Q and A gegen den Weihnachtsstress :)

Q and A gegen den Weihnachtsstress :)

Alle Jahre wieder! 🙂

Wie können Sie Ihren Körper in stressigen Zeiten ernährungstechnisch unterstützen?

Weihnachtsstress? :)
Weihnachtsstress? 🙂

Grundsätzlich ist die Stressreaktion eine ganz normale Antwort auf einen Reiz, der uns beansprucht. In Urzeiten hatten wir die Wahl: Kämpfen oder Flüchten. Um den Körper darauf vorzubereiten, kommt es zu einer Reihe von Reaktionen, die Energie freisetzen. Bei diesen Abläufen wird demnach Energie aus körpereigenen Reserven gewonnen & viele Mikronährstoffe verbraucht. Stress ist also ein kataboler, ein abbauender Prozess. Daher ist es besonders wichtig, (mikro)nährstoffreich zu essen. Vitamin- & mineralstoffreiche Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte, aber nicht allzu hohem Energiegehalt sind zu bevorzugen. Die Stressreaktion im Körper läuft auch heute wie zu Urzeiten ab. Der große Unterschied ist jedoch, dass die Menschen in der heutigen Zeit in der Regel nicht 5x um den Block laufen oder den Säbelzahntiger oder das Mammut niederringen müssen, um ihre überschüssige Energie zu verbrauchen.

Worauf sollten Sie achten, um den Körper optimal auf Stress vorzubereiten?

Der Körper kann nicht wirklich – wie zum Beispiel auf eine sportliche Leistung – auf Stress vorbereitet werden. Es gibt jedoch einige Dinge, die sich jeder –  gerade in der Vorweihnachtszeit – bewusst machen kann, um sich ein bisschen „vorzubereiten“.

  • Gegen Jahresende ist immer viel zu tun, in der Arbeit & im Alltag. Eine gute Zeiteinteilung & Priorisierung kann beispielsweise in Form einer Liste kann hilfreich sein.
  • Die Familie fordert uns möglicherweise mehr. Jeder wünscht sich ein harmonisches & genussvolles Weihnachtsfest. Auch hier gilt: Planung ist alles! Es hilft, mit den Lieben deren Wünsche & Bedürfnisse vorab zu klären.
  • Was die Ernährung angeht: Vorkochen & Einfrieren kann in arbeitsreichen Phasen wertvolle Zeit und Nerven sparen. Eine am Vortag bereitete Jause verhindert dann möglicherweise den Griff zum Schokoriegel.
  • Es stehen wahrscheinlich auch einige Weihnachtsfeiern & Punschabende auf dem Programm. Natürlich ist es erlaubt diese Events vollends zu genießen. Es kann jedoch hilfreich sein, im Vorhinein festzulegen, was & wieviel Sie davon konsumieren möchten bzw. sollten. Nach einem ausgiebigen Menü braucht der Körper eine Verdauungspause. Sind die Kekserl, die zwischendurch den Weg in den Mund finden, wirklich nötig? Ein Keks kann je nach Rezeptur zwischen 50 & 100 oder mehr Kalorien mit sich bringen. Auch der beliebte Punsch hat es ordentlich in sich. Eine Tasse Punsch enthält um die 350 kcal, ein Becher Glühwein etwa 150 kcal. Deshalb gilt bei Keksen & Punsch: Bewusst genießen + weniger ist mehr!
  • Kekstipp: Richten Sie Kekse niemals auf einem großen Teller an. Lassen Sie sie auch nicht den ganzen Tag auf dem Tisch herumstehen. Lieber  drei Kekserl hübsch & appetitlich auf einem kleinen Teller anrichten – das wäre dann sozusagen Ihre Tagesration. Es hilft auch die Kekse großzügig ans Umfeld zu verteilen an statt sie selbst zu essen… 😉
  • Nehmen Sie sich Zeit für sich. Lesen, ein warmes Schaumbad oder mit der Familie spazieren gehen. Möglichkeiten gibt es viele.
  • Bleiben Sie optimistisch & genießen Sie auch die kleinen Dinge im Advent!
So nicht! ;)
So nicht! 😉

Die Weihnachtszeit ist bestimmt auch kein guter Zeitpunkt, um eine Diät zu beginnen. Ein stark restriktives Ernährungsverhalten stresst den Körper nur zusätzlich! Viel wichtiger ist es, sich das Jahr über ausgewogen & bewusst zu ernähren, dann verkraften Sie auch die Festtagsschlemmereien besser. Und über die guten Vorsätze sprechen wir dann im neuen Jahr…

Welche Nahrungsmittel & Nährstoffe braucht der Körper in stressigen Zeiten besonders?

  • Ungesättigte Fettsäuren sorgen dafür, dass die Nervenzellen elastisch bleiben. Zu finden sind sie in Nüssen, Samen, Lein- & Rapsöl, Hering, Thunfisch & Lachs. Bei Fisch achten Sie auf die Herkunft – und auch heimische Fische haben gute Nährstoffe.
  • Die B-Vitamine B1 (Thiamin), B6 (Pyridoxin) & B12 (Cobalamin) sind bekannt für ihre stresslindernde Wirkung. Sie sind in Avocados, Bananen, Vollkornprodukten, grünem Gemüse & Milchprodukten enthalten.
  • Die Vitamine A, C & E schützen als Antioxidantien Nerven & Gefäße. Diese Vitamine befinden sich v.a. in buntem Obst & Gemüse sowie in Pflanzenölen.
  • Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff für die Nerven- & Gehirngesundheit. Magnesiummangel erhöht die Stressempfindlichkeit. Bei Stress wird wiederum vermehrt Magnesium über den Urin ausgeschieden. Ein Teufelskreis. Wie wärs mit einer Banane?
  • Mehr komplexe Kohlenhydrate statt einfachem Zucker. Diese finden Sie in Vollkornprodukten, Haferflocken, Erdäpfeln, Hülsenfrüchten, Obst & Gemüse.
  • Auch sekundäre Pflanzenstoffe aus Gemüse & Obst stärken das Immunsystem in stressigen Zeiten.
    • Bei Fragen zu unterstützenden Nahrungsergänzungsmitteln kann ich Ihnen ebenfalls gerne Auskunft geben.
  • Die Trinkmenge spielt auch eine wichtige Rolle! Stress kann zu Dehydrierung führen, da aufs Trinken einfach vergessen wird. (Mineral-)Wasser & Tee bieten sich hier gut an. Passen Sie beim Konsum von Kaffee oder anderen koffeinhältigen Getränken auf! Der Körper ist bei Stress ohnehin schon „überaktiviert“. Da gilt es mit aufputschenden Getränken achtsam umzugehen.

Was bedeutet das jetzt für Sie zusammengefasst?

Achten Sie in belastenden Phasen verstärkt darauf, dass Sie auf 3 Portionen Gemüse & 2 Portionen Obst am Tag kommen. Dabei können Sie sich mit etwas Planung & Vorbereitung selbst unterstützen.

Typisches Stressessen können Sie mit ordentlichen Pausen einschränken. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr (beispielsweise) Mittagessen. Jeder braucht eine Pause, machen Sie diese wichtigen Pausen „nicht verhandelbar“. Verbannen Sie süße & fette Versuchungen aus dem Blickfeld.

Bauen Sie trotz der Kälte Bewegung in den Alltag ein! Sprinten Sie die Treppe hoch, um „Dampf (Stress) abzulassen“ oder gehen Sie zu Fuß (zügig) einkaufen.

 

Wenn Sie Unterstützung bei der Umsetzung benötigen, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

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Ihre entspannte Diätologin 🙂

 

Fotos: Fotolia und Daniela Dutka

Schnelles, ballaststoffreiches Brot inkl. Resteverwertung

Schnelles, ballaststoffreiches Brot inkl. Resteverwertung

Backlaune hier nochmal. 🙂 Ich mag ab und zu gerne Mandelmilch, aber nicht die aus dem Supermarkt, sondern selbst gemachte. Seit ich den AndSoy Kochmixer benutze geht das extrem unkompliziert und leicht. Aber trotzdem fallen Reste an – ich nenne es mal „Nusstrester“. Es wäre viel zu Schade, den wegzuwerfen! Eine Möglichkeit diesen zu verwerten ist ihn einfach in Brotteig zu verarbeiten. Daher habe ich hier nun ein schnelles „Resterezept“ für euch:

Die Zutaten (ca. Mengen, beim Brot ist das nicht so heikel):

  • 240g Dinkelmehl
  • 80g Leinsamenmehl
  • 140g Nusstrester (frisch, feucht)
  • 1 Packerl Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Anis
  • 2 TL Fenchel
  • Wasser

Hier gibt es keine Nährwerte, da ich den Nusstrester nicht berechnen kann. Aber Leinsamenmehl hat pro 100g ca. 40g Eiweiß und über 30g Ballaststoffe! In Summe ergibt das mit dem Nusstrester ein Brot das reich an Ballaststoffen und gutem, pflanzlichen Eiweiß ist. Ich würde es aber nicht als „Eiweißbrot“ bezeichnen.

Die Zubereitung:

Alle Zutaten vermischen, mit zunächst 250ml lauwarmen Wasser angießen und mit den Knethaken kneten bis sich der Teig etwas zieht. Gegebenenfalls noch mehr Wasser dazugeben. Der Teig sollte knetbar sein, aber nicht zu hart. 30min zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Zu einer schönen Rolle formen, noch bemehlen und auf Backpapier geben. Bei Heißluft 200° ca. 50min backen. Zwischendurch mal „anklopfen“ (am Brot, nicht am Rohr 😉 ) und wenn es hohl klingt ist es fertig.

Viel Spaß beim ausprobieren!

Eure Diätologin

 

Fotos: Birgit Barilits

 

Achtung: Enthält Werbung 😉 (Nennung AndSoy Mixer)

Etwa wie Focaccia… Nur in gelb.

Etwa wie Focaccia… Nur in gelb.

Derzeit bin ich in Backlaune! Aber es handelt sich bei meiner Laune nicht um Kekse, sondern um Brotexperimente 😉

Eines davon ist diese prächtige, gelbe „Focaccia“! Oder auch Fladenbrot. Je nachdem.

Die Zutaten:

  • 400g Dinkelmehl
  • 100g Kokosmehl
  • Trockenhefe für 500g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Curcuma
  • je 1 TL Rosmarin, Thymian, Estragon (getrocknet)
  • Wasser (ca. 350ml)
  • 2 EL schwarzer Sesam
  • 1 EL weißer Sesam
  • 5 EL Olivenöl

Die Nährwerte:

Ergibt ein Kuchenblech, durch 10 geteilt macht für 1 Portion (ca.): 248kcal, 8g EW, 9g F, 33g KH, 6g Blst

Die Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten inkl. der Trockenhefe vermischen, erst mit 1/4l lauwarmen Wasser vermixen, 2 EL Olivenöl und nach Bedarf weiteres Wasser dazugeben. Mit den Knethaken kneten bis sich der Teig von der Schüssel löst. Durch das Kokosmehl hat der Teig viele gute Ballaststoffe aber er braucht auch mehr Wasser als gewohnt, er sollte nicht zu fest sein, damit man ihn schön auf das Blech drücken kann.

An einem warmen Ort 30min zugedeckt gehen lassen, auf einem Backblech auf Backpapier einfach mit den Fingerknöcheln zurechtdrücken. Mit 3 EL Olivenöl besprenkeln und mit Sesam bestreuen (auch grobes Salz macht sich sehr gut darauf). Nochmals 10min gehen lassen und dann bei 200° Heißluft ca. 20min backen. Noch etwas warm schmeckt es am Besten!

Variation: Statt der mediterranen Kräuter noch 1 – 2 TL milden Curry oder Schabzigerklee dazugeben. Ich habe meine Variante mit Schabziger gemacht, der sehr intensiv nach Curry riecht. Das Brot passt sehr gut zu Salat, gewürfelt und geröstet als Croutons auf die Suppe, zu Feta, Oliven, Gurken, …

Viel Spaß beim ausprobieren! 🙂

Eure Diätologin

 

Fotos: Birgit Barilits

 

Rehbraten in Rotwein-Wurzelsauce

Rehbraten in Rotwein-Wurzelsauce

So ein herbstlicher Schmausebraten vom Rehlein, das ist fein. Zartes, mageres Fleisch in einer köstlichen Rotweinsauce.

rehbraten im speckmantel mit wurzelgemüse

Die Zutaten für 2 -3 Portionen:

  • ca. 400g Fleisch vom Reh (Schlögel)
  • 100g Bauchspeck
  • 160g Karotte
  • 160g Sellerie
  • 160g Pastinake
  • 1 Zwiebel
  • Pfeffer, Wacholderkörner, Piment, Zimt, Nelken
  • Lorbeerblatt, Preiselbeeren
  • Salz
  • 1 TL Senf
  • 30g Butterschmalz, Butter etwas Olivenöl
  • 1/4l Rotwein

Die Zubereitung:

Den Rehschlögel wenn nötig zuputzen. Alle Gewürze bis auf das Lorbeerblatt, Salz und die Preiselbeeren miteinander vermischen, die Körner grob zermörsern und mit etwas Olivenöl zu einer Paste verarbeiten. Den Rehschlögel gut damit einreiben und am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Erst kurz vor dem Braten noch salzen.

Das Gemüse putzen und in ca. 1cm große Würfel schneiden. Mit etwas Butterschmalz in der Pfanne anrösten. Dann mit dem Wein aufgießen, das Lorbeerblatt und etwa 2TL Preiselbeeren dazugeben und beiseite stellen.

Den Rehschlögel rundherum gut anbraten und in einen Bräter legen. Mit dem Speck bedecken, danach das Gemüse in den Bräter dazugeben.

Den Schlögel bei 180° für ca. 60min schmoren lassen. Immer wieder mit der entstehenden Sauce übergießen und ein Flöckchen Butter daraufsetzen. Wenn man den Braten eher rosa haben möchte, dann müssen Temperatur und Garzeit reduziert werden. Das habe ich allerdings mit so einer eher kleinen Portion noch nicht ausprobiert und kann daher keine genaueren Angaben machen.

Letzter Schritt ist jedenfalls: aufschneiden und genießen! Eventuell noch mit einem Glas vom guten Rotwein dazu. Wenn noch was da ist. Kochen macht schließlich durstig. 😉

Dazu passt: Rotkraut, Krautsalat, Kohlsalat, Preiselbeeren, Pfirsich, Birne, Serviettenknödel, …

Guten Appetit!

Eure Diätologin

 

Foto: Birgit Barilits

Die Gutachtenerstellung vor einer bariatrischen Operation

Die Gutachtenerstellung vor einer bariatrischen Operation

Gutachtenerstellung – Was ist DiätologInnen dabei besonders wichtig?

Die Gutachtenerstellung stellt einen besonders wichtigen Schritt bei der Genehmigung eines adipositaschirurgischen Eingriffes dar. Das diätologische Gutachten wird bei der zugehörigen Krankenkasse eingereicht. Diese bewilligt daraufhin die lebensverändernde Operation oder lehnt diese Form der Behandlung ab.
Ehrlich, so objektiv wie möglich, genau und vollständig – so sollte das Gutachten am Ende aussehen.
Dies ist natürlich nur mit Ihrer Mithilfe möglich! Ohne ausführliche Informationen aus vielen Bereichen Ihres Lebens kann das Gutachten nicht ausführlich erstellt werden, was eine Bewilligung bei der Krankenkasse folglich erschwert. Aber welche Informationen sind im Gutachten wichtig?

Angefangen bei Ihren persönlichen Daten über Ihren aktuellen körperlichen Zustand (Diagnose, Größe, Gewicht, BMI) bis hin zu einer ausführlichen Diäthistorie, Ihrer körperlichen Aktivität bis zur detaillierten Ernährungsanamnese – all diese Informationen sind essentiell für die Gutachtenerstellung.

Was uns DiätologInnen abschließend noch besonders am Herzen liegt, ist die Aufklärung über die Wichtigkeit regelmäßiger ärztlicher und diätologischer Nachkontrollen sowie bei den meisten Operationsmethoden einer lebenslangen Vitamin- und Mineralstoffsubstitution. Dies muss Ihnen VOR einem bariatrischen Eingriff klar sein und DANACH natürlich eingehalten werden, um langfristig Komplikationen und Mangelerscheinungen zu vermeiden.

Als zertifizierte Gutachterinnen für PatientInnen vor adipositaschirurgischen Eingriffen bekennen wir uns zu folgenden Grundsätzen:

  • Die PatientInnensicherheit steht immer an erster Stelle.
  • Die Erstellung des Gutachtens erfolgt nach bestem diätologischem Wissen und Gewissen.
  • Die PatientInneninformationen werden wahrheitsgemäß und unverändert im Gutachten integriert.
  • Die festgesetzten und akkordierten Honorarrichtlinien des Verbandes der Diaetologen Österreichs werden eingehalten (eingerechtfertigter höherer Preis oder zusätzliche Leistungen anzubieten ist möglich).
  • Jeder Patient/jede Patientin erhält präoperativ die gleichen Informationen und wird optimal aufgeklärt, um sich mündig für oder gegen einen adipositaschirurgischen Eingriff zu entscheiden.

Mag. Birgit Barilits, BSc (Wien), Raphaela Lebeth, BSc (Korneuburg), Diätologinnen

Vor der Entscheidung zur OP/ der Gutachtenerstellung

Die Bedeutung „konservativer“ Therapie zur Gewichtsreduktion in unseren Augen

Was verstehen wir darunter? Die konservative (nicht-operative) Behandlung der Adipositas umfasst einerseits die qualifizierte Ernährungsberatung und -umstellung mit Hilfe einer Diätologin, die Bewegungstherapie sowie bei Bedarf eine psychologische Beratung. Den es ist nicht nur ein Bauchthema, sondern auch ein Kopfthema… Auch die Operation ist leider keine Wunderpille, keine einfache Lösung, sondern Arbeit.

Viele Betroffene, die sich eine Operation überlegen, haben schon einige gescheiterte Diätversuche hinter sich. Diäten gibt es wie Sand am Meer. Von Atkins-, Kartoffel- oder Kohlsuppendiäten über FDH bis hin zu noch gefährlicheren, radikaleren Varianten (zB Abnehmtabletten etc.). Häufig finden diese Diäten unter Eigenregie, also nicht diätologisch begleitet statt. Es kommt aber auch vor, dass Betroffene noch keine diätologisch und/oder ärztlich begleitete, nachhaltige Gewichtsreduktion versucht haben, sondern v.a. am JoJo-Effekt durch durchgeführte Crashdiäten gescheitert sind. Hier wäre es wünschenswert, dass der betroffenen Person noch einmal eine Chance gegeben wird. Besonders, wenn es sich um sehr junge PatientInnen handelt. Natürlich gibt es auch Personen, bei denen die Operation dringend gemacht werden sollte, da bereits massive gesundheitliche Probleme bestehen. In solchen Fällen fehlt dann häufig die Zeit für einen (weiteren) konservativen Versuch.

Ein weiterer Vorteil eines solchen „konservativen“ Abnehmversuches ist, dass dabei Ernährungswissen vermittelt wird und Gewohnheiten langfristig zum Positiven verändert werden können. Selbst, wenn der Versuch nicht zufriedenstellend gelingen sollte, werden immerhin wichtige Ernährungsskills und Verhaltensweisen vermittelt, die für die Zeit nach der Operation im Alltag der PatientInnen enorm wichtig sind!

 

Eure DiätologInnen

 

Foto: Fotolia

Logo: Verband der Diätologen Österreich, mit freundlicher Genehmigung

Kohl die Zweite: „Carbonara“

Kohl die Zweite: „Carbonara“

Ich liebe Spaghetti, mit Bolognese, Carbonara, Arrabiata, … Damit es aber nicht jedesmal eine Kohlenhydratbombe wird, gibt es auch mal „Gemüsespaghetti“. Passend zum Trend Low Carb Ernährung und ketogene Ernährung habe ich also heute hier ein Rezept, dass die Low Carb Herzen höher schlagen lassen sollte! 🙂

kohl carbonara 

Die Zutaten für 1 -2 Portionen:

  • 250g Kohl (5-6 große Blätter)
  • 1 EL Olivenöl
  • 60g Pancetta
  • 2 ganze Eier und 1 Dotter
  • 20g Parmesan
  • Salz, Pfeffer

Die Nährwerte in Summe: 712kcal, 44g EW, 55g F, 9g KH, 7g Blst

Die Zubereitung:

Die Kohlblätter waschen und bissfest dünsten, dann gut mit eiskaltem Wasser abschrecken. Den Strunk herausschneiden. Gut abtropfen lassen! Die Blätter zusammenrollen und nudelig schneiden.

Den Speck in 1cm breite, aber feine Streifen schneiden und im Olivenöl leicht anrösten (Das Öl kann man übrigens auch leicht weglassen wenn man möchte, der Speck lässt auch Fett aus. Den Kohl zum Pancetta geben und etwas mitbraten, so, dass alles gut heiß ist.

Eier und Eigelb in einer Schüssel verquirlen und 1 Prise Salz sowie den geriebenen Parmesan unterrühren. Dann die Pancetta-Kohl Mischung dazugeben und gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In der Pfanne funktioniert das Mischen auch, aber Achtung, dass es keine Eierspeise wird 😉

Guten Appetit!

 

Eure Diätologin

 

Fotos: Birgit Barilits

 

Kürbispfanne mit Tofu und Sesamdressing – Alltagsküche

Kürbispfanne mit Tofu und Sesamdressing – Alltagsküche

Ich poste nun schon seit einer ganzen Weile meine „Alltagsküche“ auf Instagram. Wenn du mal hineinschauen willst – du findest mich übrigens als birgit.barilits … Inzwischen sind es schon über 400 Beiträge!

Hier kommt das Rezept beziehungsweise die Zutaten zur Kürbispfanne – allerdings ohne Mengenangaben und Berechnung, denn meistens mische ich zusammen was gerade da ist! Spontan, nach Lust und Laune!

Was war drin in meiner herrlichen, asiatisch angehauchten Kürbispfanne:

  • Kürbis
  • roter Paprika
  • Jungzwiebel
  • Knoblauch
  • Tofu

Alles in Würfel und Ringerl geschnitten oder feingehackt. Dann habe ich alles mit

  • Sesam
  • Sojasauce
  • Chiliflocken

mariniert und in der Pfanne mit etwas Öl angebraten und weichgedünstet.

Da so ein Kürbis ja meistens mehr ausgibt als ein Gericht, wurde aus dem Rest eine cremige Kürbis-Selleriesuppe… Garniert mit schwarzem Sesam und Kürbiskernöl.

Kochen kann ganz einfach sein, geht mit etwas Übung sehr flott und es macht auch Spaß! Das könnt ihr mir ruhig glauben ;).

Eure Diätologin

 

Fotos: Birgit Barilits