Carpe that fucking Diem! Oder: Es ändert sich nichts, wenn du nichts änderst.

Carpe that fucking Diem! Oder: Es ändert sich nichts, wenn du nichts änderst.

Manchmal kommen KundInnen nicht mehr zur Beratung.

Manchmal kommen sie nur zur Erstberatung, manchmal machen sie noch ein kleines Follow Up, aber dann kommen sie nicht mehr. Ich frage mich natürlich, woran das liegt. Die erste Frage ist immer, liegt es an mir und an meiner Beratung? War ich zu fordernd, oder umgekehrt zu „gemütlich“, waren wir uns nicht sympathisch, wurden die Erwartungen nicht erfüllt, habe ich einen fachlichen Fehler gemacht?

Nun, alles kann mal zutreffen, und wenn dann bitte ich um ein faires Feedback, schließlich bin ich Mensch und fehlbar. Aber in der Regel habe ich in der Beratung ein ganz gutes Gefühl. Ich biete auch Gelegenheit zur Diskussion und Gelegenheit das Anliegen zu präsentieren. Also wird es nicht immer einer der obigen Gründe sein. Was aber kann sonst der Grund sein?

A: Ah, eh klar, jetzt weiß ich was ich machen muss, danke, komme zurecht.

Ja das ist durchaus möglich! Super, wenn nur mehr der kleine Input oder eine Mini-Korrektur gefehlt hat und plötzlich rücken die Ziele näher! 🙂 Ich freue mich für dich und ich freue mich, dass ich eine Lösung präsentieren konnte!

B: Hm, ja eh super, aber ich mache aus Kostengründen alleine weiter. 

Manchmal geht es sich finanziell einfach nicht so gut aus.  Dafür habe ich vollstes Verständnis, auch ich war Studentin, und auch mal arbeitslos. Manchmal ist aber auch das neue Handy oder der wöchentliche Pokerabend mit Whiskey wichtiger als die Gesundheit. Auch wenn das bitter klingt, das sind reale Fälle! Die Prioritäten liegen eben bei jedem woanders…

  • 1000.- fürs neue I Phone gehen, aber 500 bis 600 Euro pro Jahr für Fitness auf keinen Fall.
  • Täglich 6.- für Zigaretten gehen locker, aber nicht für einen guten Laib Brot, mit dem man 1 Woche auskommt.
  • Der wöchentliche, Abend mit „Freunden“ und viel Alkohol um 50 oder 60 Euro geht, manchmal auch 2 mal die Woche, aber der gesunde Einkauf ist zu teuer.
  • Jedes Monat 200.- für billige Klamotten, no Problem, aber nicht für eine Ernährungsberatung um 1/3.

C: Waahhh, das ist ja Arbeit was da auf mich zukommt! 

Ja, in den meisten Fällen bedeutet es Arbeit an sich selbst und an den Gewohnheiten. Aber es lohnt sich! 🙂

Leider geht es bei einer Ernährungsumstellung nicht immer schnell mit den Erfolgen. Es dauert eine Weile bis sich Resultate – welcher Art auch immer – einstellen. Das bedeutet man investiert erst. Aufwand, Mühe, Geld, Zeit, Hirnschmalz, aber hat keine unmittelbare Belohnung oder keinen unmittelbaren Effekt. Man muss es aushalten, die „Belohnung“ hinauszuschieben. Und dann muss man das auch noch beibehalten! 😉 Das ist in unseren heutigen Zeiten, wo alles jetztgleichsofort bestellt, geliefert, konsumiert, erledigt, …. werden muss besonders schwer.

Da passiert es dann schon mal, dass schon bevor es richtig losgeht, die Pausetaste gedrückt wird, oder der Mut verloren geht. Vielleicht passt auch die Motivation dahinter nicht, vielleicht brauchst du einfach auch noch ein bisschen Zeit. Ich bin gerne da für dich, wenn du bereit bist.

D: Das habe ich mir anders vorgestellt, die Beraterin hat mir da was vorgeschlagen, das ich anders sehe, oder „macht nicht was ich will“. 

Huiuiuiui, das klingt ja furchtbar (und ist natürlich auch überspitzt formuliert) kann aber auch passieren. Beispielsweise wenn die Erwartungen unrealistisch/ungesund sind, oder wenn ich als Beraterin nicht das „System“ unterstütze. Man hat ja so seine eingefahrenen Wege und Meinungen, die man nicht gerne verlässt. Das kenne ich durchaus auch von mir selbst.

  • Und wenn dann eingebrannt ist, ich mache ja alles richtig, ich muss gar nichts ändern, ich verstehe nicht warum ich dieses und jenes ändern soll, und jetzt sagt die ich soll …
  • Oder wenn immer alles und jeder rundherum Schuld ist an der Situation, weil ich KANN ja gar nichts ändern wenn …
  • Oder wenn ich den 5. Speiseplan will aber mich eh nicht dran halte und dann unzufrieden mit dem Ergebnis bin, …
  • Oder wenn das Anliegen eigentlich ein ganz Anderes ist…
  • Oder wenn ich eine „Wunderpille“ erwarte, den einen Satz, der mein ganzes Leben verändert, es geht einfach nicht schnell genug … Ich würde das wirklich alles gerne liefern, aber das klappt so einfach nicht.
  • Oder, das habe ich ja alles eh schon gewusst, da war jetzt nichts Neues dabei… (ja aber woran hakt es dann? An der Umsetzung? Auch da kann ich gerne unterstützen, aber das wird sich wahrscheinlich nicht alles in nur einer Beratung regeln lassen 😉 )

Vielleicht möchtest du aber ja eigentlich auch lieber eine TCM Ernährungsberatung (nicht mein Thema) oder hast umgekehrt mit komplementären Methoden gar nix am Hut. Bei mir ist es so: ich schau schon auch mal links und rechts und nicht nur stur auf Leitlinien – ich versuche den Menschen als Ganzes zu sehen und auch mal was Neues auszuprobieren – halte mich aber im Grunde an die klassische Ernährungsmedizin. Nur zu Info.

Was auch immer es ist, lass uns doch darüber reden. Ich gebe mein Bestes, dich fachlich und auch auf individueller Ebene gut zu unterstützen.  Ich nehme mir Feedback und Kritik zu Herzen. Ich kann dein Sparring Partner sein, dich bei der Entwicklung und Umstellung begleiten. Aber das TUN und NACHDENKEN und VERÄNDERN bleibt nun mal dir überlassen.

E: Die Diätologin kann mir nicht helfen.

Sad but true, das kommt auch vor. Sei es nun das bestimmte medizinische Gründe vorliegen, die eventuell zuerst „behandelt“ werden müssen, oder dass wir uns nicht „grün“ sind, oder du eine andere Art der Therapie benötigst, oder ich aus fachlichen Gründen nicht die Richtige Ansprechpartnerin bin. Ich werde ehrlich sein und dir das sagen und wenn ich kann auch geeignete KollegInnen oder andere Disziplinen empfehlen. Aber bitte nicht verwechseln mit Punkt D.


Warum schreibt sie eigentlich den ganzen Sermon??? Es war mir heute ein Bedürfnis ;).  Es läuft eben nicht immer alles wie geschmiert, ich mache mir Sorgen und Gedanken um meine KundInnen und PatientInnen, denke über meine Fähigkeiten und Grenzen nach. Manchmal muss dann was raus auf das virtuelle Papier, damit es MIR besser geht, damit ich klarer denken kann. Punkt. UND ich hoffe, dass es den Einen oder die Andere doch auch ein bisschen zum Nachdenken anregt und zum Verständnis beiträgt, was ich leisten kann – und was nicht.

Deine Diätologin.

Foto: Birgit Barilits

Bau dir deine Woche!

Bau dir deine Woche!

Immer mehr werde ich (wieder) eine Freundin der „analogen“ Planung. Es macht Spaß und bringt Ruhe ins Gehirn, wenn man es sich gemütlich macht und mit Stift und Papier arbeitet, statt mit blinkenden Bildern, grellen Farben und vom scrollen schon zitternde Augen und einen verkrampften Daumen bekommt… (kennst du das?)

Also – Back to the roots! Mach dir einen Plan, mach ein „Bullet Journal“ oder auch nicht, verwende einen Zeichenblock oder kariertes Papier, mach eine Tabelle oder lass es sein, aber lass deine Gedanken schweifen und überleg dir, wie du deine kommende Woche gestalten willst. Denn DU hast es in der Hand.

Hier hast du einige Ideen, um einzelnen Tagen ein Motto und Struktur zu verleihen: Pick dir was raus, oder lass dir selbst etwas einfallen!

  • Monday is for a fresh start. (zB ich mach mir jetzt endlich einen Termin mit der Personal Trainerin aus, zB Cornelia Brückner!
  • Montag ist für den Neustart 😊
  • Monday is for motivation!
  • Montag: Joggen

Bild: Fotolia

  • Tuesday is for meal prep.
  • Dienstag wird vorgekocht!
  • Tuesday is for tough girls in the gym.
  • Dienstag: Krafttraining

Foto: Birgit Barilits, Bild: Fotolia

  • Wednesday is for „weiter geht´s“
  • Mittwoch steht für „just do it“
  • Wednesday is for way to go!
  • Mittwoch: Relax-Yoga
  • Thursday is for keep going!
  • Donnerstag ist zum dranbleiben!
  • Thursday is for writing the shopping list (zB für Meal Prep Tuesday)
  • Donnerstag: Intervalltraining Laufen

Bild: Fotolia

  • Friday is for fitness
  • Freitag für die Fitness!
  • Freitag is for …… (insert your goal/quote)
  • Freitag: Zirkeltraining/Krafttraining
  • Saturday is for „go out and play“
  • Samstag ist für „geh raus und hab Spaß“
  • Saturday is for meeting friends
  • Samstag: Strandbad, Schwimmen

Foto: Birgit Barilits

  • Sunday is for „hit the pause“
  • Sonntag ist Pause!
  • Sunday is funday!
  • Sonntag: Ruhetag

Foto: Daniela Dutka, Bild: Fotolia

 

Viel Spaß und Motivation beim selbst „analog gehen“ 🙂

Eure Diätologin

Ein paar fette Fakten…

Ein paar fette Fakten…

Fette und Öle sind sehr wichtig für unseren Körper!

  • Unterschiedliche Fette und Öle, genauer gesagt Fettsäuren, wirken unterschiedlich in unserem Körper und erfüllen unterschiedliche Aufgaben, zB Omega 3, Omega 6, …
  • Es ist wichtig zu wissen, „welches Fett für welchen Zweck“ eingesetzt wird, zB. was ich erhitzen darf und was nicht, oder wovon ich besser weniger konsumieren sollte.
  • Fett ist der Makronährstoff mit den meisten kcal. 1g Fett hat rund 9kcal.
  • 1 kg Körperfett hat ca. 7000kcal (der Unterschied zu obigen 9kcal ist das in unserem Körperfett(speicher) auch etwas Wasser und Eiweiß enthalten ist, es ist also kein „reines“ Fett.
  • Wenn ich täglich 1 EL Fett (ca. 10-12g, zB in der Pfanne) einspare sind das übers Jahr gesehen aufgerundet ca. 40000kcal. Oder 5,7kg Körperfett.

Anmerkung: Natürlich geht es nicht darum, gutes Fett peinlich genau einzusparen, ich propagiere auch keine strenge Low Fat Ernährung. Zufällig 😉 habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass viele Personen Fett oder Öl seeeehr großzügig in die meistens ohnehin beschichtete Pfanne geben, oder über den Salat…

Willst du mehr über das Thema „gesunde Fette und Öle“ und deren spezielle Eigenschaften und Wirkungen erfahren? Oder möchtest du dich in Ruhe darüber informieren, wie du nach und nach mit Genuss 7000kcal einsparst? Ich freue mich, dich in meiner Praxis zu begrüßen!

Deine Diätologin

 

Foto: Fotolia

Frühstücksomelette

Frühstücksomelette

Ich bin ein Fan des „pikanten“ Frühstücks. Eindeutig. Mit Marmeladebrot und süßem Gebäck konnte ich noch nie wirklich etwas anfangen. Danach fühlte ich mich meistens übervoll und träge und hatte schnell wieder Hunger. Ab und zu gibt es ein selbstgemischtes Müsli oder einen Smoothie mit vielen Beeren, wenn es schnell gehen muss. Aber am liebsten ist mir etwas Pikantes!

so
so
oder so
oder so…

Meine Lieblingsvarianten, wenn ich nicht gerade um 4:30 Uhr aufstehe:

  • Weiche Eier im Glas mit viel Schnittlauch und einem Klecks Senf
  • Ham & Eggs (BITTE nicht täglich 😉 )
  • Eierspeis (Rührei) mit frischem Gemüse (Paprika, Frühlingszwiebel, …)
  • Weiches Ei auf Blattspinat mit Räucherlachs
  • Omelette mit Pilzen

… ähm ja. Wie man sieht bin ich auch ein Fan des gepflegten (Bio-Freiland)-Eis…

So ein Frühstück gibt viel Energie und es lässt sich ganz wunderbar bis zum Mittagessen oder sogar länger aushalten OHNE ständig etwas zu knabbern oder nach dem nächsten Snack zu suchen. Dazu gibt es frisches Gemüse, beispielsweise Radieschen, Gurkenscheiben, Paprika oder Tomaten.

Es darf auch eine Scheibe Schwarzbrot oder Vollkornbrot dazu geben, oder am Sonntag auch einmal ein frisches, resches Semmerl, wenn man nicht gerade Low Carb oder Paleo unterwegs ist.

Wer es doch ein bisschen „süßer“ mag oder einen empfindlicheren Magen hat, kann sich ebenfalls ein Frühstück mit hoher Nährstoffdichte zaubern! Beispielsweise einen feinen Porridge mit Haferflocken, Milch, Zimt und Apfel, oder Overnight Oats mit Beeren, oder ein fein vermahlenes Vollkornbrot mit Frischkäse und Apfelscheiben oder einem Klecks Himbeermarmelade… Es gibt viele Möglichkeiten den Tag gut zu starten! 🙂

Das Frühstück ist ja immer wieder ein Thema, ist es nun die Wichtigste Mahlzeit des Tages oder nicht? Macht es dick wenn man es weglässt, oder nicht? Diese Frage lässt sich jedenfalls pauschal nicht beantworten – wie immer spielen in der Ernährung und bei einer Ernährungsumstellung viele sehr individuelle Faktoren mit. Darüber können wir gerne in einer Einzelberatung sprechen.

Einen eindeutig positiven Effekt hat aber die Zusammensetzung der ersten Mahlzeit des Tages. Sie sollte jedenfalls eine Eiweißquelle enthalten und Ballaststoffe – beides führt zu einer guten und lang anhaltenden Sättigung und verhindert, dass du schon am Morgen in die Blutzuckerschaukel reinrutscht.

Ich wünsche allen einen guten Start in den Tag und einen sonnigen Start ins Wochenende!

Fotos: Birgit Barilits

 

Neue Kugerl braucht die Energie!

Neue Kugerl braucht die Energie!

Ich habe ja schon mal ein paar Energiekugerlideen gepostet, zB HIER, aber meine liebe Kollegin im Vivea Gesundheitshotel Bad Vöslau (Danke Conny, du bist Schuld, dass jetzt ein weiteres Küchengerät seine Heimat in meiner Küche gefunden hat… 😉 ) hat mich wieder auf neue Ideen gebracht.

Also dann:

Kardamomkugerl, 10 Stück

  • 60g Datteln
  • 40g getrocknete Marillen
  • 50g Nüsse nach Wunsch
  • 20g Sesam
  • 10g Buchweizenpops
  • 1 TL Kardamom
  • 1-2 TL Kakao

Chia-Kugerl, 10 Stück

  • 30g Kokosraspel
  • 30g Chia Samen
  • 50g Nüsse nach Wunsch
  • 50g getrocknete Marillen
  • etwas Zitronensaft

Apfel-Goji-Kugerl, 10 Stück

  • 50g getrocknete Apfelscheiben
  • 50g getrocknete Gojibeeren (BIO!!!)
  • 20g Haferflocken
  • Zitronensaft
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Mandelmus

Weiße Kugerl, 10 Stück

  • 10g Haferflocken
  • 50g Kokosraspel
  • 50g weiße Nüsse (geschälte Mandeln, Cashews)
  • 15g Sesam zum wälzen
  • 1 EL Mandelmus

Die Zubereitung ist jeweils gleich, die Zutaten (bis auf Mandelmus und Zitronensaft) in der Küchenmaschine häckseln bis sie etwas zusammenkleben, dann je nach Rezept Mandelmus oder Zitronensaft dazugeben und zu Kugerln formen.

Das seltsame ist ja, das ich Kletzenbrot, Früchtebrot und Ähnliches oder Rosinen im Kuchen verachte. Ja verachte. Aber die Kugerl schmecken dann doch irgendwie ;).

Der Wandertag kann kommen. Oder die Pause. Je nachdem.

Fotos: Birgit Barilits

 

Chia-Pudding im Senfglasl

Chia-Pudding im Senfglasl

chia im senfglasl

In diesem Beitrag geht’s weniger um den Chia-Pudding, obwohl der wieder sensationell geworden ist. Rezepte dafür gibt’s inzwischen Unzählige, meins ist mehr oder weniger immer gleich:

  • Kokosmilch
  • Vanilleschote
  • Kardamom
  • Kakaopulver
  • Chia-samen

ABER: ich steh auf hübsche Schraubgläser. Sie sehen toll aus und sind super praktisch. Als Kerzenhalter, Blumenvasen, Gewürzgläser, … oder als Mitbringsel mit guten Sachen drin. Oder als Jausenglas. Viel zu schade, um sie wegzuwerfen!

Also kommt der Chia-Pudding in ein paar gleich große Schraubgläschen. Ideal sind Gläser die oben keine Einbuchtung haben, sondern „gerade“ bleiben bis zum Rand.

So kann der Pudding auch mit in die Arbeit oder zu Freunden!

Und ein paar Schraubgläser wurden „upgecyclet“ 😉

 

Fotos: Birgit Barilits

Hat mans, wenn mans braucht?

Hat mans, wenn mans braucht?

Die Empfehlung der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung lautet 5 Portionen Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst pro Tag zu essen. Das übersetzt sich in 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst. Nein, man kann nicht einfach nur Obst essen. Also eigentlich, man kann, aber ob es auf die Dauer klug ist steht auf einem anderen Blatt.

Es gibt ein einfaches Prinzip, wie Mahlzeiten optimal zusammengestellt sein sollten. Einfach gesagt, jede Mahlzeit sollte Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate enthalten, und es darf, es soll sogar, Gemüse dabei sein. Fett bekommt keinen extra Platz auf dem Teller, da es beispielsweise in Fleisch, Fisch, Milchprodukten enthalten ist oder über die Zubereitung in Form von Kochfett oder Salatöl in die Speisen kommt. Etwa so sollte der Teller aufgeteilt sein:

Was für ein Kunstwerk
Was für ein Kunstwerk 😉

Ja eh klar. Weiß man ja. So einfach es klingt, der Alltag, der Gusto, die Gewohnheiten, die fehlende Zeit (?)… machen die Umsetzung für manche schwierig. Wie schafft man es also,  viel Gemüse (und Obst) zu essen? Beginnen wir bei den Basics – zunächst ist es wichtig, dass man davon auch etwas daheim hat ;). Sonst wird es eindeutig nichts mit der gesunden Jause oder der gemüsigen Beilage. Es geht also um die Planung!

Mein (glücklicherweise großer) Küchentisch sieht heute so aus:

Gemüsepalette
Gemüsepalette

So könnte die Planung aussehen:

  • STEP 1: Schreib eine Liste mit Gemüse- und Obstsorten, die du gerne isst. Eventuell fallen dir auch Gerichte dazu ein? Auch das Internet ist diesbezüglich hilfreich. Nun hängt es davon ab, ob du bereit bist, dir selbst etwas zuzubereiten und wie es um deine Kochkünste bestellt ist. Wobei – frei nach „Ratatouille“ – jeder kann kochen, und es muss ja nicht gleich ein Hauben Menü sein.
  • STEP 2: Betrachte deine (Arbeits)Woche und finde ein Zeitfenster um zu kochen. Trage dir den Termin ein! Wenn es zu Beginn nur ein Termin in der Woche ist, auch das ist ein Erfolg!
  • STEP 3: Nun schau nochmals in den Terminkalender: Wann und wie wäre es möglich, die Zutaten einzukaufen? Auf dem Weg zur Arbeit? Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause? Lieferservice? Fixiere den Termin. Freu dich auf den Termin – das bedeutet Zeit für dich und eventuell auch für deine Lieben um gemeinsam zu gustieren und neue, gesunde Lebensmittel zu entdecken.
  • STEP 4: Rezept bereitlegen, Zutaten vorbereiten und los geht’s! Am Anfang klappt vielleicht noch nicht alles so, wie du dir das vorstellst, aber es geht nicht um Perfektion. Es geht darum zu üben: Lebensmittel mit allen Sinnen kennenlernen, riechen, schmecken, bearbeiten… sich darauf konzentrieren und alle anderen (störenden, belastenden Gedanken) beiseite zu schieben. Das kann ungemein entspannend wirken.
  • STEP 5: Sei auf dein Werk und genieß es 🙂

So könnten die Zucchini (mit Ricottafüllung) aussehen, dazu Ofenerdäpfel oder Brot:

ita 2

Oder so, Mit Pute und Schafkäse, und mit einem Schüsserl Reis als Beilage:

Zucchinipfanne 2

Über Details und die konkrete, individuelle Umsetzung, persönliche Schritte zur Ernährungsumstellung können wir gerne sprechen. Schließlich sind wir alle verschieden, und das ist auch gut so! 🙂

Deine Diätologin

 

Fotos: Birgit Barilits