Tipp der Woche

Tipp der Woche

Nimmst du häufig Snacks oder Zwischenmahlzeiten zu dir? Möglicherweise ganz unbewußt und unbemerkt?

Da ein Stückerl Käse, dort ein Apfel, hier ein paar Nüsse, der Cappuccino mit dem Amaretti… Diese kleinen Bissen läppern sich, was die kcal Bilanz betrifft und sorgen auch immer wieder für einen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Das bedeutet, dass dein Körper nicht in die Verlegenheit kommt, die Speckreserven anzugreifen!

Wenn es darum geht Gewicht und vor allem Körperfett abzubauen, empfehle ich das 3 Mahlzeiten Prinzip. Gib deinem Körper Zeit, die Hauptmahlzeiten Frühstück, Mittagessen und Abendessen zu verarbeiten. Idealerweise liegen zwischen diesen Mahlzeiten 4-6 Stunden, in denen du nichts isst und nur kalorienfreie Flüssigkeit zu dir nimmst. Also Wasser, Tee, oder auch mal einen schwarzen Kaffee. Keine süßen Getränke, auch keine mit Süßstoff gesüßten, kein Obst. Diese Pausen regen den Körper an, auch mal an die Reserven zu gehen. Außerdem behältst du so den Überblick über das Gegessene!

Wenn du Zwischenmahlzeiten brauchst, weil du anstrengende Tätigkeiten ausübst, oder sonst ein Heißhungeranfall droht, sollten es vernünftige Zwischenmahlzeiten sein. Eine kleine Handvoll Nüsse (keine Salzerdnüsse oder gebrannte Mandeln! 😉 ), ein Naturjoghurt, Gemüse knabbern, … Wenn du wirklich fleissig trainierst und Muskeln aufbauen willst bei einem bereits angemessenem Körperfettanteil können gut geplante Zwischenmahlzeiten ebenfalls nötig sein. Ansonsten aber – 3 Mahlzeiten und ja, wir überleben es, wenn sich der Bauch mal ein bisschen meldet.

Süße Snacks, Mehlspeisen sowie süße Getränke wirken sich absolut ungünstig auf deinen Erfolg aus (übrigens auch Alkohol!), besonders, wenn man sie so nebenbei dahinnascht. Wenn du etwas Süßes nach dem Essen magst, dann iss es auch gleich nach dem Essen! ZB ein Stück schwarze Schokolade oder eine Topfencreme mit Früchten.

Für die Mahlzeitenhäufigkeit und Zusammensetzung gibt es Empfehlungen und Erfahrungen. Diese sind jedoch meiner Meinung nach nicht in Stein gemeißelt. Wenn du also mit 3 Mahlzeiten nicht so wirklich zurechtkommst, dann lass uns darüber reden und nachsehen, woran es liegt oder wie ein für dich passender Weg aussehen kann! 🙂

Deine Diätologin

Tipp der Woche

Tipp der Woche

Wusstest du, das Alkohol die Fettverbrennung stoppt?

Wenn du wirklich ernsthaft abnehmen möchtest, ist Alkohol einfach überflüssig. Die halbe Bier oder die 2 Achterl Rotwein haben dann nichts in deiner Diät verloren. Zumindest für eine Weile.

  • Alkohol regt den Appetit an.
  • Alkohol hat viele Kalorien und Kohlenhydrate, die den Blutzucker in die Höhe treiben.
  • Das Insulin, das benötigt wird um diesen wieder zu senken, verhindert die Fettverbrennung.
  • Der Körper versucht den Alkohol als Erstes abzubauen und loszuwerden und kümmert sich erst dann um die Verdauung.
  • Beim Abbau des Alkohols verbraucht der Körper viele Mikronährstoffe, die dann eben auch nicht für andere, wichtigere Aufgaben zur Verfügung stehen.
  • Der Radler oder das Bier nach dem Training, oder das Glas Rotwein zum Essen können also durchaus den Erfolg verhindern!

Nur so als Rechenbeispiel:
½ Liter Bier = 225 kcal, trinkst du täglich eines, also mal 365 Tage = 82.150 kcal. Umgerechnet in Körperfett sind das 12 kg Körperfett!

Das bedeutet nicht, dass du nicht mal bei einem Abend was trinken kannst oder darfst. Es sollte dir nur bewußt sein, wie es sich auf deine Ziele auswirkt, wenn du das einmal, zweimal, dreimal, …. machst.

  • Du kannst dich entscheiden, ok, dass mach ich heut mal, das ist in Ordnung.
  • Du kannst dich entscheiden, ok, dass mach ich heute nicht, das ist in auch Ordnung

Und es geht darum, dass es völlig legitim ist nein zu sagen. Also lass dich nicht von FreundInnen, Bekannten und Verwandten überreden, wenn du gerade nichts trinken magst. Es geht um DICH, um DEINEN Erfolg, um DEINEN Körper. Du DARFST nein sagen. Ignoriere die dummen Kommentare, der Erfolg wird dir recht geben.

Bis nächste Woche!

Tipp der Woche

Tipp der Woche

Achte auf deinen Schlaf. Ein guter und erholsamer Schlaf ist nicht nur wichtig für deine geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch für deine Figur. Schlafmangel bringt den Hormonhaushalt durcheinander. Es wird weniger des „Sättigungshormons“ Leptin abgegeben und mehr des „Hungerhormons“ Ghrelin. Das führt bei Schlafmangel zu mehr Hunger, mehr Essen und möglicherweise sogar Heißhungerattacken!

Umgekehrt ist schlechter Schlaf oder zuwenig Schlaf ein Stressfaktor für deine Körper. Und Stress macht auch dick! Und zwar um die Körpermitte!

  • 7 bis 8 Stunden Schlaf sind für die meisten Menschen ideal. Manche brauchen etwas mehr, andere etwas weniger Schlaf.
  • Wichtig ist es, dass man vor dem zu Bett gehen keine belastenden Mahlzeiten mehr isst. Also das Riesenschnitzel mit Erdäpfelsalat könnte auch ein Grund sein, warum es mit der Schlafqualität nicht so weit her ist ;). Es sollten etwa 3h zwischen dem Abendessen und dem Schlafen gehen liegen.
  • Keine aufputschenden Getränke mehr nach 16 Uhr. Dazu zählen Kaffee, schwarzer/grüner Tee, Cola und Co.
  • Mindestens 1h vor dem zu Bett gehen Handy, Laptop, Fernseher, Spielkonsole, … zur Seite legen bzw. ausschalten. Das blaue Licht, dass sie abstrahlen verhindert, dass du gut ein- und durchschläfst! Am besten ist NICHTS davon in der Nähe deines Bettes. Ich lese zum Beispiel meistens noch ein paar Seiten gemütlich im Bett.
  • Auch dichte Vorhänge und ein kühles, gut gelüftetes Zimmer sind wichtig.
  • Belastet dich etwas? Kannst du nicht einschlafen weil dir der Tag noch im Kopf herumspukt? Vielleicht möchtest du einmal Entspannungsübungen ausprobieren oder deine Gedanken aufschreiben, „wegschreiben“.
  • Unter Tags wirkt Bewegung Wunder! Wenn du dich ärgerst, lauf einmal um den Block oder schlag auf einen Polster ;). Regelmäßiges Kraft-Ausdauertraining wo man sich einmal so richtig auspowert tut ebenfalls gut.
  • Die Kraft der Natur nutzen: Melissenhydrolat aufs Kopfkissen sprühen oder 1 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia) auf ein Wattepad neben dem Bett – das kann dich beim Einschlafen und entspannen unterstützen. Mehr dazu wenn du möchtest bei einer Aromafachberatung

So wachst du garantiert fit und voller Tatendrang auf 🙂

Bis nächste Woche!

Deine Birgit

Tipp der Woche

Tipp der Woche

Denke in Bildern, arbeite mit Emotionen!

Bilder eignen sich gut, um uns zu motivieren und immer wieder das gewünschte Ziel zu visualisieren.

  • Stell dir vor, wie du aussiehst, wenn die 5 kg (oder mehr) runter sind.
  • Stell dir vor, wie du wieder besser in eine Lieblingshose passt.
  • Stell dir vor, wie gut sich das anfühlt, wie stolz du auf dich sein wirst.
  • Stelle dir gerne auch vor, wie dich Freunde und Kollegen bewundernd ansehen, weil du immer fitter wirst :).

Versuche auch die nötigen Schritte zum Ziel immer wieder zu visualisieren.

  • Zeichne dir ein Bild oder schreib dir selbst kurze Botschaften auf farbiges Papier. Das klingt vielleicht komisch, aber es kann dich tatsächlich unterstützen.
  • Ein Bild von einer gesunden Mahlzeitenzusammenstellung am Kühlschrank, ein Bild von dir in deiner Lieblingshose am Badezimmerspiegel, …
  • Versuch zu fühlen/zu spüren wie toll du dich fühlst, wenn du merkst, dass dein Körper alles kann, was du willst.
  • Mal dir das Ziel möglichst konkret aus.

Nächste Woche erzähle ich dir, wie du auch mögliche Hindernisse und Probleme miteinbeziehst, damit du deine Ziele besser erreichen kannst.

Bis nächste Woche!

Deine Birgit

Der Ernährungssachen Mitgliederbereich

Der Ernährungssachen Mitgliederbereich

Seit Februar 2020 gibt es eine neue Möglichkeit für dich auf dem Laufenden zu bleiben, sich mit mir und anderen Mitgliedern auszutauschen und so dein Gewichts- bzw. Ernährungsprojekt erfolgreich weiterzuführen! 🙂

Wie kommst du in die Gruppe?

KundInnen werden von mir persönlich eingeladen und erhalten auf Wunsch Zugang zur Gruppe. Gruppenmitglieder dürfen gerne interessierte FreundInnen und Verwandte einladen! 🙂 Voraussetzung ist ein Facebook Account und die Anfrage, in der du die 3 Einstiegsfragen beantwortest: https://www.facebook.com/groups/3226537647419014/

Was ist geplant?

  • An 1. Stelle steht: Austausch mit mir und den anderen Gruppenmitgliedern! Denn es soll eine Mitmachgruppe sein! 🙂 Mach daher mit beim Motivation Monday, Frag mich Freitag und anderen Thementagen!Tipps und Infobeiträge zum Thema Gewichtsreduktion, Gewicht halten und gesunde Ernährung
  • Beiträge aus den Bereichen Bewegung und Motivation von meinen KooperationspartnerInnen
  • Aktuelles aus der Ernährungswissenschaft
  • Mythen und Tatsachen auseinander halten
  • Aktuelle Angebote von Ernährungssachen
  • Challenges
  • Rezept- und Kochtipps
  • Wöchentliche Fragestunde – der „Frag mich Freitag“
  • „Motivation Monday

Was hast du davon?

  • Eine Möglichkeit auch zwischen den Beratungsterminen und auch noch weiter nach Beratungsende/Paketende mit mir in Kontakt zu bleiben und „dranzubleiben“.
  • Sei immer am Ball mit den Infos zum Thema Ernährung und Aufklärung zu den neuesten Ernährungstrends.
  • Verweis den Schweinehund auf seinen Platz 😉
  • Einen sicheren Raum um dich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Ich achte auf einen korrekten und respektvollen Umgang Miteinander!

Was wünscht du dir noch?

Schreib mir doch eine Nachricht über das Kontaktformular mit dem Kennwort „Exklusive Gruppe“! Ich bin gespannt!

Was kostet das?

Die Gruppe ist kostenlos.

Wer werden die Mitglieder der Gruppe sein?

Mitglieder sind KundInnen und Freunde von Ernährungssachen, ich als Inhaltsgeberin und Moderatorin und ausgewählte KooperationspartnerInnen von Ernährungssachen als Gastmoderatoren. Geplant sind Beiträge aus dem Bereichen Bewegung und Motivation.

Was sind die Voraussetzungen um an der Gruppe teilzunehmen?

  • Du willst dein Gewichts-/Ernährungsprojekt starten oder weiterführen.
  • Du willst dich aktiv mit mir und anderen Mitgliedern austauschen
  • Du willst Tipps und Erfahrungen austauschen.
  • Du legst Wert auf respektvollen und wertschätzenden Umgang und ein unterstützendes Miteinander.

Ich freue mich schon auf dich! Deine Diätologin

Wie wird dein 2020?

Bilder: Pixabay, Fotolia

Der SVS Gesundheitshunderter :)

Der SVS Gesundheitshunderter :)

NEWS! Seit 01.01.2020 haben alle Gewerbetreibende, Bauern und Neue Selbständige Zugang zum SVS-Gesundheitshunderter!

Gustostückerl „1 „: Der SVS-Gesundheitshunderter

Bei Inanspruchnahme einer gesundheitsfördernden Maßnahme, wie einer Ernährungsberatung beziehungsweise ernährungsmedizinischen Beratung im Wert von mind. Euro 150.-  erhalten Sie mit dem „Gesundheitshunderter“ der SVS 100.- € retour!

Beispiel: Erstberatung/Ernährungsmedizinische Erstberatung im Umfang von 60-70 min (Euro 125.-) sowie eine Folgeberatung im Umfang von 30 min (Euro 65.-), in Summe Euro 190.-, minus „Gesundheitshunderter“ nur Euro 90.-!

Im Beispiel sind folgende Leistungen enthalten: IST-Analyse (Ausführliche Anamnese, BIA-Messung) sowie eine Beratung/Folgeberatung zum gewählten Ziel/Anliegen (Gewichtsreduktion, Ernährungsumstellung, Hilfe bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Verdauungsproblemen etc.)

Bei einem ausführlichen Erstgespräch nehme ich mir Zeit Sie und Ihre Situation kennenzulernen. Gemeinsam erarbeiten wir einen für Sie umsetzbaren und praktikablen Weg hin zu einer gesunden Ernährungsweise!

Button Gesundheitspartner_SVS

Gustostückerl „2“: SVS IS(S)T GESUND – Das umfangreiche Ernährungspaket

Um Ihr Gesundheitsziel der Gewichtsreduktion zu erreichen enthält dieses Paket 6 Termine inklusive 2 BIA-Messungen. Dieses Programm wurde in Kooperation zwischen der SVS und dem Verband der Diaetologen Österreichs entwickelt und richtet sich an Personen mit einem BMI über 25. Die Kosten betragen Euro 400.-, reduzieren sich aber mit dem „SVS Gesundheitshunderter“ auf Euro 300.-!

Dieses Paket eignet sich für alle Personen, die ihr Gewicht reduzieren wollen und ihre Lebensqualität steigern möchten.  Im Rahmen dieses Paketes haben Sie die Möglichkeit mit meiner Unterstützung alte Gewohnheiten abzulegen und sich neue, gesundheitsförderliche Verhaltensweisen anzueignen. Dazu fördert die SVS mit dem Extra-Gesundheitshunderter dieses qualitätsgesicherte Beratungsangebot.

2020 Logo SVS-Is(s)t-Gesund (002)

Weiterführende Informationen und das Formular zur Inanspruchnahme des „Gesundheitshunderters“ finden Sie hier:

Infos zum Gesundheitshunderter

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Projekt Unbeschwert – Episode 12

Projekt Unbeschwert – Episode 12

1,5 Jahre nach der OP: Wie hat sich mein Leben verändert? 

Liebe Leserinnen und liebe Leser, 

Kennt ihr das, wenn man nach der Sommerpause wieder auf Kolleginnen oder Freunde trifft und die Frage aufkommt: “Hast du einen schönen Sommer gehabt”? Das eine oder andere Mal muss man dann überlegen, was überhaupt alles im Sommer los gewesen ist. Da kommen dann die ganzen positiven, aber vielleicht auch weniger positiven Erinnerungen zurück. Häufig kommt dann aber doch: “Ja, ich hatte einen schönen Sommer”. 

Warum ich das schreibe? Weil ich eine ähnliche Frage inzwischen immer häufiger gestellt bekomme:”Wie geht es dir 1 ½ Jahre nach der OP?” In diesen 1 ½ Jahren ist so viel passiert, da muss man auch erst einmal überlegen, was für Erinnerungen da alle in meinen Sinn kommen. 

Dies ist die letzte Episode dieses Blogs. Ich möchte heute eine Art Fazit ziehen und ein paar Gedanken mit euch teilen, die mich im vergangenen Jahr bewegt haben. 

Ob die OP gelingt oder nicht, ob man Komplikationen hat oder nicht, all das kann einem keiner vorhersagen und versprechen. Mit diesem Gedanken in meinem Kopf bin ich am 6. April 2018 in den OP geschoben worden. Aber ich war mir sicher, dass es der richtige Schritt war. Warum ich mir so sicher war? Weil ich wusste, dass mein Hormongleichgewicht auf konservative Art und Weise nicht wieder herzustellen und mein Magen einfach zu groß war. Ich hatte mich entschieden, dass ich ein aktives Leben mit Reisen und Sport führen wollte. Dieser festen Überzeugung bin ich bis heute und dies ist für mich die Grundlage, warum ich offen mit der OP umgehe und mit der Entscheidung mich operieren zu lassen. Und damit begegne ich auch einer eventuellen Kritik (die ich wirklich nur 2x in diesen ganzen 1 ½ Jahren gehört habe): ”Du hast mit der OP ja nur den bequemen Weg gewählt”. 

Über die OP als eine Art “Krücke” habe ich ja bereits geschrieben. Heute, nach 1 ½ Jahren kann ich sagen: “Ja, die Krücke war notwendig, sie wird auch weiterhin notwendig sein, aber ich habe die Chance genutzt, die Krücke genommen und bin losgelaufen, bzw. geradelt. Und durch den kleineren Magen habe ich weniger Hunger und esse weniger. Dieser reduzierte Hunger durch die OP ist eigentlich die größte Errungenschaft für mich. Ich brauche keine riesigen Portionen mehr, um satt zu werden. 

Die im wahrsten Sinne des Wortes schmerzhafteste Zeit nach der OP hatte ich zwei Wochen nach der OP, als ich mir einen Nerv am Bauch eingeklemmt hatte. Meine Bewegung war sehr, sehr eingeschränkt und ich hatte Schmerzen. Mein Kopf war fit und ich war voller Energie, mein Körper machte mir aber einen Strich durch die Rechnung. Aber an der OP habe ich deshalb nicht gezweifelt. Und mit viel Magnesium und B-Vitaminen hat sich der Nerv auch wieder entspannt und mit dem Nerv habe auch ich mich entspannt. 

Die ersten neun Monate ging das Abnehmen wirklich fast wie von alleine. Beziehungsweise mit viel Bewegung und bewusstem Essen hatte ich bis Ende November 55 kg abgenommen. Im Dezember kam dann ein kleiner Knackpunkt, der mich bis heute beschäftigt und wohl auch immer eine Challenge für mich bleiben wird. Der Stress kam zurück. Ganz zu Beginn dieses Blogs habe ich euch ja einmal erzählt, wie es bei mir zu so viel Übergewicht gekommen ist. 76 kg zu viel hat man nicht mal “Einfach so”. Der Stress, sowohl der soziale, als auch der physische Stress hat mich häufig in die Knie gezwungen und ich konnte damit nicht richtig umgehen. Essen senkt die Konzentration von Stresshormonen im Körper und war mein Ventil, um den Stress zu kompensieren. Und das ist leider bis heute so geblieben. Kurz nach der OP habe ich wirklich nur ganz wenig essen können, da war das Kompensieren von Stress mit Essen nicht möglich. Nach neun Monaten konnte ich jedoch schon wieder etwas mehr essen und das Kompensieren von Stress mit Essen wurde möglich. Und so war der Dezember eine große Herausforderung für mich, um den richtigen Umgang mit Stress zu lernen. Und was soll ich sagen: Leider habe ich bis heute nichts finden können, was mich ähnlich befriedigt wie Essen. Ich muss extrem wachsam sein und ständig mein Handeln hinterfragen, um nicht in alte Muster zurück zu fallen. Dass ich alles vertrage, keine Dumpings habe und keine Unverträglichkeiten habe ist Fluch und Segen zugleich. Manchmal wünschte ich, dass ich Süßigkeiten nicht so gut vertragen würde. Andererseits ist auf diese Art und Weise ein “normales” Leben ohne Einschränkungen möglich. 

Apropos Leben ohne Einschränkungen. Dieses Ziel, welches ich durch die Abnahme erreichen wollte, ist zu 100 % erfüllt worden. Ein paar Beispiele habe ich euch ja bereits im Eintrag über das Thema Sport und Bewegung geschrieben, aber ich möchte es hier noch einmal unterstreichen. Was hat sich geändert?

  • Ich kann wieder bequem reisen. Flugzeugsitze passen, im Zug ist niemand pikiert, dass ich den Platz neben ihm/ihr reserviert habe.
  • Ich kann in ein klappriges Holzboot steigen und auf eine einsame Insel fahren und
  • ich kann über Zäune klettern und unbemerkt in der Masse untertauchen.
  • Ich kann die Beine übereinanderschlagen und
  • freihändig Fahrrad fahren!
  • Auch kann ich nun Kleidung von der Stange kaufen und Kleider tragen. Meine Beine sind zwar noch im Vergleich zu meinem Oberkörper sehr voluminös, aber es gibt ja auch knielange Kleider. Ach wie ich Kleider inzwischen liebe!!
  • u.v.m.

Nichtsdestotrotz bin ich immer noch ein bisschen aufgeregt, wenn ich neue Dinge ausprobiere, immer mit dem Hintergedanken, dass das ja auch nicht klappen könnte. Aber in 95 % der Fälle klappt es. Merke: Du kannst immer so viel, wie dein Kopf dir sagt, dass du kannst”. An der Kopf-Sache muss ich noch arbeiten. Es kommt nicht von ungefähr, dass die guten Sportlerinnen und Sportler MentaltrainerInnen haben. 

In punkto Lebensqualität ist mein Leben also wirklich viel, viel unbeschwerter. Dass dies auch mein Körper so sieht, das zeigen die Untersuchungen, die ich in regelmäßigen Abständen machen lasse. Im Verhältnis Muskel- zu Fettmasse habe ich vor allem Fettmasse verloren, in den letzten Monaten habe ich sogar Muskelmasse aufbauen können. Der Zustand meiner Zellen war in den ersten Monaten nach meiner OP ok. Jetzt hat er sich aber noch einmal verbessert. Genau so verhält es sich mit meinen Blutwerten. Diese waren zwar auch schon vor der OP in Ordnung (ich bin Gott sei Dank von Diabetes, Bluthochdruck oder sonstigen Erkrankungen verschont geblieben), aber auch bei mir ist der Blutzuckerspiegel gesunken und die Nährstoffversorgung ist sehr gut. Die Nährstoffversorgung ist oftmals das Kritische nach so einer Art OP. Ich muss mein Leben lang recht hoch dosierte Vitamine und Mineralstoffe zu mir nehmen, da mein Darm kürzer ist und ich dadurch nicht mehr so viele Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen kann. Dies nehme ich aber gerne in kauf für ein unbeschwertes Leben. Und zwei weitere vorher recht unangenehme Sachen gehören nun der Vergangenheit an: mein Belastungsasthma und das Schnarchen. 

Wen ich aber bisher noch gar nicht wirklich erwähnt habe, das sind die Menschen, die mich in den letzten 1 ½ Jahren begleitet haben. Ich tue dies hier nicht nur, um mich bei ihnen zu bedanken, sondern auch um zu zeigen, dass ein breites UnterstzützerInnennetzwerk sehr, sehr hilfreich ist. Da ist natürlich vor allem das gesamte medizinische Personal im Spital, meine Psychologin, meine Ernährungsberaterinnen und mein Hausarzt samt seinem gesamten Team. Ich fühle mich hervorragend betreut und beraten und sie sind immer da, wenn ich sie brauche.
Wichtig sind und waren aber auch meine Freunde und all die tollen Menschen, die ich in den letzten 1 ½ Jahren kennengelernt habe. Sie haben immer ein offenes Ohr und ich habe so viel mit ihnen erlebt! Sei es auf dem Rad, in indischen Großstädten, kalifornischen Nationalparks, in der Selbsthilfegruppe oder einfach am Donaukanal oder im Kaffeehaus. Danke, danke, danke!
Und zu guter Letzt meine Familie. Sie hat von klein auf meine Reise, meine Probleme und die damit verbundenen Herausforderungen mitbekommen und mich nie im Stich gelassen, sondern war im Gegenteil immer da für mich und hat mir jegliche Hilfestellung gegeben, die ich brauchte. Ihre Meinung war und ist mir sehr wichtig und ich kann nicht dankbar genug sein für den Support meiner Familie bis zur OP, aber auch danach. Vor allem ihre Betreuung in den ersten beiden Wochen nach der OP. Wenn man die Familie bei so einer OP mit im Boot hat, ist das wirklich eine riesige Stütze und ich kann nur jeder und jedem wünschen, dass sie/er so unterstützt wird, wie meine Familie mich unterstützt hat. So eine Familie ist wirklich ein Geschenk und nicht selbstverständlich!

Gestern habe ich eine lange Radtour mit vielen lieben Menschen gemacht und mich lange mit einem Freund unterhalten. Er erzählte mir:” Cycling literally changed my life and opend a new world for me” (das Rennrad fahren hat mein Leben verändert und mir eine neue Welt eröffnet). Diese Aussage kann ich in Bezug auf die OP zu 100 % bestätigen. Die OP hat mir die Chance gegeben, mein Leben zu verändern und diese Chance habe ich genutzt und mir damit eine neue Welt eröffnet. Die Reise ist noch nicht zu Ende. Die “prognostizierten” 80 % des Übergewichts habe ich abgenommen. Ein paar Kilo weniger wären noch toll. Viel wichtiger ist mir jedoch das unbeschwerte Leben und eine gute Gesundheit. Und das ich achtsam mit mir und meinem Körper umgehe und nicht müde werde, nach Lösungen zu suchen, wie Stress anders kompensiert werden kann, als durch essen. 

Danke euch allen, liebe Leserinnen und Leser, die ihr an meiner Reise bzw. meinem “Projekt unbeschwert” Anteil genommen habt. Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen (wenn auch subjektiven und wie immer sehr individuellen) Eindruck davon geben, wie die ersten 1 ½ Jahre bei mir nach der OP verlaufen sind. Diese Einträge zu schreiben haben auch mir immer wieder die Möglichkeit gegeben, meine Aktionen zu reflektieren, und ich habe den ein oder anderen AHA-Moment dadurch erlebt. Wenn ihr Fragen, Anregungen, Kritik oder sonst etwas zu diesem Blog äußern wollt, dann könnt ihr sehr gerne über Birgit Barilits mit mir in Kontakt treten. 

Euch allen alles Gute, vielen Dank fürs Lesen und hört auf euch, euren Körper und euren Instinkt! 

Alle Episoden:

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 4

Episode 5

Episode 6

Episode 7

Erfolge 🙂

Episode 8

Episode 9

Episode 10

Episode 11

Erfolge 🙂 

Adipositaschirugie – Risiken und Nebenwirkungen

Adipositaschirurgie – Zahlen und Fakten 

Adipositaschirurgie?

Und wie ist das mit dem Essen nach der Operation?

Rad: Fotolia

Foto: Birgit Barilits

Oh look! It´s a Müsli!

Oh look! It´s a Müsli!

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Selbstgemischtes Nuss-Müsli, viele Hände voll mit guten Nüssen und Samen. So kannst DU steuern, welche Lieblingszutaten hineinkommen, ob und wieviel Zucker bzw. zuckerhaltige Zutaten enthalten sind.

Zutaten und Zubereitung:

  • 2 EL Kokosöl
  • 2 Handvoll weißer Sesam
  • 2 Handvoll Sonnenblumenkerne
  • 1 Handvoll Hanfsamen
  • 2 Handvoll Kokosraspeln

Alles zusammen leicht in einer Pfanne anrösten, es soll gut duften, aber nicht zu rauchen beginnen! Das bringt ein bisschen „crunchy“ ins Müsli. Aus der Pfanne in eine Glasschüssel geben und etwas abkühlen lassen.

  • 4 Handvoll gemischte Nüsse (Mandeln, Haselnuss, Walnuss, Cashewkerne)
  • 2 TL Honig
  • 1/2 TL gemahlene Vanille
  • 1 Handvoll Chia Samen

Die Nüsse grob hacken und ebenfalls leicht anrösten, den Honig darüberträufeln und gut umrühren. In die Glasschüssel dazugeben, nun die Vanille und die Chia Samen dazugeben und alles gut miteinander vermischen. Durch das Kokosöl und den Honig klebt alles leicht zusammen und behält die gute Mischung! Abkühlen lassen.

  • 2 Handvoll Kokoschips
  • 3 Handvoll getrocknete Himbeeren
  • 3 Handvoll Quinoa gepufft

Nun die letzten 3 Zutaten gut untermischen und die Pracht in gut verschließbare Gläser abfüllen. Schmeckt wunderbar und hält lange satt! Einen Rezeptvorschlag findest du auch hier.

Viel Spaß beim basteln deiner persönlichen Müsli Variante! 🙂

Deine Diätologin

 

Fotos: Birgit Barilits

Kraut-Karottensalat mit Ei und Avocado

Kraut-Karottensalat mit Ei und Avocado

kraut karottensalat

Zutaten für 4 große Portionen:

  • ¼ Kopf Rotkraut
  • ¼ Kopf Weißkraut
  • 4 Karotten
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl
  • frisches Korianderkraut
  • 4 hart gekochte Eier
  • 2 reife Avocados
  • Knoblauch
  • Chili

Die Zubereitung:

Das Kraut hobeln oder möglichst fein nudelig schneiden. Die Karotten mit dem Sparschäler hobeln. Alles gut mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Olivenöl und ein wenig gehacktem Korianderkraut vermischen.

Die Avocado entkernen und mit Knoblauch, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und einem Schuss Olivenöl pürieren.

Den Salat anrichten, mit halben Eiern, der Avocadocreme und Chiliringerl garnieren. Wunderschön bunt, knackig, voll mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen!

Guten Appetit! 🙂

Eure Diätologin

 

Foto: Birgit Barilits

Gemüsenudeln, gern auch mal mit ein einem Hauch Speck

Gemüsenudeln, gern auch mal mit ein einem Hauch Speck

gemüsedröhnung mit speck

Viel Gemüse und Obst sollen wir essen. Aber was ist eigentlich viel? Ich spreche bei meinen Workshops gerne von 3 großen Händen voll Gemüse und maximal 2 kleinen Händen voll Obst pro Tag. In Gramm lautet die Empfehlung zB der deutschen Gesellschaft für Ernährung „rund 650g Obst und Gemüse“. Achtung, täglich 650g Obst und kein Gemüse zu konsumieren ist alles andere als ideal. Hier kommt eine gute Möglichkeit mehr Gemüse unterzubringen:

Zucchininudeln mit Melanzani-Champignonsauce

Die Zutaten für ca. 3 Portionen:

  • ½ Melanzani
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 200g Champignons
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • optional: 1 Stückchen Speck
  • 1 EL Olivenöl
  • 500g Tomatenfruchtfleisch in Stücken
  • Salz, Pfeffer, Oregano, Rosmarin, Thymian
  • 1/8l Mandelmilch (in meinem Fall selbst gemacht)

Die Zubereitung:

Speck und Zwiebel klein würfeln und in Olivenöl langsam anrösten. Die Melanzani in kleine Würfel schneiden und dazu geben, langsam mitrösten. Die Champignons in feine Scheibchen oder Stückchen schneiden und ebenfalls dazu in die Pfanne geben. Würzen,  dann das Tomatenfruchtfleisch und die Mandelmilch dazu gießen und auf kleiner Stufe schmurgeln lassen. Gegen Ende den Knoblauch hineinpressen. Bei mir ist, wie man auf dem Bild sieht, auch noch was Oranges dabei – etwas Karotte und Süßkartoffel vom Vortag. Wegschmeissen gibts nicht!

Während die Sauce vor sich hin köchelt die Zucchini waschen und durch den Spiralschneider jagen. Die Zoodles kurz! blanchieren und abtropfen.

Mahlzeit! 🙂

Eure Diätologin

Foto: Birgit Barilits