Was ist eigentlich eine „BIA-Messung“?

Was ist eigentlich eine „BIA-Messung“?

Was ist die BIA?

Die Bio-Impedanz-Analyse (BIA) ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode zur Bestimmung und Darstellung der Körperzusammensetzung. Die Waage alleine ist nicht unbedingt aussagekräftig, wenn es gilt Erfolge bei der Gewichtsreduktion oder einer gewünschten Gewichtszunahme, etwa bei Training, darzustellen, denn sie unterscheidet nicht, ob das Gewicht aus Muskel- oder aus Fettmasse stammt. Daher dient die BIA der Statusmessung und der Erfolgskontrolle von Ernährungs- und Trainingsprogrammen. Wie schön wenn man „schwarz auf weiß“ sieht, wie sich der Körper zum Positiven verändert.

Bei der BIA wird der elektrische Widerstand des menschlichen Körpers gemessen. Dazu wird ein nicht spürbarer, schwacher Wechselstrom durch den Körper geleitet und ein Stromfeld erzeugt. Da unterschiedliche Körpergewebe den Strom unterschiedlich gut leiten, kann eine Unterteilung in Fettmasse, Muskelmasse und Wasseranteil erfolgen.

Wie läuft die Messung ab?

Sie liegen entspannt auf einer Liege, an den Handrücken sowie den Fußrücken werden je zwei Elektroden befestigt, über die das Stromfeld erzeugt wird.
Um korrekte Ergebnisse zu erhalten ist es wichtig, dass die zu messende Person ruhig und entspannt auf der Liege liegt, die Elektroden richtig platziert werden und sich Arme und Beine nicht berühren. Zusätzlich sind korrekte Werte für Größe, Gewicht und Alter erforderlich.

Die Messung selbst dauert nur wenige Sekunden, Sie erhalten einen anschaulichen Ausdruck mit den Ergebnissen. Selbstverständlich beinhaltet die Sitzung auch die Interpretation und Erläuterung der Ergebnisse. Insgesamt sind für eine erstmalige BIA-Messung also ca. 20 – 30min einzurechnen.

Für die Messung wird ein Gerät der neuesten Generation verwendet, dieses ist auch als medizinisches Gerät zertifiziert und geeicht.

Vorbereitend ist zu beachten:

Einige Faktoren können die Messung und die Aussagekraft beeinflussen. Die Verlaufsmessungen sollten also immer zu ähnlichen Zeitpunkten stattfinden und unter möglichst ähnlichen Voraussetzungen wie die Erstmessung. Folgende Punkte sind zu beachten:

  • Lassen Sie das Frühstück aus, wenn Sie in der Früh zur Messung kommen, ansonsten sollten Sie normal essen und trinken, die letzte größere Mahlzeit sollte aber 2h vor der Messung erledigt sein.
  • Trinken Sie in der letzten Stunde vor der Messung wenn möglich nur mehr sehr wenig.
  • Am Tag davor keinen Alkohol trinken.
  • Am Tag davor keine intensive Trainingseinheit absolvieren, auch ein Saunagang und ähnliches sollte vermieden werden.
  • Die Blase entleeren, wenn es geht auch das große Geschäft erledigen.
  • Die Messung muss Barfuß erfolgen, achten Sie daher auf leicht ausziehbare Schuhe und Strümpfe.
  • Hände und Füße sollten am Tag der Messung nicht eingecremt werden.
  • Personen mit elektronischen Implantaten, Prothesen können nicht gemessen werden.

Ein kleiner Einblick in die Messergebnisse:

Zusätzlich zu meiner Erklärung und Interpretation erhalten Sie einen Ausdruck, auf dem alle Werte erklärt werden, damit Sie auch zu Hause nachlesen können, wenn Sie das möchten!

Körperfett (Fettmasse, body fat): Die Normalwerte für Männer liegen bei 10-20% des Körpergewichts, die Normalwerte für Frauen liegen bei 20-30% des Körpergewichts.

Fettfreie Masse (Magermasse, lean body mass): Diese unterteilt sich in „BCM“ und „ECM“.

Körperzellmasse BCM
Die BCM enthält alle Zellen, die für den Stoffwechsel verantwortlich sind. Den Hauptanteil nimmt die Skelettmuskulatur ein, aber auch Organe gehören zur BCM. Während einer Ernährungsumstellung ist die Erhaltung der BCM essentiell. Bei Sportlern ist oft eine Steigerung der Muskelmasse wünschenswert. Die Normalwerte für Männer liegen bei 50-60% Zellanteil in der fettfreien Masse, die Normalwerte für Frauen: 50-56% Zellanteil in der fettfreien Masse.

Extrazelluläre Masse ECM
Die extrazelluläre Masse umfasst den Rest der fettfreien Masse. Dazu gehören vor allem Bindegewebe (Kollagen, Haut, Sehnen), Knochen (circa 3-5kg) sowie extrazelluläres Wasser (Magen-Darm-Inhalt, Flüssigkeitseinlagerungen…)

Gesamtkörperwasser = Total Body Water TBW: Die Normalwerte für Männer liegen bei 55-65% des Körpergewichts, für Frauen sind es 50-60% des Körpergewichts. Bei Adipositas (schwerem Übergewicht) liegen die Werte bei 40-50% des Körpergewichts.

Fotos: Birgit Barilits, Fotolia

 

 

Personal Training für mehr Fitness und einen entspannten Rücken!

Personal Training für mehr Fitness und einen entspannten Rücken!

Wie sieht es bei dir aus in Sachen Bewegung?

Drückt dich der Schweinehund aufs Sofa und will mit dir kuscheln? 🙂

Oder schiebt er dich Richtung Kühlschrank, weil du ohnehin schon fleißig genug warst im Büro?

Wenn du den Schweinehund auf seinen wohlverdienten Platz in der Ecke verweisen willst, wo er entspannen kann, und du endlich was gegen Bürozwicken und naja, …

… tun willst, dann ist Cornelia Brückner genau die Richtige für dich :)! Die liebe Cornelia Brückner von Personal Training Cornelia Brückner stellt mit dir, für dich ein maßgeschneidertes Programm zusammen. Für einen stärkeren Rücken und dadurch entspannteres Arbeiten. Und natürlich trägt das auch zur allgemeinen Fitness bei… 😉

Du traininerst mit Cornelia One to One ! Es gibt auch ein kleines Goody von mir dazu: Bei Buchung eines 10er oder 20er Blocks bekommst du von mir eine BIA-Messung statt um 65.- Euro um 45.- Euro! Bei der Terminvereinbarung einfach im Kommentarfeld das Stichwort „BIA“ dazuschreiben um den ermäßigten Preis zu erhalten.

Mit besten, fitten Grüßen, Deine Diätologin 🙂

Fotos: Fotolia, Birgit Barilits

 

Projekt Unbeschwert – ERFOLGE :)

Projekt Unbeschwert – ERFOLGE :)

Die 1. BIA Messung:

Der Verlauf – Fett wird abgebaut, Muskelmasse bleibt gut erhalten. So soll es sein!

Die letzte BIA Messung:

DiätologInnen können dabei begleiten, einen gesünderen Lebensstil zu entwickeln. Das TUN bleibt den PatientInnen. Egal ob mit der Unterstützung durch eine Operation (wenn es sein muss), oder ob auf herkömmlichem Weg!

Eure Diätologin.

 

Fotos: Patientin (anonym) und Birgit Barilits

 

Projekt Unbeschwert – Episode 7

Projekt Unbeschwert – Episode 7

„Ganz viele Erste Male“- Die ersten  Wochen nach der Operation

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Kann ich xyz nach der OP noch essen? Werde ich je wieder etwas genießen können nach der OP? Solche und ähnliche Fragen hört man recht häufig von noch nicht Operierten. Und eine definitive Antwort kann man nicht geben. Denn jeder Körper ist anders, jeder Körper reagiert anders auf Nahrung. Nach der OP gibt es 100te “Erste Male”. Die ersten Male nach der OP, die man etwas tut. Sei es etwas probieren, was man vorher ganz selbstverständlich gegessen hat, sei es etwas Neues ausprobieren und, und, und. Auch jetzt, ein Jahr nach der OP, habe ich noch viele erste Male. Jetzt sind es vor allem die ersten Male, die ich etwas machen kann, was ich mit höherem Gewicht noch nicht machen konnte (oder es mir eingebildet habe nicht machen zu können). Nach der OP war es aber ganz klar das Austesten, welche Nahrung mein Körper gut verträgt oder eben nicht.

Ich bin immer eine große Freundin des Kaffeetrinkens gewesen (und bin es auch heute noch). Ob ich Kaffee wohl nach der OP noch vertragen würde? Zwei Tage, nachdem ich wieder daheim war, war tolles Frühlingswetter. Wir gingen im Prater spazieren. Es war alles noch ein bisschen beschwerlich, aber vier Tage nach der OP war meine gesundheitliche Verfassung im Grunde wirklich super! Wir setzten uns in ein Café und es roch nach Kaffee. Ob ich es wohl wagen sollte, einen zu probieren? Gesagt, getan. Ich bestellte mir noch Wasser dazu, um den Kaffee eventuell zu verdünnen. Ganz vorsichtig nahm ich einen mini-mini Schluck und wartete. Hörte auf meinen Bauch, jederzeit bereit die Toilette aufzusuchen. Aber nichts geschah. Weder mein Magen noch mein Darm rebellierten. Juhuuu!!! Ich konnte also wieder Kaffee trinken! Für mich der Inbegriff von Genuss. Dann noch zwischen blühenden Kirschen und Marillen- das Leben war schön.

Nach 10 Tagen wurden mir die Klammern entfernt, ich war froh, dass sie endlich weg waren. Und ich durfte gleich danach das nächste “Erste Mal” erleben! Radfahren! Die Ärztin hatte mir erlaubt langsam wieder mit Sport anzufangen. Ganz langsam stieg ich aufs Rad. Es zwickte schon ein bisschen, aber ich fuhr! Mehr als zwei km schaffte ich an dem Tag nicht, aber: Auch das klappte! Es ging also Stückchen für Stückchen weiter.

Es gab aber auch erste Male, die nicht so gut geklappt haben. Etwa 1 ½ Monate nach der OP habe ich ein Puten-Frankfurter essen wollen. Das war keine gute Idee. Es drückte sehr im Magen und ich hatte das Gefühl, als würde es in der Speiseröhre stecken bleiben. 30 Minuten lief ich durch die Wohnung, in der Hoffnung, es würde besser werden. Dann versuchte ich es mit einem Schluck Wasser “hinunter zu spülen”. Keine gute Idee. Mir wurde nur noch übler. Das war wohl noch ein wenig zu früh mit den Puten-Frankfurtern. Heute, nach einem Jahr sind die Puten-Frankfurter aber kein Problem. Der Körper braucht Zeit, sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen und diese Zeit muss man ihm einräumen und gut auf ihn hören. Puten-Frankfurter wurden also erst einmal vom Speiseplan verbannt.

Das erste Eis gab es im Sommer, ca. zwei Monate nach der OP. Natürlich muss die Ernährung nach der OP umgestellt und angepasst werden und natürlich isst man kleinere Portionen. Es heißt aber nicht, dass man sein Leben lang asketisch leben und auf alles verzichten muss. Mit der OP bekommt man die Chance, von kleineren Portionen satt zu werden und nicht mehr so viel essen (zu können). Die Kunst ist es einen genuss- und maßvollen und gesunden Umgang mit dem Essen zu lernen. Das ist schwerer getan als gesagt, hatte ich doch vorher das Maß völlig verloren.

Anmerkung Diätologin: Achtung, mögliche Dumping-Gefahr* – wie auch weiter unten im Text beschrieben! Beachten Sie, was Sie in den Ernährungberatungen gelernt haben und dass Sie nicht wieder in alte Muster hineinrutschen – besonders wenn Sie zu den glücklichen Personen gehören, die danach alles vertragen!

*Erklärung:

Da nach der Magenresektion die Pylorusfunktion (Schließmuskel zum Darm hin) fehlt, kommt es zur raschen Entleerung des Nahrungsbreis in den Darm. Süße Lebensmittel und Getränke bewirken eine sogenannte Hyperosmolarität. Dadurch kommt es zum massiven Flüssigkeitseinstrom in die Darmlichtung. Direkt im Anschluss (daher „Frühdumping“) an die Nahrungsaufnahme treten möglicherweise krampfartige Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Brechreiz, starke Müdigkeit sowie Kreislaufsymptome auf.

Beim „Spätdumping“ wird Glukose schnell resorbiert und führt zu einem schnellen und hohen Blutzuckeranstieg mit einer vermehrten Ausschüttung von Insulin. Dadurch wird der Blutzucker schnell wieder aus dem Blut entfernt. Niedriger Blutdruck, Schwächegefühl, Hunger und Schwitzen sind Symptome des Spätdumpings – quasi die Symptome des Unterzuckers.

Auf ein weiteres erstes Mal war ich sehr gespannt. Das erste Mal Reis essen. Ich hatte von einigen Operierten gelesen, dass sie keinen Reis mehr vertragen haben. Das wäre für mich sehr, sehr blöd gewesen, denn ich bin beruflich immer mal wieder in Asien unterwegs. Und dort ist das Grundnahrungsmittel nun einmal Reis. Als ich nach zwei Monaten wieder “normale” Vollkost essen durfte, probierte ich also Reis. Wenn ich etwas das erste Mal probiert habe, dann habe ich immer nur ein kleines bisschen gegessen und erst einmal abgewartet, wie der Körper reagiert. Ich nahm also eine kleine Gabel, kaute gut und wartete. Und siehe da: Es passierte nichts! Juhuu!! Also ging auch Reis! Ich war sehr erleichtert, jetzt stand der nächsten Dienstreise nichts mehr im Wege.

Es wird immer wieder gefragt, ob und wann man nach der OP Alkohol trinken kann. Durch den kleinen Magen und den verkürzten Darm verändert sich auch die Aufnahme des Alkohols ins Blut. Manche berichten, dass sie sehr schnell betrunken sind, andere spüren keine Veränderung. Da Alkohol die Fettverbrennung hemmt und (für mich) nicht unbedingt lebensnotwendig ist, habe ich die ersten 9 Monate nach der OP nichts getrunken. Ich wollte nichts riskieren und habe auch kein Verlangen danach gehabt. Das erste ¼ Glas Wein habe ich an Weihnachten getrunken.

In meinem Falle sind die “ersten Male” wirklich fast alle positiv verlaufen. Ich vertrage sehr viel, manchmal vielleicht sogar zu viel. Vor allem beim Magenbypass berichten Operierte, dass sie beispielsweise nach viel Zuckerkonsum ein Dumping hatten. Ein Dumping hat man dann, wenn sich der Inhalt des Magens “sturzartig” in den Darm entleert. Warum passiert das? Nach dem Bypass gibt es keinen Magenpförtner mehr, der den Nahrungsbrei gleichmäßig in den Darm abgibt. Im Magen findet die Vorverdauung statt, bevor die Nahrung in den Darm gelangt. Wenn jetzt aber die Nahrung zu schnell in den Darm kommt, findet eben diese Vorverdauung nicht statt und das Essen kommt fast unverändert in den Darm. Dies kann bei vielen zu Übelkeit, Zittern, Müdigkeit, Blutdruckabfall oder anderen Symptomen führen. Es gibt Operierte, die haben damit große Probleme, andere haben das noch nie gehabt. Aber auch dies ist eine ernst zu nehmende Reaktion des Körpers, der einem ziemlich zuverlässig mitteilt, was er braucht oder auch nicht. Dies hatte ich bei meinen vielen ersten “Essensmalen” immer im Hinterkopf und habe die meisten neuen Sachen dementsprechend daheim ausprobiert, wo ich mit zur Not hinlegen konnte oder eine Toilette nicht weit war.

Heute, ein Jahr nach der OP kann ich sagen, dass ich fast alles vertrage. Mit Ausnahme vielleicht von Trockenfleisch. Aber es lässt sich auch ohne Trockenfleisch recht gut leben.

Es gab bei mir jedoch auch Rückschläge, es war kein permanentes Hoch. Die für mich schwierigste Zeit nach der OP war ca. einen Monat später. Ein eingeklemmter Nerv bereitete mir Schmerzen und ließ mich langsamer treten. Auch ein Signal des Körpers?

Mehr über die Signale des Körpers und auch die körperlichen Auswirkungen der OP erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Bis dahin, einen schönen Frühling!

Foto: Birgit Barilits

 

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 4

Episode 5

Episode 6

Und wie ist das mit dem Essen nach der Operation…?

Und wie ist das mit dem Essen nach der Operation…?

Der Kostaufbau nach der Operation, DO´s and DONT´s

Passend zur Episode 6 gibt es hier einige wichtige DO´s and DONT´s zur Ernährung unmittelbar nach der Operation. Bitte beachtet, dass dies nur ein Ausschnitt ist, keinesfalls vollständig und lediglich einen Eindruck liefern soll. Es ist immens wichtig, jede vom jeweiligen Zentrum/Klinik angebotene Gelegenheit zu nutzen um sich über die Ernährung danach – vom unmittelbaren Kostaufbau bis zur Langzeiternährung – zu informieren. Wenn finanziell möglich, lohnen sich auch begleitende Einzelberatungen bei KollegInnen.

Der Kostaufbau gestaltet sich grundsätzlich in drei Phasen und erfolgt je nach OP und Befinden des Patienten unterschiedlich schnell:

  • Flüssigphase – Brühe, Tee, …
  • pürierte Kost und
  • schließlich der Übergang zur sogenannten leichten Vollkost*

* Der Heilungsprozess wird ungünstig beeinflusst durch zu scharfe, zu saure, zu fette, geräucherte oder gepökelte Speisen, sowie alles, was Blähungen auslösen könnte. Auch sehr kaltes oder sehr heißes Essen kann Probleme bereiten, da die Temperaturanpassung nicht mehr so gut erfolgen kann. Unbedingt gemieden werden sollte zudem alles, was grobkörnig ist und mechanische Reizungen auslösen könnte (z. B. grobes, frisches Brot, Kräuter).

Die Dauer der einzelnen Phasen des Kostaufbaus richtet sich im Wesentlichen nach der Verträglichkeit und Toleranz der Nahrung. Wichtig ist – nicht nur unmittelbar nach der OP sondern für IMMER – eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß (täglich mind. 60 bis 120 g, dies hängt ab von Größe und dem sich verändernden Gewicht) sicherzustellen.

Der Schwerpunkt der Mahlzeiten liegt daher auf eiweißhaltigen, fettarmen Lebensmitteln, die ggf. durch Eiweißsupplemente ergänzt werden (zitiert aus: „Ernährung vor und nach bariatrischen Eingriffen, M. Hellbardt, Leipzig, Ernährungsumschau 11/2012). Dies bewirkt einerseits eine schnelle und länger anhaltende Sättigung, andererseits sorgt es dafür, dass der Körper vom überschüssigen Fett „zehrt“ und Muskelmasse möglichst erhalten bleibt und vielfältige Mangelerscheinungen vermieden werden.

Die DO´s and DONT´s:

Speziell in den ersten Tagen und Wochen nach der Adipositasoperation kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Die häufigsten Gründe für Übelkeit und Erbrechen sind:

  • zu schnelles Essen
  • der Verzehr von zu großen Nahrungsmengen
  • unzureichendes Kauen von Lebensmitteln nach der 4. postoperativen Woche
  • das Trinken von Flüssigkeiten zu den Mahlzeiten

Versuche daher, im Laufe der ersten Wochen aus deinen Fehlern zu lernen und zu reflektieren, was zu der unerwünschten Reaktion wie Übelkeit oder Erbrechen geführt hat. Erbrechen sollte unbedingt vermieden werden. Lerne aus den Reaktionen Ihres Körpers. In der ersten Zeit nach dem Eingriff stehen die Operationsnähte noch unter erheblichem Druck, so dass sie im schlimmsten Fall nach Erbrechen reißen können. Später kann häufiges Erbrechen zu einer Ausdehnung des Magenpouches führen.

  • Zu schnelles Essen: Wenn du vor der Operation ein „schneller Esser“ warst solltedst du dich nach dem Eingriff ganz bewusst auf das langsame Essen konzentrieren. Schauen z. B. beim Essen auf die Uhr. Wenn dein Körper nach dem Essen mit Übelkeit oder Erbrechen reagiert, versuche bei der darauffolgenden Mahlzeit bewusst, 3–5 min länger zu essen. Nimm dir gerade am Anfang diese Zeit, um Verträglichkeiten auszutesten.
  • Verzehr von zu großen Nahrungsmengen: Teste nach dem Eingriff dein individuelle Verzehrsmenge aus. Iss vorerst mit einem kleinen Löffel oder einer kleinen Gabel und zähle die Bissen ab. Wenn dir zB. nach dem 7. Löffel übel wird, versuche bei der nächsten Mahlzeit, nur 6 Löffel voll zu essen. Jeder Löffel und jeder kleinste Bissen zu viel führt nach einer Magenoperation direkt zu einer unangenehmen Reaktion des Körpers.
  • Unzureichendes Kauen von Lebensmitteln: Nach der 4. postoperativen Woche kann es durch unzureichendes Kauen von Lebensmitteln zu Erbrechen oder Übelkeit kommen. Kau bewusst und genieß die Speisen durch langes Kauen. Spüre den Geschmack und die Konsistenz der Lebensmittel im Mund.
  • Trinken von Flüssigkeiten zu den Mahlzeiten: Durch das Trinken von Flüssigkeiten zu den Mahlzeiten erfolgt eine schnelle Füllung des Magens, so dass Verzehrsmengen schnell überschätzt werden. Daher sollte Essen und Trinken in zeitlichem Abstand von 30 min stattfinden, damit der kleine Magen mit hochwertigen Lebensmitteln gefüllt wird, die deinem Körper auch Substanz liefern.

Die Portionsgrößen müssen dem kleinen Magenpouch dauerhaft, das heißt ein Leben lang, angepasst bleiben. Wenn du deinen Mini-Magen mit süßen Lebensmitteln füllst, wirst du möglicherweise recht unmittelbar „bestraft“ (mit Durchfall oder Erbrechen) und du gefährdest deinen Abehm-Erfolg und deine Gesundheit! Besonders gefährdet sind operierte Personen, die „alles“ vertragen und essen können!

Also, die Devise lautet NACHDENKEN – INFORMIEREN – PLANEN und sich an den PLAN halten.

 

Deine Diätologin

 

Literaturtipp/Buchtipp:

Ernährung bei Adipositas-Operationen, Magenbypass – Omega-Loop-Bypass – Schlauchmagen, von Birgit Lötsch, Eva Russold, Bernhard Ludvik

Quellen:

  • Case Management in der Adipositaschirurgie, Hanna Dörr-Heiß u. Eva Wolf, Springer Verlag (Arbeitsblätter)
  • Ernährung im Kontext der bariatrischen Chirurgie, Mario Hellbardt (Hrsg.), Pabst Science Publishers
  • Beratungsbroschüren des Krankenhauses der barmherzigen Schwestern Wien
  • Bariatrisches Assessment, Stefanie Wagner, BSc, Bachelorarbeit an der FH St. Pölten
  • Ernährung vor und nach bariatrischen Eingriffen, M. Hellbardt, Leipzig, Ernährungsumschau 11/2012
Projekt Unbeschwert – Episode 6

Projekt Unbeschwert – Episode 6

Geschafft!! Der Beginn meines Lebens 2.0 nach einem erfolgreichen 2. OP Versuch

Willkommen liebe LeserInnen in meinem Leben 2.0!
Leben 2.0, so nennen viele Operierte ihr Leben, welches nach der OP beginnt. Warum? Weil man die Chance bekommt, ein neues Leben zu beginnen, durch die OP hat man eine “Krücke” bekommen, die einem hilft, wieder normal große Portionen zu essen (bzw. eigentlich mini-mini Portionen, aber ich meine damit, dass man keine riesigen Portionen mehr braucht, um satt zu werden), die das Hungergefühl reduziert und die einen dabei unterstützt ein neues Essverhalten zu erlernen.

Die OP ist aber eben nur eine Krücke und kein Allheilmittel. Denn eines ist gewiss: Es wird der Magen operiert und nicht der Kopf. Und diese Tatsache kann einem sehr schnell zum Verhängnis werden und es erfordert viel Kraft, Aufwand, Durchhaltevermögen und kritische Selbstanalyse, wenn man sein Leben 2.0. wirklich nutzen will.

Aber erst einmal zu meiner OP und meinen ersten Tagen danach. Es sind ja noch weitere Blogeinträge geplant, wo ihr mehr darüber erfahrt, wie mein Leben 2.0 abläuft 🙂

Einen Tag vor der OP wurde ich im Spital aufgenommen, es wurde noch Blut abgenommen und einige andere Untersuchungen gemacht, um auch wirklich sicher zu gehen, dass es mir gut geht. Das ist es Gute bei der OP. Man geht vorbereitet in die OP und ist gut durchgecheckt. Bei mir passte alles und so konnte die OP wie geplant stattfinden.

Langsam stieg die Aufregung. Was mich wohl nach der OP erwarten würde? Ich machte mich auf das Schlimmste gefasst: dass ich Schmerzen haben würde, mich wochenlang nur von flüssiger Nahrung ernähren kann oder sonst irgendwie Einschränkungen haben würde. Ich hatte von Leuten gelesen, denen es super ging, andere haben die ersten Monate wirklich zu kämpfen gehabt. Aber, wie schon beim letzten Mal geschrieben: JedeR macht seine eigenen Erfahrungen und das sollte man im Hinterkopf behalten.

Am nächsten Tag wurde ich um 5 “geweckt” (gut geschlafen hatte ich nicht wirklich…), ich sollte gleich die Erste im OP sein. Um halb 8 ging es los und ich wurde in die OP Vorbereitung geschoben. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich meinen Namen sagen sollte und mein Geburtsdatum. Man wollte sicher gehen, dass ich auch die richtige OP bekam und nicht zufällig mit einer neuen Hüfte aufwachte oder so was. Die letzten Minuten bevor ich dann final in den OP geschoben wurde waren nicht angenehm. Langsam stieg die Panik. Was, wenn doch bei der Narkose etwas schief gehen würde? Würde ich wieder wach werden und es wäre nicht erfolgreich gewesen? Es war nicht die OP, vor der ich mich fürchtete, sondern die Narkose. Denn auch die Narkose birgt ein Risiko, gerade bei viel Übergewicht und bei mir noch mehr, das hatte man ja gesehen… Die Tränen kullerten nur so, aber die OP PflegerInnen versuchten mich zu beruhigen und schnell bekam ich vom geschäftigen Treiben um mich herum nichts mehr mit und befand mich im Reich der Träume.

— 4 Stunden später–

Ich wachte auf und lag auf derselben Intensivstation wie auch schon drei Monate zuvor. Diesmal hingen aber deutlich weniger Kabel an mir. Das konnte nur ein gutes Zeichen sein! Schon kam ein Pfleger und eröffnete mir, dass alles gut gelaufen sei. Gott sei dank!!! Mein Leben 2.0. hatte begonnen!! Mir war kurz übel, aber heutzutage gibt es für alles Mittel und Wege, um Beschwerden zu lindern, und schnell war die Übelkeit wieder vorbei. Man hielt mir ein Telefon an die Wange, so konnte ich meinem Vater sagen, dass ich wieder unter den Lebenden war. Allerdings war ich noch ziemlich benebelt. Kein Wunder. Immerhin hatte ich eine OP hinter mir.

Erstaunlicherweise hielten sich auch meine Schmerzen in Grenzen, ich fühlte mich keinesfalls so elend, wie ich gedacht hatte. Nach 2 Stunden musste ich zur Toilette. Und siehe da: Ich war sogar in der Lage aufzustehen und auf die Toilette zu gehen!! Zwar langsam und etwas wackelig auf den Beinen, aber mithilfe einer Schwester und dem Geländer an der Wand des Ganges ging das Ganze erstaunlich gut. Nichtsdestotrotz war ich schläfrig, plauderte zwar mit meinem Vater, hatte jedoch die Augen weitestgehend geschlossen.

Am Nachmittag bekam ich Durst. War aber unsicher: Durfte ich schon trinken? Immerhin war gerade an meine Magen herumorperiert worden! Was, wenn da etwas nicht dicht war? Aber: Studieren geht über Probieren und ich sollte sogar versuchen zu trinken. Ganz langsam nahm ich einen Schluck, in Erwartung, dass er sofort wieder Retour kommen würde. Aber nichts da. Er blieb drin und kullerte durch den Magen. Super! Es ist schon erstaunlich, was man mit der heutigen Medizin alles machen kann. Im Vorhinein hatte ich gelernt, dass man gerade zu Beginn kleine Schlucke nehmen muss, Trinken in großen Schlucken und “in einem Zug” sei wohl erst mal nicht möglich (oder gar nicht mehr möglich) und ich nahm daher zu Beginn Baby-Schlucke. Immer in gespannter Erwartung, wie mein Körper darauf reagieren würde. Ihr seht also schon: Die vielen ersten Male hatten begonnen! (Einen ausführlicheren Beitrag über die vielen ersten Male nach der OP gibt es im April) Ich musste alles neu ausprobieren, lernen und schauen, wie es mir damit geht. Laaaaaangsam. Es dauert ca. sechs Wochen, bis die inneren Wunden vollständig verheilt sind. Diese Zeit sollte man dem Magen und Darm auch geben, ihn möglichst gut und pfleglich behandeln und so bei der Heilung unterstützen.

Wie das geht? Nicht rauchen, leicht verdauliche Kost essen die den Magen nicht zu sehr belastet und die er nicht groß “verarbeiten” muss, kauen, kauen, kauen, nichts mit Kernen und sonstigen Dingen essen, die eventuell in den Nähten hängen bleiben können usw. In einem zertifizierten Adipositaszentrum gehört die ernährungsmedizinische Vorbereitung jedoch zwingend zur OP Vorbereitung dazu und ich kann nur jeder und jedem raten, dass man sich vorher mit dem Thema “Ernährung und Verhalten nach der OP” auseinandersetzt. Es kommt zwar eh meist anders, als man sich das vorgestellt hat, aber man hat zumindest gewisse Grundlagen, Verhaltensweisen und Empfehlungen, an die man sich halten kann.

Am Abend kam dann mein Vater noch einmal vorbei und da wurde ich langsam wieder fitter. Also ging ich ein paar erste Schritte mit ihm auf dem Gang. Je schneller der Kreislauf in Schwung kam, desto besser! Ich war glücklich, das war ja alles viel besser gelaufen, als ich mir gedacht hatte.

Die ersten Schritte…

Nachdem die Nacht komplikationsfrei verlaufen war, wurde ich am nächsten Tag auf die Normalstation verlegt. Dort erwartete mich zum Mittagessen eine leckere Brühe. Mir war weder übel noch hatte ich starke Schmerzen. Ob ich überhaupt operiert war? Ja, schon, denn es waren 5 große Pflaster auf meinem Bauch und das Gehen und an- und ausziehen war doch etwas mühsam.

Am Abend gab es noch eine “lustige” Begebenheit: Bei der genaueren Betrachtung meines Bauches fiel mir eine Art “Hügel” an einer Stelle auf. Was das wohl sein konnte? Als eine Schwester kam, fragt ich sie um Rat, sie wusste aber auch nichts und holte einen Arzt hinzu. Er kam, drückte auf meinem Bauch herum (das tat zugegebenermaßen schon recht weh…), konnte aber eine weitere Diagnostik nur per Ultraschall feststellen. Leider war der zuständige Facharzt dafür jedoch bereits im Feierabend, der Arzt nahm sich jedoch Zeit und gemeinsam suchten wir ein Ultraschallgerät auf. Der Arzt flitzte durch die Gänge, ich war zwar schon recht gut zu Fuß, aber mit seinem Tempo konnte ich nur 36 Stunden nach der OP nicht mithalten. “Ach, ich habe ganz vergessen, dass Sie erst so kurz operiert sind” kommentierte er nur und flitzte weiter. Der Ultraschall zeigte aber weder freie Flüssigkeit, noch irgendein anderes Ergebnis, was einen Grund zur Beunruhigung darstellen sollte, von daher konnte ich diesmal in gemächlicherem Tempo wieder aufs Zimmer gehen.

Die ersten „Bissen“ 😉 …

Am Sonntag bekam ich zum Frühstück bereits ein ungetoastetes Toastbrot. Ich schnitt die Rinde ab und aß ganz langsam und bedacht, auch hier wieder mit der Erwartung, dass mein Magen in irgendeiner Weise rebellieren würde. Aber auch das tat er nicht. Ich war hocherfreut. Nach einem halben Toast war ich satt. Nachmittags saß ich bereits mit meinem Vater in der Cafeteria des Spitals und freute mich über Kamillentee (soll ja bekanntlich beruhigen und tat hoffentlich dem Magen auch gut) und freute mich noch mehr, dass es mir so gut ging. Noch besser: am nächsten Tag sollte ich entlassen werden!

Dem war tatsächlich so, mein Leben 2.0 Zuhause konnte beginnen. Die ersten 3 Tage sollte ich mich noch von breiiger Kost ernähren. Alles, was irgendwie den Magen “in Arbeit” versetzen könnte, sollte ich auslassen. Im Vorhinein hatte ich mir bereits einige Rezepte herausgesucht, die man dann in den ersten Wochen kochen konnte. Bei meinem ersten Frühstück zuhause gab es Rührei (natürlich ohne Röstaromen und nur mit wenig Salz) und nach einem halben Rührei war ich satt. Man muss wirklich sehr, sehr gut auf seinen Körper hören und bei dem kleinsten Sättigungsgefühl aufhören zu essen. Das klingt einfach, ist es aber gar nicht. Vorher gab es bei mir entweder Hunger oder “zu viel gegessen”. Das war schon die erste Hürde, dass man da gut auf seinen Körper hört. Und diese Hürde besteht weiterhin und wird nach den ersten 9 Monaten erst richtig auf die Probe gestellt, wenn man sich erst an alles gewöhnt hat. Es gibt weiterhin viele, viele leckere Sachen auf der Welt und gerade bei Buffets oder bei Gelegenheiten, wo es viel gutes Essen gibt, ist man schnell versucht mehr zu essen, als man eigentlich sollte. Dieses Problem hat man jedoch die ersten Tage und Wochen und manchmal sogar Monate nicht.

Eine weiter “Neuerung” bei der Ernährung ist es, dass man ca. alle 3 Stunden etwas essen soll. Es ist ja eh nicht viel, aber der Körper braucht Nahrung – insbesondere Eiweiß – und es ist erwiesen, dass, wenn man zu wenig davon isst, weniger abnimmt und noch mehr den Risiken der Mangelernährung ausgesetzt ist. Dies wollte ich unter allen Umständen vermeiden. Zudem soll man zwischen Essen und Trinken in etwa eine halbe Stunde Zeit verstreichen lassen. Gerade am Anfang bedeutet das viel Organisation und Abstimmung immer die Zeiten einzuhalten und zu schauen, wie das Ganze jetzt getaktet wird. So war ich die ersten Tage vor allem damit beschäftigt, mich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Ein Glück, dass ich noch nicht arbeiten musste!

Das waren also die ersten 4 Tage meines Lebens 2.0. Ich hatte mir das Schlimmste ausgemalt, aber es war so ungefähr das Beste passiert, was mir hätte passieren können. Nämlich: Es ging mit gut! Und das machte mich so glücklich! Und: Ich war nach mini-mini Portionen satt! Viele Frisch-Operierte (oder auch Langzeit-Operierte) verspüren erst einmal kein Hungergefühl und müssen sich zum Essen zwingen. Das kann ich von mir nicht behaupten. Ich hatte Hunger. Aber ich war nach sehr, sehr kleinen Portionen satt und ich kann euch gar nicht sagen, wie froh mich das machte. Meine Erwartungen an die OP, nämlich das ich weniger Hunger hatte bzw. schneller satt wurde, hatte sich jetzt schon erfüllt.

Mein Leben 2.0. war also großartig und eigentlich bilderbuchmäßig gestartet und ich war gespannt, was es noch für mich bereithalten würde.

Darüber und über meine vielen “Ersten Male” erzähle ich euch im April.

 

Fotos: Autorin (anonym)

 

Episode 1

Episode 2

Episode 3

Episode 4

Episode 5

Getrocknete Zitronenschalen und noch ein paar Tipps…

Getrocknete Zitronenschalen und noch ein paar Tipps…

bio zitronenschale

Ich versuche bei der Verarbeitung von Lebensmitteln so wenig „Reste“ wie möglich zu produzieren. Reste von Gerichten gibt es bei mir auch kaum, weil erstens meistens alles aufgegessen wird und zweitens aus Resten noch viele gute Sachen hergestellt werden können. Lebensmittel wegwerfen ist mir zuwieder.

Ich kaufe häufig unbehandelte Bio Zitronen, für Salate, Smoothies, etc. Die Schale kommt aber relativ selten zum Einsatz. Eigentlich schade drum! Die Lösung: vor dem Auspressen mit einem Sparschäler die aromatische Schale dünn abhobeln und trocknen. Am besten bei niedriger Temperatur im Backrohr. Wenn die Schalen komplett trocken sind, können sie in einem Schraubglas gelagert werden und im Tee landen, oder gemahlen in Muffins oder was einem sonst noch so einfällt. Das klappt auch mit unbehandelten Orangenschalen. Oder Apfelschalen, wenn man mal einen geschälten Apfel braucht.

Ein weiterer Tipp, wenn du viele Zitronen zu Hause hast und sie nicht so schnell verbrauchen kannst, einfach die Schalen gleich fein abreiben und in Eiswürfelbhältern einfrieren. Gleiches geht mit dem Saft! und hier noch ein heißer Tipp, um zu vermeiden, dass die Zitrusfrüchte im Körbchen schimmlig werden:

  1. Körbchen oder Schüssel gut waschen, sollte einmal was schimmlig geworden sein
  2. Serviette oder Küchenrolle hineinlegen
  3. 2 Tropfen Kiefernadelöl darauf tropfen, dann Zitronen, Limetten, … hineinlegen und freuen, dass nix mehr schimmelt! Genial! 🙂 Bitte darauf achten, dass es sich um ein 100% naturreines ätherisches Öl handelt!

 

Eure Diätologin

Foto: Birgit Barilits

 

Exkurs Kennzeichnung ätherischer Öle: Gute Qualität ist schwer zu erkennen, aber es gibt viele Hinweise auf gute Qualität, dies beginnt schon bei der Kennzeichnung:

  • Name der Ursprungspflanze: Deutscher und botanischer Name
  • Bezeichnung: 100% naturreines ätherisches Öl
  • Pflanzenteil: Blatt, Blüte, Zweige usw.
  • Mengenangabe
  • Chargennummer
  • Herstellername
  • Herkunftsland: Das Anbaugebiet bestimmt die Qualität mit!
  • Gewinnungsverfahren
  • Anbauart: kontrollierter biologischer Anbau (kbA), demeter-zertifizierte Bio-Qualität (demeter), Wildsammlung (Ws), konventioneller Anbau (konv.)
  • Lösungsmittel: Angabe des Lösungsmittels bei Extraktion
  • Verdünnungsverhältnis: und womit es verdünnt wurde, zB Melisse in Jojoba, Vanille-Extrakt in Alkohol
  • Verwendungsdauer nach dem Öffnen oder Ablaufdatum.
  • evtl. Verwendungshinweise
  • Sicherheitshinweise: „Vor Kindern sicher aufbewahren“, “nicht für Schwangere geeignet”, etc.
  • Gefahrenstoffzeichen: laut EU-Verordnung: je nach Öl individuell; nur bei einer Zulassung als Bedarfsmittel
  • evtl. Dosierungsempfehlung