Regen und Nebel – Lust auf würzig und kräftig?

Regen und Nebel – Lust auf würzig und kräftig?

blattpracht

Ein gewaltiger Kohlkopf wartet darauf verarbeitet zu werden… Das könnte eine Kohl-Serie werden ;). Kohl ist ja ein heimisches „Superfood“. Er enthält besonders viel Vitamin A, C, K und den sekundären Pflanzenstoff Sulforaphan. Diese Kombination stimuliert das Immunsystem und macht fit für den Winter! 🙂

Abgesehen vom klassischen Wirsing gibt es noch den Palmkohl, Grünkohl, Chinakohl, … und das was bei uns in Österreich Kraut heißt: Rotkohl, Weißkohl, Spitzkohl. Zur Familie der Kreuzblütler oder Brassicaceae (Sheldon Cooper weiß es) gehören aber auch noch der Rosenkohl (Kohlsprossen), Karfiol (Blumenkohl), Brokkoli, Kohlrabi, Romanesco, … Aber nun zum Kräftigen und Würzigen.

Faschiertes und Kohl (Wirsing)

mhmmmm

Die Zutaten für 3 Portionen:

  • 250g Kohl (5-6 große Blätter)
  • 1 Zwiebel
  • 500g Rinderfaschiertes
  • 20g Butterschmalz/Ghee/Kokosöl
  • 1 roter Chili
  • Zimt, Garam masala (1 TL), Salz, Pfeffer

Die Nährwerte  pro Portion: 420kcal, 37g EW, 29g F, 3g KH, 3g BLST

Die zubereitung:

Die Kohlblätter waschen und bissfest dünsten, dann gut mit eiskaltem Wasser abschrecken, damit die schöne Farbe erhalten bleibt. Den Strunk herausschneiden. Die Blätter zusammenrollen und in 1cm breite Streifen schneiden.

Den Zwiebel fein hacken und in zB Butterschmalz anrösten. Das Faschierte dazugeben und mitrösten. Die Gewürze dazugeben und weiterrösten bis das Fleisch durch und etwas gebräunt ist.

Kohl und Fleisch vermischen und die fein geschnittene Chili darüberstreuen.

Genießen…

PS: Wer kein Garam masala findet, kann sich das Gewürz auch selbst mischen – Kardamom, Koriander, Zimt, Nelke, Pfeffer und Kreuzkümmel mischen. Von jedem bis auf den Kreuzkümmel 1 – 1,5 TL nehmen, vom Kreuzkümmel 1 EL.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!

Eure Diätologin

 

Fotos: Birgit Barilits

Pizza Teig selbst machen – geht ganz einfach

Pizza Teig selbst machen – geht ganz einfach

Viele scheuen sich davor, Teige selbst zuzubereiten. Entweder aus Sorge, dass es nicht gelingen könnte, oder weil man denkt es geht schneller, oder aus Faulheit. Ok, schneller gehts natürlich schon. Ein bisschen. ABER – selbstgemacht schmeckt definitiv besser, und es macht irgendwie stolz. Und soviel Aufwand war es dann auch nicht. Warum also nicht mal die „Pizza Party“ mit Kindern oder FreundInnen wirklich als gemeinsames Kochen inszenieren?

Varianten auf den obigen Bildern: Feta und Blattspinat, Garnelen und Mozzarella, Melanzani-Aubergine mit schwarzem Sesam, Speck-Wurst-Käse (sehr deftig)

Pizzateig Grundrezept:

  • 500g Mehl
  • 250ml lauwarmes Wasser
  • 1Pkg Trockenhefe
  • 2-3 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Salz

Mehl: Klassisch verwendet man weißes Weizenmehl, aber es funktioniert auch wunderbar, wenn man einen Teil durch Vollkornmehl ersetzt. Ich habe diesesmal Ausschließlich Dinkelmehl verwendet, ca. 1/3 Vollkorn und 2/3 „normales“. Ich habe etwas mehr Wasser benötigt, als die 250ml. Der Teig ist schön aufgegangen und war wunderbar knusprig.

Die Menge ergibt je nachdem wie dünn man den Boden mag und wie groß die Pizza sein soll, 2-4 Pizzen.

Zubereitung: Denkbar einfach (wahre Pizzaköche machen das sicherlich ausgefeilter aber für mich und für die Pizza Party 2 mal im Jahr reichts), alle Zutaten in einer großen Schüssel mit den Knethaken kneten bis sich der Teig von der Schüssel löst und eine schöne glatte Kugel entstanden ist. An einem warmen Ort (bis 30°) gehen lassen. Nach ca. 30min ist der Teig schon auf die doppelte Größe angewachsen! Nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche teilen und zu Pizzaböden formen. Gleich auf Backpapier damit und aufs Blech!

Belag: Ich mische für die Tomatensauce Polpa oder Passata mit etwas Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Oregano. Für den restlichen Belag sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt 🙂 Daran denken: fette Wurst und Käse im Belag lassen das ohnehin schon kalorienreiche Gericht … eh schon wissen. Die kcal schwanken je nach Teigdicke und Belag und natürlich auch Größe der Pizza zwischen 750 und über 1000kcal. Mit Käse oder Salami gefüllter Rand und american style pizza mit dickem Teig schlagen da natürlich noch mehr zu Buche. Auch darum finde ich so eine gemeinsame Pizza Party die bessere Variante, teilen ist angesagt! 🙂 Der Rest wird portioniert (siehe Größe der „Schnitten“ am Tellerbild oben) und eingefroren.

   

Varianten auf den obigen Bildern: Bolognese (sehr deftig), Thunfisch-Zwiebel, Schinken-Champignons, Reste Mischung

Backen: Backrohr vorheizen was geht (bei mir 230° Heißluft) und knusprig backen. Je nach Belag und Teigdicke dauert das 15 – 25min. Wenn der Rand schön goldbraun ist und beim daraufklopfen hohl und knusprig klingt und der Belag gut aussieht, passt es in der Regel auch 🙂

Viel Spaß beim Nachmachen!

Mag. Birgit Barilits, Diätologin

Fotos: Birgit Barilits

Fenchel-Gratin

Fenchel-Gratin

Wenn ich mir meine letzten Beiträge so ansehe, schwimme ich offensichtlich gerade eher auf der gemüsigen Welle… aber na gut, dann soll es so sein, und empfehlenwert ist es sowieso! 🙂

Meistens möchte ich, wenn ich nach Hause komme keine komplizierten oder zeitaufwendigen Gerichte kochen. Am liebsten sollen sich die Speisen quasi „von alleine“ zubereiten. Trotzdem sollen sie gut schmecken und gesund sein! Daher ist alles was in einem Topf oder einer Auflaufform vor sich hin schmurgeln kann sehr willkommen. Die Zutaten habe ich in den meisten Fällen vorrätig, nur das frische Gemüse oder Fleisch nehme ich am Heimweg mit. Dieses mal war es eben Fenchel!

Fenchel Gratin
Einfach, aber gut!

Die Zutaten für 2 Portionen:

  • 3-4 mittlere Knollen Fenchel
  • 4-5 Lauchzwiebel
  • etwas Gemüsebrühe (ca. 200ml)
  • 20g Cheddar
  • 20g Parmesan
  • 1 EL schwarzer Sesam
  • Salz, Pfeffer

Die Gemüsebrühe in die Auflaufform geben, etwa 200ml, so, dass der Boden etwa 0,5 cm hoch bedeckt ist. Den Fenchel putzen und vierteln, oder wenn es große Knollen sind achteln und in die Form legen. Die Lauchzwiebel putzen und klein schneiden, über den Fenchel streuen. Den Käse grob reiben und über das Gemüse streuen. Als letztes den schwarzen Sesam darüberstreuen. Bei 200° Ober- und Unterhitze im Rohr für etwa 30min backen. Mit der Gabel prüfen, ob der Fenchel gar ist. Wer das gratin ganz nach Paleo-art zubereiten mag, kann statt des Käese Reste von „Brot“ (Paleo-Knäcke, Cracker, …) und Kokosmilch vermischen und darüberkrümeln.

Sehr praktisch: während das Gratin im Ofen ist, kann man duschen, oder wenn man fleissig ist noch ein paar Squats und Pushups machen und danach duschen. Ok, gut, ich hab meine Emails gecheckt…. aber manchmal…. 😉

Knuspriges saftiges Hendl

Knuspriges saftiges Hendl

Und jetzt was Einfaches zur Abwechslung! Das schnappt man sich so auf dem Heimweg von der erfolglosen Jagt, steckt es in den Rucksack und radelt schnell heim… (schließlich ist das mit den Mammuts ned so einfach… 😉 )

hendl auf der holzbank
Hendl auf der Holzbank

Zutaten für 2 große Portionen:

  • 700g Hühnerteile (Haxerl, Flügerl, …)
  • 350g Champignons (Portobello)
  • 1 große Zwiebel
  • mehrere Knoblauchzehen
  • 40g Butterschmalz
  • Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Thymian

Nährwerte pro Portion ca.: 681kcal, 75g ew, 41g f, 3,5g kh, 3,5g blst, 75,5mg ca

Zubereitung:

Die Hendlteile waschen, trockentupfen und mit den Gewürzen gut einreiben. Die Champignons putzen und grob schneiden. Die Zwiebel in grobe Spalten teilen. Die Knoblauchzehen schälen. Alles in eine gefettete Auflaufform geben und bei 200°c für ca. 45min im Rohr brutzeln lassen (die Champignons eventuell etwas später dazu geben damit sie nicht zu trocken werden, gerne auch extra in einer Pfanne mit Butterfett anbraten… mhmmm). Die Vorbereitung dauert max. 10 Minuten!

Und während das Hendl knusprig wird kann man so unangenehme Dinge erledigen wie Wäsche waschen und zusammenlegen, staubsaugen, oder auch gemütlich am Sofa liegen und ein gutes Buch lesen :). Was meiner meinung nach eindeutig die bessere Alternative ist.

Dazu passt: ein schlichter grüner Salat.

Guten Appetit und einen entspannten Abend!

Nachgekocht: Paleo Körnerbrot ohne Nüsse

Nachgekocht: Paleo Körnerbrot ohne Nüsse

paleo körnerbrot

Zutaten Originalrezept ich habe verwendet (ergibt ca. 10-12 dickere Scheiben)
  • 2 EL Leinsamenmehl
  • 140g Sonnenblumenkerne
  • 60g Kürbiskerne
  • 60g Sesamsamen
  • 2 EL Ghee
  • 1 EL Tahini
  • 4 Eier
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Kürbiskerne (zur Dekoration)
  • 2 EL Sonnenblumenkerne (zur Dekoration)
  • 2 ELl Leinsamen geschrotet
  • 140g Sonnenblumenkerne
  • 60g Kürbiskerne
  • 60g Sesamsamen
  • 2 EL Cashewmus
  • 1 EL Tahini
  • 4 Eier
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • Fenchel, Anis, Kümmelsamen, Koriander gemahlen
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Kürbiskerne (zur Dekoration)
  • 2 EL Sonnenblumenkerne (zur Dekoration)

Nährwerte pro Portion (1 dicke Scheibe) ca.: 181kcal, 9g ew, 15g f, 3g kh, 2g blst, 73mg ca

Zubereitung:

Wie nach anleitung… ich hatte allerdings kein Leinsamenmehl und habe daher die 2 EL geschroteten Leinsamen mit dem Stabmixer zu „Mehl“ verarbeitet.

100g Sonnenblumenkerne, 40g Kürbiskerne und eben 2 EL Leinsamen, zu „Mehl“ verarbeiten. Alle anderen Zutaten mit dem Mixer zu einem Teig verarbeiten.

Da ich lieber Brotgewürz verwende, habe ich Fenchel, Anis, Kümmelsamen und etwas Koriander und auch etwas mehr Salz verwendet als im Originalrezept.

Eine Kastenform sehr gut ausfetten zB mit Kokosöl, und den Teig einfüllen. Ab damit ins vorgeheizte Rohr und bei 180° 40 min backen.

Die konsistenz ist gut geworden, etwas krümeliger als gewohntes Brot :), der Geschmack wunderbar würzig und nach den Samen, „nussig“.  Die Zubereitung ist wirklich sehr einfach und geht schnell!

Rezeptquelle: http://www.paleo360.de/rezepte/paleo-koernerbrot/