gleich vorwegzunehmen: Dieser Eintrag heute mag vielleicht so klingen, als wär mein gesamtes bisheriges Leben nur negativ gewesen. Nein, so war es wirklich nicht, natürlich war nicht mein ganzes Leben eine Enttäuschung oder Katastrophe. Es gab viele schöne Erlebnisse, tolle Chöre und schöne Aktionen mit diversen Freundeskreisen. Ich bin mit einer tollen Familie gesegnet, die immer zu mir gestanden hat und zu mir steht und dafür bin ich mehr als dankbar. Aber da ich in diesem Eintrag ja meine “Gewichtsgeschichte” behandeln möchte und erzählen möchte, wie es zu der Entscheidung für die OP kam, stehen natürlich eher die negativen Dinge im Vordergrund. Die Erlebnisse, die mich überhaupt so weit gebracht haben und welche die vielen tollen Erlebnisse in meinen Leben teilweise überlagert haben.

Richtig begonnen hat meine “Gewichtsgeschichte”, als ich neun Jahre alt war, in der vierten Klasse der Volksschule. Ich hatte immer schon ein wenig Probleme damit, Freundschaften zu schließen, hatte keine beste Freundin und war oft neidisch auf Klassenkameradinnen, die eine Solche hatten. Meine Lösung: Süßigkeiten! Denn Süßigkeiten schlossen mich nicht aus und der Zucker war ein wunderbarer Seelentröster. Der Schlüssel der daheim verschlossenen Süßigkeitentruhe war schnell gefunden und von meinem Taschengeld kaufte ich mir keine Mädchenzeitschriften, sondern beim Greissler neben der Schule weitere Süßigkeiten.

So begannen die Probleme. Meine Eltern machten sich Sorgen, hatte ich doch inzwischen bereits einiges an Übergewicht und nicht mehr nur harmlose “Speckfalten”. Sie gingen mit mir zum Arzt und wir beschlossen, dass ich am Besten eine Kur machen sollte, um abzunehmen.

Dies sollte nicht die einzige Kur bleiben, insgesamt habe ich knapp 1 ½ Jahre meines Lebens in diversen stationären Kuraufenthalten verbracht. Bei allen habe ich sehr gut abgenommen und war stolz auf meine Leistungen. Ich bekam Komplimente, Lob und fühlte mich super. Doch leider hielten die dort erzielten Erfolge nicht lange an.

Mit diversen PsychologInnen arbeitete ich intensiv an den zugrunde liegenden Ursachen meines Übergewichts. Müsste man die Ursache kurz und knapp beschreiben, so würde ich es unter den Worten “fehlende Liebe” subsumieren. Fehlende Liebe, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise verstanden werden kann. Zum einen eben jene bereits beschriebenen Freundschaften. Dies hat sich eigentlich nie wirklich verändert, es war mal mehr, mal weniger präsent, vor allem aber zwischen 1. und 5. Klasse Gymnasium und während meines Bachelorstudiums. Im Nachhinein denke ich, dass es vielleicht auf einfach eine verzerrte Wahrnehmung war, aber das habe ich damals so nicht gesehen. Essen war gerade in diesen Zeiten ein zuverlässiger Begleiter. Es enttäuschte mich nicht, sondern half mir über manch langen Abend oder ein einsames Wochenende hinweg.
Der andere Teil der fehlenden Liebe war aber auch die Liebe zu mir selbst. Es gab selten Situationen, wo ich wirklich glücklich und zufrieden mit mir war. Ich habe immer sehr hohe Erwartungen an mich selbst gestellt und mir ehrgeizige Ziele gesetzt. Diese konnte ich jedoch nur selten wirklich erreichen. Zurück blieb Frust und das Gefühl des Versagens, es schon wieder nicht geschafft zu haben. Und was gab es zum Trost? Richtig. Essen. Gegessen habe ich meist alleine und heimlich. Essen in der Öffentlichkeit war mir unangenehm. Sah man mich in Gesellschaft essen, konnt man sich nicht erklären, warum ich so eine Figur hatte. Die großen Mengen und vielen Süßigkeiten aß ich alleine und heimlich. Essen war schon wie eine Droge geworden, oft ging ich sogar zu unterschiedlichen Supermärkten, damit die Leute nicht sahen, wie oft ich einkaufte.

Auch meine Umwelt ließ mich spüren, dass ich mit meiner Figur nicht zum Mainstream gehörte. Ich wurde immer wieder auf der Straße und in der Öffentlichkeit angesprochen, dass ich doch dringend abnehmen solle und was für eine Zumutung ich doch für die Gesellschaft bin und dass ich bloß abhauen sollte.
Als Jugendliche hatte ich einmal ein Date, wir hatten uns online kennengelernt. Wir wollten ins Kino. Pünktlich erschien ich vor dem Kino und wartete und wartete, es kam aber niemand. Nach einer halben Stunde bin ich dann wieder gegangen. Am Abend kam eine SMS, in der er schrieb, dass er wieder gegangen wäre, ich solle es ihm nicht übel nehmen, mit so einer Dicken wolle er nichts anfangen.
Auch beim Radfahren wurde ich nicht mit Kommentaren verschont, das schlimmste Erlebnis hatte ich, als ich einen langen steilen Berg hinauf fuhr. Es war anstrengend und ich fuhr dementsprechend langsam. Den ganzen Berg hinauf begleiteten mich vier “freundliche Herren” in einem aufgemotzten weißen Auto. Sie riefen mir zu, was für eine fette Sau ich doch sei und warfen mir allerhand Beschimpfungen und Beleidigungen an den Kopf. Als ich endlich oben angekommen war, war ich fertig mit der Welt. Ich ließ meinen Tränen freien Lauf, aber anstatt es jemandem zu erzählen, aß ich.

Ich wusste, dass Essen ein Seelentröster war, aber die Strategien Essen durch etwas anderes zu ersetzen wie z. B. die beste Freundin anrufen oder ein Bad nehmen, haben bei mir nicht funktioniert. Wie auch, wenn man keine wirkliche beste Freundin hat und eigentlich Niemanden, der wirklich weiß, wie es in einem aussieht?
Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht, ich war immer aktiv und bin es auch noch, ich hatte Hobbys und einen Freundeskreis, habe mich jedoch fast immer ein bisschen wie die “Außenseiterin” gefühlt, wie “der Problemfall”. Ich hatte (und habe es auch teilweise heute noch) immer das Gefühl, dass ich wesentlich mehr in Freundschaften investiert habe, als ich zurückbekam. Aus dem Ganzen wurde ein totaler Teufelskreis, jegliche Ablehnung schob ich auf mein Gewicht, fühlte mich einsam und nicht zugehörig, aß … Im Nachhinein betrachtet, handelte es sich dabei um eine bequeme Methode, jegliche Enttäuschung, Konflikt oder Sonstiges aufs Übergewicht zu schieben und nicht zu hinterfragen. Vielleicht hatten die Dinge ja auch andere Ursachen, als immer nur das Gewicht?!  Aber hinterher ist man immer schlauer, damals habe ich das nicht so gesehen.

Das Gefühl “abnormal” zu sein war omnipräsent, Kleidung konnte ich schon lange nicht mehr in normalen Geschäften kaufen, Flugsitze wurden zu eng, Stühle unbequem und die Sorge, etwas aufgrund meines Gewichtes kaputtzumachen war groß.
Trotzdem: Wie anfangs bereits erwähnt war in dieser Phase zwischen meinem 10. und 20. Lebensjahr nicht alles schlecht, aber mein Gewicht stellte so etwas wie eine unsichtbare Mauer dar zwischen mir und meiner Umwelt, die ich nicht imstande war, dauerhaft einzureißen.

Ich war immer schon ein sehr aktiver Mensch, bin mit jedem Gewicht Fahrrad gefahren. Ja, auch mit 140 kg, da hatte mein Fahrradmechaniker sehr viel Geduld mit mir und hat mir stabilere Speichen eingebaut, da sich auf Grund des viele Gewichtes immer wieder Speichen lösten. Egal, so konnte ich fahren! Ich war Volleyball spielen und schwimmen und bis heute reise ich total gerne und bin ein sehr kommunikativer Mensch, der gerne unter Leuten ist. Durch mein Gewicht waren mir aber Grenzen gesetzt, meine Aktivität wurde nach und nach immer mehr eingeschränkt. Mit Normalgewichtigen konnte ich beim Sport nicht mithalten. Ich schaffte die Dinge zwar, aber ich war viel langsamer als sie. Das führte mir immer wieder vor Augen, wie “anders” ich war und das Anschauen des eigenen Scheiterns tat verdammt weh. Warum musste ich auch immer solche Sachen machen!

Nach solchen Ereignissen aß ich entweder noch mehr, oder aber ich beschloss, dass es jetzt reicht und schmiedete Pläne, wie ich den Kilos an den Leib rücken wollte. Zu Beginn klappte das meistens alles wunderbar, sobald aber meine sorgsam geschmiedeten Pläne und Listen durch Unvorhergesehens, Stressiges, Demütigendes, … durchkreuzt wurden fiel meine Selbstdisziplin zusammen wie ein Kartenhaus. Immer, wenn ich mich voll und ganz dem Abnehmen widmen konnte und wenig Störfaktoren von außen kamen, dann klappte das Abnehmen. Wurde es aber turbulenter und lief etwas nicht nach Plan, dann war wieder alles egal und ich aß wieder unkontrolliert.

In dieser Zeit – bis ich 25 war, wäre eine Operation nicht die richtige Wahl für mich gewesen, zu viele äußere Faktoren und innere Blockaden waren da und wenn ich mir das heute durchlese, dann war die psychische Belastung in der Zeit so groß, da wäre die OP nicht das Mittel der Wahl gewesen.

Dies hat sich erst in den letzten fünf Jahren geändert, denn meine “äußere Situation” sollte sich 2013 ändern, als ich für mein Masterstudium nach Wien zog. Vom ersten Tag an habe ich tolle Leute in Wien kennengelernt, fühlte mich als Teil und nicht mehr nur als Außenseiterin und wurde so akzeptiert, wie ich war. Dieses Gefühl hatte ich so bisher fast nie gehabt. Ich war gefestigt in meinem Umfeld, das Essen konnte ich aber trotzdem nicht lassen. Warum? 12 Jahre voller Diäten, Erfahrungen und Erlebnisse sind nicht spurlos an mir vorüber gegangen, ich hatte keine richtige Beziehung mehr zum Essen bzw. sie war völlig gestört. Hinzu kam, dass mein Magen durch das häufige “zu viel Essen” und das viele Essen über einen langen Zeitraum so gedehnt war, dass ich viel mehr essen musste, um statt zu sein.

Nach zwei Reisen, die für mich sehr demütigend und schmerzhaft waren (ich wurde noch mehr auf mein Gewicht angesprochen als sonst und mir wurden beim Sport/Bewegung wieder einmal mehr meine Grenzen aufgezeigt), gelang es mir dann aber doch noch einmal im Jahr 2015 einen Abnehmversuch zu starten. Jetzt, im Gegensatz zu meinen Versuchen vorher, mit Unterstützung einer Freundin. Dafür bin ich ihr ewig dankbar. Alles lief super, mit viel Sport und gesunder und ausgewogener Ernährung nahm ich 22 kg ab, ganz allein ohne Hilfe und auch nicht in einer Reha, sondern mitten im Leben, im Studienalltag! Ein super Gefühl!!

Aber wie Sie sich denken können, das war nicht das Happy End, sonst würde ich diesen Blog hier nicht schreiben. Denn dann kam ein großer Streit mit meiner ehemaligen Mitbewohnerin (erinnerte stark an meine vorherigen Erfahrungen mit Freundschaften), trotz Abnahme war ich beim Wandern mit Normalgewichtigen immer noch zu langsam und ich war so enttäuscht von mir!! Hinzu kam meine Masterarbeit, die mir sehr viel Energie und Nerven raubte. Denn auch hier wurde ich meinen selbst gesteckten Erwartungen nicht gerecht. Es war also wieder passiert: Es gab Stress von außen, oder Dinge, die für mich Stress bedeuteten und damit konnte ich nicht richtig umgehen. Ich hatte mich so diszipliniert beim Abnehmen, den Hunger unterdrückt (ja, auch wenn ich nicht wahnsinnig wenig gegessen habe, die Portionen waren kleiner als vorher und ich hatte häufig Hunger), diese Ereignisse zusammen waren aber zu viel für mich. Ich konnte mit dem Stress, den das Abnehmen eh schon verursachte und dem Stress von außen nicht mehr umgehen, das Stresshormon Cortisol war so außer Kontrolle geraten, dass ich wieder aß.

Dies sollte sich leider so schnell nicht ändern und nach 1 ½ Jahren hatte ich wieder 30 kg zugenommen und wog noch mehr, als vor dem letzten Abnehmversuch. Meine Unzufriedenheit war groß. In meinem Tagebuch habe ich folgende Notiz hinterlassen: “Was mich extrem fertigmacht, ist mein Gewicht. Wie schon die letzten 500.000 Jahre, wie immer in meinem Leben. Wie eine Krankheit, die mal mehr und mal weniger ausgeprägt ist. Immer wenn ich einen neuen Versuch unternehme sie zu heilen und Hoffnung besteht, dass es klappt und dass alles gut wird, dann kommt sie mit voller Wucht zurück”.

Inzwischen hatte ich mein Studium beendet, das Studienende war leider weniger schön, ich war enttäuscht von meinem Professor und enttäuscht über mich wegen der Abschlussnote. Es war wieder das Gefühl des Versagens. Mal wieder schmiedete ich Pläne, um abzunehmen, konnte sie aber nicht einhalten. Die Folge: Noch mehr Enttäuschung und es machte sich wieder einmal dieses “Egal-Gefühl” in mir breit. Es kam, wie es kommen musste, der Fokus aufs gesunde Essen kam erst gar nicht richtig in Fahrt und ich nahm weiter zu.

Das Gute an der ganzen Sache im Gegensatz zu früher war aber, dass ich nun immer mehr verstand warum ich so handelte, wie ich handelte und meine Aktionen hinterfragte. In mein Tagebuch schrieb ich folgende Sätze: “Es sind Gefühle der Enttäuschung, fehlende Anerkennung und Liebe, vielleicht auch Selbstüberschätzung, die mein seelisches Gleichgewicht ins Wanken bringen, worauf ich dann sehr, sehr häufig mit Essen reagiere. Dabei werden viele positive Dinge ausgeblendet oder schlecht gemacht, vielleicht übersehe ich sie auch einfach. Beispielsweise das Lob von Kolleginnen, über meine angenehme Art und die Anerkennung, die ich auf der Arbeit erfahre”. Ich hatte für mich also eine Antwort darauf gefunden, warum ich so handelte, wie ich handelte. Das Problem war, dass ich daraus keine Konsequenzen ableiten konnte, die mir halfen besser mit den Situationen klar zu kommen. Wie behandelt man Enttäuschung und Selbstüberschätzung?

Anfang 2017 hatte ich Gürtelrose und ging zu einem Vertretungsarzt, mein Hausarzt war im Urlaub. Die Ärztin hatte mich drei Minuten gesehen und sagte dann, ohne mich und meine Geschichte zu kennen “Warum lassen Sie sich nicht operieren? Sie kriegen die OP sofort genehmigt”. Stinksauer verließ ich die Praxis. Was bildete sich diese Ärztin ein? Diese Aussage war nicht böse gemeint (und das sind sicher viele Aussagen und Ratschläge gewesen, die ich bisher bekommen habe), aber ich habe mich sehr angegriffen gefühlt und ihr Kommentar klang so, als wäre das ganz einfach und die Lösung zu allen Problemen. Aber ich wollte es doch alleine schaffen! Und die Lösung für die ganze Gewichtsthematik war das vermutlich nicht. Dennoch: Der Gedanke bzw. Kommentar zur OP war in meinem Kopf, wenn auch ganz weit weg.

Es ging mir aber zunehmend schlechter, ich begann auch körperliche Beschwerden zu haben (was ich erstaunlicherweise vorher nicht hatte – eigentlich wirklich ein kleines Wunder bei knapp 80 kg Übergewicht!), mein Rücken tat weh, die Füße und auch meine Fitness ließ nach. Deshalb suchte ich nach einem Ratgeber und fand ein Buch, welches mir die Augen öffnete: ein Buch über den Zusammenhang zwischen Hormonen und Übergewicht. In Kombination mit einem Buch über den Zusammenhang zwischen der Funktionsweise des Gehirns und Übergewicht machte das alles für mich total Sinn! Ich fand mich in so vielen Aussagen und Beschreibungen wieder!! Aus dieser Perspektive hatte ich meine “Gewichtsgeschichte” bisher noch nicht betrachtet. Also beschloss ich, als allerletzten Versuch die in dem Buch beschriebene Vorgehensweise zum “Überlisten des Gehirns” auszuprobieren. Ziel sollte es sein, das Hormongleichgewicht im Körper wieder herzustellen, welches durch die Jahre des Ab- und Zunehmens und durch die Größe meines Magens völlig aus dem Gleichgewicht geraten war. Sollte dieser Versuch nicht klappen, so sagte ich mir, dann würde ich mir eine Überweisung für ein Adipositaszentrum holen, um mich über die Möglichkeiten einer bariatrischen OP zu informieren.

Und wie sollte es anders kommen, es funktionierte nicht, ich habe das Programm nicht durchgehalten. Ich haderte mit mir und ging (noch) nicht zum Arzt. Die finale Entscheidung zum Hausarzt zu gehen fiel dann in Griechenland auf der Insel Korfu. Ich machte Urlaub mit einer Freundin, wir wanderten, lagen am Strand, machten Touren. Bei keinen der genannten Aktivitäten habe ich mich richtig wohlgefühlt, ich hatte das Gefühl, dass ich nirgendwo zugehörig bin. Weder fühlte ich mich der “Gruppe der Dicken” zugehörig, noch der “Gruppe der Normalgewichtigen”.

Das Fazit meiner “Gewichtsgeschichte” – meine Möglichkeiten waren ausgeschöpft, ich wusste mir nicht mehr anders zu helfen als das Thema OP anzugehen. Meine Lebenssituation war gut und stabil, ich hatte keine Probleme, aber viel Hunger und den damit verbundenen Stress. Meine Motivation für die OP war: Den Teufelskreis des Auf und Ab und des Zunehmens und Abnehmens entkommen, den Hunger loswerden und durch einen kleineren Magen schneller satt zu sein. Und in der Folge bei sinkendem Gewicht all das tun, was ich will, all die Dinge tun, die Normalgewichtige auch tun, ohne Angst davor zu haben. Endlich nicht mehr Verstecken müssen oder Ausreden finden, warum ich Dinge nicht machen kann und endlich keine Gedanken mehr machen ob ich dies und jenes schaffe und wenn ja, wie.

Mit diesen Gedanken im Kopf und der für mich gefällten Entscheidung, dass eine OP für mich die wohl letzte und einzige Chance ist, die ich noch nicht probiert hatte, ging ich schlussendlich am 31.8.17 zum Hausarzt und bat ihn um eine Überweisung in ein Adipositaszentrum.

 

Fotoquelle: Pixabay

 

Episode 2

Projekt Unbeschwert – Mein Leben mit einem Magenbypass

Projekt Unbeschwert – Mein Leben mit einem Magenbypass

Liebe LeserInnen,

hier darf ich euch mit der folgenden Einleitung ein ganz besonderes Projekt, einen ganz besonderen und persönlichen Bericht vorstellen. Die Geschichte einer Betroffenen – das „Projekt Unbeschwert – Mein Leben mit einem Magenbypass“.

Dies ist ein Bericht aus ganz persönlicher Sicht – der Sicht einer Patientin, aber auch ich werde zum Thema passende Einträge schreiben. Gleich vorweg – all das stellt keine Werbung oder Empfehlung für einen bariatrischen Eingriff dar. Für Fragen/Termine zum Thema stehe ich selbstverständlich zur Verfügung. Ebenso wie meine Kollegin in Korneuburg, Diätologin Raphaela Lebeth – https://www.diaetologie-lebeth.at/ – die das Projekt gemeinsam mit mir betreut.

Aber nun lasse ich Euch/Sie sich selbst ein Bild machen und übergebe die Feder – Los geht es! 🙂

 

Einleitung

Warum ein Blog über Adipositas-OPs?

Lange habe ich mich dagegen gesträubt, ja sogar dagegen ausgesprochen, mich einer Adipositas OP zu unterziehen. Ich wollte es alleine schaffen. Ich hatte bereits einige Male bewiesen, dass ich es kann, das mit dem Abnehmen! Nachdem ich nun aber ganze 21 Jahre meines Lebens damit beschäftigt bin, mich mal mehr, mal weniger mit dem Thema Übergewicht und Adipositas auseinanderzusetzen, unzählige Abnehmversuche hinter mir habe, in Rehakliniken war, meinen Lebensstil versucht habe zu ändern und in Verhaltenstherapien versucht habe die Ursachen des übermäßigen Essens zu finden, musste ich mir irgendwann eingestehen, dass ich es vermutlich doch nicht auf die konservative Art schaffe, dauerhaft abzunehmen. Deshalb habe ich mich (zumindest zu Beginn) schweren Herzens dazu entschlossen, als allerletzten Versuch einen solchen Eingriff bei mir vornehmen zu lassen. Warum schweren Herzens? Mit der Entscheidung für die OP habe ich mir auch gleichzeitig eingestanden, dass ich es eben nicht schaffe und dieses Eingestehen hat mich sehr viel Überwindung gekostet.

Wie jeder Mensch, so ist auch die Geschichte eines/einer jeder/jedes Einzelnen unterschiedlich und einzigartig. Dieser Blog hat nicht zum Ziel, für eine Adipositas OP zu werben. Für wen und wann eine OP gut und sinnvoll ist, das hängt von vielen Faktoren ab und ist äußerst individuell und nicht pauschal zu sagen. Und für manche ist es auch der falsche Weg. Ich möchte in dem Blog über die vielschichtigen Probleme, Risiken, Umstellungen, aber natürlich auch Freunden und Erfolge, die mit der OP verknüpft sind, informieren. Sie bekommen einen Einblick in das Wie/Was/Warum es bei mir zu so einer OP gekommen ist und wie ich mit der neuen Situation umgehe und was mich beschäftigt. Mir ist aufgefallen, dass nicht nur bei vielen Menschen und Ärztinnen und Ärzten, sondern auch bei den Operierten selbst oder solchen, die sich auf eine Adipositas OP vorbereiten, viel Unwissen und Unsicherheit in Bezug auf das Thema herrscht. Dieser Blog soll auch dazu beitragen, dass eine etwas größere Personengruppe mehr über die vielschichtige (individuelle) Thematik Adipositas/Adipositastherapie und hier vor allem dann auch über die Adipositaschirurgie erfährt.

Aber anstatt eines wissenschaftlichen Artikels möchte ich hier teilweise auf ernsthafte, teilweise auf lustige oder ironische Weise von meinem “Projekt Unbeschwert” erzählen. Denn das ist es für mich: Ein Projekt, um in ein in vielerlei Hinsicht unbeschwerteres Leben (so erhoffe ich es mir zumindest) zu gehen. Sowohl im Hinblick auf das (hoffentlich) schrumpfende Gewicht, als auch im Hinblick auf mein gesamtes Leben. Ich erhoffe mir, dass mein Leben unbeschwerter wird und die aktuell vielfältigen Einschränkungen aufgrund des Gewichts weniger werden. Anstelle des Fetts wünsche ich mir in meinem Leben wieder mehr Platz für Freude, Zuversicht und Normalität- Unbeschwertheit eben. Sie sehen, es ist viel Konjunktiv und Hoffnung, eine Garantie für einen Erfolg dieser OP gibt es nicht.

Ich werde sicherlich nicht alles richtig machen und meine Lebensweise nach der OP wird wohl nicht immer so sein, wie es vielleicht von ErnährungsberaterInnen und ÄrztInnen empfohlen wird. Aber wer ist schon perfekt?? Ich gebe jedoch mein Bestes, um zumindest zum größten Teil mein Leben so zu gestalten, wie man es nach einem solchen Eingriff tun sollte (wobei es da auch wieder verschiedene Meinungen und Herangehensweisen gibt, wie eigentlich überall). Diesen “Guidelines” füge ich noch Individualität hinzu und würze es mit Lebensfreude und Experimentierfreudigkeit. So entsteht hoffentlich ein tolles, gesundes und wohlschmeckendes Gericht, welches mich stärkt und begleitet bei meinem “Projekt Unbeschwert” (und auch darüber hinaus!)

Lassen Sie sich überraschen und freuen Sie sich auf zwölf Episoden meiner Reise in ein unbeschwerteres Leben!

 

Nächster Eintrag: Episode 1 – Die Adipositas-OP für mich als letzte Hoffnung

Wohlbefinden steigern und Stoffwechsel verbessern mit Ernährung, Bewegung und Entspannung

Wohlbefinden steigern und Stoffwechsel verbessern mit Ernährung, Bewegung und Entspannung

Das umfassende und kontinuierlich betreute Programm – nur für Frauen* – mit Mag. Birgit Barilits, BSc und Conny Schatzer – Diätologinnen

Für eine Gewichtsreduktion ist eine Ernährungsumstellung die dauerhaft umsetzbar ist, essentiell. Zusätzlich soll mehr körperliche Bewegung den Alltag auf die Dauer bereichern. Die Umstellungen sollen daher zur Person selbst und zum Alltag der Person passen, Freude machen, umsetzbar sein und genussvoll sein. Nur so kann es gelingen „dran zu bleiben“! Um Sie auf dem Weg zu Ihrem persönlichen Gewichtsziel zu unterstützen, bieten wir Ihnen im Rahmen dieses einmaligen und nachhaltigen Programmes eine umfassende und professionelle Unterstützung, mit

  • Ernährungsberatung und Kochen (mit Genuss!),
  • Bewegung (mit Freude!) und
  • Entspannung für die Seele

Über 25 Termine über 9 Monate verteilt – ein Programm für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Ohne Jojo-Effekt.

Ihr Nutzen

Nach der Teilnahme verfügen Sie über umfassendes Wissen und eine persönliche Toolbox. Dies unterstützt Sie auch in der Folge bei der Erhaltung Ihrer Gewichtsziele. Sie lernen Gleichgesinnte kennen und haben die Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen. Wir bieten Ihnen ein umfassendes und durchdachtes Programm, das wir mit Leidenschaft gemeinsam mit Ihnen durchziehen! Sie lernen wie Sie

  • Wohlbefinden und Selbstbewusstsein steigern
  • Gesunde Ernährung nachhaltig in den Alltag integrieren
  • Gut für sich selbst sorgen
  • Den Alltag für sich und Ihre Familie genussvoll gestalten können
  • Krankheiten vorbeugen und Medikamente reduzieren
  • Arbeitsfähigkeit erhalten
  • Ernährungswissen vermehren mit unserem Programm: „Gewichtsreduktion mit Ernährung, Bewegung und Entspannung!“

Welche Vorteile bietet das Paket?

  • 9 Monate kontinuierliche und motivierende Betreuung durch zwei engagierte Diätologinnen.
  • 3 aufeinander abgestimmte Phasen: Einstiegsphase – Lernphase – Stabilisierungsphase
  • Beratung, Bewegung und Entspannung kombiniert in einem Programm! à Unterstützt das Erreichen der gesetzten Gesundheitsziele durch Entwicklung gesunder Routinen.
  • Transparenz: Keine versteckten Kosten, klares Leistungsangebot.
  • Inkludiert: Unterlagen, Handouts, Unterstützungen, …
  • Wir achten auf eine gute Gruppenzusammensetzung und ein angenehmes Miteinander, in dem jede Teilnehmerin sich gut aufgehoben fühlen kann!

* Nächste Runde nur für Männer! 🙂

Die Programmleiterinnen

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin, Ernährungsberaterin, Psychologin, Coach, Nordic Walking Instructor, leidenschaftliche Köchin.

„Als Ernährungsberaterin habe ich die Möglichkeit, mein Wissen weiterzugeben, Erfahrungen auszutauschen und Menschen zu unterstützen, den Weg zu einem gesünderen Lebensstil zu finden!“

Conny Schatzer, Diätologin, Ernährungsberaterin, Mikronährstoffcoach, Nordic Walking/Aqua/Smovey/Gymnastik Trainerin, diplomierte Gedächtnistrainerin und Fachberaterin für essbare Wildpflanzen.

„Mit diesem Programm habe ich die Möglichkeit Ihnen viel Raum und Zeit zu geben, um Ihren eigenen Rhythmus und ihre eigenen Bedürfnisse zu fördern und zu erkennen. Ich freue mich darauf Sie ein Stück lang begleiten zu dürfen.“

Bei Interesse kontaktieren Sie mich gerne!

Flyer zum Download