Personal Training für mehr Fitness und einen entspannten Rücken!

Personal Training für mehr Fitness und einen entspannten Rücken!

Wie sieht es bei dir aus in Sachen Bewegung?

Drückt dich der Schweinehund aufs Sofa und will mit dir kuscheln? 🙂

Oder schiebt er dich Richtung Kühlschrank, weil du ohnehin schon fleißig genug warst im Büro?

Wenn du den Schweinehund auf seinen wohlverdienten Platz in der Ecke verweisen willst, wo er entspannen kann, und du endlich was gegen Bürozwicken und naja, …

… tun willst, dann ist Cornelia Brückner genau die Richtige für dich :)! Die liebe Cornelia Brückner von Personal Training Cornelia Brückner stellt mit dir, für dich ein maßgeschneidertes Programm zusammen. Für einen stärkeren Rücken und dadurch entspannteres Arbeiten. Und natürlich trägt das auch zur allgemeinen Fitness bei… 😉

Du traininerst mit Cornelia One to One ! Es gibt auch ein kleines Goody von mir dazu: Bei Buchung eines 10er oder 20er Blocks bekommst du von mir eine BIA-Messung statt um 65.- Euro um 45.- Euro! Bei der Terminvereinbarung einfach im Kommentarfeld das Stichwort „BIA“ dazuschreiben um den ermäßigten Preis zu erhalten.

Mit besten, fitten Grüßen, Deine Diätologin 🙂

Fotos: Fotolia, Birgit Barilits

 

Projekt Unbeschwert – ERFOLGE :)

Projekt Unbeschwert – ERFOLGE :)

Die 1. BIA Messung:

Der Verlauf – Fett wird abgebaut, Muskelmasse bleibt gut erhalten. So soll es sein!

Die letzte BIA Messung:

DiätologInnen können dabei begleiten, einen gesünderen Lebensstil zu entwickeln. Das TUN bleibt den PatientInnen. Egal ob mit der Unterstützung durch eine Operation (wenn es sein muss), oder ob auf herkömmlichem Weg!

Eure Diätologin.

 

Fotos: Patientin (anonym) und Birgit Barilits

 

Projekt Unbeschwert – Episode 7

Projekt Unbeschwert – Episode 7

„Ganz viele Erste Male“- Die ersten  Wochen nach der Operation

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Kann ich xyz nach der OP noch essen? Werde ich je wieder etwas genießen können nach der OP? Solche und ähnliche Fragen hört man recht häufig von noch nicht Operierten. Und eine definitive Antwort kann man nicht geben. Denn jeder Körper ist anders, jeder Körper reagiert anders auf Nahrung. Nach der OP gibt es 100te “Erste Male”. Die ersten Male nach der OP, die man etwas tut. Sei es etwas probieren, was man vorher ganz selbstverständlich gegessen hat, sei es etwas Neues ausprobieren und, und, und. Auch jetzt, ein Jahr nach der OP, habe ich noch viele erste Male. Jetzt sind es vor allem die ersten Male, die ich etwas machen kann, was ich mit höherem Gewicht noch nicht machen konnte (oder es mir eingebildet habe nicht machen zu können). Nach der OP war es aber ganz klar das Austesten, welche Nahrung mein Körper gut verträgt oder eben nicht.

Ich bin immer eine große Freundin des Kaffeetrinkens gewesen (und bin es auch heute noch). Ob ich Kaffee wohl nach der OP noch vertragen würde? Zwei Tage, nachdem ich wieder daheim war, war tolles Frühlingswetter. Wir gingen im Prater spazieren. Es war alles noch ein bisschen beschwerlich, aber vier Tage nach der OP war meine gesundheitliche Verfassung im Grunde wirklich super! Wir setzten uns in ein Café und es roch nach Kaffee. Ob ich es wohl wagen sollte, einen zu probieren? Gesagt, getan. Ich bestellte mir noch Wasser dazu, um den Kaffee eventuell zu verdünnen. Ganz vorsichtig nahm ich einen mini-mini Schluck und wartete. Hörte auf meinen Bauch, jederzeit bereit die Toilette aufzusuchen. Aber nichts geschah. Weder mein Magen noch mein Darm rebellierten. Juhuuu!!! Ich konnte also wieder Kaffee trinken! Für mich der Inbegriff von Genuss. Dann noch zwischen blühenden Kirschen und Marillen- das Leben war schön.

Nach 10 Tagen wurden mir die Klammern entfernt, ich war froh, dass sie endlich weg waren. Und ich durfte gleich danach das nächste “Erste Mal” erleben! Radfahren! Die Ärztin hatte mir erlaubt langsam wieder mit Sport anzufangen. Ganz langsam stieg ich aufs Rad. Es zwickte schon ein bisschen, aber ich fuhr! Mehr als zwei km schaffte ich an dem Tag nicht, aber: Auch das klappte! Es ging also Stückchen für Stückchen weiter.

Es gab aber auch erste Male, die nicht so gut geklappt haben. Etwa 1 ½ Monate nach der OP habe ich ein Puten-Frankfurter essen wollen. Das war keine gute Idee. Es drückte sehr im Magen und ich hatte das Gefühl, als würde es in der Speiseröhre stecken bleiben. 30 Minuten lief ich durch die Wohnung, in der Hoffnung, es würde besser werden. Dann versuchte ich es mit einem Schluck Wasser “hinunter zu spülen”. Keine gute Idee. Mir wurde nur noch übler. Das war wohl noch ein wenig zu früh mit den Puten-Frankfurtern. Heute, nach einem Jahr sind die Puten-Frankfurter aber kein Problem. Der Körper braucht Zeit, sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen und diese Zeit muss man ihm einräumen und gut auf ihn hören. Puten-Frankfurter wurden also erst einmal vom Speiseplan verbannt.

Das erste Eis gab es im Sommer, ca. zwei Monate nach der OP. Natürlich muss die Ernährung nach der OP umgestellt und angepasst werden und natürlich isst man kleinere Portionen. Es heißt aber nicht, dass man sein Leben lang asketisch leben und auf alles verzichten muss. Mit der OP bekommt man die Chance, von kleineren Portionen satt zu werden und nicht mehr so viel essen (zu können). Die Kunst ist es einen genuss- und maßvollen und gesunden Umgang mit dem Essen zu lernen. Das ist schwerer getan als gesagt, hatte ich doch vorher das Maß völlig verloren.

Anmerkung Diätologin: Achtung, mögliche Dumping-Gefahr* – wie auch weiter unten im Text beschrieben! Beachten Sie, was Sie in den Ernährungberatungen gelernt haben und dass Sie nicht wieder in alte Muster hineinrutschen – besonders wenn Sie zu den glücklichen Personen gehören, die danach alles vertragen!

*Erklärung:

Da nach der Magenresektion die Pylorusfunktion (Schließmuskel zum Darm hin) fehlt, kommt es zur raschen Entleerung des Nahrungsbreis in den Darm. Süße Lebensmittel und Getränke bewirken eine sogenannte Hyperosmolarität. Dadurch kommt es zum massiven Flüssigkeitseinstrom in die Darmlichtung. Direkt im Anschluss (daher „Frühdumping“) an die Nahrungsaufnahme treten möglicherweise krampfartige Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Brechreiz, starke Müdigkeit sowie Kreislaufsymptome auf.

Beim „Spätdumping“ wird Glukose schnell resorbiert und führt zu einem schnellen und hohen Blutzuckeranstieg mit einer vermehrten Ausschüttung von Insulin. Dadurch wird der Blutzucker schnell wieder aus dem Blut entfernt. Niedriger Blutdruck, Schwächegefühl, Hunger und Schwitzen sind Symptome des Spätdumpings – quasi die Symptome des Unterzuckers.

Auf ein weiteres erstes Mal war ich sehr gespannt. Das erste Mal Reis essen. Ich hatte von einigen Operierten gelesen, dass sie keinen Reis mehr vertragen haben. Das wäre für mich sehr, sehr blöd gewesen, denn ich bin beruflich immer mal wieder in Asien unterwegs. Und dort ist das Grundnahrungsmittel nun einmal Reis. Als ich nach zwei Monaten wieder “normale” Vollkost essen durfte, probierte ich also Reis. Wenn ich etwas das erste Mal probiert habe, dann habe ich immer nur ein kleines bisschen gegessen und erst einmal abgewartet, wie der Körper reagiert. Ich nahm also eine kleine Gabel, kaute gut und wartete. Und siehe da: Es passierte nichts! Juhuu!! Also ging auch Reis! Ich war sehr erleichtert, jetzt stand der nächsten Dienstreise nichts mehr im Wege.

Es wird immer wieder gefragt, ob und wann man nach der OP Alkohol trinken kann. Durch den kleinen Magen und den verkürzten Darm verändert sich auch die Aufnahme des Alkohols ins Blut. Manche berichten, dass sie sehr schnell betrunken sind, andere spüren keine Veränderung. Da Alkohol die Fettverbrennung hemmt und (für mich) nicht unbedingt lebensnotwendig ist, habe ich die ersten 9 Monate nach der OP nichts getrunken. Ich wollte nichts riskieren und habe auch kein Verlangen danach gehabt. Das erste ¼ Glas Wein habe ich an Weihnachten getrunken.

In meinem Falle sind die “ersten Male” wirklich fast alle positiv verlaufen. Ich vertrage sehr viel, manchmal vielleicht sogar zu viel. Vor allem beim Magenbypass berichten Operierte, dass sie beispielsweise nach viel Zuckerkonsum ein Dumping hatten. Ein Dumping hat man dann, wenn sich der Inhalt des Magens “sturzartig” in den Darm entleert. Warum passiert das? Nach dem Bypass gibt es keinen Magenpförtner mehr, der den Nahrungsbrei gleichmäßig in den Darm abgibt. Im Magen findet die Vorverdauung statt, bevor die Nahrung in den Darm gelangt. Wenn jetzt aber die Nahrung zu schnell in den Darm kommt, findet eben diese Vorverdauung nicht statt und das Essen kommt fast unverändert in den Darm. Dies kann bei vielen zu Übelkeit, Zittern, Müdigkeit, Blutdruckabfall oder anderen Symptomen führen. Es gibt Operierte, die haben damit große Probleme, andere haben das noch nie gehabt. Aber auch dies ist eine ernst zu nehmende Reaktion des Körpers, der einem ziemlich zuverlässig mitteilt, was er braucht oder auch nicht. Dies hatte ich bei meinen vielen ersten “Essensmalen” immer im Hinterkopf und habe die meisten neuen Sachen dementsprechend daheim ausprobiert, wo ich mit zur Not hinlegen konnte oder eine Toilette nicht weit war.

Heute, ein Jahr nach der OP kann ich sagen, dass ich fast alles vertrage. Mit Ausnahme vielleicht von Trockenfleisch. Aber es lässt sich auch ohne Trockenfleisch recht gut leben.

Es gab bei mir jedoch auch Rückschläge, es war kein permanentes Hoch. Die für mich schwierigste Zeit nach der OP war ca. einen Monat später. Ein eingeklemmter Nerv bereitete mir Schmerzen und ließ mich langsamer treten. Auch ein Signal des Körpers?

Mehr über die Signale des Körpers und auch die körperlichen Auswirkungen der OP erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Bis dahin, einen schönen Frühling!

Foto: Birgit Barilits

 

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 4

Episode 5

Episode 6

Projekt Unbeschwert – Episode 4

Projekt Unbeschwert – Episode 4

Hallo liebe LeserInnen!

Ich wünsche Euch allen ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr 2019! Wir haben bei unserer Silvesterfeier darüber gesprochen, was wir 2018 hinter uns lassen bzw. wie wir 2018 beschreiben würden. Und dazu fiel mir bei mir nur eines ein: unbeschwert(er). Während ich diese Blogeinträge verfasse, erlebe ich die Dinge wie im Zeitraffer. Für die Einträge haben wir uns aber dazu entschieden jede Episode einem Thema zu widmen und für eine erfolgreiche Abnahme und das “Leben danach” die ersten 6 Episoden “nur” über die Vorbereitung und die OP zu berichten. Deshalb: Lasst Euch überraschen, was Euch dieses Jahr an Erfahrungen erwartet! Ich verspreche Euch: Sie werden vielfältig sein!

Der Eintrag heute passt sehr gut, denn ungefähr vor genau einem Jahr habe ich die intensive Phase der Vorbereitung auf die OP begonnen.
Richtig begonnen hat die individuelle OP-Vorbereitung aber natürlich schon früher. Ich komme immer gerne ein wenig informiert zum Arzt und so hatte ich mich bereits grob über das Thema “bariatrische OPs” informiert, bevor ich ins Adipositas-Zentrum ging. Nach dem Gespräch dort verbrachte ich die Abende nach der Arbeit oft vor dem Computer und las viel in den zahlreichen Gruppen in den sozialen Netzwerken, die sich mit dem Thema beschäftigen. Es gibt immer wieder Einträge dort, die mich sehr verwundern, aber das Wort “Schwarmintelligenz” bzw. “Schwarmwissen” scheint hier angebracht zu sein. JedeR kann aus eigenen Erfahrungen berichten und schildern wie er/sie mit der Situation und Vorbereitung umgeht. Auffällig ist, dass kein Verlauf der OP und auch die Vorbereitung und das Danach dem anderen gleicht. Aber es tat sehr gut, dass es Leute gibt, die im selben gleichen Boot sitzen und denen man Fragen stellen kann – auch wenn die Antworten teilweise mit Vorsicht zu genießen sind. Nichtsdestotrotz bin ich ein großer Freund dieser Gruppen und beteilige mich auch jetzt nach der OP aktiv an den Diskussionen.

Der digitale Austausch mit Operierten bzw. Menschen, die vor einer OP stehen, war aber nur eine Säule meiner individuellen Vorbereitung. Ich war mir bewusst, dass es nach der OP nicht einfach werden würde und so wollte ich mir bereits vor der OP eine Art “Netzwerk” aufbauen, auf welches ich zurückgreifen kann, wenn es mir nach der OP nicht so gut geht. Denn auch das habe ich im Laufe der Vorbereitung festgestellt und mich darauf vorbereitet: Die OP ist für mich wie eine Blackbox. Man weiß nicht, was dahinter ist, es kann wunderbar sein, es kann aber auch weniger schön sein, man weiß es nicht. Man kann aber zumindest manche Dinge beeinflussen und getreu dem Motto “Expecting the worst- hoping for the best” habe ich mich darauf konzentriert, dass ich Unterstützung habe, wenn es mir nach der OP nicht so gut geht.
Auch “Offline”, nämlich in Wien selbst, gibt es diverse Selbsthilfegruppen zum Thema Adipositas-OPs und zu einer solchen Gruppe bin ich hingegangen und es war super. Dort gibt es die unterschiedlichsten Menschen: Langzeit-operierte, Frisch-operierte, Nicht-operierte und andere Menschen, die sich für das Thema interessieren oder einfach nur mal schauen wollen. Jung, alt, alles ist vertreten und das Gespräch und der Austausch mit den Leuten war noch einmal intensiver als in den sozialen Netzwerken und natürlich auch regionaler. Und auch hier gab es Leute, die supertoll abgenommen hatten, andere hatten zwar toll abgenommen, aber wieder einiges zugenommen, wieder andere hatten viele Komplikationen und, und, und. Jede Geschichte war auch hier wieder anders. All die Erfahrungen und Schilderungen haben meinen Horizont erweitert und ich habe neue Inputs bekommen, konnte Fragen stellen und habe Dinge gelernt oder Seiten erfahren, die ich noch nie bedacht hatte.

Die Treffen finden monatlich statt und ich bin regelmäßig dort. Einige der Teilnehmenden sind inzwischen zu FreundInnen geworden. Den Besuch einer solchen Gruppe kann ich nur jeder/m ans Herz legen, denn auch nach der OP kann man sich dort Rat holen und nicht nur Freud’, sondern auch Leid teilen und man bekommt jedes Mal wieder neuen Auftrieb und auch Mut, wenn es mal nicht so gut läuft. Also eine wirklich wichtige Säule.

Immer wieder habe ich aber auch gelesen und gehört, wie wichtig der Einbezug des Kopfes bei der OP ist. Extremes Übergewicht wie ich es habe, hat in den seltensten Fällen nur genetische Ursachen, sondern meistens auch psychische und Verhaltensursachen. Psychologen habe ich ja in meinem Leben bereits relativ häufig aufgesucht, jedoch nicht wirklich erfolgreich. Aber vielleicht hatte ich den/die RichtigeN einfach noch nicht gefunden!? Es konnte jedenfalls nicht schaden, noch einen Versuch zu wagen.  Eine Freundin hatte mir eine Psychologin empfohlen, die auf das Thema Essstörungen spezialisiert ist und dort habe ich einige Termine wahrgenommen und schon einmal meine “Gewichtsgeschichte” erzählt. Wir haben versucht Mechanismen zu erarbeiten, wie ich nach der OP auch meinen Kopf mit ins Boot hole. Das Anwenden der Mechanismen vor der OP war jedoch weniger erfolgreich. Neue Erkenntnisse über die seelischen Ursachen meines Übergewichts bzw. Strategien oder neue Verhaltensweisen anstatt Essen waren eher Mangelware und zumindest kurzfristig nicht von Erfolg gekrönt. Im Nachhinein glaube ich auch, dass ich die wahren Ursachen meines Übergewichts (“Stress” wie in Episode 1 bereits beschrieben) eigentlich erst nach der OP herausgefunden habe und dass die Psychotherapie auch deshalb nicht von dem gewünschten Erfolg gekrönt war. Nichtsdestotrotz war ich froh, dass nun eine Psychologin meine Geschichte kannte und wo ich dann auch nach der OP hingehen kann, ohne alles von vorne erzählen zu müssen. Und 1x habe ich das nach der OP bereits genutzt und es hat mir sehr geholfen.

Aber da war ja auch noch etwas über eine Auflage des Krankenhauses, dass ich 5kg abnehmen sollte vor der OP. Der Grund dafür ist vor allem, dass auch durch auch eine geringe Gewichtsreduktion (und bei meinen Gewicht waren 5kg wirklich nicht viel) die Leber kleiner wird. Viele Übergewichtige leiden unter einer sogenannten Fettleber und je größer die Leber ist, desto schwieriger ist die Operation. Manchmal müssen ÄrztInnen sogar eine andere OP-Methode wählen, wenn die Leber zu groß ist. Diese Auflage hat man mir bereits im August gegeben und ich war mir sehr sicher, dass ich das mit Links bis zur OP im Jänner schaffen würde. Aber hier machte mir meine Selbstdisziplin einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Die Monate vor Weihnachten sind bei mir immer mit viel Arbeit und Trubel verknüpft, zudem fand noch eine Dienstreise statt und meine Vorbereitung auf die OP bestand nur aus dem Lesen der Beiträge in den sozialen Medien. All meine Pläne über die gesunde Ernährung und den vielen Sport hatte ich scheinbar vergessen.

Die Ernährungsberaterin hatte mir bereits einiges über die Ernährung vor und nach der OP erzählt und auch in den zahlreichen Büchern stand viel darüber. An Wissen mangelte es mir also nicht. Aber ich schaffte es einfach nicht, die Dinge umzusetzen. Damit ging es mir ganz und gar nicht gut, ich zog mich zurück und wollte allein sein und ich hatte ein wahnsinnig schlechtes Gewissen und Angst, dass ich nicht operiert werden könnte.
Irgendwie habe ich dann aber doch am 2. Weihnachtsfeiertag den Schalter umlegen können und streng kohlenhydrat- und fettarm gegessen, damit die Leber möglichst klein wird. Auch habe ich angefangen mit zusätzlichen Vitaminen die Nährstoffspeicher meines Körpers bestmöglichst zu füllen, denn ein gut versorgter Körper wird schneller gesund. Die OP war für den 16.1. angesetzt und der Skiurlaub über Silvester wurde dazu genutzt, noch einmal intensiv Sport zu treiben. Und auch da bin ich standhaft geblieben gegenüber den Leckereien der Hütten oder sonstigen Versuchungen. Also, geht doch!

Im Prinzip war nun alles “bereit”. Ich war mit meinem neu geschaffenen “Adipositas-Netzwerk” sehr zufrieden, habe am Schluss doch noch einmal die Kurve gekriegt und die OP konnte kommen!

Bilder: Birgit Barilits, Fotolia

 

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 5

Gewohnheiten und Ziele…

Gewohnheiten und Ziele…

Schwupps! Und schon ist das neue Jahr 2019 da! Abgesehen davon, dass nun die wunderbare Detoxpillenentschlackungskurentgiftungssockenneueunfehlbarecrashdiätzeit kommt, ist es auch die Zeit der Vorsätze und Neuanfänge. Davor bin ich natürlich auch nicht gefeit und habe für mich schon ein paar Pläne… Ein paar Tipps und Infos zu dem Thema könnt ihr hier nachlesen.

Gewohnheiten sind Automatismen, die man sich durch Wiederholung angeeignet hat. Sie können uns den Alltag erleichtern, da wir nicht mehr über jeden einzelnen Schritt nachdenken müssen. Aber sie sind auch sehr mächtig und oftmals nicht unbedingt förderlich, wenn es um unsere Gesundheit und Vitalität geht. Und da fassen wir dann Vorsätze die diese Gewohnheiten ändern sollen…

Wir haben Gewohnheiten die unser Denken betreffen, unser Fühlen und unser Handeln. Glücklicherweise kann man aber Gewohnheiten verändern, beziehungsweise alte und unerwünschte Gewohnheiten durch neue, zielführendere Gewohnheiten ersetzen, aber nicht jeder Vorsatz hilft uns dabei!

„Gewohnheit heißt die große Lenkerin des Lebens“, wusste schon der englische Philosoph Francis Bacon (1561-1626).

Do not make resolutions, create habits - advice on a vintage slate blackboard

Was braucht man nun dazu? Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz und vor allem Verständnis von und für sich selbst!

Um etwas zu lernen, muss man es oft wiederholen. Manche Lernpsychologen sprechen von 21 mal, manche Routinen werden aber wesentlich länger benötigen, bis sie „sitzen“, bis sich in unserem Gehirn neue, starke Bahnen gebildet haben, die uns das erwünschte Verhalten, die gewünschten Gewohnheiten sicher ausführen lassen. Darin liegt auch die (mögliche) Wirksamkeit der „30-day challenges“, oder von 10 Wochen-Programmen. Sie sollen uns dazu bringe, neue Gewohnheiten zu entwickeln und wenn möglich zu festigen.

Aber oft ist schon wenige Wochen nach dem „Programm“ oder Versuch den Vorsatz in die Tat umzusetzen wieder alles beim Alten. Erst kleine Ausrutscher und Rückschläge (das ist übrigens normal, schließlich befindet man sich in einem Lernprozess), aber dann schleichen diese sich immer stärker und öfter ein… Meistens liegt es daran, dass diese Programme sehr starr und oft auch extrem streng sind oder der Alltag uns einholt. Sie führen uns an der kurzen Leine, wir lernen aber nicht unbedingt wie wir mit dem Alltag umgehen. Und der kommt fix schneller als man denkt wieder. Oder vielleicht passen die „Grundlagen“ nicht…?

Wann und wie kann es klappen?

Der Vorsatz, das Ziel das man erreichen möchte, muss wirklich attraktiv sein – wie wird es sein, wenn ich das Ziel erreicht habe, wie wird es mir gehen, wie werden wichtige Andere es bemerken.

Die Motivation die dahinter steckt, sollte uns bewusst sein – warum will ich das erreichen, was verspreche ich mir davon, kommt die Motivation aus mir heraus, dient das Ziel mir und meiner Gesundheit oder mache ich das für Andere.

Das Ziel muss realistisch sein, es muss zur Person passen und darf nicht andere, wichtige Lebensbereiche negativ beeinträchtigen – Kann mein Körper das, verkraftet mein Körper das, bin ich bereit, die dafür notwendigen, möglicherweise anstrengenden Schritte zu gehen, lässt sich das mit meinem Alltag vereinbaren.

Es muss erkennbar sein, wann das Ziel erreicht ist, …. klingelt da etwas? Smarte Ziele (= ein Begriff aus dem Projektmanagement) gilt es zu setzen: „spezifisch“ – „messbar“ – „attraktiv“ – „realistisch“ – „termingebunden“.

Dieses Modell kann dem Einen oder der Anderen durchaus helfen, die ersten Schritte in die gewünschte Richtung gut zu bewältigen.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass nicht JEDE/R superschlank und durchtrainiert sein muss, auch, wenn uns verschiedene Medien und Meinungsbildner das vorgaukeln. Ich bin der Meinung, dass uns die gesunde und genussvolle Ernährung dazu dienen soll, das wir unser wohlfühl/fitfühl/ichkannalleswasichwill – Gewicht bescheren soll. Unser Stoffwechsel soll gesund sein, und dies lässt sich nicht nur am Parameter „Gewicht“ oder „Bikini-Figur“ ermessen. Bei manchen Personen ist das bei BMI 22, bei manchen eben bei 26 oder 27…

Übrigens ist der BMI nur eine grobe Einstufungsmöglichkeit. Wer etwas mehr über die Körperzusammensetzung erfahren will, und wieviel Fett wo günstig oder weniger günstig ist, der kommt zu mir zu einer BIA Messung! 🙂 Da können wir dann gerne auch über Vorsätze und Umstellungen sprechen.

In diesem Sinne – ein frohes, glückliches, erfolgreiches neues Jahr – never give up!

Eure Diätologin, Birgit

 

Foto: Fotolia

Mag. Birgit Barilits, BSc, Diätologin

 

Projekt Unbeschwert – Episode 3

Projekt Unbeschwert – Episode 3

Bald wird sich mein Leben grundlegend verändern: (Wie) Sage ich es meinem Umfeld?

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

pünktlich zu Weihnachten, welches vermutlich viele von euch mit Freunden und Verwandten feiern, kommt hier – sozusagen „druckfrisch“ – mein Beitrag über die Frage ob und wie ich meiner Familie, meiner Arbeitsstelle und meinen Freunden von der OP erzählte. In den vergangenen Beiträgen habe ich euch ja bereits an der Entscheidungsfindung und den Voruntersuchungen teilhaben lassen. Nun war es aber auch an der Zeit, mein Umfeld darüber zu informieren, was ich vorhatte…

Die Frage, ob man es dem Umfeld sagt, dass man operiert wird, oder ob dies für jemanden zu persönlich ist, das kann nur jede/r für sich selbst beantworten. Ich kenne Menschen, da weiß von der OP nur der allerengste Familienkreis und sonst niemand. Zu groß ist die Sorge vor “Verurteilung”, übler Nachrede, … oder vielleicht will man so etwas Persönliches auch nicht preisgeben. Man weiß schließlich nicht, wie das Umfeld reagiert und ob das informierte Umfeld dann eher eine Last oder eine Stütze ist.

Für mich war sehr schnell klar, dass ich mit dem Thema offen umgehen werde. Ich bin ein kommunikativer Mensch und die OP würde so vieles in meinem Leben verändern, ich würde es nicht aushalten das alles für mich zu behalten. Zudem wäre es in Zukunft mit sehr viel “flunkern” verbunden, wenn ich nicht zumindest einige “Schlüsselpersonen” in mein Vorhaben einweihen würde.

Die Einladung zu einer Hochzeitsfeier in der Heimat kam gerade Recht, denn ich wollte meine Eltern gerne persönlich in meine Pläne einweihen. Und es war fast so, wie ich vermutet hatte: Meine Eltern haben mir lange zugehört und waren sich dann beide einig, dass der Schritt auf jeden Fall der Richtige ist, dass sie mich voll und ganz bei meinem Vorhaben unterstützen. Sie haben auch gleich angeboten während und nach der OP nach Wien zu kommen und für mich da zu sein und dafür war ich ihnen unendlich dankbar. Das Gefühl nach so einer OP dann nicht alleine zu sein ist sehr beruhigend. Auch meine Eltern stimmten mir zu, dass der Zeitpunkt nun der Richtige sei, das Umfeld stabil und das Risiko für Folgeschäden durch die Adipositas inzwischen so groß, dass diese auf jeden Fall schwerer wiegen als das Risiko der OP und lebenslange Einnahme von Supplementen. Mir hat es sehr, sehr gut getan zu wissen, dass meine Eltern hinter mir stehen und das war und ist mir sehr wichtig. Ihre Zustimmung hat meine Zweifel (die bis zur OP da waren) weiter minimiert und nun fühlte sich die Entscheidung noch besser an.

Meinen Bruder habe ich einen Tag später eingeweiht. Wir trafen uns in einem Cafe und das, was er mir gesagt hat, war zum einen Teil erschreckend, zum anderen Teil gut.
Mein Bruder war heilfroh, dass ich mich für eine OP entschieden hatte. Er meinte, er hätte ohnehin nach einer Möglichkeit gesucht, mit mir darüber zu sprechen. Denn er mache sich Sorgen, ich sei in dem Jahr ja bereits ein paar Mal krank gewesen und schon wegen der zukünftigen Gesundheit sei es zwingend notwendig rasch zu handeln. Mein Bruder arbeitet bei der Rettung und er meinte, dass viele seiner PatientInnen mit ähnlichem Gewicht wie ich nicht mehr so mobil sind und viel schlechter dran und dass ich deshalb schnell handeln solle.
Verwundert haben mich aber seine Erfahrungen, die er als mein Bruder gemacht hat. Er bekam immer mal wieder ungläubige Fragen von Leuten wie “Was, die ist deine Schwester?”. Auch Bekannte aus unserem Umfeld haben ihn schon angesprochen was denn mit mir los sei, ich sei doch so erfolgreich, aber warum würde ich nur so aussehen, wie ich aussehe? Diese Aussagen haben mich sehr nachdenklich und auch ein bisschen traurig gemacht. Es ist sehr schlimm, dass sich mein Bruder für mich rechtfertigen musste und mich teilweise auch verteidigen musste. Aber auch von ihm und auch von meinem zweiten Bruder habe ich volle Rückendeckung erhalten und fuhr gestärkt zurück nach Wien – mit der geballten Unterstützung der Familie.

Ich hatte mich auch auf der Arbeit dazu entschieden, die Wahrheit zu sagen. Es hätte sonst viele Fragen aufgeworfen. Wir essen immer alle gemeinsam zu Mittag – das Essen danach würde anders sein, ich würde eine Weile auf der Arbeit fehlen und vielleicht würde es mir am Anfang nicht so gut gehen. Ich wollte offen sein. Gottseidank waren die Verantwortlichen auf der Arbeit genauso offen der OP gegenüber, wie ich mir das erhofft hatte und sie sagten mir ebenfalls Unterstützung zu. Wir schauten gemeinsam nach einem günstigen Zeitpunkt und dementsprechend konnte ich dann die OP planen. Eine wirklich schöne Rückmeldung habe ich von einer Kollegin bekommen. Ich hatte ihr von der OP und dem Wie und Warum erzählt und sie freute sich für mich. Am Abend schrieb sie mir eine Nachricht, die mich total freute: Sie fände es mutig, wie ich mit meiner Geschichte umgehe und ich sei eine starke Frau. Sie sei sehr froh, mich zu kennen.

Solche Nachrichten und viele, viele weitere nette Reaktionen und “Geständnisse” von manchen Leuten haben mich total bestärkt. Ich muss wirklich sagen, dass mein Umfeld durchwegs positiv auf die OP reagiert hat und meine Entscheidung mein gesamtes Umfeld mit einzuweihen sehr, sehr richtig war. Ich glaube, dass es auch für “danach” Vorteile haben kann. Ich gehe jetzt mit meiner Krankheit so offen um wie nie und ich möchte die OP nutzen meine Hormone zu “resetten”. Ich werde aber auch danach sicher das ein oder andere Mal Hilfe benötigen und darf nicht mehr den Fehler machen alles nur mit mir alleine auszumachen und mich zu verkriechen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Probleme meist dann weniger wurden, wenn ich mich jemandem anvertraut habe und Unterstützung bekommen habe. Diese Tatsache sollte ich nun erst recht nach der OP nutzen und bei Problemen um Unterstützung bitten. Und nachdem ich so viel positiven Zuspruch seitens meines Umfeldes für die Entscheidung bekommen habe, würde es mir sicher leichter fallen bei eventuellen Problemen mit Vertrauenspersonen zu sprechen.

Fotoquelle: Pixabay

 

Episode 1

Episode 2

Episode 4

 

Q and A gegen den Weihnachtsstress :)

Q and A gegen den Weihnachtsstress :)

Alle Jahre wieder! 🙂

Wie können Sie Ihren Körper in stressigen Zeiten ernährungstechnisch unterstützen?

Weihnachtsstress? :)
Weihnachtsstress? 🙂

Grundsätzlich ist die Stressreaktion eine ganz normale Antwort auf einen Reiz, der uns beansprucht. In Urzeiten hatten wir die Wahl: Kämpfen oder Flüchten. Um den Körper darauf vorzubereiten, kommt es zu einer Reihe von Reaktionen, die Energie freisetzen. Bei diesen Abläufen wird demnach Energie aus körpereigenen Reserven gewonnen & viele Mikronährstoffe verbraucht. Stress ist also ein kataboler, ein abbauender Prozess. Daher ist es besonders wichtig, (mikro)nährstoffreich zu essen. Vitamin- & mineralstoffreiche Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte, aber nicht allzu hohem Energiegehalt sind zu bevorzugen. Die Stressreaktion im Körper läuft auch heute wie zu Urzeiten ab. Der große Unterschied ist jedoch, dass die Menschen in der heutigen Zeit in der Regel nicht 5x um den Block laufen oder den Säbelzahntiger oder das Mammut niederringen müssen, um ihre überschüssige Energie zu verbrauchen.

Worauf sollten Sie achten, um den Körper optimal auf Stress vorzubereiten?

Der Körper kann nicht wirklich – wie zum Beispiel auf eine sportliche Leistung – auf Stress vorbereitet werden. Es gibt jedoch einige Dinge, die sich jeder –  gerade in der Vorweihnachtszeit – bewusst machen kann, um sich ein bisschen „vorzubereiten“.

  • Gegen Jahresende ist immer viel zu tun, in der Arbeit & im Alltag. Eine gute Zeiteinteilung & Priorisierung kann beispielsweise in Form einer Liste kann hilfreich sein.
  • Die Familie fordert uns möglicherweise mehr. Jeder wünscht sich ein harmonisches & genussvolles Weihnachtsfest. Auch hier gilt: Planung ist alles! Es hilft, mit den Lieben deren Wünsche & Bedürfnisse vorab zu klären.
  • Was die Ernährung angeht: Vorkochen & Einfrieren kann in arbeitsreichen Phasen wertvolle Zeit und Nerven sparen. Eine am Vortag bereitete Jause verhindert dann möglicherweise den Griff zum Schokoriegel.
  • Es stehen wahrscheinlich auch einige Weihnachtsfeiern & Punschabende auf dem Programm. Natürlich ist es erlaubt diese Events vollends zu genießen. Es kann jedoch hilfreich sein, im Vorhinein festzulegen, was & wieviel Sie davon konsumieren möchten bzw. sollten. Nach einem ausgiebigen Menü braucht der Körper eine Verdauungspause. Sind die Kekserl, die zwischendurch den Weg in den Mund finden, wirklich nötig? Ein Keks kann je nach Rezeptur zwischen 50 & 100 oder mehr Kalorien mit sich bringen. Auch der beliebte Punsch hat es ordentlich in sich. Eine Tasse Punsch enthält um die 350 kcal, ein Becher Glühwein etwa 150 kcal. Deshalb gilt bei Keksen & Punsch: Bewusst genießen + weniger ist mehr!
  • Kekstipp: Richten Sie Kekse niemals auf einem großen Teller an. Lassen Sie sie auch nicht den ganzen Tag auf dem Tisch herumstehen. Lieber  drei Kekserl hübsch & appetitlich auf einem kleinen Teller anrichten – das wäre dann sozusagen Ihre Tagesration. Es hilft auch die Kekse großzügig ans Umfeld zu verteilen an statt sie selbst zu essen… 😉
  • Nehmen Sie sich Zeit für sich. Lesen, ein warmes Schaumbad oder mit der Familie spazieren gehen. Möglichkeiten gibt es viele.
  • Bleiben Sie optimistisch & genießen Sie auch die kleinen Dinge im Advent!
So nicht! ;)
So nicht! 😉

Die Weihnachtszeit ist bestimmt auch kein guter Zeitpunkt, um eine Diät zu beginnen. Ein stark restriktives Ernährungsverhalten stresst den Körper nur zusätzlich! Viel wichtiger ist es, sich das Jahr über ausgewogen & bewusst zu ernähren, dann verkraften Sie auch die Festtagsschlemmereien besser. Und über die guten Vorsätze sprechen wir dann im neuen Jahr…

Welche Nahrungsmittel & Nährstoffe braucht der Körper in stressigen Zeiten besonders?

  • Ungesättigte Fettsäuren sorgen dafür, dass die Nervenzellen elastisch bleiben. Zu finden sind sie in Nüssen, Samen, Lein- & Rapsöl, Hering, Thunfisch & Lachs. Bei Fisch achten Sie auf die Herkunft – und auch heimische Fische haben gute Nährstoffe.
  • Die B-Vitamine B1 (Thiamin), B6 (Pyridoxin) & B12 (Cobalamin) sind bekannt für ihre stresslindernde Wirkung. Sie sind in Avocados, Bananen, Vollkornprodukten, grünem Gemüse & Milchprodukten enthalten.
  • Die Vitamine A, C & E schützen als Antioxidantien Nerven & Gefäße. Diese Vitamine befinden sich v.a. in buntem Obst & Gemüse sowie in Pflanzenölen.
  • Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff für die Nerven- & Gehirngesundheit. Magnesiummangel erhöht die Stressempfindlichkeit. Bei Stress wird wiederum vermehrt Magnesium über den Urin ausgeschieden. Ein Teufelskreis. Wie wärs mit einer Banane?
  • Mehr komplexe Kohlenhydrate statt einfachem Zucker. Diese finden Sie in Vollkornprodukten, Haferflocken, Erdäpfeln, Hülsenfrüchten, Obst & Gemüse.
  • Auch sekundäre Pflanzenstoffe aus Gemüse & Obst stärken das Immunsystem in stressigen Zeiten.
    • Bei Fragen zu unterstützenden Nahrungsergänzungsmitteln kann ich Ihnen ebenfalls gerne Auskunft geben.
  • Die Trinkmenge spielt auch eine wichtige Rolle! Stress kann zu Dehydrierung führen, da aufs Trinken einfach vergessen wird. (Mineral-)Wasser & Tee bieten sich hier gut an. Passen Sie beim Konsum von Kaffee oder anderen koffeinhältigen Getränken auf! Der Körper ist bei Stress ohnehin schon „überaktiviert“. Da gilt es mit aufputschenden Getränken achtsam umzugehen.

Was bedeutet das jetzt für Sie zusammengefasst?

Achten Sie in belastenden Phasen verstärkt darauf, dass Sie auf 3 Portionen Gemüse & 2 Portionen Obst am Tag kommen. Dabei können Sie sich mit etwas Planung & Vorbereitung selbst unterstützen.

Typisches Stressessen können Sie mit ordentlichen Pausen einschränken. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr (beispielsweise) Mittagessen. Jeder braucht eine Pause, machen Sie diese wichtigen Pausen „nicht verhandelbar“. Verbannen Sie süße & fette Versuchungen aus dem Blickfeld.

Bauen Sie trotz der Kälte Bewegung in den Alltag ein! Sprinten Sie die Treppe hoch, um „Dampf (Stress) abzulassen“ oder gehen Sie zu Fuß (zügig) einkaufen.

 

Wenn Sie Unterstützung bei der Umsetzung benötigen, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

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Ihre entspannte Diätologin 🙂

 

Fotos: Fotolia und Daniela Dutka